22. Jura Radmarathon 14. Juni 2020

Rückblick

Binnen drei Tage (1-3. März) war das Startplatz-Kontingent für den Jura-Radmarathon Lupburg ausgebucht - Chapeau! Der Run auf die limitierten Startplätze zeigt, wie beliebt die Radsport-Veranstaltung - welche zudem der renommierten Serie des Radmarathon-Cup Deutschland angehört - tatsächlich ist. Der begeisterte Zuspruch spiegelt dem Sportverein Luburg e.V. - respektive seinen 140 ehrenamtlichen Helfern - eine enorme Wertschätzung wider. 

Anmeldungen sind nurmehr am 02. Juni ab 8 Uhr für die 30 km Famillienrunde und die 30 km MTB Tour möglich - auch RTF Karteninhaber können sich an diesem Tag nachmelden. Da der populäre Jura-Radmarathon ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften gestemmt wird (Kuchen backen, Dienst auf den Brotzeitstellen, Fußballturnier usw.) sind nicht mehr als 1500 Voranmelder zu bewältigen - wofür der Verein um Verständnis bittet. Mit dem Eintrag in die Warteliste existiert noch ein kleines "Start-Schlupfloch". Eintrag in die Warteliste

Für viele Mountainbiker ist und bleibt Lupburg DAS Lieblings-Bike-Event in Ostbayern. Angefangen bei der Streckenkonzeption, dem Setting, die unvergleichliche Atmosphäre bis hin zur tadellosen Organisation des Radsport-Festes - hier stimmt einfach wirklich alles. Dementsprechend war der Jubiläums-Jura-Radmarathon einmal mehr absolute Spitze! Überdies gab der Wettergott seinen Segen dazu.

Sprichwörtliches Kaiserwetter hellte die Gemüter auf und sorgte obendrein für griffige Bodenverhältnisse. Kehrseite der Beliebtheit: die Anmeldezahlen übersteigen das Teilnehmerlimit (zuliebe der Qualitätssicherung) bei weitem. Schon mehrere Wochen vorher war das familäre (Kult-) Event komplett ausgebucht. Selbstredend, dass das Event ohne den unermüdlichen Einsatz der 150 ehrenamtlichen Helfer schlicht und ergreifend unmöglich wäre.

Die Zeiten ändern sich, denn mittlerweile schlägt der E-Bike-Trend auch bei den Mountainbikes voll durch. Wie dem auch sei, die flowigen Wald- Wiesentrails und Forstwege in anmutender Naturlandschaft rund um's Tal der Schwarzen Laber erfreut sich einer wachsenden Fan-Gemeinde. Das reizvolle Offroad-Potential im Bayerischen Jura spricht sich eben herum, was die Teilnehmerzahlen widerspiegeln. So halten sich Mountainbiker und Rennradler zahlenmäßig in etwa die Waage. Wer zu spät kommt straft das Leben - diese Lebensweisheit trifft für die Veranstaltung jedes Jahr von neuem zu. Wer am 2. Juni 2019 mit von der Partie sein möchte, der darf eine frühzeitige Anmeldung ab dem 1. März nicht verpassen, ansonsten guckt man mit dem Ofenrohr ins Gebirge oder genauer gesagt in den Bayerischen Jura.

Rückblende

Für Biker wie Rennradler hat das Event in Lupburg ohne Zweifel Kultstatus erreicht, weshalb  für viele Teilnehmer dieser Tag ein absolutes Saisonhighlight ist.

Die unbändige Anziehungskraft ruft vor allem Mountainbiker auf den Plan, die die Rennradler zahlenmäßig sogar überflügelt haben. Dies mag zum einen an der unberührten Naturlandschaft und der wellig-flowigen Topographie des Bayerischen Jura liegen. Anderererseits setzt das Verwöhnambiente üppig bestückter Schlemmer-Stationen dem Ritt durch die Botanik die Krone auf. Fünf leistungsabgestufte Strecken stehen zur Wahl, wobei die Abkürzung auf kürzere Varianten jederzeit möglich ist. Die Offroader erwartet ein abwechslungsreicher Wald- Wiesen- Forstwege- Mix, z.T. mit Wurzelpassagen und flowigen Singletrails durchsetzt.

Die 2016 erstmals neu ausgeflaggte 71 km lange Strecke (1 500) stuft das Streckenangebot enger ab. Wem die 56 km Runde zu lasch bzw. die Marathondistanz zu deftig erscheint wählt die goldene Mitte. An der letzten Streckengabelung wird es als große Erleichterung empfunden, wenn einem der schweißtreibende Anstieg zum Eichelberg erspart bleibt und stattdessen im idyllischen Schwarze Labertal locker weiter biken kann. Nach kurzem Wurzelintermezzo schlägt man auf dem Lupburger Sportplatz auf. Duftendes Grillgut, Nudeln al dente, kühles Bier und Co warten auf hungrig-durstige Kehlen, um leer gefegte Glykogenspeicher wieder aufzufüllen. Kann gut sein, dass trotz verbrannter Kalorien am Ende die Energiebilanz ins Positive kippt.

Startzeiten 6.00 - 9.00 Uhr, Einsteiger 8.00 - 11.30 Uhr (30 km)

 MTB - Routen

  • 30 km /    500 hm
  • 46 km /    800 hm
  • 56 km / 1 100 hm
  • 71 km / 1 500 hm NEU
  • 94 km / 1 700 hm 

Im Bild einige fleißige "Lieschen" des Vereins. Danke für die hausgemachten Lecker-Schmecker-Snacks. Wir kommen wieder - mit großem Hunger und viel Durst.

Wegen des Teilnehmer-Limits empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung: raceresult.com

 

Wer beim Jura-Marathon teilnimmt, weiß danach über die Streckenführung, Organisation, gut bestückten Verpflegungsstationen sowie der ausgelassenen Stimmung nur Positives zu berichten. Eigentlich logisch, denn der SV - Lupburg legt sich mit seinem 140 Helfern voll ins Zeug und veranstaltet das top organisierte Rad- und Bikesportfest mit viel Herzblut.

Besonders der Anteil der Mountainbiker stieg in den vergangenen Jahren stetig. Die abwechslungsreichen MTB-Strecken unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade kommen beim Bikervolk bestens an. 2016 nahmen erstmalig mehr Mountainbiker (51%) als Roadbiker (49%) an dem Event teil. 

Teilnahmequoten 2016

RTF (1042 Teilnehmer ohne Tour 1)

  • Tour  1,  30 km - 10%
  • Tour  2,  80 km -   5%
  • Tour  3,  118 km - 11%
  • Tour  4,  156 km - 14%
  • Tour  5,  206 km - 12%

MTB (1066 Teilnehmer ohne Tour 6)

  • Tour  6, 30 km - 6%
  • Tour  7, 45 km - 7%
  • Tour  8, 56 km - 13%
  • Tour  9, 71 km - 13%
  • Tour 10, 94 km- 10%

Mountainbike - Gala around Lupburg


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

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Nach dem Start vom Sportplatzgelände Lupburg geht es gleich ins bewaldete Gelände. Der Schlossberg sorgt frühmorgens dafür, dass der Körper allmählich auf Betriebstemperatur kommt. Da mittlerweile fast 1 000 Mountaibiker an der Veranstaltung teilnehmen, findet man unterwegs schnell Anschluss - falls man nicht ohnehin schon mit Freunden startet. Je nach Leistungsvermögen und Motivation wird meist im geselligen Pulk zusammen gefahren. Dies macht bei weitem mehr Spaß als einsam durch die Botanik zu gurken. 

Absolut genial und längst überfällig: der Lückenschluss zwischen der 56 km und 96 km Strecke. Ein dickes Lob an die Routenfinder, denn der Schlussabschnitt der Streckenführung im Schwarze Labertal ist genial. Dort wo die Marathonis links auf den Schlossberg abzweigen, biken die anderen auf schönen, welligen Wiesentrails durch urtümliche Wald- und Wiesenlandschaft. Bisherige 56 km-Aspiranten die Luft nach oben verspüren dürfen sich durchaus ermutigt fühlen die Strecke 2017 in Angriff zu nehmen. Und bisherige Marathonfahrer werden mit Sicherheit amused sein, den ellenlangen Schlossberg-Anstieg im wahrsten Sinne des Wortes links liegen zu lassen.

 

Mehrere GPS-Basierte Messungen ergaben, dass diese Strecke auf 71 km knapp 1 500 hm aufweist. Zu unterschätzen ist diese Variante nicht, da der Höhenmeterquotient (Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge) bei 21.1 liegt während die Marathondistanz einen HQ von 17.9 aufweist, d.h. je Kilometer werden 21.1 bzw. 17.9 Höhenmeter bewältigt.

In Obhut bzw. Hilfestellung Erwachsener ist dem Nachwuchs altersmäßig keine Grenzen gesetzt. "Der frühe Vogel fängt den Wurm", d.h.dass sich auf die 96 km lange Marathonstrecke die meisten Biker zwischen 6.00 - 7.00 Uhr auf den Weg machen.

Konditionell wie fahrtechnisch bewegen sich die Routen im leichten bis mittelschweren Schwierigkeitsgrad. Die Mischung aus Wald-Wiesen-Forstwege - garniert mit Singletrail- und Wurzelpassagen sind der endorphine Burner. Im Up and Down werden auf schottrig- erdigen oder wurzeligen Untergrund Kraftausdauer bzw. koordinative Fähigkeiten wechselseitig gefordert. Kraftraubende Anstiege, rasante Abfahrten und flowige Trailabschnitte machen den Reiz der gut markierten Strecken aus. Ganz zu schweigen von der herrlichen Landschaft, die sich nach jeder Waldpassage von ihrer besten Seite zeigt. Über die abwechslungsreiche Streckenführung durch die Naturlandschaft ist jeder Mountainbiker absolut begeistert. Umso mehr, als dass kleinere Kursänderungen (2015) neue spaßige Trailabfahrten beinhalten.

 

 

 

Auch wenn die Höhenunterschiede überschaubar sind - unterschätzen sollte man die hügelige Strecke keinesfalls. In Eichhörnchenmanier werden ordentlich Höhenmeter gesammelt, weshalb insbesonders die beiden längeren Streckenvarianten eine gute Ausdauer erfordern. 

Des öfteren kreuzen sich die Wegstrecken der Rennradler und Mountainbiker. Manchmal reicht es für eine kurze Begrüßung, bevor sich die Offroader wieder ins Gelände trollen.

 

Erst recht wenn sich bei Regenwetter der Boden glitschig und schlammig präsentiert. Dann wird es nicht nur richtig anstrengend sondern fahrtechnisch ist zudem Feingefühl gefragt. Konditionell muss jedenfalls eine Schippe draufgelegt werden. Besonders längere Wiesen-Uphills zehren mit ihrer zermürbenden Saugnapfwirkung an den Kräften, während glitschige Abfahrten höllische Konzentration erfordern. 

 

 

Nachdem die erste Körnerration in den Mitochondrien verbrannt wurde, freut man sich umso mehr wenn nach 25 km am rechten Straßenrand das Verpflegungsschild 500 m auftaucht. 

Auf dem Sportplatz von Hohenfels werden allerhand Leckereien dargeboten. Durchschnaufen, leckere Häppchen verdrücken, Trinken, Vorrat einsacken, Small Talk - dann geht's frisch gestärkt wieder auf die Piste. 

Wem's too much wird, der kann an den Streckengabelungen jederzeit auf einer kürzere Variante sein Heil suchen. Gut zu wissen falls das Wetter nicht mitspielt, die Zeit davonläuft oder wem schlicht die Luft ausgeht. Die erste Abkürzungsmöglichkeit besteht wenige Kilometer nach Hohenfels (Tour 7), bzw. bei Schönheim (Tour 8). 

<Gib Gas ich will Spaß>....

Nach 49 km erreicht man die Verpflegungsstation Rechberg auf. Hier - wie in Langenthonhausen - treffen Mountainbiker auf die Rennradfahrer. Schmutzbesprenkelte Biker stehen im Kontrast zu fein gedressten Rennradlern im "Lycra-Zwirn".

Frisch gestärkt, geht es nach wenigen Metern auf der Dorfstraße wieder in die herrlich unberührte Botanik.

Nach einer längeren Abfahrt befindet man sich kurz vor Beratzhausen im tief liegenden Labertal. Entlang der Schwarzen Laber kündigt sich mit dem Eichlberg (KM 70) ein knackiger 200 hm-Aufstieg in mehreren Raten an, bei dem ein Skilift passiert wird. Wer etwa 7 km zuvor aufpasste (kurz vor einer Straßeneinmündung) konnte den Skihang bereits von der Weite erspähen. 

 

 

Einer Kursänderung wegen bikte man 2015 in einem weiten Bogen um den Weiler Eichlberg herum. In exponierter Höhe ist deren gleichnamige barocke Pfarr- und Wallfahrtskirche von allen Himmelsrichtungen her schon von der Ferne aus sichtbar. 

Für viele zieht sich die 30 km lange Distanz zwischen den Verpflegungsstationen aufgrund nachlassender Kräfte sprübar in die Länge. Umso erleichteter nimmt die Psyche das Labeschild Langenthonhausen (KM 79) zu Kenntnis. Nun heißt es nochmals nachtanken um ausreichend "Zündstoff" für den 15 km langen Finalabschnitt zu haben, bevor man lustvoll gen Ziel sprintet. Wie schon zuvor genießt man die herzliche Freundlichkeit und das mitreißende Lächeln der fleißigen Helfermannschaft.

Nach dem Energienachschub ist sich jeder sehr wohl bewusst, dass das Groß der Strecke geschafft ist. Es folgen zwar keine längeren Anstiege mehr, dafür zwicken nach dem Kraftakt mittlerweile auch kleinere Wellen und Dellen. In der Summe sind es etwa 200 hm, bis der Sack zugemacht wird. 

Je näher das Ziel heranrückt, desto mehr Glücksgefühle durchströmen den Organismus. Wenig Wunder, dass fast jeder sich "unterhopft" auf ein kaltes Bier freut.

Wie man an den Schildern unschwer erkennen kann, bringt der Lupburger Veranstalter seinen (Galgen-) Humor herzauffrischend am Streckenrand zum Ausdruck. Selbst bei größter Kraftanstrengung unter Atemnot kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Was folgt sind knorrige Wurzelteppiche und flowige Speedpassagen.

Kaum vom Wald draußen endet die Holterdipolterstrecke und gibt den Blick auf die sanft gewellte Landschaft frei.

Was folgt sind flachere Pfade und Schotterwege, auf denen man die Blicke umherschweifen lassen kann.  

Zieleinlauf nach Maß....

Im Schlussabschnitt mündet die Family- und Einsteigeroute ein, weswegen die Schotterwege kurz vor Lupburg von gemächlich dahin gondelnden Teilnehmern frequentiert ist. Rasante Gefäll- und Flachpassagen ebnen wohltuend den Weg zum Ziel. Nur kurz vor Zielschluss piesackt letztmals ein kurzer Schotterweg- Hügel. Doch die Vorfreude auf das nahende Ziel sorgt für eine Adrenalinausschüttung durch die der Wadlzwicker fast schmerzfrei überwunden wird.

Endlich glückstrahlend im Ziel aufgeschlagen...

Ob schweißtreibende Geländehatz oder Genusstour im Wohlfühlmodus - auf dem Lupburger Sportgelände wird nach der Überquerung der Zielrampe traditionell abgefeiert. 

 

Ruhigen Gewissens darf deftiges Grillgut mit Kohldampf verspeist werden

 

Im Angesicht der ehrwürdigen Lupburger Burg klingt für die Teilnehmer der Tag angenehm aus. Pläne werden geschmiedet und der nächste Termin am 14. Juni 2016 wird schon ins Auge gefasst.  

Anreise

Die Marktgemeinde Lupburg (Landkreis Neumarkt i.d.Opf.) liegt verkehrsgünstig an der A 3 Regensburg-Nürnberg, und ist von der Domstadt (45 km) bzw. Neumarkt i.d.Opf. (34 km) in gut einer halben Stunde zu erreichen.

A 3 Regensburg – Nürnberg, Ausfahrt Parsberg -  2 km der Ausschilderung folgen. 

Teilnehmerstärkste Vereine 2018

Wie in den Jahren zuvor belegte das Biketeam-Regensburg mit 102 Teilnehmern den ersten Platz.

1. Platz Biketeam Regensburg, 102 Teilnehmer (Patenverein) 

2. Platz: TSV Langquaid, 36 Teilnehmer

3. Platz: Nitteanau Radsport, 33 Teilnehmer

4. Platz: Biketeam Sandharlanden, 21 Teilnehmer

Streckenpläne MTB            

Veranstaltungsflyer 2019

Zum Jura Radmarathon im Schwesterportal Bayernbike     

Veranstalter

Sportverein 1959 Lupburg e.V. - Abteilung Radsport
vertreten durch Abteilungsleiter Toni Eichenseher

Organisations-Verantwortliche: Franz Ehrensberger und Ferdinand Ostermann

1. Vorstand Erhard Steinberger 
Kapellenplatz 5

92331 Lupburg

Telefon: 094 02 - 600 928

erhard.steinberger@web.de
www.jura-radmarathon.de