Dreisesseltour - Gipfelspaß im Dreiländereck

Das Dreiländereck

Die Dreisesseltour hat es in doppelter Hinsicht in sich. Einerseits verlangt die knackige Route gewisse Leidensfähigkeit und gute Kletterfähigkeiten. Andererseits bekommt man für die schweißtreibende Gipfelerstürmung ein einzigartiges Bilderbuchpanorama serviert, das unweigerlich in den Bann zieht. Abgesehen vom Windbruch bieten die wegen Borkenkäferbefall abgestorbenen Wälder rund um den Dreisessel auf den ersten Blick eine surreale Szenerie. Dies mag zunächst erschrecken, doch letztlich spiegelt sich darin die Philosophie des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ anschaulich wieder. So gewährt das Totholz Lebensraum für verschiedenste Arten von Tieren sowie Schutz für nachwachsende Bäume. Bewundernswert, wie sich Mutter Natur ohne künstliche Eingriffe des Menschen selbständig regeneriert und nach und nach eine neue, robustere Baumgeneration gebiehrt. Eine Umgebung die das Gefühl vermittelt, als radle man auf einem anderen Stern.

Wer mit Kondition und körperlicher Power weniger gesegnet ist, kann den Dreisesselberg (1333m) zwischen den Gemeinden Haidmühle und Neureichenau im Dreiländereck natürlich auch mit dem e-Bike bezwingen. Je nach Radgattung lässt sich die Tour sowohl auf der Staatsstraße 2130 und Dreisesselstraße mit dem Rennrad/Trekkingbike/e-Bike als auch Offroad mit dem Mountainbike oder e-MTB bewältigen.

Eckdaten

  • Streckenlänge: 17,8 km
  • Höhenmeter gesamt: 509 hm
  • Höchster Punkt 1 333 m
  • Tiefster Punkt 830 m
  • Ausgangspunkt/Endpunkt: Haidmühle
  • Überwiegend unasphaltierte Passagen (alternativ Straßenverbindung)
  • Fahrzeitprognose bei gemüticher Fahrweise inkl. Pausenstopps/Einkehr: etwa 4 Stunden
  • Konditionell sehr anspruchsvoll
  • Fahrtechnisch mittelschwer (je nach Variante) - bergab ist der Trail im oberen Drittel leicht ausgesetzt (only for Mountainbikes) 

Radgattung

Zweckmäßig ist ein Mountainbike. Wer die "Asphalt-Variante" über die Dreisesselstraße befährt kann auch ein Tourenrad, Trekkingbike, Crossbike, E-Bike oder Rennrad verwenden.

Zum Dreiländereck Bayerischer Wald gehören die Orte Grainet, Haidmühle, Hinterschmiding, Jandelsbrunn, Neureichenau und Philippsreut. Zu den sogenannten Hausbergen zählen: Almberg, Haidel und Dreisessel.

Dreisessel Tour Video

 

 

 

 

Start- Zielort Haidmühle

Bild oben: Katholische Pfarrkirche St. Maximilian, Haidmühle. Die Gemeinde Haidmühle – staatlich anerkannter Erholungsort - liegt in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald, genauer gesagt im Dreiländereck Deutschland (Ostbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel). Umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft breitet sich z.T. ein grenzüberschreitendes Radtourennetz aller Schwierigkeitsgrade aus. Zum Radfahren herrschen ideale Bedingungen, weil die Gegend nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands besitzt was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert.

Streckenbeschreibung

Gestartet wird in Haidmühle und radelt ortsauswärts über die Neuthaler-Straße.

Ab dem Abzweig der Haidhäuser Straße, die alsbald in den Kapellenweg übergeht beginnt die erste Steigung.

Nach kurzem Anstieg befindet sich rechtsseitig 100 m abseits am ehemaligen Eisernen Zaun im Wald versteckt die Sankt Marien Kapelle (erbaut 1972. 

Von 9.00-21.00 Uhr spielen die Glocken stündlich das Ave Maria von Lourdes. 

Die durch den Borkenkäferbefall entstandene Waldlichtung erlaubt einen Blick auf den Haidel (1166 m ü.NN). Erkennungsmerkmal: Aussichts- und Fernsehturm.

In der Talsenke wird der Islandpferdehof passiert. Unübersehbar ragt das Ziel der Tour - der Dreisesselberg - majästetisch empor.

Der Markweg geht am Waldrand in eine unsphaltierte Forststraße über. 

Nach 3,5 km wird die Dreisesselstraße gequert und erreicht schräg versetzt die Kreuzbach-Klause. 

Der Kreuzbach-Triftkanal

Kaum vorstellbar, dass bis vor 200 Jahren hier noch ein nahezu undurchdringlicher Urwald wuchs, Die Kammlagen des Böhmerwalds waren damals vom restlich verbiebenen Urwald Mitteleuropas bedeckt. Die unzugänglichen Hochlagenwälder blieben lange Zeit ungenutzt, da sie viel zu weit von den mittelalterlichen Städten entfernt lagen. Durch die fernab einsetzende Industrialisierung sowie dessen ausgelöste Bevölkerungswachstum setzte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für diese bislang unwirtliche und unbebewohnte Gegend ein tiefgreifender Wandel ein. So benötigte der dramatisch gestiegene Energiebedarf (wie z.B. in den Großstädten Wien und Prag) Unmengen Brennholz. Zur damaligen Zeit war jedoch ein leistungsfähiger Massentransport des nachwachsenden Rohstoffs einzig über Fließgewässer möglich. 

1861 wurde mit dem Bau der Kreuzbachklause und dem zugehörigen Kanal begonnen, um das Dreisesselwasser in den Osterbach und weiter in die Ilz zu leiten. Bis nach dem Ersten Weltkrieges wurde die Baumstämme der Region über den Kreuzbachkanal nach Passau in die Donau und von dort weiter Richtung Wien gedriftet und geflösst.

Nachdem der Kreuzbach-Triftkanal nicht mehr genutzt wurde verfiel er größteils. Der Triftkanal folgte einst dem "Spitzenberger Steig" um den Nordhang des Dreisessels herum wo der Wald nur geringes Gefälle aufwies. Vor der Einmündung der Dreisesselstraße in die Staatsstraße zweigt er zur Frauenberger Flur - die so genannte Rusel - ab, von wo der Triftkanal in ein steiles Gefälle überging. Die dortige Steinpflasterung ist auch heute noch gut erhalten. Der Triftkanal folgte der Kanalstraße durch Frauenberg und überwand südlich der Ortschaft die Europäische Hauptwasserscheide. Eine weitere Wasserscheide wurde in Branntweinhäuser überwunden, um in den als Triftgewässer ausgebauten Osterbach zu münden. Schautafeln informieren über die historische Transportechnik, lokale Besonderheiten der Triftkanäle sowie über die grenzübergreifende Kulturlandschaft der Bischofsreuter Waldhufen, welche als Zeugnisse des landschaftsprägenden Wirkens des Menschen erhalten geblieben sind. KulturLandschaftsMuseum

Entlang des Kreuzbachkanals kurbelt man auf dem Museumssteig zum Kreuzbach Triftsee.

Kurz darauf zweigt eine Waldschleife in einen gewundenen Singletrail ab. 

 Hinweis: Der Triftsteig verläuft stellenweise durch sensible Naturbereiche, weswegen von dem Pfad nicht abgewichen bzw. empfindliche Uferzonen der Klause, Bachläufe und angrenzende Moore nicht betreten werden dürfen. Es versteht sich von selbst, keine Abfälle zu hinterlassen.

Die Kreuzbach-Klause aus der Vogelperspektive, wo sich die "Streckentester" mit viel Fahrfreude ihren Weg bahnen. 

Still und leise liegt der Kreuzbach-Triftsee verwunschen im Wald am Fuß des Dreisesselberges. 

Ein Kraftort, wo eine schöpferische Auszeit ungeahnte Energien einflösst. Zeit, um in Ruhe Flüssigkeit aufzunehmen, bevor die kräftezehrende Steigung ihren Schweißtribut einfordert.

Anfangs hält sich die Steigung noch in Grenzen, weshalb man mit freier Aufnahmekapazität die herrliche Naturlandschaft bewußt wahrnimmt und gebührend genießen kann. 

Das Dreisesselgebiet fungiert als Grenzgebirge im Dreiländereck Bayern (Bayerischer Wald), Österreich (Mühlviertel) und Tschechien (Böhmerwald). Im Schnittpunkt der drei Länder, erhebt sich der Dreisessel, der mit Leben und Werk des weltberühmten Dichters Adalbert Stifter untrennbar verbunden ist. 

 Nach etwa 6 km trifft man abermals auf die Dreisesselstraße (1083 m). Es empfiehlt sich kurz auf die Asphaltstraße auszuweichen (1227 m), weil der Pfad auf der gegenüberliegenden Straßenseite bis zu 30% Steigung aufweist und zudem im oberen Schlussabschnitt aufgrund des verblockten Terrains unfahrbar ist (für "Enduristen" bergab ein Schmankerltrail). Wer mit Leidenfähigkeit und Kraftausdauer gesegnet ist oder indes ein ein e-MTB  pilotiert kann sich ins laktatfördernde Uphill-Vergnügen stürzen.

Auf der Dreisesselstraße kommen einem die unterschiedlichsten Radlertypen entgegen. Ob ambitionierte Rennradler, trailverliebte Mountainbiker, genussorientierte Tourenradler oder lässige E-Biker - alle steuern gleichsam dasselbe Ziel an.

Nachdem man knapp 140 hm auf dem 2,7 km langen Abschnitt der Dreisesselstraße hinauf getreten ist (gleichmäßige Steigung von 10%) zweigt links ein giftig steiler Pfad ab. Etliche Regenwasserrinnen queren den Schotterpfad was einem kurzzeitige Rampen von fast 20% beschert. Mit entsprechender Fitness und adäquater Übersetzung für versierte Mountainbiker kein Problem. Etwas weniger schweißtreibend gestaltet sich der Bergaufstieg auf der Asphaltstraße, allerdings zieht nach dem Dreisesselparkplatz im finalen Gipfelanstieg (100 hm; für KFZ gesperrt) mit knapp 20% Steigung ebenfalls die Daumenschrauben gehörig an. 

Allmählich lichtet sich der Wald. Die baumfreie Zone hat allerdings nichts mit der thermisch bedingten Waldgrenze zu tun, denn anders als in den Alpen erreichen die Höhenlagen des Bayerischen Waldes nicht die Waldgrenze (liegt in den Alpen bei etwa 1 800 m). Vielmehr ist der "Kahlschlag" die Folge des Borkenkäferbefalls sowie die Spätfolgen des Orkans Kyrill, der 2007 mit brachialer Windgeschwindigkeit Schneisen der Verwüstung hinterließ.

Die baumfreie Erhebung bringt den Vorteil mit sich, dass mit steigender Höhe äquivalent die Fernsicht in allen Himmelsrichtungen zunimmt. Bei Föhneinfluss oder Inversionswetterlage ist sogar die Alpenkette vom Toten Gebirge bis zur Zugspitze zu sehen, weil die Rundsicht nicht mehr durch heranwachsende Fichten im Gipfelbereich behindert ist. 

Schon bald befindet man sich im „Steinernen Meer", das eine Fläche von ca. 9 ha einnimmt. Einst mächtige Granitfelsen sind im Laufe der Zeit in kleinere Felsbrocken zerfallen, die zu den schönsten Geotopen Bayerns gehören. 

In nördlicher Blickrichtung überblickt man weite Teile des Böhmerwalds. 

Die Grenzlinie zu Tschechien verläuft knapp 400 m südöstlich am Gipfel des Dreisesselbergs, wobei sich das Dreiländereck Deutschland−Österreich−Tschechien nahe des Plöckenstein - Luftlinie rund 3 km - südöstlich des Dreisesselbergs befindet.

Der Berggasthof Dreisessel bietet eine gutbürgerliche Küche, sowie eine reichhaltige Auswahl an Eisspezialitäten und Kuchen. Der Biergarten ist in gesunder Höhenluft sehr beliebt. 

Bei Fernsicht erblickt man in südlicher Richtung die Alpen-Nordkette.

Der Dreisesselberggipfel Hochstein (1333 m) und Dreisesselfels - drei bizarre Granitfelsen, die aus kissenartig geformten Felsblöcken der so genannten Wollsackverwitterung bestehen - liegen 500 m auseinander. Ein flach gekiester Weg verbindet auf dem Hochplateau die sehenswerten Felserscheinungen. Der Hochstein bildet mit seiner markanten Granitfelsgruppe die höchste Erhebung des Dreisesselbergs.

Während an Hochsommertagen die Hitze im Tal drückt, lässt es sich hoch droben im lauen Lüftchen wunderbar entspannt seine Freizeit verbringen.

Am Fuße des Hochstein ist auch für Biker "Ende Gelände". Entweder gönnt man sich auf der Sitzbank eine wohl verdientes Päuschen, oder steigt die Steinstufen zum Gipfelkreuz empor.

Auf markantem Granitfels befindet sich am Zenit das Gipfelkreuz, zu dem eine schmale Steintreppe hinauf führt. Die Aussicht vom höchsten Punkt des Dreisessel ist gelinde gesagt grandios. Die Fernsicht auf das unermeßliche Waldmeer des Böhmerwaldes und die Bayerwaldgipfel Lusen, Rachel und Arber, hinunter ins oberösterreichische Mühlviertel, hinüber zum Aussichtsturm des Haidel sowie den Ortschaften der Haidelregion Haidmühle, Philippsreut, Hinterschmiding, Grainet, Neureichenau und Jandelsbrunn ist in der Tat überwältigend. 

Der Hochstein in seiner wuchtigen Gesamtschau.  

An klaren Tagen erblickt man über das Inn- und Donauland hinweg sogar das Dachsteingebirge sowie eine Vielzahl gezackter Alpengipfel. Vom fesselnden Panoramablick kann man sich gar nicht genug satt sehen.

Wer hier oben in der entrückten Welt Zeitdruck verspürt ist selber Schuld. Entschleunigung ist die Devise, am besten auf den Fels setzen, abschalten und gedankenversunken die Blicke schweifen lassen.

Für Biker eine klare Angelegenheit: nach der Arbeit folgt das Vergnügen. Ist der harte Gipfelaufstieg geschafft, spiegeln strahlende Gesichtsausdrücke dank Endorphinausschüttung pure Glückseeligkeit wider. 

ON TOP - das glückliche Testfahrer-Trio aus der Vogelperspektive

Totholz so weit das Auge reicht. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Naturpark-Philosophie und in der Tat, nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural dürfen sich die Wälder, Moore, Bergbäche und Seen auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einer einmaligen wilden Waldlandschaft entwickeln.

 

 

Der Berggasthof Dreisessel hat i.d.R. von 9.00-17.00 Uhr geöffnet. Von Anfang November bis Mitte Dezember ist er geschlossen.

Dreisessel-Webcam

Ende Gelände, die letzten Höhenmeter zum Gipfel sind nur noch zu Fuß zu bewältigen.

Bevor die Rückfahrt angetreten wird ist der übliche Einkehrschwung fällig. Man kommt kaum umhin, das Getränke- und Speisenangebot des Biergartens links liegen zu lassen. Ruhigen Gewissens dürfen einige Kohlenhydrate gebunkert werden. Hierbei kann man das Erlebte ein wenig sacken lassen, den Hunger stillen und das bayerische "Nationalgetränk" genießen - schon ist die Welt in Ordnung. Wie besagt ein bayerisches Sprichwort: "Speis & Trank hält Leib und Seele zusammen". Prost Mahlzeit!

 

Eindrucksvoll erheben sich etwa 20 m hohe, übereinandergetürmte Felsen, die über eine steinerne Treppe erreichbar sind. Oben befinden sich drei steinerne Sitzmulden über deren Entstehung man bis heute rätselt.

Für den Bekanntheitsgrad des Dreisessel - der seit Jahrzehnten Besucher aus nah und fern anzieht - trugen in besonderem Maße die Romane und Erzählungen von Adalbert Stifter bei.

Das einst dicht bewaldete Gebiet fiel einerseits dem Borkenkäferbefall zum Opfer. Zudem sorgte der Orkan Kyrill der in der Nacht am 19. Januar 2007 über das bayerisch-böhmische Waldgebirge wie auch in weiten Teilen Europas mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225 km/h übers Land fegte - für großflächigen Windbruch. Von der ehemaligen Baumvegetation exisitiert teilweise nur noch Totholz. Trotz alledem ist es beeindruckend, wie sich stellenweise die Waldverjüngung ohne menschliche Beeinflussung entwickelt. 

Dreisessel-Steintreppe in der Abwärtsperspektive inkl. Schatten-Silhouette des Fotografen.

Auch das gibt's: Bergrennen für Läufer und Nordic Walker (9,2 km) sowie Mountainbiker und Tandem-Fahrer (12,3 km/663 hm). Mehr unter Quälspaß am Dreisessel

Erstaunlich viele e-Biker erklimmen mittlerweile den Dreisesselberg. Die Aufstiegshilfe macht's möglich und beflügelt auch Fahrer, denen es ohne dieser künstlichen Schubkraft unmöglich wäre die höchsten Bayerwaldgipfel zu bezwingen.

 E-Bike-Technologie

Der Fahrradbestand ist in Deutschland laut Schätzungen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) auf 73 Mio. Fahrzeuge (2016) angewachsen, wobei der Anteil an E-Bikes auf über 3 Millionen geschätzt wird. Für die rasant wachsende Anzahl von E-Bikern relativiert sich jedes Anspruchsprofil. In Zeiten der emissionsfreien Elektro-Mobilität lassen sich E-Biker selbst von steileren Berggipfeln nicht mehr abschrecken - ganz im Gegenteil. Was bis vor wenigen Jahren undenkbar erschien, entwickelt sich heute zur völligen Normalität: E-Biker und E-Mountainbiker stoßen mit leistungsstarken Motoren in Bergegionen vor, die für sie ohne Akkuleistung unbezwingbar gewesen wären. Intelligente Software vermag mittlerweile die aktuelle Reichweite dynamisch zu steuern, indem der gemessene Leistungsverbrauch die Schubkraft über einen Algorithmus regelt. Testbericht

 E-Bike-Verleih- und E-Bike-Ladestationen 

 Vorausgesetzt man hat entsprechendes Schuhwerk dabei, empfiehlt sich ein eineinhalbstündiger Fußmarsch (Hin- und Rückweg) zum Plöckenstein. Vom Dreisesselberg führt der Höhenzug Hochkamm via Bayerischer Plöckenstein (1365 m ü. NN) und dem Dreiländereck Deutschland−Österreich−Tschechien (1321 m ü. NN) zum Plöckenstein (1378 m ü. NN). Beim Dreiländereck, das sich in der unmittelbaren Nähe des 1.363 m hohen Bayrischen Plöckensteins an der so genannten Dreiecksmark auf einem 1.320 m hoch gelegenen Sattel befindet treffen die Grenzlininen der drei Länder aufeinander. 

Wegbeschreibung: Abzweig von der Dreisesselstraße etwa 50 hm unterhalb vom Gipfel-Plateau (Schild „Rosenberger Gut“), nach 50 m links halten und dem „Adalbert-Stifter-Steig“ bzw. E6 Nordwaldkammweg Richtung „Steinernes Meer“ folgen. Nach Überquerung des „Steinernen Meeres“ (übereinander geschichtete Felsformationen) erreicht man den Seesteig der bergauf zum Dreiländereck führt. Vom Gipfel des Plöckenstein (Tschechien) genießt man einen herrlichen Ausblick über den Böhmerwald, den Plöckensteiner See, den Adalbert Stifter Obelisk sowie auf den Moldaustausee. Rückblick: bis zum Fall des Eisernen Vorhangs (1989) war das Gebiet aufgrund der Grenznähe (530 m nordöstlich der deutsch-tschechischen Grenze, sowie 1,7 km östlich des Dreiländerecks Deutschland-Tschechien-Österreich) der Öffentlichkeit für Jahrzehnte nicht zugänglich.  

Der Plöckensteiner See (Plešné jezero ) ist ein Gletschersee im Böhmerwald und liegt auf 1090 m Höhe. Zur Flößerei im Schwarzenbergschen Schwemmkanal wurde der See von 1789 - 1793 um zweieinhalb Meter aufgestaut.

Zu Ehren des weltberühmten Malers, Schriftstellers und Pädagogen Adalbert Stifter - der mit seiner Erzählung <Der Hochwald> dem Plöckensteinsee ein literarisches Denkmal schuf, wurde 1877 der 14,5 m hohe Granit-Obelisk im Nationalpark Šumava errichtet.

Abfahrt / Rückweg

An der Wegekreuzung der vorhergehenden Auffahrt zum Hochplateau (Beschilderungspfeil Kreuzbachklause/Haidmühle folgen) beginnt schräg gegenüber des Hochstein der steile, ruppige Pfad über Wurzeln und Steinabsätze. 

 Auf dem Hochplauteau des Dreisesselgipfels sowie dem Pfad zur Kreuzbachklause begegnen sich Wanderer wie Mountainbiker. Ein höfliches und rücksichtsvolles Miteinander versteht sich von selbst. Mehr zum Thema Trail-Sharing.

Hier trennt sich (fahrtechnisch) die Spreu vom Weizen. Der steile, teils ausgesetzte Trail (Schwierigkeitsgrad S 2) erfordert ein Mindestmaß an technischem Fahrgeschick, ansonsten bleibt an neuralgischen Schlüsselstellen der Schiebebetrieb. Sicher ist sicher: wer sich dem ruppigen Gelände nicht gewachsen fühlt kann entweder die Dreisesselstraße komplett abfahren der auf halber Strecke weiter unten wieder in jenen gemäßigten Waldpfad einsteigen (1085 m) der bereits bergauf befahren wurde.

Bevor es absärts geht, verwöhnt das Böhmerwald-Panorama die Sinne.

Wer den Trail als Uphill wählt, hat sich im Schlussdrittel des Aufstiegs auf einige Schiebepassagen einzustellen.

Wer liebt der schiebt...Wenn man nicht gerade zu den Fahrtechnik-Cracks gehört ist ein Hardtail mit kurzhubiger Federgabel in dieser Passage doch risikobehaftet. 

Für Fahrtechniker mit großvolumigen Full Suspension Bikes ist der ausgesetzte Pfad natürlich ein Eldorado.

Wem die obere Passage zu ruppig ist kann den verblockten, hakeligen Bereich durch Tragen/Schieben gut überbrücken. 

Das steile Gefälle - durchsetzt mit tiefen Regenrinnen - beansprucht mächtig die Unterarm-Muskulatur. Selbstredend ist höchste Konzentration bei der Linienwahl erforderlich, um im Sattel zu bleiben. 

Je weiter es abwärts geht desto zahmer wird das Gefälle und die Bodenbeschaffenheit. 

Um nicht gänzlich denselben Weg zurück zu radeln empfiehlt es sich bei der Kreuzbach-Klause links in die Dreisesselstraße einzubiegen, um gleich kurz darauf rechts wieder in der Botanik zu verschwinden.

Etwa 300 m später passiert man die Kreuzbachwasserfälle - schon allein deshalb lohnt sich dieser Abstecher. Die Kreuzbachwasserfälle sowie das Wasserrad am Kreuzbach sind für Wanderer wie Radler beliebte Anlaufstellen, da die unverfälschte Natur beruhigend romantisch auf die Psyche wirkt. 

Grund genug, vom Sattel zu steigen und ein stückweit zu Fuß dem Steig zu folgen (Trittsicherheit gefordert - bei Nässe auf sicheren Halt achten!).

Nach der anstrengenden Tour kommt eine inspierende Pause an den Kreuzbachwasserfällen gerade recht.

Abkühlung im Kreuzbach, dessen klares Gebirgswasser man bedenkenlos trinken kann.

Sobald einem das wildromantische Naturdickicht an der Staatstraße 2130 "ausspuckt", verändert sich das Landschaftsbild kolossal. Den 2 km langen Schlussabschnitt radelt man auf dem flachen Adalbert Stifter Radweg zurück zum Ausgangsort Haidmühle.

Sofern eine Wohlfühlgeschwindigkeit angschlagen wird, senkt die Ausrollphase merklich die Pulsfrequenz bzw. hilft angestautes Laktat in den Muskeln abzubauen.

 Das Best Of für die strapazierte Muskulatur und gleichzeitig wohlverdiente Belohnung ist ein erfrischendes Bad im Haidmühler See. Den hervor lugenden Dreisesselberg vor Augen macht deutlich, welche Leistung man vollbracht hat. 

Beine vertreten und Erlebnisse sacken lassen

Chillen der gesunden Art: Seele baumeln lassen und die Regeneration nimmt ihren Lauf.

Vorbei am Rathaus der Gemeinde Haidmühle - Sie haben glücks- und erlebnisgeschwängert ihr Ziel erreicht!

 Wer sich partout nicht auf die faule Haut legen möchte kombiniert die Dreisesseltour (bei frühzeitigem Start springt in Haidmühle noch eine Mittagspause raus) mit der Haideltour, woraus sich eine interessante Achterschleife ergibt. Beide Touren ergeben addiert eine Streckenlänge von 49 km mit 1107 hm.

Aufgrund von Stürmen können Bäume umgeknickt sein und Wege/Pfade versperren. Falls Umleitungen vorhanden sind, ist diesen Folge zu leisten um Risiken zu minimieren (bei umknickenden Bäumen bzw. herabstürzenden Ästen besteht Lebensgefahr!). Sicherheitshalber sollten im Vorfeld aktuelle Infos vor Ort eingeholt werden. 

 

 

Infos/Bezugsquellen

Ferienland Nationalpark Bayerischer Wald 
Wolfkerstraße 3 
94078 Freyung 

Tel. 08551/57-114
Fax 08551/57-193

touristinfo@lra.landkreis-frg.de

www.bayerwald-info.de 

Tourist-Info Haidmühle
Schulstraße 39
94145 Haidmühle

Tel.: 085 56 - 19433
Fax: 085 56 - 1032     

haidmuehle@t-online.de

http://www.haidmuehle.de/

Tourist-Info Neureichenau
Dreisesselstraße 8
94089 Neureichenau

Tel.: +49 (0)8583 - 9601 - 20

tourismus@neureichenau.de

https://www.neureichenau.de/startseite/

Streckengrafik mit Höhenprofil - Dreisesseltour


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

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