BIKE-OPENING 7. - 10. Juni 2019 

Rechtzeitig zum Auftakt der Bike Saison 2019 findet vom 07. – 10. Juni die fünfte Auflage des Bike Openings in der BIKE REPUBLIC SÖLDEN statt. Das Programm ist gespickt mit fetten Highlights. A lässige Gschicht - Biker dürfen sich auf ein verlängertes Hammer-Wochenende der Superlative freuen! 

Das fünfte Bike Opening steht im Zeichen einer neue Ära. So verbindet die neue Bikeschaukel „Hin & Heä“ die Gebiete von Gaislachkogel und Giggijoch für alle Biker. Mit der „Ollweite Line“, einem hochalpinen Trail über sieben Kilometer und der „Lettn Line" erhält das Streckennetz weitere attraktive Neuzugänge. 

Weshalb die Bike Republic Sölden so anziehend auf das illustre Mountainbike-Völkchen wirkt liegt klar auf der Hand. Ganz einfach, weil das Netzwerk an gesphapten Trails, Verbindungswege und Naturtrails aller möglichen Levels - vergleichsweise einem Skigebiet - sich beliebig miteinander verquicken lässt. Eine  "Bike-Schaukel" der Superlative die in dieser Dimension in Europa einzigartig sein dürfte. 

Wer die Sehnsucht nach Weite spürt und über 2000 m Höhe die Blicke schweifen lässt ist schon geflasht, bevor es überhaupt los gegangen ist. Ob flowig oder ruppig - krachen kann man es hier jedenfalls überall lassen und wem danach ist der kann während den Jumps berauschende Airtime schnuppern. Was die Sache zun guter Letzt wirklich "rund" macht sind urige Hütten, wo man liebend gerne abhängt.

Netzausbau 

Weil die Ötztaler Mundart das stärkste und am meisten prägende Element der lokalen Identität der Bevölkerung des Ötztales darstellt und auf eine rund 900-jährige Tradition zurückblickt haben sie kurzerhand alle Trails nach ihrem Dialekt benannt. Dementsprechend begrüßt die Bikeschaukel »Hin & Heä« alle Urlaubsgäste.

Die Langeggbahn vereint seit letztem Jahr die Lines um den Gaislachkogel (3056 m) und dem Giggijoch (2 284 m) zu einem zusammenhängenden großflächigen Bikegebiet. Das bedeutet: Knapp 1.300 Tiefenmeter können auf 12,5 Kilometer Länge glücksberauschend abgeritten werden. 

Der hochalpine Trail »Ollweite Line« unterhalb der Langegg-Bergstation auf 2.600 m Höhe - einem über sieben Kilometer flowig geschwungenen Shape-Trail sowie der »Lettn Line« hat das Streckennetz 2018 weitere attraktive Neuzugänge bekommen. Diese in der Stufe „Blau“ kategorisierte Strecke führt über eine Distanz von 1,5 Kilometer vom Weiler Brandle bis zur Giggijoch Talstation. Trailbegeisterte können in der BIKE REPUBLIC SÖLDEN wahrlich aus dem Vollen schöpfen, da sich alles mit allem wundersam kombinieren lässt.

Bikeschaukel - BIKE REPUBLIC SÖLDEN

Bike Republic im Überblick, Trails & Unterkunft

Programmablauf zum Bike-Opening

Freitag, 7.06.2019

  • 09.00 Uhr Eröffnung 5. Bike Opening
  • Parkplatz – Talstation Gaislachkoglbahn
  • 09.00 – 18.00 Uhr Bike Expo – Kostenlose Bike-Tests
  • 10.00 – 12.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 14.00 – 16.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 16.00  – 19.00 Uhr LINES BIKE PULLING
  • Qualifikation | Anmeldung vor Ort beim LINES Stand
  • 19.00 Uhr LINES BIKE PULLING
  • Finale, anschließend Siegerehrung
  • ab 20.30 Uhr ENDURA Bike Opening Party

Samstag, 8.06.2019

  • 09.00 – 18.00 Uhr Bike Expo – Kostenlose Bike-Tests
  • 10.00 – 12.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 10.00 Uhr Offizielle Eröffnung der neuen Strecke „GAHE LINE“
  • 10.30 Uhr SINGLETRAIL SCHNITZELJAGD Start | Gaislachkogl Bergstation
  • 14.00 – 16.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 15.00 Uhr Danny MacAskill‘s Drop and Roll Tour mit anschließender Autogrammstunde
  • 18.00 Uhr Danny MacAskill‘s Drop and Roll Tour mit anschließender Autogrammstunde
  • 19.30 Uhr SINGLETRAIL SCHNITZELJAGD
  • Siegerehrung | Festzelt
  • ab 20.30 Uhr Bike Opening Party

Sonntag, 9.06.2019

  • 09.00 – 18.00 Uhr Bike Expo – Kostenlose Bike-Tests
  • 10.00 – 12.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 10.00 – 12.00 Uhr Kostenloses Kids Coaching mit Rob J Heran | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 11.00 – 13.00 Uhr AUSTRIAN PUMPTRACK SERIES Anmeldung
  • 13.00 Uhr Danny MacAskill‘s Drop and Roll Tour mit anschließender Autogrammstunde
  • 14.30 – 16.30 Uhr AUSTRIAN PUMPTRACK SERIES Rennen
  • 14.00 – 16.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 16.30 Uhr AUSTRIAN PUMPTRACK SERIES Siegerehrung
  • 18.00 Uhr Danny MacAskill‘s Drop and Roll Tour mit anschließender Autogrammstunde
  • ab 20.30 Uhr Bike Opening Party

Montag, 10.06.2019

  • 09.00 – 16.00 Uhr Bike Expo – Kostenlose Bike-Tests
  • 10.00 – 12.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 13.00 Uhr Chris Böhm BMX Show
  • 14.00 – 16.00 Uhr Kostenlose Fahrtechnikkurse | Anmeldung vor Ort beim Ötztal Tourismus Infozelt
  • 15.00 Uhr Chris Böhm BMX Show

Bergaufstiegshilfen (mit Mountainbike-Beförderung)

Gaislachkoglbahn I (1.363 m - 2.174 m)

  • Betriebszeiten: Fr, 07.06. - So, 29.09.2019
  • Bergfahrt täglich 8.30 - 16.45 Uhr
  • Letzte Talfahrt Mitte - Tal 17.00 Uhr

Langeggbahn (1.912 m - 2.663 m)

  • Betriebszeiten: Fr, 07.06. - So, 15.09.2019
  • Bergfahrt täglich 9.00 - 16.00 Uhr
  • Letzte Talfahrt 16.00 Uhr

Giggijochbahn (1.353 - 2.284 m)

  • Betriebszeiten: Fr, 07.06. - So, 15.09.2019
  • Bergfahrt täglich 8.45 - 16.45 Uhr
  • Talfahrt täglich 8.45 - 11.30 und 13.00 – 17.00 Uhr

Transportinnovation

Für ein komfortables Nutzungserlebnis rüsteten die Bergbahnen Sölden die Langegg-Sesselbahn mit einem neuen System der Firma Doppelmayr auf, das österreichweit erstmals zum Einsatz kommt. Insgesamt 51 Transportgehänge für jeweils vier Bikes werden an der bestehenden Anlage installiert. Wesentlicher Vorteil: Die Sportler können ihre heiß geliebten und oft mehrere Tausende Euro teuren Räder selbst einhängen, am Berg bremst das Transportmittel ab und der Besitzer holt sich dort seinen treuen Trailbegleiter wieder. Pro Stunde können so 480 Bikes transportiert werden. 

Attraktive Angebote

Für jeden Geschmack und Könnerstufe gibt's passende Abfahrten. Während die Zaahe Line Enduristen und Freerider anspricht, ist der <Eebme Trail> eher für Trail- und Tourenbiker geeignet.

Mit Gaislachkogel-, Giggijoch- und Langeggbahn stehen insgesamt drei Aufstiegshilfen für Mountainbiker in Sölden zur Verfügung. Der Preis für die Tageskarte liegt bei 37,- Euro und erlaubt unlimitierte Bergfahrten. Urlauber, welche die Ötztal Premium Card oder die Ötztal Card besitzen, können auf die vergünstigte „Bergbahnen Unlimited Card“ zugreifen. „Die Biker sind eine kaufkräftige Zielgruppe, welche die Wertschöpfung steigen lässt. Deshalb wollen wir diesen Kunden einen Mehwert bieten. Partnerbetriebe der Ötztal Premium Card haben die Chance den Rabatt zu bewerben“, so Dominik Linser, Destinationsleiter von Sölden. Die Zahlen bestätigen den eingelegten Kurs. Im Vergleich zur Saison 2016 wuchsen im vergangenen Sommer die Zahl der Bikefahrten um 75 Prozent markant an.

Wertschöpfung und Sicherheit

Bis zu 20 Mitarbeiter werden über die BIKE REPUBLIC SÖLDEN beschäftigt, um die Infrastruktur auszubauen bzw. in Schuss zu bringen. Ein tirolweites Novum stellt die Festanstellung von drei hauptberuflichen Bergrettern dar. Diese übernehmen die täglichen Kontrollfahrten, Instandhaltungsarbeiten und die Rettungskette bei Unfällen.

Ziel: Saisonverlängerung

Mit dem Bike Opening von feiert die Szene den Auftakt mit einem umfangreichen Programm. Dieses umfasst spektakuläre Demos, geführte Touren, die neuesten Trends am Sektor uvm. Um die Community auch im September nochmals ins Ötztal zu bringen, wurde letztes Jahr sozusagen der erste Nationalfeiertag der BIKE REPUBLIC SÖLDEN gebührend gefeiert. Enduro-Touren, Sunrise-Ride und spaßige Wettkämpfe gepaart mit Partygeschehen riefen scharenweise Biker auf den Plan. 

Entstehungsgeschichte 

Mit durchdachtem Trailkonzept hat sich das Ötztal binnen kürzester Zeit engagiert in die Bel étage etablierter Alpen-Hot Spots hoch gearbeitet. Um es in der Sprache der beiden Lausbuben Max und Moritz von Wilhelm Busch auszudrücken: „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich". Emsig wird Line um Line in den Boden gebuddelt und gebaggert. Nach der Teäre Line, S 2 (2015) folgte 2016 die freeridetaugliche Zaahe Line, S 4 (Ötztaler Mundart: anspruchsvoll, zäh, unbeugsam), deren Streckenführung Northshore-Elemente mit Sprungmöglichkeiten, Drops, diversen Obstacles und verspielten Kurvenkombinationen aufwartet. Unweit der Mittelstation zweigt die Eebme Line, S 1 ab, die zur Rettenbacher Gletscherstraße führt. Das Zeitfenster der Bautätigkeit im Hochgebirge ist klimatisch bedingt begrenzt. Erst nach der Schneeschmelze kann bis zum Wintereinbruch fleißig geschaufelt und modelliert werden.

Abgesehen vom Investitionsvolumen und den umweltbehördlichen Zustimmungen ist das Mega-Projekt letztlich nur durch das bestehende exzellente Bergbahnnetz sowie der vorhandenen Übernachtungskapaztiät von 15.000 Gästebetten wegen realisierbar. Aufgrund der bestehenden Infrastruktur bedarf es nur minimaler Eingriffe in die Natur. 

Das breitbandige Konzept fußt auf der Facettenvielfalt geshapter Lines und Naturtrails, die alle Könnerstufen ansprechen. Einsteiger, All Mountain-Biker, Enduristen und Freerider können auf smoothen wie krassen Lines auf Wolke Sieben schweben. Es bleibt spannend, was die ideenreichen Initiatoren und kreativen Trailbauer jedes Jahr neues aus dem Gelände hervorzaubern. Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf brachte es zum Bike-Opening 2015 auf den Punkt: "was die Ötztaler anfassen machen sie professionell und ziehen es zielstrebig durch"

Klick Dich ins Fluidum der Teäre Line rein und tauche in fesselnde Flow-Sphären ab

Die Bike Republic Sölden ruft mit seinem faszinierenden Trail- und Routennetz immer mehr Moutainbiker auf den Plan.

Je mehr klassifizierte Lines in die Hanglagen geshapt werden, desto mehr wandelt sich die Geheimtipp-Destination zum angesagten Hotspot.

Die moderne Gaislachkogel-Bergbahn mit immenser Beförderungskapazität schaufelt Biker samt MTB in 7 min. zur Mittelstation hinauf. Einer reizvollen Trailausbeute mit schwindelerrender Tiefenmeterbilanz steht nichts im Wege.


BIKE-OPENING 2015

Die offizielle Einweihungsfeier des ersten Flowtrails läutete 2015 nicht nur eine neue touristische Zeitenrechnung ein, sondern veranlasste politische wie touristische Würdenträger ganz unbescheiden mal eben die <Bike Republic Sölden> auszurufen. Man möchte sich von beliebigen Bikeregionen abgrenzen und ein klares Unterscheidunsmerkmal schaffen. Dass zur Einweihungsfeier Regenwetter bzw. in den höheren Lagen Schneefall herrschte tat dem Spaß keinen Abbruch.

In Sachen Widerstandsfähigkeit, Schmutzresistenz und Begeisterungsfähigkeit standen die Mädels gegenüber den Jungs in nichts nach. Eingemummelt im atmungsaktivem Zwiebellook gibt's eh kein schlechtes Wetter - und schlechte Laune schon gleich gar nicht.

Ob Front- oder Backside, selbst in Fangopackung machten Bikerinnen im Dirty-Look eine gute Figur. 

Mit der Bike Republic Sölden wurde eine unverwechselbare Marke geschaffen, die für Trailbiking erster Sahne steht. Jede Republic hat ihre eigene Sprache, weshalb der Ötztaler Dialekt in die Namensgebung der verschiedenen Lines einfließt und die Trail-Eigenschaften charakterisiert. In der Endausbaustufe werden die Lines und Trails vernetzt, was den Offoadern ein ausschweifendes Hochgebirgsterrain erschließt, auf dem sie sich nach Lust und Laune austoben können.

Dem Wetter zum Trotz strahlten am 20. Juni 2015 die Gesichter bei der Einweihungsfeier auf dem "Teäre Line" wie Honigkuchenpferdchen. 

Für Biker steht das erlebte Fahrgefühl an oberster Stelle. Werden emotionale Grenzen gesprengt gerät alles andere zur Nebensächlichkeit. Dass trotz Eiseskälte, Schneefall und glitschiger Rutschpartie 800 Tiefenmeter auf 6 km für Dauergrinsen sorgten, sprach für sich. Kaum im Tal aufgeschlagen ging's nach kurzer Bikewäsche mit der Gaislachkogel-Bahn wieder aufi aufn Berg. Das Abfahrtsfeeling war so MEGA, dass der Suchtbazillus wie verrückt am Rad drehte. Beweis, welch künsterlisches Meisterwerk dem deutschten Trailbauer Joscha Forstreuter in sechsmonatiger Bauzeit tatsächlich gelang. Soviel steht fest: der Flowtrail trifft ins Schwarze. Superduper! 

Pressetext Bike-Opening

 Trotz ausgeklügeltem Beschilderungskonzept empfiehlt es sich die kostenlos erhältliche Trail-Map im handlichen Kleinformat einzustecken. Sie ist im Tourismusbüro in der Freizeitarena bzw. diversen Hotels und Sportgeschäften erhältlich.

Trail Map BIKE REPUBLIC SÖLDEN

Der Holzbogen weist nicht nur den Weg Richtung "Glückshormone" sondern versinnbildlicht im wahrsten Sinne des Wortes das Tor zur gigantischen Trail-Welt der BIKE REPUBLIC SÖLDEN. 

Sesam öffne Dich - Das Tor ins Bikerparadies

Das klassifizierte Beschilderungskonzept ist selbsterklärend. Wer nicht nur die Lines hinabdonnert sondern auch längere Touren biken möchte, der bekommt mit der handlichen Trail-Map keine Orientierungsprobleme.  

 

Teäre Line (S 2)

Die Teäre Line besitzt das Fluidum, welches dem begehrten Flow sprichwörtlich auf die Sprünge hilft. Diesen Spaßbringer hat auch Nicole vom Ötztal-Tourismus für sich entdeckt, die nicht nur Journalisten aus aller Welt betreut, sondern das touristisches Bike-Angebot auch selbst testet. Ihr glückberauschter Kommentar in sympathisch Ötztaler Mundart war nach jeder Session - trotz Bodenkontakts - immer derselbe: mega, mega, des woa echt a 'lässige Gschicht'! Dem pflichtet jeder Biker voll und ganz bei.

GO! Was geht? Ganz einfach, die Welt bzw. das Dasein schrumpft auf die Breite der Trailrinne und besteht nur noch aus erdfarbenen Untergrund, Wellen und Kurvenanlieger. Aufmerksamkeit und kognitive Ressourcen bleiben wie ein Brennglas auf das Wesentliche gebündelt. Der Tunnelblick beschränkt sich auf das gewundene Fahrspurband, alles andere ist ausgeblendet. So in etwa gestaltet sich die rosarote Welt des Trailbikers. Die prickelnde Mischung aus Koordination und Kondition machen den besonderen Reiz des Flowride-Trailbikens aus.

Professionelles fahrerisches Geschick bzw. Trial-Techniken braucht es nicht, um die Teäre Line hinab zu bügeln. Weder steil noch schwierige Schlüsselpassagen oder Obstacles beeinträchtigen den harmonischen Bewegungsfluss. Smoothes Gefälle und Anliegerkurven verleiten den Gashahn stehen zu lassen. Schon nach wenigen Abfahrten ist das Fingerspitzengefühl für die Strecke so weit ausgeprägt, um die Piste elegant zu meistern. 

Während erfahrene Enduristen die schnellste und eleganteste Linie von Kurve zu Kurve anpeilen sind Newcomer oder Einsteiger erst beschäftigt ihren Bewegungsfluß zu optimieren. Doch keine Angst: die Lernschritte vollziehen sich rasend schnell. Abfahrt für Abfahrt verschmelzen einzelne Bewegungsabläufe zunehmend zur dynamischen Fließbewegung. Gleitet man schwerelos und unangestrengt durch die Anlieger und über die Pump Track Wellen, klopft schon bald der seligmachende Flow an die neuronale Tür. 

Traditionsbewusstsein

Bei aller Schnelllebigkeit der Zeit kommt das Traditionsbewusstsein im Ötztal nicht unter die Räder. Vielmehr besinnen sich Einheimische (= Dosiger) gern ihrer historischen Wurzeln. So trägt künftig jede neu geschaffene Line einen typischen Dialektbegriff, der obendrein die Eigenschaften des Trails charakterisiert.

Der Begriff „Teäre" [tɛa/ãʀə] ist ein mittelalterliches, altmundartliches Wort und bedeutet so viel wie eigenwillig, eigensinnig und stur und kommt von „törisch“, „dearisch“ (Quelle: Ötztaler Volkskundler Dr. Hans Haid & Josef Öfner). 

Den wenigsten Urlaubern dürften bekannt sein, dass Ötztaler Mundart seit 2010 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Der Dialekt stellt das prägende Element der lokalen Identität der Bevölkerung zum Ötztal dar und blickt auf sage und schreibe rund 900-jährige Geschichte zurück.

 

Streckencharakter

Der geshapte Flowtrail windet sich unterhalb der Gaislachkogelbahn 800 Tiefenmeter hindernisfrei talwärts und sorgt mit 130 (Anlieger-) Kurven für schwungvolles Achterbahnfeeling. Dabei muss man beileibe kein ausgesprochener Fahrtechnik-Freak sein um flowigen Fahrrythmus zu verspüren. Wie gesagt, die Teäre Line wurde bewusst so angelegt, damit auch fahrtechnisch weniger "Begabte" binnen kürzester Eingewöhnungszeit ihren Fahrspaß haben. Das zeigt sich schon darin, dass der Ride selbst mit einem Hardtail oder Fat-Bike Irrsinnsspaß bereitet. Wellige Quertraversen sorgen dafür, dass kein Streckenabschnitt zu steil ist. Kurzum: der flowige Streckencharakter begünstigt einen flüssigen Fahrstil. Und weil dies alles ohne absturzgefährdende exponierte Passagen von statten geht kann man obendrein relativ gefahrlos seine fahrtechnischen Skills verbessern. Da schlagen nicht nur Männer- sondern auch Frauenherzen höher.

Was nicht heißt, dass klassische Enduristen oder Freerider nicht auf ihre Kosten kommen. Dem pflichtet Bike-Legende Guido Tschugg (Foto unten) 4Cross-Weltcupgesamtsieger und Teilnehmer der RedBull-Rampage bei: „das hier ist einfach nur gut gemacht. Ich hatte selten so viel Spaß auf einem Trail wie hier in Sölden. Man vergisst manchmal direkt aufs Bremsen, so elegant kann man hier gleiten“. Wen radikale Manöver in steilerem Gelände anmachen, für den wurde ein neuer "Sprung-Ableger" aus der Taufe gehoben. Die Zaahe-Line zweigt als Schlaufe von der Teäre Line ab und mündet nach etlichen Sprungkombinationen und höllisch steilen Kehren wieder in den Flowtrail ein (siehe weiter unten).  

 

Auch Guido Tschugg hatte trotz Schneefall mit seinem E-Moutainbike seinen Heidenspaß.

Während Bike-Pros mit Verve rasant und kompromisslos mit sattem Anpressdruck durch die Anlieger donnern und stylistisch gekonnt über Bodenwellen springen, tasten sich "Otto-Normal-Biker" im Rahmen ihrer Skills peau a peau an ihre Grenzen heran. 
Tipp: ein effektives Fahrtechniktraining beschleunigt unter fachlicher Anleitung den Lernprozess nicht unwesentlich. Sobald ein sicheres Fahrgefühl besteht setzt im Gleichklang der Fahrspaß zum Tigersprung an. 

Je nach Fahrkönnen und Kondition liegt die reine Abfahrtszeit zwischen 15 und 30 min., wobei die Cracks der Szene natürlich noch um einiges schneller sind. Wer abstiegsfrei easy lockig flockig hinabsegelt ist mental und konditionell gefordert. Doch Obacht: Kondition = Konzentration, d.h. wem die Puste ausgeht, droht Fahrfehler zu machen. Lieber ab und an sein Bike neben der Strecke parken, eine inspirierende Verschnaufpause einlegen und nebenbei den Fahrstil vorbeihämmernder Fahrer beobachten. Auch das macht Spaß. Sitzt einem ein schnellerer Pilot im Nacken schickt es sich Platz zu machen.  

Harmonisch eingepflanzte Bodenwellen, schöne Kurvenkombinationen sowie ein Wallride pushen Fun und Action. Joscha Forstreuter - federführender Streckenarchitekt - erklärt seine Philosphie: „Ich habe diesen Trail so gebaut, dass jeder seinen Spaß hat“. Dass die geshapte Fahrspur in der steilen Hochgebirgshanglage ehemals extrem steinig und felsig war und teilweise Geröllfelder aufwies - von all dem spürt der Biker auf dem smoothen Flowtrail heute rein gar nichts mehr. Dazu mussten jedoch erst mal tausende Tonnen Steine und Erde beiseite geräumt werden, was der Trailbauer-Chef anfänglich unterschätzte. Sechs Monate Bauzeit für sechs Kilometer Strecke, d.h. je Kilometer verstrich trotz Fulltime-Job für 4 - 8 Streckenbauer im Schnitt 1 Monat Zeit. 

Komfortabel gelöst: wem der technische (Wurzel-) Schlussabschnitt zu heftig ist, schlägt den smoothen Chickenway auf der Straße ein. 

Chamäleons huschen auf 2 Rädern lautlos durch die romantische Wildnis

 

Der Teäre Trail endet an einer Straße wo entweder auf die technische Singletrail-Passage abgezweigt wird, oder rollt einfach die Straße hinunter. 

Der anspruchsvolle Singletrail-Abschnitt endet direkt an Tirols größtem Pumptrack, wo der MTB-Nachwuchs gefahrlos seine Bewegungsmotorik trainieren kann.  

Beim Pumptrack befindet sich sinnigerweise ein Bike-Waschplatz, wo es dem Dreck mit druckfreiem Wasserschlauch schonend an den Kragen geht. Zur Gaislachkogelbahn ist es nur ein Katzensprung. 

Bikewäsche war beim Bike-Opening nach jedem Run dringend nötig, während Kleidung, Schuhe und Protektoren erst spräter dran waren. Wenn selbst bei miserablen Wetterbedingungen der Wald seine Gäste mit grinsenden Gesichtern ins Ortszentrum ausspuckt und Wortsalven wie MEGA, GEIL, MEGAGEIL, HAMMER, WAHNSINN die Runde machen stellt sich die Frage, was bei Schönwetter im Kurzarm-Dress abgeht? 

Fazit: sobald nach gewisser Übungszeit die Bewegungsmotorik flüssiger, automatisierter wird und alles unbewusst locker von der Hand geht ergreift der viel zitierte Flow das neuronale Handlungsgeschehen. Schaltet sich das Bewusstsein adhoc dazwischen löst die angekurbelte Endorphinausschüttung Glücksgefühle aus. Insofern wirkt die Teäre Line auf Fahrakrobaten wie ein rezeptfreies Opiat, das sich ins Langzeitgedächnis einbrennt. Kein Wunder, wenn zuhause der Suchtbazillus solange rummosert bis er zu seinem Recht kommt. 

 

 

Vorfreude ist berechtigt, da wir den sprunggewaltigen Spaßbringer bereits im August 2015 testen durften. Fazit: Mega!

Um Konflikte zu vermeiden sollte sich an die Trail-Rules halten. Der Ehren-Kodex formuliert eigentlich nichts neues. Die Beachtung und Einhaltung der Regeln ist für verantwortungsbewusste Biker eine Selbstverständlichkeit.

 

Der Teäre Trail hat Suchtcharakter was daran zu spüren ist, dass man flowberauscht am liebsten solange hinunter donnert bis konditionell und mental Schicht im Schacht ist.

Im Das <Haibike Ötztal ProTeam> um die Lokalmatadoren Karl Markt (4. v. links), Gregor Raggl (1. v. links) und Fabian Costa (2. v. links, U 23) in der olympischen Cross-Country-Disziplin um Weltcup-Punkte fighten. 

BIKE-OPENING 2016

Das Bike-Opening 2016 stand im Zeichen der Einweihungsfeier der Zaahe Line (S 4).

Beim Bike Opening vom 17.-19. Juni 2016 wurde nicht nur die freeridetaugliche <Zaahe Line> eingeweiht, sondern ein tolles Rahmenprogramm mit BIKE REPUBLIC Contests, Trial Shows, Film- und Fahrtechnikworkshop, Expo-Area, kostenlosen Bike-Tests und ein Kinderprogramm ließ keine Wünsche offen. Mit dem 25 % Rabatt auf Tagestickets der Gaislachkoglbahn machte das Trail-Surfen noch mehr Spaß. 

Erwartungsvoll giert man den Sprungkicks der Zaahe Line entgegen.

Northshore-Anlauf zur Absprungrampe

Freerider Wellcome!

 

Weitere Reportagen zum Ötztal findet ihr hier:

Tour de Suisse Challenge

Ötztal - Radmarathon

Video-Spot unserer Kollegen von Bayeride

 


Infos/Bezugsquellen

ÖTZTAL TOURISMUS
Gemeindestrasse 4
6450 Sölden 

Telefon: 0043 (0) 57 200 200
Telefax: 0043 (0) 57 200 201

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