Ausgangspunkt Haidmühle

Haidmühle (1421 Einwohner) – staatlich anerkannter Erholungsort - liegt in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald, genauer gesagt im Dreiländereck Deutschland (Ostbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel). Umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft breitet sich z.T. ein grenzüberschreitendes Radtourennetz aller Schwierigkeitsgrade aus. Zum Radfahren herrschen ideale Bedingungen, weil die Gegend nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands besitzt was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert.

Das Dreiländer-Radparadies im Muldental der Kalten Moldau bzw. des Mirasatbaches wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. Umrahmt von Haidel (1 167 m) und Dreisesselmassiv (1 312 m) nehmen in Haidmühle - im sogenannten <Grünen Dach Europas> - Radrouten unterschiedlichster Prägung ihren Ausgang. Irgendwie logisch, denn besser als vom Sattel aus lässt sich die malerische Bergregion mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flußauen wohl kaum erkunden.

Der Adalbert-Stifter-Radweg

Auf dem Adalbert-Stifter-Radweg lässt es sich im Einklang der Natur wundersam gemächlich dahin cruisen. Sauerstoffreiche Wälder, Bäche, verwittertes Granitgestein und sattgrüne Wiesenhänge bieten einen ursprünglichen Naturgenuss von besonderer Güte. Wer gedankenversunken den stressigen Alltag vergessen möchte, wird auf dieser Tour seine wahre Freude haben. Der letzte Lückenschluss des Radwegs zwischen Haidmühle und Frauenberg wurde am 12.06.2005 offiziell eingeweiht. 

Eckdaten

  • Ausgangspunkt Haidmühle
  • Endpunkt: Waldkirchen
  • Streckenlänge: 26,6 km (unasphaltierter Bahntrassen-Radweg)
  • Südliche Fahrtrichtung nach Waldkirchen: 111 hm
  • Nördliche Fahrtrichtung nach Haidmühle: 360 hm
  • Hochpunkt 872 m (Frauenberg)
  • Tiefpunkt 573 m (Bahntrassenende Waldkirchen)
  • Fahrzeitprognose bei gemüticher Fahrweise Richtung Waldkirchen etwa 1 1/2 Stunden; Richtung Haidmühle ca. 2 Stunden 
  • Bahntrassenabschnitt wird im Winter für Langläufer gespurt
  • Konditionell und fahrtechnisch sehr leicht

Waldkirchen Video

Der Adalbert-Stifter-Radweg verläuft 26,6 km zwischen Haidmühle und Waldkirchen auf einer unasphaltierten, ehemaligen Bahntrasse, davon 21 km als sanfte Gefällstrecke. Radfahrer erwarten eine idyllische Hügellandschaft, ausgedehnte Bergwälder, liebliche Bachtäler, weitflächige Wiesenhänge, emporragende Granitfelsen – alles in allem eine bezaubernde ursprünglich gebliebene Kulturlandschaft. 

Streckencharakteristik

Die Streckencharakteristik ist relativ schnell erklärt. Das flache bzw. leicht abschüssige Streckenprofil ist absolut familiengeeignet (100 hm). Der gleichmäßige Bahntrassen-Charakter - gepaart mit Verkehrsfreiheit - fördert den Fahrfluß und damit den Fahrspaß, wobei weder nach oben noch nach unten eine Altersbeschränkung besteht. Der Adalbert-Stifter-Radweg ist für Kinderanhänger/Trailer geeignet. Einzig ab dem Bahntrassenende kurz vor Waldkirchen stellt sich eine kurze 5%-Steigung hinauf zum Stadtplatz in den Weg. Auch in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist der sanfte, gleichmäßige Anstieg (∅-Steigung 2%) selbst  für wenig trainierte Freizeit- und Familienradler gut zu bewältigen.

Wer die Anbindung von Waldkirchen nach Fürsteneck (Anschluss an den Donau-Ilz-Radweg) weiter radelt, sieht sich gänzlich einer anderen Streckencharakteristik konfrontiert. Der kupierte Streckenverlauf unterscheidet sich vom nivellierten Bahntrassenprofil grundsätzlich, d.h. Steigungen und Gefällpassagen wechseln sich einander ab. Auf Forstwegen und schwach befahrenen Nebenstraßen schlängelt sich die Route durch den südlichen Landkreis Freyung-Grafenau bzw. nördlichsten Zipfel des Landkreises Passau und überwindet bis Fürsteneck 500 Höhenmeter. 

 E-Bike-Technologie

Der Fahrradbestand ist in Deutschland laut Schätzungen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) auf 73 Mio. Fahrzeuge (2016) angewachsen, wobei der Anteil an E-Bikes auf über 3 Millionen geschätzt wird. Für die rasant wachsende Anzahl von E-Bikern relativiert sich jedes Anspruchsprofil. In Zeiten der emissionsfreien Elektro-Mobilität lassen sich E-Biker selbst von steileren Berggipfeln nicht mehr abschrecken - ganz im Gegenteil. Was bis vor wenigen Jahren undenkbar erschien, entwickelt sich heute zur völligen Normalität: E-Biker und E-Mountainbiker stoßen mit leistungsstarken Motoren in Bergegionen vor, die für sie ohne Akkuleistung unbezwingbar gewesen wären. Intelligente Software vermag mittlerweile die aktuelle Reichweite dynamisch zu steuern, indem der gemessene Leistungsverbrauch die Schubkraft über einen Algorithmus regelt. Testbericht

Bezogen auf die Distanz und Höhenprofil braucht man sich über die Reichweite eines voll aufgeladenen, leistungsfähigen Akkus keinen Kopf zu machen. Bei dosierter Schubkraftzuschaltung und ökomonischer Fahrweise sollte die Ladekapazität ausreichen, zumal die Gefällpassage nach Waldkirchen kaum Stromverbauch benötigt.

 E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen 

Radgattung

Zweckmäßig ist ein robustes Tourenrad, Trekkingbike, Crossbike und E-Bike mit durchschlagsfester Bereifung oder tourentaugliches Mountainbike. 

Zeiteinteilung

Als gemütliche Halbtagestour bleibt für Pausenstopps, Aufnahme des Informationsangebots der am Wegesrand aufgestellten Schautafeln sowie Stadtvisite in Waldkirchen adäquater Freiraum ohne Zeitdruck. Die entgegengesetzte Fahrtrichtung benötigt entsprechend mehr Zeit, da sich die Höhendifferenz von 435 m des Start- Zielorts maßgeblich auf die Durchschnittsgeschwindigkeit auswirkt. Insofern gilt es bei der Tourplanung, eine leistungsorientierte Fahrtrichtungsentscheidung zu treffen.

Beide Fahrtrichtungen ergeben kumuliert 96 km / 1 662 hm. Für konditionierte Tourenradler eine vollwertige Tagestour, wobei wie gesagt der Startort eine wichtige Rolle spielt.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Adalbert-Stifter-Radweg


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

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Streckenchronik

Beginnend in Haidmühle (1 341 Einwohner) radelt man bis Frauenberg vis a via des Mirasatbachs in einer idyllischen und sauerstoffreichen Waldpassage. 

 Die Kalte Moldau

Der Zusammenfluss der Quellbäche Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach im sumpfigem Waldgebiet unterhalb des Haidel bilden den Ursprung der Kalten Moldau. Die Kalte Moldau (Studená Vltava) ist der rechte Quellfluss der Moldau (Vltava). 

Zur Zeit des Kalten Krieges war Europa durch den Eisernen Vorhang geteilt, weswegen das Tal der Kalten Moldau zwischen Stožec und der deutschen Grenze bis 1990 Sperrgebiet war. 

Kneippanlage Jogl

1.6 km nach Haidmühle erwartet Radfahrer ein echter Gesundheitsknüller. Der eiskalte Mirasatbach speist hier die Kneippanlage Jogl und sorgt nicht nur für ein abwechslungsreiches Vergnügen sondern hilft gepiesackten Beinen beschädigte Muskulatur zu repararieren (je nachdem in welcher Fahrtrichtung man unterwegs ist). Also genau das, was der Körper zur Wiederherstellung benötigt.  

Wassertreten (30-120 Sekunden) leitet schonend die Regenerationsphase ein. Beim abschließenden lockeren Pedallieren auf der 1.5 km langen Flachetappe nach Haidmühle erwärmen sich die kalten Füße. 

Die Kneippanlage am Mirasatbach befindet sich am Schnittpunkt des Albert-Stifter-Radweg mit der Haideltour-Route.   

Kneippen regt -  in dem Kaltwasserbecken nicht nur den Kreislauf und den Stoffwechsel an bzw. fördert die Durchblutung - sondern stärkt dazu auch das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt die Methode ganzheitlich, d.h. Körper, Kopf und Seele kommen in Einklang. Eine wahre Wohltat, die für ausgemergelte Radfahrer wie gerufen kommt.  

Die unmittelbare Nähe des beliebten Adalbert-Stifter-Radwegs bringt es mit sich, dass viele Radfahrer von dem natürlichen "Gesundbrunnen" regen Gebrauch machen.

Im Wasser liegt das Heil; es ist das einfachste, wohlfeilste und - recht angewandt - das sicherste Heilmittel

- Sebastian Kneipp - 

 Sebastian Kneipp

Sebastian Kneipp wurde am 17.05.1821 geboren. 1844 zog er mit seinem Förderer Dr. Matthias Merkle nach Dillingen, wo er am Gymnasium trotz Tuberkulose das Abitur machte. 1849 begann er mit dem Theologiestudium und entdeckte rein zufällig ein Buch des Arztes Johann Siegmund über die Heilkraft von kaltem Wasser. Beeindruckt von dessen Erkenntnissen unternahm Kneipp im Selbstversuch Bäder in der kalten Donau. Sein Gesundheitszustand verbesserte sich derart, weshalb er seine kostenlosen Behandlungsformen auch auf Patienten ausdehnte. Bezeichnend, dass ausgerechnet Ärzten das Vorgehen missfiel und sie gegen Kneipps selbstlose Behandlungsmethode ein Gerichtsverfahren anstrengten. Die Heilkraft des Wassers entdeckte Kneipp wieder, da bereits die Römer in der Antike mit Wasseranwendungen arbeiteten. Erst 2015 entschied die Deutsche UNESCO-Kommision "Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps" offiziell als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen.

Beste Stimmung und reges Treiben an der Kneippanlage. Radlergruppen aus allen Herren Länder kommen sich an der Wellness-Stätte näher.

Nach der erfrischenden Wellness-Pause geht's mit Frohgemut und Elan weiter. Auf der Kuppe mündet man vom Zufahrtsweg in den Adalbert-Stifter-Radweg ein. 

Bahntrassenradeln zeitigt die Vorteile, dass zum einen die Wegeführung leicht erkennbar ist, Kurvenradien großzügig bemessen sind und sich Höhenunterschiede durch den nivellierten Bahntrassenbau für Radfahrer kaum bemerkbar machen.  

Auch wenn der Wegeverlauf unmissverständlich vorgegeben ist, so ist der relativ breite Radweg zusätzlich 1 a ausgeschildert. Dazu verlocken Rastplätze in idyllischer Lage immer wieder zu erholsamen Pausen. Die wassergebundene Fahrbahnoberfläche weist durch regelmäßige Wartung einen sehr guten Zustand auf. Vor Fahrbahnrinnen oder gar Schlaglöcher braucht man sich also nicht fürchten. Deshalb Freie Fahrt! Die Anrainergemeinden lassen sich die laufende Instandhaltung des Radwegs einiges kosten.

Vom Startpunkt in Haidmühle (830 m) steigt die ehemalige Bahntrasse bis Frauenberg (Europäische Wasserscheide) unmerklich an. Nachdem der Scheitelhochpunkt (872 m) überschritten ist, fällt das Höhenniveau bis zum Bahntrassen-Ende (523 m) am Stadtrand von Waldkirchen insgesamt um 350 Tiefenmeter kontinuierlich ab. Jener Streckenteil, dessen sanftes Gefälle und geschwungene Kurven ein selbstvergessenes flowiges Fahrgefühl fördert.

 Abzweig Dreiländer-Radweg

Am Loipenzentrum Frauenberg vorbei - der Adalbert-Stifter-Radweg genießt eine touristische Mehrfachnutzung indem Langlaufloipen gespurt werden - rollt das Gefährt auf der 22 km langen Gefällstrecke (1-2%) mit minimalem Krafteinsatz locker dahin. 

 Wasserscheide 

In Frauenberg erinnert ein Denkmal an die Wasserscheide von Elbe und Donau. Die Moldau entwässert nach Norden hin großflächig das Gebiet, wo nach Mündung in die Elbe später in die Nordsee fließt. Die Moldau - häufig auch als „Böhmisches Meer“ bezeichnet - ist der längste Fluss in Tschechien (430 km) und zugleich der größte Nebenfluss der Elbe. Richtung Süden und Westen sammeln dagegen Ilz, Erlau und Große Mühl Wasser auf und fließen bei Passau bzw. Linz in die Donau, die ins Schwarze Meer mündet.

Durch eine technische Meisterleistung wurde die Wasserscheide mit dem Bau der Kreuzbachklause und dem zugehörigen Triftkanal, der das der Moldau gehörige Dreisesselwasser in den Osterbach und damit in die Ilz brachte überwunden. Heute ist der Kanal ist größtenteils verfallen, weshalb der Kreuzbach wie zu früheren Zeiten wieder der Moldau zufließt.

Im Folgeverlauf verengt sich zunehmend der Geländeeinschnitt. Hoch aufragende Felsen geben ansatzweise eine Vorstellung darüber, wie hart die Menschen sich im 19. Jahrhundert mit Schaufel und Pickel durch das felsige Terrain schufteten, um eine nivellierte Eisenbahntrasse zu bauen. Für den Bahnabschnitt zwischen Haidmühle und Waldkrichen waren gewaltige Erdbewegungen erforderlich.

 Sicherheitshinweis

Eisenpoller (ca. 80 Pfosten) stören die Fahrharmonie und stellen aufgrund der geringen Abstände (3 parallel Poller) ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Ab einer Lenkerbreite von über 760 mm bzw. Räder mit ausladenden Satteltaschen bestückt ist. Enge Durchfahrten sind insbesondere für Senioren/Ungeübte ein Balanceakt. Da das Abfahrtstempo in Schrittgeschwindigkeit zu verzögern bzw. gleichzeitig auf den vorfahrtsberechtigten Verkehr zu achten ist, erfordert es höchste Konzentration. Windschattenfahrten erhöhen zudem das Risiko, da für Hiinterherfahrende die gefährlichen Hindernisse erst spät erkennbar sind.

Ab Neureichenau ändert sich das Landschaftsbild und das weitflächige Hügelprofil gibt immer häufiger schöne Panoramablicke auf die das gewellte Landschaftsprofil des Bayerischen Waldes frei. 

Die Gemeinde Neureichenau wird nur am Rande gestreift. Nach Überquerung der Dreisesselstraße wird kurzzeitig auf eine Straßenverbindung ausgewichen.

Die kraftsparende Gefällfahrt auf der verkehrsfreien Trasse fördert das beschwingte Gefühl von Leichtigkeit des Seins. Dies schauftelt Denkkapazitäten frei, und ermöglicht schweifende Blicke in die herrliche Naturregion. Sobald man seinen Trittrhythmus in Wohlfühlgeschwindigkeit gefunden hat, radelt man bisweilen selbstvergessen durch die anmutende Naturlandschaft.

Dichte Fichtenwälder und saftig grüne Wiesen künden von einer noch wenig von Menschenhand beeinflusster Natur.

 Direkt nach dem Jandelsbrunner Bahnhofsgebäude zweigt der Donau-Wald-Radweg ab, der nach Obernzell ins Donautal führt und den Anschluss zum internationalen Donau-Radweg herstellt.

Besonders an Wochenenden bzw. Schulferien erfreut sich der Radweg großer Beliebtheit.

Das "Ein- und Abtauchen" in schattige Waldpassagen bringt nicht nur Abwechslung sondern auch Abkühlung an heißen Sommertagen.

Um die fest verankerten Eisenpolller frühzeitig zu erkennen, macht Abstand zum Vordermann Sinn.

Man traut seinen Augen kaum, wenn plötzlich nostalgische Relikte aus der längst verblichenen "guten alten" Eisenbahnerzeit auftauchen. Ohne Zweifel werten sie einen touristisch gut erschlossenen Bahntrassen-Radweg auf.

Bei KM 24,6 erreicht man eine tolle Rastmöglichkeit mit schöner Aussicht auf Waldkirchen. Hier befindet sich noch ein 100 m langes Gleisstück der ehemaligen Eisenbahntrasse Waldkirchen-Haidmühle-Wallern/Volary (Böhmen). Informationstafeln beleuchten die Historie der frühren Eisenbahnlinie. 

  • Eröffnung der Bahnstrecke: 15. November 1910
  • Stilllegung der Bahnstrecke: 1963 (Personenbeförderung)
  • Einstellung des Bahngüterverkehrs: 1963 
  • Gleisdemontage: bis 2001

Radwegbau /Eröffnung:

  • September 2001: Waldkirchen – Jandelsbrunn
  • 12. Juni 2005: letztes Teilstück Frauenberg-Haidmühle

Regelmäßige Verschnaufpäuschen pushen den Genussfaktor.

Neben der gepflegten Privatgartenanlage pausiert man gerne, bevor die letzten Kilometer in die geschäftige Stadt Waldkirchen abgestrampelt werden.

Was des einen Fluch war (Bahnstreckenstilllegungen) war ist heute des Anderen Segen (Umwidmung in Radwege).

Die Silhouette von Waldkirchen erkennt man durch die aufragende Stadtpfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul - gemeinhin auch als "Bayerwald-Dom" bezeichnet -schon von weitem.

Der Adalbert-Stifter-Radweg erfüllt wichtige radtouristische Kriterien, weshalb er im Bayernnetz für Radler aufgenommen wurde.

Etliche Rundbogenbrücken erinnet zumindest die ältere Generation an die nostalgische Eisenbahnerzeit. 

Nun heißt es von der ehemaligen Bahnstrecke Abschied nehmen. Den Schlusspunkt setzen Waggons und Rangierloks auf den Abstellgleisen. 

Nachdem man in die Bahnhofstraße eingebogen ist, wird kurz darauf die Hauptstraße am Kreisverkehr gequert. 

Sobald die nivellierte Bahntrasse verlassen wird ist fortan mehr Muskelkraft gefordert. Entgegen des gewohnten Streckencharakters schraubt sich die Bahnhofstraße unvermittelt 50 hm (5% Steigung) ins Stadtzentrum Waldkirchen hinauf. Der topographische "Vorbote" signalisiert, dass das Profil welliger wird und demach mehr Wadenschmalz gefragt ist.  

Waldkirchen (10 456 Einwohner) liegt am Goldenen Steig und ist die größte Stadt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Auf dem sehenswerten Stadtplatz befinden sich Straßen-Cafes, Eisdielen und Gaststätten mit Freisitzen, die für's leibliche Wohl sorgen.

Anbindung ins Burgenland nach Fürsteneck

 Es besteht die Möglichkeit weiter nach Fürsteneck zu radeln (21.4 km), wo Anbindung zum Donau-Ilz-Radweg besteht der seinerseits in Niederalteich auf den Donau-Radweg trifft. Einfach zurück zur Passauer Straße, die stadtauswärts wieder hinab zum vorhergehenden Ausgangsniveau führt. Hinter dem Kreisverkehr setzt sich der Radweg fort.