• Südroute, Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais
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  • Südroute, Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais
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  • Südroute, Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais (Berggasthof Menauer, Grandsberg)
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  • Südroute, Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais
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  • Südroute, Etappe 5 Sankt Englmar - Bischofsmais
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  • Südroute, Etappe 4 Falkenstein-Sankt Englmar
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  • Südroute, Etappe 4 Falkenstein-Sankt Englmar
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  • Südroute, Etappe 4 Falkenstein-Sankt Englmar
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  • Südroute, Etappe 4 Falkenstein-Sankt Englmar
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Etappenübersicht der Südroute

  • Etappe 1 I Furth im Wald - Rötz I 49 km; 1.000 hm
  • Etappe 2 I Rötz - Stamsried I 37 km; 900 hm
  • Etappe 3 I Stamsried - Falkenstein | 54 km; 900 hm
  • Etappe 4 I Falkenstein - Sankt Englmar I 42 km; 1.500 hm
  • Etappe 5 I Sankt Englmar - Bischofsmais I 57 km; 1.800 hm
  • Etappe 6 I Bischofsmais - Eging am See I 64 km; 1.500 hm
  • Etappe 7 I Eging am See - Passau I 36 km; 700 hm

   ∑ 339 Kilometer - 8.300 Höhenmeter

Aktuelle Hinweise auf etwaige Umleitungen bzw. laufende Wege- und Holzarbeiten findet ihr hier

Kurzbeschreibung

Die Südroute orientiert sich am Donaukamm und verläuft von Furth im Wald quer durch den Bayerischen Wald bis zur Dreiflüssestadt Passau. Sauerstoffreiche Wälder, sattgrüne Wiesenhänge und faszinierende Ausblicke auf das Grenzmassiv als auch die Donauebene kennzeichnen den Routenverlauf. Es ist die abwechslungsreiche Mischung flowiger Passagen sowie anspruchsvolleren Trailabschnitten mit steilen Anstiegen und rasanten Abfahren, die den Reiz dieser Langstreckentour ausmachen. Mal gedankenversunken dahin cruisen und sich von der abgeschiedenen Natur inspirieren lassen, ein andermal fahrtechnisch und konditionell gefordert sein und sein Gefährt lustbetont über die Trails jagen. Ein Wechselspiel zwischen Genuss, Spaß und körperlicher Belastung, die Körper Geist und Seele gleichsam berühren. Die ausgesprochene Geländevielfalt bereitet eine wahre Freude. Hot-Spots wie der Gibachtmassiv, das Bike-Paradies Sankt Englmar und phänomenale "View Points" wie beispielsweise der Brotjacklriegel halten die Sinne permanent auf Trab. Dazu laden urige Hütten in den Höhenlagen zu herrlichen Pausen-Stopps ein. 

 Eckdaten

  • Ausgangspunkt: Furth im Wald
  • Ziel: Passau
  • Streckenlänge: ∑  339 km 
  • Niveauunterschied: ∑  8 300 hm
  • Höchster Punkt 1092 m.ü.M. 
  • Tiefster Punkt 302 m.ü.M.
  • Empfohlenes Zeitfenster: 7 Fahrtage + 1 Ruhetag  

Anreise mit der DB

Anreise mit der DB

  • Von Norden und Westen umsteigen in Nürnberg, dann Richtung Furth im Wald.

  • Berlin, Thüringen, Sachsen etc.: Richtung Hof/Regensburg, umsteigen in Schwandorf, Richtung Furth im Wald – Prag

  • Großraum München, Süddeutschland: Richtung Regensburg/Hof, umsteigen in Schwandorf, Richtung Furth im Wald – Prag

Zugfahren und sparen mit dem RIT Ticket: ab einer Übernachtung in Ostbayern buchbar, keine Zugbindung, ICE inklusive; Infos und Buchung: Tel. 0941 585390 oder www.rit-ticket.de

Bayernfahrplan für Bus und Bahn: www.bayern-fahrplan.de

Anreise mit dem PKW

  • A 92: München-Deggendorf, Abfahrt Landau/Straubing, dann B20

     

  • A 93: Regensburg - Weiden, Abfahrt Teublitz, dann Richtung Cham/Furth im Wald

Allgemeine Infos zur Anreise

Parkmöglichkeit Furth im Wald: P4 / Schießstättenweg 

Infoliste Südroute

 Die Angaben der Kilometrierung in der chronologischen Streckendokumentation bezieht sich auf den Ausgangspunkt Furth im Wald »Schloßplatz 1«. Dort befindet sich die Tourismusinformation, dessen Chef nicht nur ein passionierter Mountainbiker ist sondern zudem als  versierter TRANS BAYERWALD Pionier gilt. Auskünfte bekommt man hier also aus 1. Hand. 

Tpp: Auf dem Höhenprofil lassen sich durch Bewegen des Cursors im Einblendtextfeld der interaktiven Streckengraphik die Parameter Entfernung, Steigungsprozente und Höhe ablesen bzw. analog die geographische Position anzeigen (blauer Punkt).


 Merkblatt »Höhenmeterabweichung«

Streckengrafik mit Höhenprofil - Südroute


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Haftungsausschluss:

Biketouristik – Media übernimmt keine Gewähr für die Korrektheit downgeloadeter Trackdaten. Die Verwendung von GPS-Tracks geschieht in Eigenverantwortung des Users und schließt Haftungsansprüche gegenüber dem Anbieter ausnahmslos aus.



Südroute

Die Südroute verläuft von Furth im Wald über die MTB-Hotspots Sankt Englmar und Bischofsmais nach Passau und orientiert sich von der 4. bis 7. Etappe in östlicher Richtung entlang des Donaukamms. Die Route verläuft innerhalb der Regierungsbezirke Oberpfalz / Niederbayern und tangiert dabei die Landkreise Cham, Schwandorf, Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen, Freyung-Grafenau und Passau. Besonders erfreulich ist, dass jede Tagesetappe ihren ureigenen Charm samt streckenspezifischer Eigenheiten aufweist. Aus diesem Grund kommt letztlich auch nicht der Hauch von Langeweile auf.

„Holla, die Waldfee“

Dass der "Botanik-Ritt" durch den Bayerwald nicht zum entspannten "Nulltarif" zu haben ist versteht sich von selbst. Die Strecke saugt zwar mächtig Energie und fordert physisch wie mental, doch dafür bekommt man Tag für Tag die emotionale "Payback-Karte" in Form von Überraschungsmomenten und Glückszuständen geschenkt. Über viele Kilometer badet das Empfinden in Melancholie, Glück, Zufriedenheit und Schmerz. Emotionen, die zusammen gehören wie zwei Pole: Dort wo der Schmerz liegt, wohnt das Glück nicht weit entfernt. Ein Wechselbad der Gefühle, bei dem man sich manchmal selbst sehr nahe kommt. Der Bayerische Wald hat unendlich viele Facetten. Wer achtsam unterwegs ist, darf sich inspirativen Seelenzuständen sicher sein. Deshalb ruhig öfter mal vom Sattel steigen, Innehalten, dem Vogelgewzwitscher, Windgeräuschen und plätschernden Bächen lauschen. Sauerstoffreiche Wälder, glasklare Seen, mäandernde Bäche und beeindruckende Panoramablicke wirken auf Geist und Seele unbandig beruhigend. Unlängst brachte eine Studie die Erkenntnis hervor, dass nur eine Woche Bewegung im Wald die Entzündungsparameter im Blut signifikant absinken lassen, und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert. Dicht bewaldete Naturregionen wirken daher wie ein wahrer Gesundbrunnen. Wer hier urlaubt bzw. seinem Fahrspaß freien Lauf lässt, betreibt eine rezeptfreie Gesundheitsvorsorge, welche obendrein die Virenabwehr stärkt. Sogenanntes "Waldbaden" ist ein wahrer Genuss für alle Sinne. Mit anderen Worten: wer die TRANS BAYERWALD stressfrei im angenehmen Tempo befährt, wird neben einem Formschub auch mit einer nachhaltigen kognitiven Horizonterweiterung belohnt. 

Was den eigentlichen Reiz der TRANS BAYERWALD ausmacht ist die Mischung aus moderaten und anspruchsvollen Anstiegen/Abfahrten auf stillen Waldpfaden, knarzenden Schotterpisten, samtigen Wiesenwegen und schroffen wie flowigen Singletrails. Der abwechslungsreiche Streckencharakter hält die Sinne permanent auf Hab-Acht-Stellung. Unberührte Naturlandschaften, phänomenale Ausblicke und malerische Kleinode tun ihr übriges. Ein Naturerlebnis, das den Vergleich mit einer TRANS ALP nicht zu scheuen braucht. 

Die Initiatoren charakterisieren die Trans Bayerwald als mehrtägige Reiseroute, deren Konzeption auf Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit fußt. Noch ein Wort zum Verhältnis zwischen Natur- und Wegenutzern: sind Begegnungen von freundlicher Begrüßung, Small Talk, gegenseitigem Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme getragen, bleibt ein konfliktfreies und harmonisches Miteinander in freier Natur gewahrt.

Start Drachenstadt Furth im Wald

Im Rahmen der Further Bergwoche hieß es in der Drachenstadt Start Frei der TRANS BAYERWALD Tour nach Stamsried. Inklusive Trail-Schleifen kumulierten sich nach 83 km immerhin 2 100 Höhenmeter auf. 

Stadtauswärts führt die Route schnell ins Gelände.

 Hohenbogenwinkel

Die Orte Furth im Wald, Arnschwang, Neukirchen b.Hl.Blut und Eschlkam bilden die Urlaubsregion Furth im Wald – Hohenbogenwinkel. Die Region befindet sich an der Nahtstelle, wo der Bayerische Wald in den Böhmerwald übergeht. Die Naturlandschaft zwischen Gibacht und Hohenbogen gibt sich still, sanft und unspektakulär - und steckt dennoch voller Geheimnisse. Infos für Mountainbiker 

Der Bergrücken des Hohenbogen-Massivs ist zum Greifen nah. Der 8 km lange Gebirgszug Hohenbogen besteht aus mehreren Gipfeln: Ahornriegel 1 050 m (Bergstation), Schwarzriegel 1 079 m (ehemaliger Fernmeldeturm der Luftwaffe), Eckstein, 1 073 m (zwei stillgelegte Natotürme - wovon einer eine Aussichtsplattform mit grandiosem Rundumblick verfügt), Bärenriegel 1 017 m und Burgstall 976 m.

Beeindruckende Schmiedekunst wo man hinschaut. Viele Häuser sind mit schmiedeeisernen Schildern versehen.

Künstlerisch gestaltetes Empfangsgebilde der Tourismus-Information.

Am Stadtplatz weist ein Schild auf die Tourismus-Information hin.

Etliche Gasthäuser und Cafes mit Freisitzen säumen den Stadtplatz.

Radfreundliche Gastgeber werben mit pfiffigen Ideen um ihre Kundschaft. Da fühlt man sich als Radfahrer jedenfalls angesprochen und gut aufgehoben.

Sehenswürdigkeiten

  • Deutsches Drachenmuseum u. Further Landestormuseum (Besteigung des Stadtturms!) Besichtigung des Further Drachen
  • Further Waffen- bzw. Hammerschmiede (Voithenberghammer)
  • Further Ausflugs- und Erholungspark am Steinbruchsee, Waldmuseum, Wildgehege, Uhrenmuseum
  • Further Glockenspiel (Am Schloßplatz), Täglich 11 Uhr Und 18 Uhr
  • Further Wildgarten mit Unterwasser-Beobachtungsstation
  • Further Museum 'Flederwisch'
  • Waffenschmiede und Waffenladen
  • Japanischer Garten
  • Freibad, Hallenbad, Sauna 

Das Further Glockenspiel am Erker des Amtsgerichtes ist ein Geschenk, der aus dem Sudetenland vertriebenen Menschen an die Patenstadt Furth im Wald. Von 23 Glocken im schmiedeeisernen Korb erklingen tägl. um 11.00 und 18.00 Uhr Lieder aus dem Böhmerwald. Das Wappen Bayerns, der Bundesrepublik Deutschland und des Sudetenlandes schmücken die obere Spielkrone. Unteren erkennt man die Wappen der sudetendeutschen Städte Ronsperg, Hostau und Bischofteinitz, dazu das Wappen von Furth im Wald.  

Im ganzjährig geöffneten Wildgarten beschäftigen Sie sich einmal auf andere Weise mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Ein schön angelegter Pfad führt über Hängebrücken und Moorwegen vorbei an Informationstafeln zu Insekten und Tieren, Wildpflanzen und Pflanzenkläranlagen. Besonders beliebt ist die Unterwasser-Beobachtungsstation.

Das Urlaubsgebiet Furth im Wald liegt im Schnittpunkt des Bayerischen und Böhmischen Wald. Die ostbayerische Grenzstadt wird von den Bayerwaldgipfeln Gibacht (934 m) und Hohenbogen (1079 m) auf der bayerischen und dem ?erchov (1032 m) auf der böhmischen Seite umrahmt. Die etwa 9.500 Einwohner zählende Stadt, wurde im Jahre 1086 gegründet und bietet mit seinen flachen Flußlandschaften und waldreichen Berge beste Erholungs- und Radwandermöglichkeiten. Seit Wegfall des „Eisernen Vorhangs“ eröffnen sich zahlreiche „jungfräuliche“ Radrouten jenseits der Grenze. Radwegeausbau und Wegweisung erreichen in Tschechien mittlerweile „westlichen“ Standard.


Deutschlands ältestes Volksschauspiel „Der Further Drachenstich“ trägt zur Popularität der Urlaubsregion Hohenbogenwinkel weit über die bayerischen Grenzen bei. Beeindruckend präsentiert sich das über 500 Jahre alte Festspiel "Drachenstich" inmitten der Stadt. Das historische Festspiel, welches jährlich vom 1. Sonntag bis zum 3. Sonntag im August, mit Festzug und "Ritter-Spektakel" stattfindet, zieht jährlich zehntausende von Besuchern an.

Die Furth im Wald bietet eine grenzüberschreitende Bahnverbindung zur westböhmischen Kreisstadt Domazlice (Taus).

Etappe 1: Furth im Wald - Rötz 49 km / 1.000 hm

Mit dem Gibacht erwartet die Biker gleich nach dem Start ein schweißtreibender Anstieg. 

Highlights:

- Drachenstadt Furth im Wald mit Drachenhöhle uvm. 

- Bergmassiv Gibacht

Etappe 2: Rötz – Stamsried 37 km / 900 hm 

   Highlights:

- Schwarzwihrberg mit Burgruine und Berghütte

- Eixendorfer Stausee

- Burgruine Kürnburg

Etappe 3: Stamsried – Falkenstein 54 km / 900 hm

   Highlights:

- Naturschutzgebiet Neubäuer See 

- Burgruine Lobenstein

- Burg Falkenstein mit Schlosspark

Etappe 4: Falkenstein – Sankt Englmar 42 km, 1.500 hm

   Highlights:

- Single Trail Runde Sankt Englmar

- Pumptrack Sankt Englmar

- Rodel- und Freizeitparadies am Egidi-Buckel

Der Vordere Bayerische Wald in der Region Falkenstein gibt streckenmäßig schon mal einen Vorgeschmack auf das, was einem auf der langen Route erwartet. Auf dem hügeligen Profil, das fahrtechnisch relativ einfach zu befahren ist, lässt sich in der herrlichen Naturlandschaft prima "Strecke machen". Ein echter Appetizer, der Lust auf mehr macht....

Allerdings wird auch klar, umso tiefer man in den Bayerischen Wald vordringt, desto länger, steiler und technischer werden die Uphills & Downhills. 

 Sofern das Wetter mitspielt und genügend Zeit bleibt, der kann sich im Freibad Falkenstein von den Strapazen erholen, um für den nächsten Etappentag fit zu sein.  

Der Casus Knacksus der 4. Etappe (Falkenstein - Sankt Englmar) liegt im knackigen Schlussanstieg. Nach Querung des Donau-Regen-Radwegs türmen sich ab Haibach auf einer Streckenlänge von 12 km gut 700 Höhenmeter auf, d.h. knapp die Hälfte der Gesamthöhenmeter dieser Etappe verdichten sich in diesem Streckenabschnitt. Sofern es das Wetter erlaubt und genügend Zeit verbleibt kann im Freibad Haibach (449 m) relaxen, bevor der Hammeranstieg nach Sankt Englmar (900 m) motiviert unter die Stollen-Pneus genommen wird. 

 Sankt Englmar gilt mit Fug und Recht als MTB-Hotspot im Bayerwald. Das weit verzweigte Trailnetz (S0 - S3) zieht seit Jahren Herscharen begeisteter Biker an. Angefangen vom über vier Kilometer langen Singletrail-Parcours am Predigtstuhl über den Mühlgrabenweg bis hin zu den Hirschenstein-Trails kann man hier bis zum Abwinken lustbetont seine Kreise ziehen. 

Etappe 5: Sankt Englmar – Bischofsmais 57 km / 1.800 hm

   Highlights:

- Hirschenstein mit Aussichtsturm

- Wildpark Buchet

- MTB-ZONE Bikepark Geißkopf

Die 5. Etappe lässt ab Ödwies (1030 m) Biker-Herzen höher schlagen. Die Hirschenstein-Trails sorgen via Grandsberg auf einer Abfahrt von 10 km nach Bernried für glücksberauschende Hormonausschüttung. Es sind genau jene endorphinanreichernde Trailpassagen, die samt überwältigender Aussichtspanoramen für vergossenen Schweiß kräftezehrender Uphills entschädigen.

In Grandsberg (850 m.ü.N.N.) genießt man einen faszinierenden Ausblick über die gesamte Gäuboden-Ebene. Einer Einkehr beim urigen Berggasthof Menauer bzw. dessen Biergarten-Terrasse in herrlicher sonniger Südhanglage mit Sicht über die Donauebene, kann man schwerlich widerstehen.  

Mit Sankt Englmar und dem Geisskopf (Bikepark) nahe Bischofsmais weist die 5. Etappe zwei hochkarrätige MTB-Hotspots auf, die dank einer Vielzahl verflochtener Trailrouten und unzähligen Abfahrten im Schwierigkeitsbereich von S0-S3 keine Wünsche offen lassen. Auch auf dieser Etappe erwartet den emsigen Bergradler ein deftiger Anstieg im finalen Schlussdrittel. Keine Gnade für die Wade, denn die steilen Flanken des Graflinger Tals - via Naturfreundehaus Loderhart - Landshuter Haus - hinauf zum Geißkopf mit seinem schindelverkleideten Aussichtsturm, hält in dem 19 km langen Steigungsabschnitt knackige 920 Höhenmeter parat. 

Bis zum Naturfreundehaus Loderhart zirkelt sich im dichten Mischwald die Schotterstraße nach oben. Das Berghaus Loderhart (924m) liegt inmitten einer Waldlichtung im so genannten Deggendorfer-Vorwald. 

Mit dem Naturfreundehaus Loderhart, dem Landshuter Haus und mit der Geisskopfhütte befinden sich im engeren Umfeld mehrere Einkehrmöglichkeiten, was aber nicht unbedingt heißt, dass alle geöffnet haben. Nun folgt ein technisch anspruchsvoller Trail-Uphill, vorbei am Dreitannenriegel (1090) m ü. NHN zum Riegelsattel. Der verblockte Pfad ist ein echter Kraftakt, der fahrtechnisch wie konditionell die Spreu vom Weizen trennt.

Ein kurzer Abstecher führt auf den Dreitannenriegelgipfel. 

Das Landshuter Haus (1018 .ü.NN) auf der Oberbreitenau ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Mountainbiker und Ausflügler. Eingebettet zwischen Breitenauerriegel, Einödriegel (1121 m) und Geißkopf lädt das Bergwirtshaus samt großzügiger Sonnenterrasse mit herrlichen Weitblick ins Donautal zur gemütlichen Rast ein. 

Einst befand sich hier das Bergdorf Oberbreitenau, von dem heute lediglich nur noch Mauerreste übrig sind. Das Leben in dieser Höhe war zu hart, bzw. zu unwirtschaftlich, um auf Dauer in dieser Höhenlage leben zu können.

Die Geißkopfhütte befindet sich in 1.097 m Höhe, am gleichnamigen Berg und MTB ZONE - Bikepark Geisskopf. Nun folgt eine 9 km lange Abfahrt (530 Tiefenmeter) - via Schleife zum Teufelstisch - hinab nach Bischofsmais, wo die Querverbindung nach Rabenstein abzweigt.

  Wer Zeit und Lust auf Tiefenmeter-Shredden hat, bekommt im MTB Zone Bikepark Geisskopf 12 schwierigkeitsabgestufte Trailabfahrten geboten deren Ausgangspunkt bequem mit einer Sesselbahn erreicht werden. Abgesehen davon führen durch die dicht bewaldete Gegend neben der TRANS BAYERWALD weitere MTB-Touren, weshalb sich der Ferienort Bischofsmais als "vollwertiger" MTB-Hotspot etabliert hat. 

 Die 27 km lange Quertrasse (624 hm) verbindet von Bischofsmais nach Rabenstein die Süd- mit der Nordroute.

Etappe 6: Bischofsmais - Eging am See 64 km / 1.500 hm

   Highlights:

- Sicking mit Alpakahof Schreiber und Landpartie Café im Grünen

- Pullman City – die lebende Westernstadt

- Eginger See mit Sandstrand, Garten der Sinne uvm.

Von Bischofsmais führen stille Waldpassagen rauf zum Ruselabsatz. Je näher das Hochplateau kommt, desto mehr steigt die Euphorie empor. Am Kulminationspunkt des ersten Anstiegs angekommen können nach Überquerung der B 11 die Federwege geöffnet und auf einem teils anspruchsvollen bisweilen auch flowigen Trail ins Lallinger Tal hinab gebügelt werden. Es sind genau jene endorphinanreichernde Trailpassagen, die samt überwältigender Aussichtspanoramen für vergossenen Schweiß kräftezehrender Uphills entschädigen. Die 13 km lange Abfahrt kredenzt im Deggendorfer Land 625 Tiefenmeter die richtig Laune machen.

Der große "Brocken" auf dieser Etappe ist der Brotjacklriegel, den man durch den hohen Sendemasten schon von weitem im Blick hat. Von der Talsenke der Hengersberger Ohe bei Watzing sind bis zum Gipfel 745 Höhenmeter zu erklimmen. Die schattige Forststraße windet sich nach Langfurth Kehre um Kehre den Berg hinauf. Ab Langfurth wird der asphaltierte Brotjacklweg bis zum Hochplateau - wo sich der Abstecher zum Gipfel befindet - giftig steil (18%). 

Der 1011 m hohe Brotjacklriegel ist das absolute Highlight dieser Etappe. Auch wenn der zermürbende Anstieg an die Substanz geht, ist der Abstecher des 1 km langen Stichwegs (100 hm) zum Gipfel definitiv lohnenswert. Zum einen bietet das bewirtschaftete "Turm-Stüberl" mit Biergarten nach dem anstrengenden Anstieg eine willkommene Einkehrmöglichkeit. Zum anderen erwartet einem auf dem 27 m hohen Aussichtsturm ein wirklich faszinierendes "Wow-Erlebnis", das sich neuronal ins Langzeitgedächnis einbrennt. Wer den Obolus (Erwachsene 1,00 €, Kinder 0,50 €) an den Bayerischen Wald-Verein entrichtet und die Treppengalerie von 127 Stufen überwunden hat, wird bei günstiger Wetterlage mit einem überwältigenden Ausblick belohnt. Das einzigartige Rundum-Panorama erstreckt sich vom bayerisch-böhmischen Grenzkamm mit seinen Gipfeln Großer Osser, Großer Arber, Falkenstein, Rachel, Lusen und Dreisessel, über das Passauer Land und die Donauebene bis zu den Vorgebirgen der Alpen am Horizont. 

Bereits 1839 errichteten der Pfarrer und zwei Gastwirte aus Langfurth den ersten Aussichtsturm, der 1925 durch die heutige 27 Meter hohe Holzkonstruktion ersetzt wurde. Allerdings wird das historische Wahrzeichen des Brotjacklriegel vom Stahlbeton-Sendemast des Bayerischen Rundfunks um ein Mehrfaches überragt. Der erste Sendemast (1951) von 48 m Höhe wurde 1959 durch den heutigen 128 m hohen Stahlbetonturm ersetzt.  

Der Name Brotjacklriegel beruht auf einer Sage, wonach sich im Dreißigjährigen Krieg ein Bäcker, der Brot-Jackl, auf dem Berg versteckt hielt. Vermutlich ist der Name aber auf Vermessungsarbeiten der Franzosen unter Napoleon zurückzuführen, als wegen eines Missverständnisses des bairischen „Broada Jaga-Riegel“ (breiter Jägerriegel) stattdessen Brotjacklriegel dokumentiert ist. 

Der "DU-Stein" markiert kurz vor dem Gipfel des Brotjacklriegel die 1000–Meter–Höhenlinie. Neben dem topografischen Hinweis setzt der Felsblock zugleich ein zwischenmenschliches Zeichen. Demzufolge ist es über einer Höhe von 1.000 Meter Brauch, vom "Sie" zum kameradschaftlichen "Du" überzugehen. 

Danach geht es fluffig durch den Sonnenwald und mit Ausblicken ins Donautal weiter zur Marktgemeinde Eging am See. 

Etappe 7: Eging am See - Passau 36 km / 700 hm

   Highlights:

- Dom St. Stephan

- Veste Oberhaus

- Glasmuseum Passau

Die relativ leichte Schlussetappe löst spürbar die Daumenschrauben, worüber sich die malträtierte Beinmuskulatur nach mehreren Tausend Höhenmetern wohl am meisten freut. Klar tut der entspannte Natur- und Fahrgenuss auch der Psyche gut, wenngleich sich trotzdem noch finale 700 Höhenmeter in den Weg stellen.

Mit Zielankunft auf dem Georgsberg oberhalb der Dreiflüssestadt Passau zieht die TRANS BAYERWALD ihr finales Ass aus dem Ärmel. Im Angesicht der 800 Jahre alten "Veste Oberhaus" - ein imposantes europäisches Kulturdenkmal und ein beeindruckendes Ensemble historischer Baukunst - setzt die Südroute mit dem faszinierenden Panoramablick auf die malerische Altstadt von Passau und den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz einen unvergesslichen Schlußpunkt.

Nicht ganz ohne Melancholie heißt es von der TRANS BAYERWALD Abschied nehmen. Oder etwa doch nicht? Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann die Nordroute auf seine To do Liste setzen, die hier ihren Ausgang nimmt.

Nach dem erfolgreichen Abschluß der TRANS BAYERWALD ist die Zeit reif, leer gefegte Energiespeicher aufzufüllen, mit Freunden anzustoßen und in aller Ruhe die Tour Revue passieren zu lassen. Nun heißt es, sich von den Strapazen erholen und die Beine hochlegen. Den Cappuccino, Eis oder Bierchen hat sich der "Trans Bayerwaldler" redlich verdient!

Fazit: Die TRANS BAYERWALD ist in der Tat ein unvergessliches Outdoor-Abenteuer und ein großartiges Naturerlebnis. Wer ein außergewöhnliches Bike-Erlebnis mit dem besonderen Kick sucht, setzt den grandiosen Langstrecken-Geländetrip auf seine To-do-Liste. Und wie es Biker gewönlich zelebrieren kommt das Beste meist zum Schluss. Sich ausgemergelt nach tougher Action in urigen Berghütten und gemütlichen Gasthäusern kulinarisch verwöhnen zu lassen ist nun mal der Himmel auf Erden. Noch dazu, wo Gastfreundschaft gelebt und mit offenen Armen herzlich empfangen wird. 

Sicher ist sicher: auch wenn die TRANS BAYERWALD bis auf wenige Ausnahmen abgesehen gut ausgeschildert ist, kann man besonders auf Gefällstrecken die relativ kleinen Wegweiser leicht übersehen. Deshalb macht es Sinn den GPS-Track auf sein Navigerät/Handy zu laden. Die Orientierung anhand der Beschilderung samt Track-Navigation klappt auf der verwinkelten Route vorzüglich. 

Zielort Dreiflüssestadt Passau (312 m)

Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt im Regierungsbezirk Niederbayern und liegt unweit von der Grenze zu Oberösterreich entfernt. Wegen dem Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz wird Passau häufig als „Dreiflüssestadt“ bezeichnet. Mit ca. 51.000 Einwohnern ist Passau nach Landshut die zweitgrößte Stadt des Regierungsbezirks.

Sehenswürdigkeiten

Die Dreiflüssestadt Passau wartet mit einer wahren Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Museen und kulturhistorischen Bauten wie z.B. Dom St. Stephan (weltgrößte Domorgel), Veste Oberhaus, Rathaus, Wallfahrtskirche Mariahilf und vieles mehr auf. 

In der barocken Altstadt, welche von italienischen Meistern im 17. Jahrhundert geschaffen wurde und in deren Zentrum sich majestätisch der Dom St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt erhebt paaren sich Charme, Schönheit, Geschichte und Kultur, Kunst und Erlebnis.    

Anreise

Bahnanbindung: Am Hauptbahnhof Passau (zugleich Grenzbahnhof von DB und ÖBB) treffen Hauptlinien aus Linz und Regensburg/München sowie die Nebenbahnen aus Mühldorf, Freyung und Obernzell aufeinander. Es gibt tägliche ICE- und IC-Züge nach Frankfurt, Dortmund, Wien und Hamburg-Altona sowie vereinzelt nach Berlin. Daneben fahren stündlich Regionalzüge nach Mühldorf, München und Linz. Zudem besteht saisonaler Zugverkehr an Sommerwochenenden auf der Ilztalbahn sowie nach Ulm und Wien Franz-Josef.

Autobahnanbindung: Passau ist über die A 3 Regensburg-Linz bequem erreichbar.