37. Arber-Radmarathon - Licht am Horizont!

Bedauerlicherweise führt das Infektionsgeschehen auch 2021 zu erneuten Veranstaltungsabsagen, Terminverschiebungen oder (virtuellen) Ersatzformaten. Deshalb gelten sämtliche Terminangaben unter Vorbehalt. Bitte direkt beim Veranstalter erkundigen, ob das Radsport-Event (unter welchen Bedingungen) stattfindet.

Last NEWS, 6. Mai 2021:

Sinkende Indzidenzwerte nähren die Zuversicht, dass der beliebte Arber-Radmarathon entgegen aller Befürchtungen womöglich doch stattfinden wird. Demzufolge hat das Organisationskomitee des Veloclub Ratisbona die Hoffnung nicht aufgegeben, das traditionsreichen Mega-Event - wenngleich unter veränderten Vorzeichen - am 25. Juli durchzuführen. Bekanntermaßen verfügen Breitenveranstaltungen - im Gegensatz zum Profisport -  keinerlei Planunssicherheit. Trotzdem gibt sich VCR-Präsidentin Barbara Wilfurth zuversichtlich: jetzt schon die Veranstaltung abzusagen und das Jahr 2021 frühzeitig abzuhaken, kommt für uns nicht in Frage, betonte sie. Genausowenig wie für leidenschaftliche Radsportler eine Aufgabe in Betracht kommt, ist für den VCR eine voreilige Verantaltungsabsage eine denkbare Option. Die Genehmigung steht zwar noch aus, aber wie heißt es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Nach einer Online-Sitzung, gab das Organisationskomitee eine Pressemitteilung heraus, die klare Richtlinien für eine Teilnahme benennt. Demnach wird eine vollständige Impfung bzw. ein negatives Testergebnis zwingend erforderlich sein. Darüber hinaus erarbeitet das OK aktuell ein Hygienekonzept, das u.a. für die Verpflegungsstationen entlang der Strecke greifen wird. Des weiteren wird der Massenstart durch zusätzliche Startzeiten entzerrt, wobei großflächige Startzonen erforderliche Abstände gewährleisten. Anstatt der üblichen Selbstverpflegung wird es für die Teilnehmer Lunchpakte geben. Die Nudelparty am Vortag wird ersatzlos gestrichen. 

Nähere Informationen für Mountainbiker liegen aktuell nicht vor. Wir bleiben am Ball!

Der 37. Arber-Radmarathon wartet am 25. Juli mit einer ganzen Reihe von Neuigkeiten auf. Angefangen mit einer verfeinerten Streckenoptimierung, dessen geändeter Routenverlauf (rund 30%) nicht nur Trail-Schmankerl mit sich bringen sondern zudem den Straßenanteil und die Straßenquerungen minimiert. So verläuft beispielsweise die »Regentalrunde« (Tour F) nicht mehr auf dem asphaltierten Abschnitt des Regental-Radwegs bei Walderbach/Katzenrohrbach sondern nutzt eine bewaldete Quertraverse direkt nach Krottental. Sicherheitsplus: der Straßenabschnitt bei Unterlichtenwald wo sich Mountainbiker mit Rennrad-Pulks kurzzeitig vermischten ist passee. Statt Otterbachtal ist nun das Naturidyll im Ellbachtal im Programm. Auch die unübersichtliche Engpassstelle in Adlmannstein ist Geschichte. Last but not least wurde die langweilige Schotterauffahrt (Abzweig Falkenstein-Radweg) nach Steinrinnen durch einen Naturwaldpfad - vorbei am Schloss Schönberg - ersetzt. Summa summarum Änderungen, die defintiv eine abwechslungsreichere Routenführung versprechen. 

Mountainbikern stehen erstmals vier Strecken zur Auswahl. Angesichts der Routenvielfalt kommen sowohl Konditionsbolzen als auch Genussbiker, E-Biker, Einsteiger, Senioren, Kinder und Jugendliche auf ihre Kosten. Am oberen Ende der Schwierigkeitsskala rangiert die »Regentalrunde« (Tour F), die selbst für erfahrene Marathonbiker eine enorme Herausforderung darstellt. Eine abwechslungreiche wie knackige Strecke die all das beinhaltet, was die Essenz des Mountainbikens im Kern ausmacht. Gleichwohl sind die Streckendaten natürlich eine klare Ansage. Wer sich daran schweißtreibend abarbeiten möchte sollte sich reiflich überlegen ob Fitness & Manpower ausreichen, um der zermürbenden Ausdauerschlacht gewappnet zu sein. Zumal einem das Ego ein Schnippchen schlagen kann und die körperliche Leistungsfähigkeit einen Ticken zu hoch einschätzt. Ist man stundenlang im unwegsamen Gelände zugange geht die körperliche Anstrengung früher oder später an die Substanz, wobei das Durchhalten letztlich sowieso Kopfsache ist. Dessen ungeachtet vermag die Bodenbeschaffenheit und das Wetter zusätzlich an der Belastungssstellschraube drehen. Durchnässte Wiesen, schlammige Böden und glitschige Wurzeln erhöhen den Rollwiderstand und vermindern die Traktion, was summa summarum noch mehr Energie saugt als das ohnehin schon der Fall ist. 

Wurde das Streckenprofil unterschätzt bzw. hat sich wegen eines zu forschen Tempos platt gefahren, oder ist aus sonst irgendwelchen Gründen die Zeit davon gelaufen, der kann im Zweifelsfall an den Streckenverzweigungen jederzeit auf eine kürzere Variante umschwenken.

Let's get ready to rumble

2019 fand mit einem integrierten Bergzeitfahren auf den beiden längeren Strecken eine aufsehenerregende Premiere statt (2020 fiel die Veranstaltung coronabedingt aus). Dabei war vorher überhaupt nicht absehbar, inwieweit dieser - zugegebenermaßen für eine Breiensportveranstaltung doch recht ungewöhntlicher Contest - Gefallen bzw. Zuspruch finden würde. Letzten Endes fiel das Feedback überaus positiv aus. Nachdem die "Brutalo-Rampe" bezwungen war, ließ sich die Begeisterung auf dem Hochplateau unschwer an strahlenden Gesichtern ablesen. Jeder, der die Zeitmessung durchfuhr, war super happy. Keine Frage, die Bergzeitwertung bescherte ein ultimatives Kick-Erlebnis, dessen emotionaler Reiz eine rauschhafte Entladung auslöste und im doppelten Wortsinn auf dem Hochplateau seinen Erregungsgipfel fand. Unabhängig von der Fahrzeit wurde eine emotionale Hochstimmung erlebt, wie man es ansonsten nur von glückbeseelten Zieleinläufen her kennt.  

Um den Teilnehmerkreis am Bergzeitfahren zu erhöhen sind auch E-Biker startberechtigt, sofern die Akkuleistung ihrer Boliden 250 Watt bzw. die Tritt-Unterstützung von 25 km/h nicht überschreitet (eigene Wertungskategorie). Des weiteren ist dieses Jahr die »Altenthannrunde« als dritte Strecke in das Highlight mit eingebunden.

Die integrierte Bergzeitwertung ist auch deshalb eine Besonderheit, weil solche Contests an und für sich reinen Wettkampfveranstaltungen vorbehalten bleiben, welche vornehmlich Amateur- und Leistungssportler ansprechen. Dabei spricht eigentlich nichts dagegen, auch auf Hobby-Ebene eine spannende "Just for Fun -Challlenge" anzubieten. Nachdem die Premiere 2019 ein Bombenerfolg war und letztes Jahr der Arber-Radmarathon der Corona-Pandemie zum Opfer fiel (alternativ fand der Arber-Dahoam statt), geht das Bergzeitfahren dieses Jahr in die zweite Runde. Aufgrund der Erfahrungswerte greifen für die zweite Austragung wichtige Optimierungen, die nun den Teilnehmern zu Gute kommen.  

Gute Nachricht: die giftige "Süssenbach-Rampe" wurde für das Bergzeitfahren zugunsten eines smotheren Anstiegs mit einer Ø - Steigung von 7.6% gestrichen. Der neue Anstieg verspricht durch die Vorverlegung einen entscheidenden Vorteil: die Bergzeitwertung befindet sich nunmehr bereits 22 km nach dem Startpunkt, wo man noch viel frischere Beine hat als dies in Süssenbach der Fall ist. Darüber hinaus passieren - ausgenommen die trailfreie »REWAG-Runde« - anstatt zwei nun drei Routen die Zeitmessung. Die geänderte geographische Lage geht mit dem Vorteil einher, dass für alle Teilnehmer dieselben Wettbewerbsvoraussetzungen gelten, egal welche Strecke befahren wird.

"Schlechte" Nachricht: den Hartgesottenen der »Regentalrunde« und »Süssenbachrunde« bleibt der knackige 135-Höhenmeter-Wadlzwicker bzw. der von Teilnehmern als "Umbringberg" getaufte Brutalo-Anstieg erhalten --> Zwinker-Smiley. Also keine Gnade für die Wade, Zähne zusmmenbeißen, Pobacken zusammenkneifen und durch.

Neu im Programm ist die (trailfreie) »REWAG-Runde«. Sie ergänzt das Streckenangebot am unteren Ende der SG-Skala, damit Einsteiger, Freizeitbiker, e-biker und Familienbiker ebenso ihren Spaß haben wie gut trainierte Mountainbiker. Die Route verläuft auf stillen Wald- Schotter- Wiesenwegen und weist fahrtechnisch keine kniffligen Streckenpassagen auf. Angesichts der leichten Streckencharakteristik werden vornehmlich Offroader angesprochen, denen entspannter Fahr- und Naturgenuss am Herzen liegt und die Gefallen an hindernisfreien Forstwegen mit mäßigen Niveauunterschieden finden. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Deswegen wurde das Streckenangebot aufgestockt.

  • Regentalrunde (Tour F):        100 km / ca. 2.200 hm  → ambitionierte Marathonbiker
  • Süssenbachrunde (Tour G):     78 km / ca. 1.500 hm  → sportive Tourenbiker 
  • Altenthannrunde (Tour H):       55 km / ca.   800 hm  → Genussbiker, e-biker, "Just for Fun-Fahrer"
  • REWAG-Runde (Tour I):           45 km / ca.   550 hm  → Einsteiger, Freizeitbiker, e-biker, Familienbiker