»Arber-Radmarathon« - Die Champions-League für Hobby-Radsportler

Das Urgestein des deutschen Breitensport-Klassikers - der »Arber-Radmarathon« - jährt sich am 25./26. Juli 2026 zum 42. Mal. Deutschlands größte Radtouristik-Veranstaltung genießt einen legendären Kultstatus, die vergangenes Jahr mit einer Rekordteilnahme von 5.590 Breitensportlern auftrumpfte. Darunter befanden sich fast 900 Teilnehmer, deren glücksversprechendes Areal sich vorwiegend im (unwegsamen) Gelände befindet. Demzufolge begaben sich vergangenes Jahr 630 Mountainbiker und 267 Gravelbiker in die kupierte Naturlandschaft des Vorderen Bayerischen Waldes was einmal mehr zeigt, welch unglaubliche Faszination das reizvolle Terrain auslöst.

Der »Arber-Radmarathon« wird seit 1984 jährlich am letzten Juliwochenende vom Radsportverein Veloclub Ratisbona veranstaltet. Das vielseitige Breitensportevent spricht mit 11 Strecken mehrere Sportdisziplinen an. Kaum mehr vorstellbar, dass das Radel-Event vor 42 Jahren mit nur einer einzigen Strecke - damals die 225 km lange Große Arberrunde - begonnen hatte. Heute richtet sich die Großveranstaltung bewusst an eine breite Zielgruppe – die den Einsatz von Rennrädern, Gravelbikes (seit 2024), Mountainbikes (seit 2000), Trekkingbikes, Tourenrädern, E-Bikes und Kinderfahrrädern erlaubt. Einschließlich des nostalgischen »Retro-Arber«, der als Rahmenprogramm bereits am Samstag stattfindet, umfasst das Tourangebot insgesamt 12 Streckenvarianten, wovon die Hälfte auf Offroad-Terrain entfällt. Für das Groß der Teilnehmer steht dabei der Landschaftsgenuss, Fahrspaß und das soziale Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt des Interesses. 

»Arber-Radmarathon« makes you happy

Seit nunmehr über vier Jahrzehnte erfreut sich die Traditionsveranstaltung unverändert hoher Beliebheitswerte. Von ihrer magischen Anziehungskraft hat das legendäre Breitensportevent nicht das Geringste eingebüßt. Ganz im Gegenteil, Radsportfans reisen aus nah und fern an und fackeln jedes Jahr auf's Neue ein stimmungsvolles Spektakel ab, das den »Arber-Radmarathon« zu dem macht was er ist: zum mitreißenden und aufsehenerregenden Radsport-Mekka.

Die Streckenvielfalt erstreckt sich auf eine Gesamtdistanz von 1.131 Kilometer. Gut 300 Helfer, rund 90 Polizisten, 10 Polizeimotorräder, zwei Notärzte, bis zu 45 Rettungssanitäter und Feuerwehrler sind im Einsatz, damit alles wie am Schnürchen sicher und geordnet abläuft. Welch prestigeträchtigen Stellenwert das Event in hiesigen Radsportkreisen genießt zeigt sich z.B. darin, wie oft der »Arber« als Saison-Highlight eingestuft wird. Leidenschaft erlischt ja zeitlebens bekanntlich nie, sondern sie wird in emotionalen Momenten jedesmal von Neuem entfacht. Da drängt sich die rhetorische Frage auf: wenn man seine Leidenschaft nicht beim »Arber-Radmarathon« - einer der renommiertesten Radtouristik-Events Deutschlands - ausleben möchte, wann dann? 

"The same procedure as every year" - der »Arber-Radmarathon« wirft schon etliche Monate zuvor seine Schatten voraus. Die Vorbereitungen laufen bestens durchorganisiert auf Hochtouren, damit wieder alles perfekt angerichtet ist und die 42. Ausgabe von Erfolg gekrönt sein wird. 

Ulrich Mönius, Vorstand vom Veloclub Ratisbona, äußerte bei der Pressekonferenz das Wunschziel, am 26. Juli die 6000er-Schallmauer knacken zu wollen. Ein Ansinnen, das durchaus berechtigt ist. Wie sehr Rennradfahren und Biken nämlich im Trend liegt, spiegelt sich ein stückweit auch in den gestiegenen Anmeldezahlen für die 42. Ausgabe des Arber-Radmarathon wider. Aktuell deutet alles auf eine neue Rekordbeteiligung hin, dass sich am letzten Juli-Wochenende mehr als 12.000 surrende Laufräder in Bewegung setzen werden. Allerdings wird Petrus ein Wörtchen mitreden, der es bei den letzten zwei Veranstaltungen nicht so gut meinte. Wer weiß, vielleicht stimmen Stoßgebete den göttlichen Beistand gnädig, damit die Schleusen dicht bleiben und nicht schon wieder eine Schlammschlacht mit Fangopackung droht.

Jedes Jahr verwandelt sich die Welterbestadt Regensburg am letzten Juli-Wochenende zum Mekka der deutschen Hobby-Radsport-Szene. Dann werden wieder tausende Radfahrer/Biker Richtung Bayerischer (Vor-) Wald ausschwärmen, um auf der Straße, im Gelände oder im Mix ihre Leidenschaft hingebungsvoll auszuleben. Der Run auf die Startplätze deutet jedenfalls darauf hin, dass noch mehr Radsport- und Bikefans als die vergangenen Jahre dabei sein möchten, schließlich spielt der »Arber-Radmarathon« quasi in der breitensportorientierten "Champions-League". Es bleibt spannend, ob der launische Wettergott mitspielen wird. Andererseits war es schon bemerkenswert, dass sich letztes Jahr 500 Nachmelder trotz Schlechtwettervorhersagen nicht beirren ließen und sich eisern zur Teilnahme durchgerungen hatten. Wie dem auch sei, jeder Bike-Enthusiast darf dem Highlight spannungsgeladen entgegenfiebern und sich auf ein berauschendes Radsportfest der Spitzenklasse freuen.

Neuigkeiten

Dass Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen ist an und für sich nichts Neues. Neu hingegen ist, dass sich der Nachwuchs nun - abgesehen von der »Aumovio-Familienrunde« und der »REWAG-Runde« - bei einer weiteren spaßigen Attraktion aktiv entfalten kann. Um Sprösslingen eine reizvolle Abwechslung zu bieten, wird am Dultplatz erstmalig ein mobiler Pumptrack aufgebaut. Zweck der Übung ist, unter Ausnutzung des welligen Längsprofiles durch koordinierte, pumpende Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers permanent Geschwindigkeit aufzubauen ohne dabei zu pedalieren. Mit spielerischem Spaß wird das fahrerische Geschick, Gleichgewicht und Koordinationsverhalten geschult sowie Kurvenfahren geübt, was der allgemeinen Fahrsicherheit zugutekommt. Absolutes Highlight sind organisierte Pumptrack-Rennen, die am Samstag zwischen 12.00-17.00 Uhr in der Alterklasse U7-U11 kostenfrei durchgeführt werden.

1. Arber Kids Cup, Pumptrack Rennen

  • Für Kinder in den Altersklassen U7 U9 U11
  • Ausrüstung: Fahrrad+ Helm,
  • Anmeldung: Online oder vor Ort
  • Keine Startgebühr! 

Natürlich fehlt auch in diesem Jahr die beliebte Fahrradmesse nicht, für die sich noch mehr Aussteller als sonst angekündigt haben. 

Und noch eine Premiere gibt es: Regensburgs Oberbürgermeister Thomas Burger wird am 26. Juli erstmals den offiziellen Startschuss für den »Arber-Radmarathon« geben.

Liveübertragung der Tour der France Königsetappe 

Absoluter Knüller: das Publikum kann am Samstag auf dem Dultplatz exklusiv die Königsetappe der Tour de France nach ALPE D'HUEZ auf einer riesigen Videoleinwand live mitverfolgen (fiktiver Start 11:20 Uhr, voraussichtliche Ankunft 16:11 Uhr). Mit dem Col de la Croix de Fer (24 km à 5.2%, 2.067 m), Col du Télégraphe (11.9 km à 7.1%, 1.566 m), Col du Galibier (17.7 km à 6.9%, 2.642 m) und dem Col de Sarenne (12.8 km à 7.3%, 1.999 m) weist die superschwere Etappe drei Anstiege der 'Hors Catégorie' auf.

Am Sonntag wird die Schlussetappe nach PARIS Champs-Élysées übertragen. Wer den slovenischen Champion Tadej Pogacar, seinen dänischen Rivalen Jonas Vingegaard, den französischen Newcomer Paul Seixas und Deutschlands Kometen Florian Lipowitz beim bekanntesten und bedeutendsten Straßenradrennen der Welt zuschauen und dazu das emotionsgeladene Spektakel tausender Zielankünfte der Arber-Radmarathon-Teilnehmer hautnah miterleben möchte, besucht die Großveranstaltung am Regensburger Dultplatz.

Startgebühren

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ab 16. Mai bzw. 16. Juli erfolgen die Preissprünge der gestaffelten Startgebühren. Das Entgelt enthält unter anderem das neue ARM-Radtrikot sowie Verpflegung an der Strecke und im Zielbereich. 

RETRO-Arber  20.00 € (RTF-Sondertarif nicht gültig; Teilnehmerlimit 100, Start Samstag 14.00 Uhr)

Startnummernausgabe

  • Samstag, 25.07.2026 → 12.00 - 17.00 Uhr*
  • Sonntag, 26.07.2026  → 05.00 - 09.00 Uhr*  

*je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start

Nachmeldungen sind wie folgt möglich: vom 16.07.2026 bis zum 22.07.2026 über das Online-Formular, oder persönlich vorort am Dultplatz zu obigen Zeiten.

 First come, first served, d.h. Nachmelder erhalten ein ARM-Trikot nur solange der Vorrat reicht. Aufgrund erheblicher Nachmelderschwankungen besteht keine Gewähr, die begehrte Trophäe in der Wunschgröße zu erhalten. 

Vier Mountainbiketouren - Vier Levelkategorien

Die Streckenstaffelung fächert sich in 90 - 75 - 60 - 45  Kilometer auf, womit ein breitbandiges Leistungsspektrum abgedeckt ist. 

Der »Arber-Radmarathon« bietet Mountainbikern vier attraktive Mountainbiketouren, die sich in 4 Levels gliedern. Ob jung oder alt, ob sportlich oder gemütlich, ob mit oder ohne "e" - jede Strecke birgt ihre Reize die Bikerherzen höher schlagen lässt.

Reizvolle Familientouren 

Gewöhnlich haftet dem »Arber-Radmarathon« ein radsportliches Image an. Weniger bekannt dagegen ist, dass die größte Radtouristveranstaltung Deutschlands auch für Familien- Freizeit- und Genussradler sowie für ebiker nicht minder vielversprechende Touroptionen im "Köcher" hat. So steht der genussorientierten Zielgruppe neben der reizvollen »REWAG-Runde« die »Aumovio-Familienrunde« - eine vergleichsweise flachere Variante (Donau-Radweg) - zur Wahl. Beide Familienrunden - die eine in der Donauebene die andere im Bayerischen Vorwald - haben ihren Charme. Was besonders auffällt: das bunt gemischte Teilnehmerfeld versprüht eine betont lockere Atmosphäre, weil man leistungsdruckbefreit unter Seinesgleichen dieselben Interessen miteinander teilt. Hinsichtlich des Streckenprofils und der konstrastreichen Naturkulisse (Waldlandschaft/Flussauen) könnten die zwei Routen kaum unterschiedlicher sein. Wer also häufiger startet kann die Gelegenheit beim Schopf packen und die Streckenvarianten nach Lust & Laune abwechselnd befahren.

Tourvorstellung in Kurzfassung

Mountainbike*

  • »Vorwaldrunde« (Tour F):                  90 km ↑ 1.900 hm (HQ 21)     → ambitionierte Mountainbiker mit exzellenter Kraftausdauer 

  • »Süssenbachrunde« (Tour G):            75 km ↑ 1.400 hm (HQ 18.7)  → Mountainbiker mit guter Kraftausdauer 
  • »Altenthannrunde« (Tour H):             60 km ↑    900 hm (HQ 15)     → Mountainbiker mit Ø Kraftausdauer 
  • »REWAG-Runde« (Tour I) :                46 km ↑    500 hm (HQ  10.9) → Freizeit- und Familienbiker  

*Höhenangaben laut Veranstalter. Der Höhenmeterquotient (HQ) gibt das Verhältnis der Höhenmeter zur Streckenlänge an. Beispiel Panoramarunde: je Kilometer sind im Schnitt 9 Höhenmeter zu überwinden. Der Quotient (Verhältnismäßigkeit) stellt unabhängig der Distanz und Steilheit der Anstiege die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Strecken her, was (bedingte) Rückschlüsse auf den Schwierigkeitsgrad zulässt.

Der »Arber-Radmarathon« hat mit der familiengeeigneten »REWAG-Runde« für den Nachwuchs ein "heißes Eisen im Feuer". Die hindernisfreie Strecke (46 km) kommt geübten Kids und Teenagern mit etwas Geländepraxis entgegen. Geboten wird ein sagenhaftes Naturerlebnis fern von Hautpverkehrsstraßen durch lange Waldpassagen einschließlich einem 4 km langen Bahntrassenabschnitt auf dem Falkenstein-Radweg. Die Familienrunde spricht auch Einsteiger, Freizeitbiker, Senioren und ebiker an, die trailfreie Strecken bevorzugen und ihrem Fahrspaß in unterhaltsamer Atmosphäre freien Lauf lassen möchten. Der Mix aus Wald-Wiesen- und Schotterwege, idyllischer Bahntrassentrasse, verkehrsarme Nebensträßchen und Radwege verspricht ein entspanntes Tourerlebnis. Hervorzugeben ist das generationsübergreifende Gemeinschaftsgefühl, wie man es nur selten erlebt. Weder Alter, Leistungsniveau oder Tempo sind ausschlaggebend, was zählt ist das beschwingte Freiheitsgefühl in entschleunigter Fahrweise und geselliger Stimmung auszuleben. 

Die »Altenthannrunde« stößt das Tor zum Bayerischen Vorwald auf. Nicht ohne Grund zählt die Tour H zur beliebtesten Offroadroute des »Arber-Radmarathons«. Anfangs der dichtbewaldete Kreuther Forst entlang der 'Hohen Linie' am Keilberg, das abgeschiedene Ellbachtal, schöne Wald- und Wiesenwege sowie abwechselnde flowige Trailpassagen - verbunden von verkehrsarmen Nebenstraßen - kennzeichnen den Wegeverlauf. Dazu ein entspanntes Bahntrassenerlebnis, bevor sich der zweitletzte Anstieg kurz vor Fußenberg in den Weg stellt und verbliebene Kraftreserven anzapft. Die mittelschwere »Altenthannrunde« richtet sich an durchschnittlich trainierte Biker/ebiker, die Schotterwege und flowige Trails mit vereinzelten Wurzelpassagen bervorzugen, ohne sich fahrtechnisch bzw. konditionell überfordern zu wollen. 

Veränderte Streckenverläufe (Tour F und G)

Foto: Straßenquerung bei Bernhardwald (Falkenstein-Radweg) - zs. gekennzeichnet mit blauen Richtungspfeilen

Die Zielgruppe für die »Süssenbachrunde« (Tour G) und »Vorwaldrunde« (Tour F) ist relativ klar umrissen. Gute Kondition und Trailerfahrung (Level S0 /S1) vorausgesetzt, versprechen beide Touren jede Menge Spaßpotential. Landschaftlich begeistern die kupierten Rundtouren im Vorderen Bayerischen Wald auch deswegen, weil sie einsame Landstriche tangieren die selbst für hiesige Locals teilweise Neuland sein dürften. Der reizvolle Wegemix drückt den Routen ihren unvergesslichen Stempel auf, zumal ab Altenthann anstatt wie bisher in entgegengesetzter Fahrtrichtung - teils mit modifiziertem Streckenverlauf - gefahren wird. Giftige Rampen mit bis zu 28% Maximalsteigung ziehen auf der ultimativen »Vorwaldrunde« die Daumenschrauben gehörig an, was die meisten Rider wohl in den Schiebemodus zwingen dürfte.

Für die 90 km lange »Vorwaldrunde« umfasst die anspruchsvolle Rundschleife ab Altenthann (V1, KM 29) eine Länge von 32 km, bevor man dort ein zweites Mal aufschlägt (V 2, KM 61). 

Foto: Exkursionsfahrten finden bereits im Vorfeld schon Monate vor dem Veranstaltungstermin statt. Im Bild ist die Streckengabelung Tour F / Tour G (KM 35) zu sehen, bei der die »Vorwaldrunde« im spitzen Winkel den Weg rechts nach Süssenbach (130 TM) bzw. die »Süssenbachrunde« schräg links versetzt den 2 km langen Weg nach Sulzbach einschlägt (100 TM), wo sich beide Routen wieder vereinigen. Bis dorthin legt »Vorwaldrunde« auf ihrer längeren Schleife über die Hetzenbacher Höhe 16 km mit über 400 hm zurück (KM 51).

Die 75 km lange »Süssenbachrunde« enthält ab Altenthann (KM 29, V 1) eine verkürzte Rundschleife (18 km) bevor man dort zum zweiten Mal an der Verpflegungsstation Altenthann aufschlägt (KM 47). An der Streckengabelung wird das maximale Höhenlevel (586 m ü.NHN.) überquert.

Das Start- Zielgelände befindet sich in verkehrsgünstiger Lage nahe der Autobahnausfahrt Regensburg-Pfaffenstein (A93). Der Regensburger Dultplatz liegt in Sichtweite der Berghänge der Winzerer Höhen und wird landschaftlich idyllisch von einem Flußarm der Donau und dem Europakanal umrahmt. 

Startzeiten MTB 

  • Vorwaldrunde (F):       7.20 Uhr 
  • Süssenbachrunde (G): 7.20 Uhr
  • Altenthannrunde (H):   8.40 Uhr 
  • Rewag - Runde (I):      8.40 Uhr 

Dreh- und Angelpunkt des Arber-Radmarathon ist der Dultplatz in Regensburg. Das Start- und Zielgelände - eingegrenzt vom Europakanal und der Donau - bietet ausreichend viel Platz für die Großveranstaltung.

Verpflegungsstationen / Streckengabelungen 

Tour F

Streckengabelung Tour F/G: KM 35 (Tour F spitzer Winkel rechts, Tour G halblinks 

Streckenzusammenschluß Tour F/G: Sulzbach, KM 51 

  • V1 Altenthann KM 29
  • V2 Altenthann KM 61
  • V3 Fussenberg KM 76 

Tour G

Streckengabelung Tour F/G: KM 35 (Tour G halblinks, Tour F spitzer Winkel rechts)

  • V1 Altenthann KM 29
  • V2 Altenthann KM 47
  • V3 Fussenberg KM 62 

Tour H

  • V1 Altenthann KM 29
  • V2 Fussenberg KM 46

Tour I

  • V1 Bernhardswald/Sportplatz, KM 21.5 
  • V2 Fussenberg KM 33 

Trackdaten werden nach behördlicher Streckengenehmigung 1 Woche vor dem Event-Termin aktiviert! Neben der Streckenmarkierung sind unübersichtliche Stellen zusätzlich mit blauen Richtungspfeilen bzw. Flatterbändern gekennzeichnet. 

Foto: die Verpflegungsstation Altenthann ist Anlaufstelle dreier MTB-Routen und zweier Gravelbiketouren, weswegen dort über einen längeren Zeitraum hinweg großer Andrang herrscht. Teilnehmer der Vorwaldrunde (F) und der Süssenbachrunde (G) steuern die Labe nach einer Rundschleife zweimal an, während die Altenthannrunde Kurs auf die 17 km entfernte Verpflegungsstation Fussenberg nimmt.   

Die Startphase von Deutschlands größter Radtouristikveranstaltung erfolgt zeitlich versetzt von 6.00 Uhr bis 9.00 Uhr. Acht aufgereihte Startblöcke gliedern sich wie folgt: 5 x Rennrad, 2x Mountainbike und 1 x Gravelbike (8. Uhr). Jedesmal wenn nach dem Countdown der Startschuss fällt springt der Frosch ins Wasser und löst die Nervenanspannung schlagartig in Luft auf.

Startzeiten MTB / Gravelbike

  • Vorwaldrunde (F):       7.20 Uhr 
  • Süssenbachrunde (G): 7.20 Uhr
  • Altenthannrunde (H):   8.40 Uhr 
  • Rewag - Runde (I):      8.40 Uhr 
  • Gravelbikerunde (J/K): 8.00 Uhr

Wer dabei ist, radelt so gut wie nie allein

Was macht den »Arber-Radmarathon« eigentlich so speziell? Ganz einfach, dank seiner schieren Größe verspricht er ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis, für das die Radtouristikveranstaltung wie keine andere in Deutschland Pate steht. Emotionale Höhenflüge, Genussmomente, harmonische Geselligkeit, geballte Fahrfreude, sportive Challenge - alles miteinander verquickt mit Sportkameraden zu erleben schweißt zusammen und schürt ein unbandiges Zusammengehörigkeitsgefühl. Als Solist muss wirklich keiner einsam seine Zeit fristen, denn Massenstarts und hohe Teilnehmerquoten wahren die Chance fortwährend Gruppenanschluß zu finden. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Teilnehmer im Vorfeld absprechen, um das Tourerlebnis im trauten Kreise seiner Freunde bzw. Trainingspartner gemeinsam zu genießen. Glühende Radsportleidenschaft bildet den fundamentalen Kitt, der Gleichgesinnte magnetisch miteinander verbindet. Exakt dafür bietet der »Arber-Radmarathon« die perfekte (Natur-) Bühne. Probiert's es, dann spürt's es!

Ab Mittag schwillt allmählich der Zustrom der Rückkehrer an. Je nach Wetter und Bodenverhältnisse mehr oder weniger dreckbesprenkelt radeln Mountainbiiker gruppenweise oder solo mit einem Lächeln auf den Lippen durch den Zielbogen hindurch und fühlen sich trotz aller Erschöpfung in einen regelrechten Glückshormonrausch versetzt. Wummernder Musiksound und dazu eine namentliche Lautsprecherbegrüßung machen das Glück perfekt.

Es besteht grundsätzlich Helmpflicht. E-Bikes, die eine Motor-Unterstützung bis maximal 250 Watt aufweisen bzw. deren Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist (laut §1 Absatz 3 StVG verkehrsrechtlich ein Fahrrad) sind erlaubt, zulassungspflichtige S-Pedelecs (bis 45 km/h) hingegen nicht.

Die »Süssenbachrunde« und »Vorwaldrunde« haben einen neuen "Anstrich" erhalten, da beide Routen auf ihrer Rundschleife (18 bzw. 32 km Länge) ab Altenthann erstmalig in entgegengesetzter Fahrtrichtung verlaufen. Wie bislang auch, darf man sich auf verwinkelte Trails, tolle Flowpassagen, Wald- Wiesen- und Schotterwege einschließlich fantastischer Aussichtspunkte freuen. Knackige Anstiege im steten Wechsel mit rasanten Abfahrten pfeffern den Streckenverlauf ordentlich. Also keine Gnade für die Wade:-)

Der beschauliche Bayerische Vorwald, nordöstlich von Regensburg gelegen, zeichnet sich durch seine urwüchsigen Wälder, zahlreichen Bergkuppen, abgelegenen Täler und mäandernden Bächen aus, was Offroadsportlern - auch wegen der sanft kupierten Topographie -hervorragende Ausgangsvoraussetzungen verschafft. Ein Riesenvorteil stellt die Streckenbeschilderung dar, weswegen man sich auf's Biken konzentrieren und sich achtsam der unberührten Naturkulisse widmen kann. 

Das Streckenportfolio der leistungsabgestuften Rundtouren (5x Straße, 4x MTB, 2x Gravel, Arber RETRO) lässt keine Wünsche offen. Ob Straße, Offroad oder beides vermischt im Doppelpack: jeder kann sich seine Favoritenstrecke aussuchen. Gleichwohl mag die Qual der Wahl zur Sisyphusarbeit ausarten wenn mehrere Radsportdispziplinen mit Herz und Seele betrieben werden. Für den Fall brauchts einer Kompromissentscheidung, indem spontan nach Lust und Laune bzw. wetterabhängig entschieden wird. Franzosen pflegen zu sagen: "comme ci comme ça", was soviel bedeutet wie "mal so mal so". Sind die Würfel gefallen (lat. Alea iacta est, wie es einst der römische Feldherr Julius Cäsar ausdrückte), darf man zu recht mit Vorfreude dem letzten Juli-Wochenende entgegen sehen.

Ab 6.00 Uhr erfolgen nacheinander die Massenstarts - begleitet vom Klatschen und lauten Zurufen der Zuschauer auf der Oberpfalzbrücke. Dass das Mega-Event - turnusgemäß am letzten Juli-Sonntag - für die meisten Teilnehmer ein - wenn nicht DAS Saison-Highlight - darstellt verwundert nicht sonderlich. Schließlich ist der Radtouristik-Klassiker ein Schmelztiegel abertausender Breitensportler, bei dem man sich ziemlich sicher sein kann auf alte Bekannte zu stoßen.

Happy-End - Am Ziel seiner Träume

Egal von welcher Strecke man zurückkehrt, jedem steht die unbeschreibliche Euphorie ins Gesicht gemeiselt. Schlägt man entkräftet und geflasht am Dultplatz auf wird man von einem regelrechten Glücksschwall ergriffen, der sich tief ins Gedächnis einbrennt. Absolut verdient, schließlich wurde eine sportliche Herausforderung gemeistert und womöglich der innere Schweinehund Schachmatt gesetzt. Umso härter man sich über Berg & Tal durchgebissen hat, desto mehr berührt das Glücksgefühl - begleitet von großer Dankbarkeit, Ehrfurcht und Demut. Schlagartig sinkt der Stresspegel, der die innere Anspannung in Erleichterung umschlagen lässt. Mit anderen Worten: man fühlt sich geerdet. Und ja, genau diese emotionale "Pay-Back-Karte" reicht dem Suchtbazillus sein essentielles Futter.

Endlich alle Viere von sich zu strecken und dem sehnlichen Ritual eines kulinarischen Gaumenschmauses zu huldigen, entschädigt nicht nur die körperliche Verausgabung sondern leitet übergangslos die Regenerationsphase ein. Gleichzeitig wird das Belohnungssystem (Suchtspirale) aktiviert, dessen Stimulus dem Hormon Dopamin - landläufig als Glücks- oder Kuschelhormon bekannter Botenstoff - zuzuschreiben ist.

Am vollbesetzten Dultplatz mit Freunden bzw. Gleichgesinnten selbstzufrieden zu feiern, seine leergefegten Energievorräte mit Pasta, Grillgut & Co genussvoll aufzufüllen und sich freudig zuzuprosten ist zweifelsohne immer wieder das höchste der Gefühle.

Blickt man im Zielgelände in die freudestrahlenden Gesichter fällt auf, wie sehr der Glückszustand die Erschöpfung komplett überstrahlt. Des Rätsels Lösung sind ausgeschüttete Glückshormone, die Neurotransmitter im Gehirn auslösen. Die sympathische Dame aus Oberbayern (Foto oben) war vom Flair, der Superstimmung und von der schönen Naturlandschaft hellauf begeistert. Glückbeseelt über die vollbrachte Leistung wird beim gefühlten "Touchdown" bewusst, wie sehr man es selbst in der Hand hat solche außergewöhnlichen Momente erleben zu dürfen (jeder ist seines Glückes Schmied'). Demnach stellt die Leidenschaft für das schönste Hobby der Welt dem Leben einen wundervollen Glücksbringer zur Seite.

Radfahrer verstehen es bekanntermaßen vorzüglich sich nach körperlicher Verausgabung fürstlich zu belohnen, schlußendlich hat man es sich ja redlich verdient. Kühles Bier, dazu leckere Pasta oder ein halbes Hendl, schon fühlt man sich wie im Himmel auf Erden. Nach der Action gelassen chillen und "Fünfe gerade sein lassen" bringt nicht nur den Körper, Geist und Seele wieder in Einklang, sondern leitet völlig unbemerkt die Regenerationsphase ein.