5. »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« • 4.10.2026
Inhaltsverzeichnis

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| © Helmut Haberger |
Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2022 geht der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« heuer bereits in sein viertes Austragungsjahr. Dabei erfährt die Veranstaltung eine beträchtliche Aufwertung, weil erstmals in diversen Kategorien Cross-Country-Oberpfalzmeister ermittelt werden. Ein verlockender Anreiz, der unter den hiesigen Lokalmatadoren wohl noch spannendere Wettkampfduelle erwarten lässt, um sich in der Heimat mit einem ehrenwerten Meistertitel zu schmücken. Am 5. Okotober 2025 wird die Naherholungsoase am Waldspielplatz Dürrbuckel vor den Toren Regensburgs erneut Schauplatz für racebegeisterte Cross-Country-Biker sein und das stille Waldgelände wieder zum tobenden Hexenkessel verwandeln.
Neu: beim 4. »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« wird erstmalig die Oberpfalz-Meisterschaft ausgetragen! Registration is open (Externlink)
Timetable

Zur vierten Auflage genießt der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« im hügeligen Waldgelände zwischen Pentling und Hochengebraching weit über Regensburgs Landkreisgrenzen hinaus mittlerweile einen beachtlichen Bekanntheitsgrad. Organisiert wird das beliebte Cross-Country-Rennen vom Biketeam Regensburg e.V., dessen vorrangige Nachwuchsförderung junge Talente für den MTB-Sport begeistern soll. Wie sehr dem Verein der Nachwuchssport am Herzen liegt, belegt der stete Zuwachs im Verein, aber auch die steigenden Teilnehmerzahlen der Youngsters (U7 bis U15) beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup«, als letztes Jahr 103 Nachwuchssportler beherzt in die Pedalen traten und einen Heidenspaß dabei hatten. Maßgeblicher Verdienst an der erfolgreichen Nachwuchsarbeit trägt Christian Spicker (1. Vorstand), der die Sparte "MTB-Kids" vor zehn Jahren ins Leben rief. Trotz erheblicher naturschutzrechtlicher Widerstände sowie einer zweijährigen Verzögerung wegen Corona gelang es ihm mit viel Herzblut, den »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« engagiert aus dem Boden zu stampfen.
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| © Patrick Itter |
Schon seit einigen Jahren hat sich Mountainbiken vom ehemaligen Nischensport zum Volkssport für Jung und Alt entwickelt. Was Cyclocrossern ihr Action-Event im Gschwelltal bei Wörth a. d. Donau ist (19.10.25 Cyclo-Cross Bundesliga 2025/2026, Finale Oberpfälzer Kinder Cup und Kinder Cross-Lauf, Landkreismeisterschaft Cyclo-Cross 2025), so ist der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« im Landkreis Regensburg die einzige (Race-) Plattform, wo ambitionierte Mountainbiker ihre Leidenschaft unter Wettkampfbedingungen beherzt ausleben können (letztmals gab es 2004 mit dem Bike-Adventure Regensburg ein MTB-Rennen in der Region).
Mit 170 Anmeldungen wurde 2024 ein bemerkenswerter Teilnehmerrekord aufgestellt was zeigt, dass das Cross-Country-Rennen angenommen wird bzw. der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« sich binnen zweier Jahre etabliert hat. Nichtsdestoweniger ermöglicht der Wettbewerb einer Herschar sportbegeisterter Mountainbiker - aufgeteilt in 17 Wertungskategorien von U7 bis Mastersklasse - ihren Lieblingssport leistungsbetont auszuüben, zumal Rennwettbewerbe in der Oberpfalz ohnehin rar gesät sind. Der Zuspruch belegt jedenfalls das enorme Interesse an dieser Bike-Challenge.
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| © Helmut Haberger |
Foto: Jürgen Lehmann (SG Painten), Sieger Masters (2024)
Race-Modus: das anspruchsvolle Cross-Country-Format (XCO) ist ein Einzelwettbewerb (jeder gegen jeden) über einen Rundkurs, der je nach Wertungskategorie unterschiedlich oft umrundet wird. Sieger ist derjenige, der als Erster die erforderliche Rundenanzahl bewältigt hat. Für alle, die mit dem Kürzel XCO nichts anfangen können: X steht für Cross, C für Country und O für olympisch (seit 1996).
Erfreulicherweise nahmen bislang viele Radsportvereine aus der Oberpfalz wie die Trail Kids Nabburg, TSV Wörth SV Altenstadt, TV Burglengenfeld, SV Postbauer Kettenritter, RSC Neukirchen, MTB Team SV Steinheim, TV Parsberg, SV Altenstadt/Team Jota, Team Edelsten, Team Baier (Landshut), VALEO ITVeloclub Ratisbona und der RSC 88, sowie niederbayerische Vereine wie der Sportpark Au, RSC Waldkirchen, SG Painten, RSC Kelheim und run & bike Kelheim an der Veranstaltung teil. Vereinzelt reisen auch Teilnehmer wie beispielsweise der MTB-Club München aus Oberbayern an. Aber auch das Vereinsinteresse beim Biketeam Regensburg kann sich sehen lassen. So nahmen letztes Jahr nicht nur 26 Biketeamler aktiv an den Rennen teil, sondern 60 Helfer schufteten im dreitägigen Dauereinsatz, um einen reibungslosen Rennbetrieb zu gewährleisten.
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| © Helmut Haberger |
Kinder (ab U7) kommen direkt beim Waldspielplatz auf einer verkürzten und vereinfachten Runde auf ihre Kosten. Nachdem die "Bambiniklassen" (Start 11.30 Uhr) und die Funklasse bzw. U13/U15 (Start 13.00 Uhr) ihre Rennen absolviert haben, erfolgen zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr die Starts der U 17/U19/Elite- und Mastersklasse, wo Hobbyfahrer und Radsportamateure zwar nicht um den Ruhm aber sehr wohl um die Ehre fighten und sich prügelhart die Kante geben.
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Kondition ist Konzentration
Die Sportdisziplin Cross Country ist bekannt dafür, dass es gleich von Anbeginn mit hochintensiver Belastung ambitioniert zur Sache geht. Dies macht schon katapultartige Raketenstart deutlich, bei dem sich der Pulk auf Biegen und Brechen hautenge Kopf an Kopf Duelle liefert (typisch für dieses Wettkampf-Format). Auf den ersten Metern sprinten die Athleten wie von der Tarantel gestochen im Wiegetritt los, um mit brachialer Beschleunigung Boden gut zu machen, bevor Naturtrails den Tross einbremsen wo kaum mehr Überholchancen bestehen. Von Null auf Hundert bleibt dem Körper keine Zeit, schonend auf Betriebstemperatur zu kommen (vorher aufwärmen!), wobei explosive Beschleunigungsorgien, bei der jeder jeden übertrumpfen will taktische Gründe haben. Jeder Akteur ist nämlich darauf erpicht, sich vor scharfen Kurven bzw. Nadelöhre möglichst weit vorne zu positionieren, um nicht von langsameren Fahrern eingezwängt bzw. aufgehalten zu werden. Wem's gelingt eine Lücke herausfahren, der hat nicht nur freie Linienwahl sondern stärkt mit dem Kraftakt die eigene Moral, währenddessen die Verfolger demotiviert hinterher blicken. Das alles Entscheidende ist die Kondition (= Konzentration), dessen Durchhaltevermögen sich beim Rennverlauf herausstellt. Kondition beschreibt das Zusammenspiel der 5 motorischen Grundfähigkeiten: Ausdauer (sie bemisst sich nach der maximalen Energieabgabe und gibt an, wie lange diese aufrechterhalten werden kann), Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit.
Während Blitzstarts eine verbesserte Ausgangsposition sprich Rennvorteile versprechen, bieten Zielsprints kaum mehr Gelegenheit Plätze gut zu machen, da nach dem Haarnadel-Turn die 150 Meter Zielgerade zu kurz ist, um sich am letzten Drücker noch einen "Blumentopf" zu sichern. Psychologisch macht es durchaus Sinn ebenbürtigen Gegnern in Schlagdistanz zuvor auf den Zahn zu fühlen um herauszufinden, wo deren konditionelle oder fahrerische Defizite liegen. Eine Schlußattacke sollte strategisch dort eiskalt platziert werden, wo der Widersacher keine Konterchance mehr hat.
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| © Patrick Itter |
Streckencharakteristik
Der flüssige Rundkurs (ab U 13) weist je Umlauf (4 km) knapp 70 Höhenmeter auf, was sich beispielsweise für Elitefahrer (6 RD + Startlop) auf knapp 450 Höhenmeter summiert. Aus alpiner Sicht freilich nicht viel mehr als läppische Bodenwellen, doch mit der vermeintlichen Leichtigkeit ist es schlagartig vorbei wenn die filigrane Racefeile mit großer Anstrengung, unter Anspannung aller Kräfte über den Rundkurs gescheucht wird und höllisch fokussiert ist den Grip bzw. die Traktion nicht zu verlieren. Auf den ersten Blick mag das Höhenprofil recht harmlos wirken, doch wer vom Start bis ins Ziel Vollgas am Anschlag fährt, weiß vom unerträglichen Schmerzpegel ein Lied zu singen. Wie heißt es so schön: steter Tropfen hölt das Bein.

Was in dieser unspektakulären Gegend im sanftgewellten Hügelland wohl kaum einer für möglich hält: der Parcour setzt sich aus naturbelassenen Singletrails, Pfaden, Waldautobahnen und hinein fabrizierten Hindernissen wie Northshores und Jumps zusammen, deretwegen Enthusiasten aus dem Bayerischen Wald oder sogar aus Österreich zur Challenge anreisen. Wer die Strecke noch nicht kennt wird überrascht sein, welch immenses Spaßpotential sich aus dem unscheinbaren Terrain durch einfallsreiche "Kunstkniffe" herauskitzeln lässt. Die Kombination aus Waldpfaden, Trail-Passagen, Schotterpisten sowie Schürfgruben entpuppt sich in dem Waldgelände als abwechslungsreiche "Spielwiese". Querliegende Baumstämme, Kompressionsmulden, hakelige Spitzkehren sowie Sprungrampen verlangen ein gutes Balancegefühl. Dies zeigt, dass sich ein relativ bescheidenes Terrain durchaus zum reizvollen Racing-Parcour verwandeln lässt.
Die schnellste Rundenzeit steht bei 9:20 min. aus dem Jahr 2023, was einem Stundenmittel von 26.32 km/h entspricht (Start-Loop 32.78 km/h). Hinweis: Rundenzeitvergleiche aus unterschiedlichen Veranstaltungsjahren sind wegen Streckenänderungen und veränderten Bodenbedingungen (trocken, matschig) nur bedingt miteinander vergleichbar.

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| © Helmut Haberger |
Foto: Verena Schmalzbauer (TV Burglengenfeld), Siegerin Funklasse, 2024)
Streckendistanzen - Zeitfenster - Höhenmeter
- Elite männlich: 24.850 m (6 Runden + Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (59 min - 1:07 h) - 435 hm
- Elite weiblich: 16.850 m (4 Runden+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (44 min. - 48 min.) - 295 hm
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Masters: 20.850 m (5 Runden+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (52 min. - 1:02 h) - 365 hm
-
U 19: 16.850 m (4 Runden+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (52 min. - 1.05) - 295 hm
- Funklasse / U 17: 12.850 m (3 Runden+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (33 min. - 49 min.) - 225 hm
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U 15 8.850 m (2 Runden+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (26 min. - 36 min.) - 155 hm
- U 13 (1 Runde+ Startloop) - Race-Zeitfenster der Teilnehmer (13 min. - 22 min.) - 85 hm
Funklasse - Aus Spaß an der Freud

Während der Wettbewerbscharakter vordergründig ambitionierte Leistungssportler anspricht und zu Höchstleistungen anspornt, löst es unter weniger Trainierten nicht selten eher Unbehagen bzw. ein flaues Gefühl in der Magengrube aus. Allein das Wort "Rennen" bewirkt unter Hobbyisten, denen das sogenannte "Race-Gen" in ihrer DNA fehlt mitunter einen faden Beigeschmack. Psychologische Hemmschwellen verlangen von Einsteigern bzw. Race-Novizen jede Menge Überwindungskraft ab, sich zu einem Start wider Willen durchzuringen. Um der Skepsis den Wind aus den Segeln zu nehmen, wurde deshalb die Funklasse mit verkürzter Streckenlänge (12.8 km) geschaffen, bei der Männlein & Weiblein gemeinsam starten aber getrennt gewertet werden. Wer es also lieber entspannt, spaßorientiert und ergebnisoffen angehen möchte bzw. von Überrundungen verschont bleiben will, für den bietet die "Just for Fun-Kategorie" die ideale Gelegenheit mit Zeitmesstransponder Racefeeling pur zu erleben, das schlußendlich sogar das Selbstvertrauen stärkt. Je nach Leistungsniveau ist der Spuk nach 3 Runden zzgl. Startloop zwischen 33 min. (Ø 23.24 km/h) und 49 min. (Ø 15.54 km/h) schon wieder vorbei.

Foto: Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Wenngleich der Renncharakter manche Hobbyfahrer abschreckt, vermag eine lockere Einstellung (Dabei sein ist alles) die Angst davor zu nehmen und innere Barrieren abzubauen. Wie sehr es sich wirklich lohnt eigene Grenzen auszuloten braucht nur auf freudestrahlende Gesichtsausdrücke achten, wenn abgekämpfte Sportler geflasht im Ziel aufschlagen, was allein schon Bände spricht. Authentischer Beleg dafür, welch euphorische Glücksgefühle freigesetzt werden, welche vergossene Schweißperlen großzügig rückvergüten. Folglich darf sich jeder Biker ermutigt fühlen, den Schritt zu wagen und es auszuprobieren. Dies gilt im übrigen logischerweise auch für Frauen, schließlich ist der Wettkampf beileibe keine reine Männersache. Dank der Endorphinschübe - welche jegeliche körperliche Erschöpfung wegbügeln - ist nach dem Finish jeder froh und mächtig stolz, das Spektakel gerockt zu haben. Kaum verwunderlich, dass im Zielraum - selbst wenn kein "Stockerlplatz" erzielt wurde - fast jeder Haudegen mit einem verschmitzten "Siegerlächeln" umherstolziert. Wie man sieht gibt's viele Argumente - auch ohne sich auf ein Wunschergebnis zu versteifen - die Komfortzone zu verlassen. Sich schweißgebadet im fairen Wettstreit zu batteln bzw. den Kampf mit sich selbst auszufechten, um danach gemeinsam frisch, frei, fröhlich zu feiern gehört zum Ritual eines jeden Wettkampfes, gleichgültig um welche Sportart es sich handelt. Es ist eben schon etwas Besonderes, mit Gleichgesinnten seine Leidenschaft auszuleben.
Motivationsschubser für Unentschlossene: einfach über seinen Schatten springen, die sportliche Herausforderung annehmen und den adrenalingetränkten Nervenkitzel genießen. Die Komfortzone zu verlassen und die körperliche Leistungsfähigkeit je nach Belieben mehr oder weniger auszureizen ist an sich schon eine sehr spezielle Erfahrung völlig egal, wie wie schnell man ist. Hauptsache, man macht es und durchlebt ein reizvolles Kopfkino. Vor allem wenn man in eine abgeschottete Bubble abtaucht, deren "Bewusstseins-Timeout" alles Nebensächliche ausblendet. Doch Obacht: wer auf den Geschmack gekommen ist, für den birgt die "Einstiegsdroge" in den abgekapselten "Race-Kosmos" erhöhte Suchtgefahren:-). Dass der entfesselte Suchtbazillus nachhaltig zu bohren beginnt und nörgelnd auf Wiederholung pocht - geschenkt. Wie heißt es so schön: "Nur die Harten kommen in den Garten". Probierst es, dann gspürst es, denn eins steht fest: nur wer teilnimmt weiß was emotional abgeht.
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| © Patrick Itter |
Im Rahmen der Wettkampfserie des "Oberpfälzer Kinder Cup" vom Radsportbezirk Oberpfalz wird der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« dieses Jahr bereits zum vierten Mal in Folge ausgetragen.
Neu: beim 4. »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« wird erstmalig die Oberpfalz-Meisterschaft ausgetragen! Registration is open (Externlink)
Großer Dank gebührt rund 60 Helfern die 3 Tage lang im Einsatz sind, sowie den Genehmigungsbehörden Bayerische Staatsforsten, die Gemeinde Pentling und der Landkreis Regensburg, ohne deren Zustimmung es dieses Event nicht gäbe. Natürlich spielt der finanzielle Aspekt auch eine fundamentale Rolle, wie der 1. Vorstand Christian Spicker der Passauer Neuen Presse mitteilte: „Ebenso wäre der Cup ohne unseren Namenssponsor der Veranstaltung, Zweirad-Stadler, auch nicht durchführbar“.
Apropos Naturschutz: nach Zielschluß wird umgehend alles abgebaut und in den natürlichen Ursprungszustand zurückversetzt.
Leistungsfördernde Motivation am Wegesrand
Auch Zuschauer spüren den Nervenkitzel, weil der Circle in relativ kurzen Zeitabständen von den Protagonisten mehrmals in vollem Karacho durchpfeilt wird. Zaungäste bekommen definitiv ein spannungsgeladenes Spektakel geboten, da fesselnde Zweikämpfe mit gegenseitigen Attacken sowie haarsträubende Fahrmanöver aus nächster Nähe mitverfolgt werden können. Eine prickelnde Race-Atmosphäre, die den Contest mitten im Wald zum spannungsgeladenen Erlebnis macht. Fans dürfen sich jedenfalls auf eine krasse Challenge freuen, bei der sich keiner die Blöße gibt und jeder sich bis zur totalen Verausgabung gnadenlos schindet.

Der zuschauerfreundliche Kurs bietet x-beliebige Standpunkte, weil man ihn am Wegesrand zu Fuß (ohne Rad!) abschreiten kann, um das Renngeschehen aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten. Mittendrin statt nur dabei: uneingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie die unmittelbare Nähe zu den vorbeihuschenden Sportskanonen vermitteln fesselnde Eindrücke, die man sonst nur selten geboten bekommt. Von leistungsfördernder Motivation können die Heißsporne eigentlich nie genug haben. Die aufgepeitschte Stimmung und die aufregende Verbindung zwischen Zuschauer und Aktive stellt für beide Pole eine Win-Win-Situation dar. Einerseits haben Fans ihren Spaß daran die Fahrer anzustacheln, anderseits beflügeln Anfeuerungsschreie, laute Rasseln und Klatschten die Racer, den "Gashahn" bis zum Anschlag aufzudrehen. Motivationsspritzen und Nervenkitzel vereinigen sich zu einer mystischen Symbiose.
Das Befahren der Strecke ist während der laufenden Rennen aus Sicherheitsgründen streng untersagt! Waldnutzer (Spaziergänger) werden während des Rennbetriebs um Rücksichtnahme gebeten

Zuschauer-Hot-Spot: wummernde Ghettoblaster-Klänge sorgt bei der Schürfgrube für Festivalstimmung
Spezielle Mountainbikes sind nicht vorgeschrieben, nur elektrische Antriebe sind unzulässig. In Bezug auf die Kraftübertragung zählt auf CC-Rennstrecken primär Gewicht und maximale Effizienz, weswegen überwiegend ultraleichte Hardtails verwendet werden. Ungefederte Cross-Country-Mountainbikes sind wendiger und vortriebsstärker als trägere Full-Suspension-Bikes. Einhergehend mit geringerem Fahrkomfort verlangen die dämpferlosen Leichtgewichte wegen ihrer Agilität fahrerisches Geschick und Feingefühl, um Bodenunebenheiten bzw. Hindernisse auch in höherem Tempo sicher wegzubügeln.
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Ausschreibungsdetails (wird in Kürze aktualisiert)
Treffpunkt ist der Wanderparkplatz in der Hohengebrachinger Straße zwischen Pentling und Hohengebraching. Das Start/Zielgelände ist nahe der A 93-Ausfahrt Regensburg Süd gut erreichbar. Parkplätze sowie Freiflächen (Event-Pavillons) und Sitzgelegenheiten (Rastplatz) sind vorhanden.
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| © Helmut Haberger |
Foto: Schürfgruben halten den Spannungsbogen der Strecke aufrecht
Cross-Country (XCO)
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Mountainbike-Sport zunehmend spezialisiert. Zu den Hauptdisziplinen gehören Downhill, Cross Country, CC-Short Track, Enduro und MTB-Marathon, wobei Downhill und Cross Country von der UCI (Union Cycliste Internationale) dem internationalen Radsport-Verband veranstaltet werden, die auch Weltmeisterschaften beinhalten.
Das Cross Country Rennformat ist bislang die einzigste MTB-Diszilplin mit olympischem Prädikat (Distanz ca.25-50 Kilometer). Um wettbewerbsfähig zu sein, bedarf es einer top Form (athletische Physis) sowie versierter Fahrtechnik, um anspruchsvolle Passagen - teils mit künstlichen Features wie Rockgarden, Sprungschanzen, Northshore-Elemente bestückt - souverän bzw. sturzfrei zu bewältigen. Neben konditionellen und motorischen/koordinativen Fähigkeiten (Fahrtechnik) zählt die mentale Stärke zum rennentscheidenden Erfolgsfaktor.

Foto: Schürfgrube am Dürrbuckel
Starts erfolgen im Massenstartmodus. Hoch konzentriert werden hektische Positionskämpfe mit ausgefahrenen Ellbogen ausgetragen und nervenstark um Platzierungen gekämpft. Gleich vom Start weg ist eine explosive Beschleunigung gefragt, um sich eine vorteilhafte Ausgangsposition zu sichern bzw. seine Position zu verteidigen. Es wird gesprintet, gepusht und attackiert, um die Nase im Feld vorne zu haben bzw. in Führung zu gehen. Im Gegensatz zum Marathon werden in Cross Country Rennen in höchster Belastungsintensität bereits von Anbeginn an vorentscheidende Akzente gesetzt. In der Startphase sortiert sich das Feld (der schnellste Elitefahrer erzielte 2023 innerhalb des 1 km langen Startloops einen Schnitt von 32.78 km/h) und zerrsplittert in Gruppen mit ebenbürtigen Fahrern. Nicht nur Schnellkraft und Leistungsspitzen (anaerobe Intensität) - einhergehend mit einer hohen Schmerz- und Laktattoleranz - sind nötig, sondern CC-Rennen sind über die gesamte Renndauer hinweg von einer konstant hohen Intensität mit mehr als 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz gekennzeichnet. Im Prinzip ein knackiges Dauerintervall, bei dem die körperliche Performance nur im Zusammenspiel mit eiserner Willenskraft optimal funktioniert. Anhand aufgezeichneter Herzfrequenz- bzw. Wattwerte lässt sich die Leistungsentfaltung im Nachgang bestens analysieren.
Der Cross-Country Short Track, auch Cross-Country Shortrace oder Cross-Country Kurzstrecke (Abk. XCC) ist die jüngste Disziplin des Mountainbike-Cross-Country. Im Gegensatz zum Cross-Country (XCO) ist sowohl die Rundenlänge (bis zwei Kilometer) als auch die Renndauer (20-30 min.) deutlich kürzer, was von den Fahrern andere Leistungsspitzen und mehr Risiko erfordert. Short-Track-Kurse sind i.d.R. komplett befahrbar (breite, flüssige Strecke) und enthalten weder Singletrail-Passagen oder spezielle „Features“, um Überholvorgänge zu vereinfachen. Der Cross-Country Short Track wurde 2018 durch die UCI als neue Disziplin offiziell anerkannt und in den Cross-Country Weltcup aufgenommen. Premierensieger war am 18. Mai 2018 in Albstadt Mathieu van der Poel. 2021 wurden erstmals Weltmeister im Cross-Country Short Track ermittelt.
Seit der Premiere des »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« am 26.06.2022 (97 Anmeldungen) sind die Teilnehmerzahlen kontinuierlich stiegen. Die Starterliste schnellte am 1.10.2023 um knapp 57% auf 152 Teilnehmer, während am 21.07.2024 die Teilnehmerquote (170) nochmals um 18 Fahrer zunahm.
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| © Zeitgemaess GmbH |
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| © Zeitgemaess GmbH |

Das Start- Zielgelände am Parkplatz beim Waldspielplatz Dürrbuckel war brechend voll von Aktiven, Begleitern, Helfern und Zuschauern. Die Stimmung war bombastisch, überall traf man auf gut gelaunte Gestalten. Egal ob Elitefahrer, Hobby-Racer, ehrgeizige Nachwuchsfahrer oder Sprösslinge im Alter ab 4 Jahren - hochkonzentrierte Gesichtsausdrücke ließen keine Zweifel aufkommen, dass es kaum einer erwarten konnte sich endlich volles Rohr ins Renngetümmell zu stürzen. Nachdem es im Landkreis Regensburg fast zwei Jahrzehnte keine MTB-Rennen mehr gab, setzt der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« dem Wettkampfvakuum erfreulicherweise ein Ende.

Selbst Kinder - kaum dem Laufradalter entwachsen - haben auf einem separat ausgesteckten Minikurs am Waldspielplatzgelände ihren Heidenspaß.
Zieleinlauf - Siegerehrung
Die emotionalsten Momente spielen sich naturgemäß nach dem Zielfinish bzw. bei der Siegerehrung ab. Von der Glückshormonausschüttung sind sowohl die kleinsten Stepkes als auch alle anderen Teilnehmer ergriffen.

Da baumeln sie, die Objekte der Begierde. Doch nichts fällt einem in den Schoß, d.h. erst nach dem körperlichen Einsatz dürfen die hart verdienten Lorbeeren eingesammelt werden.

Verstaubt oder dreckgesprenkelt über die Ziellinie - egal, Hauptsache glücklich gefinisht. Nach erbrachtem Leistungsnachweis werden die Besten in der jeweiligen Kategorie auf's Podest geholt. Ausgenommen Kinder da beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« alle eine begehrte Medaille erhalten. Der Stolz lässt sich unschwer an den leuchtenden Augen ablesen.
Startaufstellung
In den Klassen U7-U15 erfolgt die Aufstellung nach Stand Gesamtwertung Oberpfälzer Kinder Cup, alle weiteren Klassen werden nach Anmeldeingang aufgestellt
Cupwertung
gemäß der Generalausschreibung, gilt nur bis u15Training/Besichtigung
Training/Besichtigung
• Samstag, 20.07.2024, 17.00 – 20.00 (noch ohne vollständige Streckentrassierung)
• Sonntag, 21.07.2024, bis 11.30, 12.15 bis 13.00

Ab der Altersklasse U13 wird die große Runde (4 km / 70 hm) - samt Startloop (1 km / 15 hm) - gefahren. Je nach Wertungskategorie (U 9 - U 19) sowie Elite, Masters und Funklasse waren 3, 6 oder 7 RD zzgl. Startloop zu bewältigen.
Meldegebühren


Voraussichtlich am 5. Oktober ist es wieder soweit, dann geht das beliebte Cross-Country-Rennen - aufgesplittet in unterschiedlichen Altersklassen bzw. getrennt nach Lizenz- und Hobbyfahrern gewertet - zum vierten Mal vor den Toren Regensburgs wieder über die Bühne. So jung die Veranstaltung auch sein mag, so erfolgsverwöhnt geht das mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Cross Country Rennen (XCO) 2025 in die nächste Runde.
Argumente, die für die Veranstaltung sprechen: professionelle Organisation, super Stimmung, spannende Rennverläufe, Zuschauer-Hot-Spots, Verpflegungsstand, Parkmöglichkeiten, günstige Startgebühren, reizvoller Rundparcour, separat abgesteckter Kinderkurs, kurze Anreise aus der Region und das idyllische Veranstaltungsgelände am Waldrand zeichnen die Wettkampfveranstaltung aus.
Wie bereits das Jahr zuvor herrschte beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« sowohl unter den Teilnehmern als auch den zahlreichen Zuschauern am Streckenrand wieder eine Superstimmung. Dank tadelloser Orga ein rundum gelungenes Bike-Event, dem letztes Jahr auch noch prächtiges Kaiserwetter beschieden war. So wie einst der sympathische "Monaco Franze" zu den Damen zu sagen pflegte: "A bisserl was geht immer" lässt sich der Spruch auch abgewandelt auf's Streckenlayout beziehen, wo sich immer irgendwo Optimierungsbedarf finden lässt. Demzufolge werden Trailabschnitte variiert, querliegende Baumstämme quasi als Naturzugabe genutzt sowie Sprungpalletten aufgeschichtet die schwerelose "Airtime" versprechen. Trotz Hindernisse und einiger Haarnadelkurven brannte der Sieger in der Eliteklasse - Leonardo Sansnetti vom Team Baier Landshut e.V - auf 7 Runden + Startloop einen Bombenschnitt von 25.34 km/h ins Parkett (er je Minute 422 Meter).
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| © Patrick Itter |
Foto: Reinhard Unger (Sieger Masters, 2023)
Handshakes zeugen an der Startlinie von fairem Sportsgeist. Erfahrungsgemäß stehen die üblichen "Verdächtigen" standesgemäß auf der Matte, um sich gegenseitig zu pushen und ein heiß umkämpftes Rennen zu liefern. Sympathiebekundungen sind das eine, knallharter "Infight" das andere. Sobald der Startschuß fällt ist Schluß mit lustig, denn dann wird Tacheles geredet und im Vollgasmodus verbissen um Platzierungen gekämpft. Trotz beinharter Zweikampfduelle und waaghalsigen Überholmanövern ist die disziplinierte Fahrweise vorzuheben, denn anders lässt sich die relativ geringe Verletzungsquote nicht erklären. Aufschließende Fahrer kündigen ihre Überholabsicht akkustisch an (rechts/links) während langsamere Biker bereitwillig Platz machen. Trotz Schnappatmung ist häufig sogar noch ein keuchendes Danke zu hören.
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| © Patrick Itter |
Auch Streckensprecher Mane Seebauer, der gewohnterweise kompetent mit Witz und Humor das Event souverän moderiert, ist ein großes Lob auszusprechen. Für Zuschauer ist es eine besondere Freude bei der Siegerehrung zu beobachten, wie sehr bei der Urkundenüberreichung die Augen der geehrten Kinder um die Wette strahlen.

Viele Radsportvereine wie beispielsweise der SG Painten, RSC88, Veloclub Ratisbona, RSC Waldkirchen, run & bike Kelheim e.V. sowie die Teams Edelsten, Team Baier und Fahrer vom Bundeligateam VALEO IT nahmen teil. Besonders erfreulich: trotz weiter Anreise - nahmen zahlreiche Kids aus Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) teil, dessen Nachwuchsracer mit Top-Platzierungen glänzten. Facebook-Post vom RSC Waldkirchen: "Danke an Biketeam Regensburg e.V. für die klasse Veranstaltung. Unsere Kids waren von der Strecke sehr begeistert".

Ob Groß oder Klein, ob Profi, Amateur, oder Hobbysportler - es ist eine Frage der Ehre, dass jeder Sportler sein Bestes gibt. Logisch dass im Rennen keine Geschenke verteilt werden. Nach dem Rennen gibt es sehr wohl Geschenke. Medaillen, Urkunden, Süßigkeiten, Sachspenden....

Sieger in der Eliteklasse (2023) - Leonardo Sansonetti vom Team Baier Landshut e.V. (in der Mitte)
Results 21.07.2024
In der Damen-Elite dominierte Veronika Weiss von den Westside MTB Ladies vor Zoe Schmalzbauer vom Biketeam Regensburg und Silvia Vettori vom VCC Weiden.
Bei den männlichen Elitefahrern siegte Jordan Haarpaintner, der bereits beim anspruchsvollsten MTB-Etappenrennen der Welt ABSA Cape-Epic in Südafrika (Kapstadt/Western Cape) teilgenommen hat. Das hochklassig besetzte Rennen, an dem nahezu die gesamte MTB-Weltelite teilnimmt wird gemeinhin auch als Tour de France der Mountainbiker bezeichnet.
Auch die Top-Fahrer in der hart umkämpften Mastersklasse liefern sich jedes Jahr ein bärenstarkes, meist ein Kopf an Kopf- Rennen. Das engste Duell des Tages lieferten sich in der Masters-Klasse Jürgen Lehmann (Vorstand der SG Painten) und Lokalmatador Oliver Gref (Teamchef des von ihm gegründeten Teams Edelsten/Hörhaus), dessen packender Zweikampf Lehmann erst im Zielsprint mit 1 Sekunde Vorsprung für sich entscheiden konnte. Dritter wurde mit Reinhard Unger vom RSC 88 Regensburg.
Ergebnisse Elite Weiblich
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Ergebnisse Elite Männlich
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Ergebnisse Masters Männlich
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| © Zeitgemaess GmbH |

Schon zur Premiere erwies sich der Austragungsort in dem hügeligen Waldgelände am Waldspielplatz Dürrbuckel als Glücksgriff, weil sich aus dessen unscheinbarem Terrain erstaunlich viel herauskitzeln ließ. Die Kombination geschwungener Waldpfade, reizvollen Trails und tempofördernden Schotterwegen - einschließlich aufgebauter Hindernisse (Holzrampen) haben es in sich, vor allem wenn der Kurs in vollem Karacho durchgezirkelt wird und einem das Flowgefühl in Beschlag nimmt. Dazu steigerten querliegende Baumstämme und tricky Schürfgrubenmulden quasi den "Unterhaltungswert" - besser gesagt den Fahrspaß.

Die Vereinsphilosophie des Ausrichters - Biketeam Regensburg e.V. - „Bei uns kommt jeder mit“ ist natürlich bei den Rennen out of order. Sobald der Startschuß erfolgt wird hautnah im Vollgasmodus gesprintet, um sich die beste Ausgangsposition vor den engen Trailpassagen zu sichern. Schon nach wenigen hundert Metern beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen.

Elitefahrer - ausgestattet mit einer gültigen Rennlizenz - fahren in ihrer eigenen Liga. Dennoch sind die Spitzenfahrer in der lizenzfreien Masterklasse den Lizenzfahrern erstaunlich dicht auf den Fersen, schließlich gibt sich das Who is Who der lokalen Hobby-Spitzensportszene beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« die Ehre.
Zwischenzeitlich gehört es zum gewohnten Bild, dass sich gewisse Lokalmatadoren in der Masters-Klasse - also Fahrer ab 40 Jahre - vor dem Start noch friendly Handshakes austauschen, sich aber dann ein gnadenlos hartes Rennen liefern. Serienstarter wie Markus Biersack (Ex-Bayerischer MTB-Marathonmeister), Reinhard Unger, Oliver Gref (Ex-Bundesligafahrer) und Erik Becker (ehemaliger Vuelta Etappensieger in den 90er Jahren, früherer Sportkoordinator des Teams Deutsche Telekom „Jan Ullrich“ sowie heutiger Landestrainer Mountainbike Bayern und freier Mitarbeiter der Zeitschrift „BIKE“) gelten beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« im doppelten Sinne zu den "alten" Hasen. Runde um Runde liefern sie sich einen erbitterten Schlagabtausch, um den Sieg unter sich auszumachen. Auffällig ist die hohe Leistungsdichte, bei der womöglich allein die Tagesform siegentscheidend sein mag. Das hochklassige Leistungsniveau in der lizenzfreien Kategorie kommt besonders dann zum Vorschein, wenn es der Speerspitze gelingt auf die 1 min. zuvor gestartete Eliteklasse aufzuschließen. Sieger in der Masterklasse (2023) - der vereinslose Reinhard Unger - erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24.58 km/h. Schneller war nur der Elitefahrer Leonardo Sansonetti vom Team Baier (Landshut) der mit seinem Schnitt von 25.34 km/h (Rundenzeit 9:20.08 Minuten) den Streckenrekord hält. 2024 drehte sich das Blatt, da Jürgen Lehmann Oliver Gref und Reinhard Unger auf die Plätze verwies.
Hinweis: die jährlichen Rundenzeiten sind aufgrund von (geringfügigen) Streckenänderungen nur bedingt miteinander vergleichbar.
Der große Verdienst an den erfolgreichen Rennergebnissen des Biketeam Regensburg in der U5 - U13 sowie U19 Kategorie fußt auf jahrelanger, zielstrebiger Nachwuchsarbeit, an dem der Vereinsvorsitzende Christian Spicker maßgeblichen Anteil trägt. Seit 9 Jahren leitet er die Sparte "MTB-Kids" und stampfte mit viel Herzblut den »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« aus dem Boden, dessen jährliches behördliche Genehmigungsverfahren wahrlich kein "Selbstläufer" ist.

Die Bambinis wetteiferten auf einem eigens abgesteckten Rundkurs auf dem Waldspielplatzgelände um die Plätze. Der Ehrgeiz stand ihnen ins Gesicht geschrieben.
Fahrtechnischer Balanceakt
Angesichts der extrem hohen Belastungsintensität über die gesamte Renndauer hinweg Up & Downs, Haarnadelkurven und knifflige Schlüsselpassagen im Parforceritt zu bewältigen, schlaucht körperlich wie mental ganz gewaltig. Radikale Fahrmanöver auf Messers Schneide kosten reichlich kognitive Energie, wobei nasser Untergrund mit glitschigen Wurzeln zusätzlich geistige Ressourcen abverlangt. Feinfühliges Steuern im Grenzbereich will gelernt sein, d.h. ohne optimaler Körperspannung, perfekter Bewegungsdynamik, scharfer Konzentration und fahrerischer Präzision läuft nichts rund. Nur wenn das Timing exakt passt, bzw. wer seinen Fahrstil routiniert und blitzschnell den Bodenverhältnissen anzupassen vermagt bleibt "On Track", d.h. in der (Fahr-) Spur. Geht alles locker von der Hand und hat sich unter Ausblendung des "Drumherums" konzentriert in einen bewußtseinsfernen Tunnel eingeschossen, dann steuert das Gehirn autonom wie ein Autopilot intuitiv (unbewusst) sämtliche Bewegungsabläufe. Ein kognitiver Zustand, der eigentlich jedem Mountainbiker unter dem englischen Begriff "Flow" (fließen, rinnen, strömen) bekannt ist. Elementare Grundvoraussetzung für diesen außergewöhnlichen Zustand ist jedoch die perfekte (fehlerfreie) Bikebeherrschung.
Es entspringt der Logik eines Rennens bzw. ist eine allgemeine Binsenweisheit, dass grenzwertige Parforceritte zwangsläufig eine Art Gratwanderung sind, bei der der Sportler bemüht ist die Risiken möglichst kalkulierbar zu halten. Auch wenn Stürze unvermeidbar sind, so lässt sich das Gefahrenpotential gleichwohl von der Risikobereitschaft und der Selbsteinschätzung maßgeblich beeinflussen. Wird auf der letzten Rille gefahren oder der Bogen überspannt (Ticken zu schnell) dem kann binnen Millisekunden der Kontrollverlust zum Verhängnis werden, denn kein Mensch ist in der Lage die Grenzen der Physik willentlich zu verschieben.
Die Teilnehmer gehen beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« an ihre Grenzen und liefern im Sinne eines "FullGazRaces" jedes Jahr tadellose Leistungen ab. Dazu eine bombige Stimmung was den idealen Nährboden schon für's nächste Cross Country Rennen (XCO) schafft.

Neben der 60 köpfigen Helfermannschaft gebührt auch den Sanis vom Malteser Hilfsdienst großer Dank, die in aller Regel nur Schürfwunden zu versorgen haben. Angesichts der beinharten Duelle, bei denen naturgemäß mit harten Bandagen gekämpft wird lässt die geringe Verletzungsquote auf eine besonnene Fahrweise und fairen Sportsgeist der Teilnehmer zurückschließen. Bedauerlicherweise gab es nur eine einzige Ausnahme, als sich ein Fahrer verbotenerweise auf der nicht freigegebenen Strecke vor Rennbeginn ernsthafter verletzte.
Auch die Besatzung des Stadler-Servicemobils drehte mehr oder weniger "Däumchen", da kein technischer Support benötigt wurde.
Großes Lob gebührt dem Initiator des »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« Christian Spicker, 1. Vorstand vom Biketeam Regensburg (im Bild oben links mit MZ-Fotograf) der federführend das top organisierte Race-Event auf die Beine stellte.
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| © Patrick Itter |
Um das Genehmigungsverfahren nicht zu gefährden werden Teilnehmer gebeten, getrackte GPX-Daten nicht zu veröffentlichen!
Nachwuchsförderung
Erfolgreiche Nachwuchsarbeit spiegelt sich darin wider, wenn es ehrgeizigen bzw. talentierten Fahrern gelingt, sich im harten Ausleseprozess durchzusetzen und in den höherklassigen Bayernkader aufsteigen. Die Herausforderung als Veranstalter liegt zum einen im aufwendigen Genehmigungsverfahren, zum anderen in der Finanzierung des kostspieligen Aufwands. Elektronische Zeitmessung (externer Dienstleister), Equipment, Preisgelder, Sachpreise, Verpflegung, Obolus an den Bezirk Oberpfalz sind Kostenfaktoren die das Vereinsbudget belasten, zumal die Sponsorensuche nicht einfacher geworden ist. Umso mehr ist dem Hauptsponsor Zweiradcenter Stadler - als Namensgeber der Veranstaltung - für die finanzielle Unterstützung herzlich zu danken.
MTB-Rennen Oberpfalz / Niederbayern
MTB-Rennwettbewerbe sind in der Oberpfalz und Niederbayern relativ rar gesät. Neben dem Oberpfälzer Kinder Cup, gibt es in Niederbayern den TRUE RIDERS CUP (vier Veranstaltungen mit unterschiedlichen Rennformaten in Painten, Abensberg, Kelheim und Sandharlanden im Landkreis Kelheim) sowie den Bayerwald MTB Cup mit 7 Rennveranstaltungen (siehe unten), wovon zwei Events Bayernligastatus (U15 & U17) verfügen.

Der Bayerwald MTB Cup fungiert als Niederbayrische Meisterschaft im Cross Country, d.h. wer die Gesamtwertung im Cup gewinnt und nachweislich in Niederbayern wohnt ist Niederbayrischer Meister. Die Rennen (XCO) in Waldkirchen und Bad Griesbach sind für die Altersklassen U15 & U17 durch den Bayernliga-Status gewichtig aufgewertet.
Renntermine 2025
*03./04.05.* Waldkirchen (KaroliRADo mit Bayernliga)
*11.05.* Nova Pec (CZ)
*25.05.* Breitenberg bewegt Dich
*21./22.06.* Bad Griesbach (Bayernliga)
*19.07.* Neureichenau (TDS)
*21.09.* Hutthurm (Ilztalkini)
*03.10* Viechtach (Kronbergrennen mit Gesamtsiegerehrung)



















