»Waldmünchner Radrundfahrt« Trail-Eldorado am Gibacht

Am 5. Juli 2026 geht die »Waldmünchner Radrundfahrt« bereits in ihre 16. Auflage. Der Veranstalter (TV-Ski- und Radsportabteilung) freut sich auf ein Wiedersehen mit allen, die schon einmal dabei waren und jene, die zum ersten Mal an dem familiär geprägten Breitensport-Event teilnehmen. Wie gewohnt werden sich frühmorgens beim Start- Zielbogen auf dem Waldmünchner Marktplatz wieder unterschiedlichste Biketypen mit verschiedenerlei Bikegattungen einfinden, bevor um 7.40 Uhr die Hartgesottenen der längeren MTB-Tour (H) auf ihre bergige "Rundreise" geschickt werden. Um 8.40 Uhr folgt der zweite Schwung (MTB Tour I) auf einer gemäßigteren Streckenführung. Das buntgemischte Teilnehmerfeld erstreckt sich über alle Altersstufen hinweg, vom ambitionierten Racer bis hin zum genussorientierten Bio- oder E-Biker. Dabei eint im Prinzip alle dasselbe Bestreben, eine gesellige Biketour mit epischen Momenten in einer bezaubernden Naturlandschaft erleben zu wollen.
Umkranzt vom Bergmassiv Gibacht, das sich vom Drei-Wappen-Felsen an der bayerisch-tschechischen Grenze über den Kreuzfelsen, Tannenriegel, Reiseck und Cerchov (Tschechien) bis hinunter in die Further Senke erstreckt, prunkt das Grenzland rund um die Trenckstadt Waldmünchen mit einer herrlichen Naturkulisse auf. In unmittelbarer Nähe zu Tschechien bildet das bis zu 1.042 Meter hohe Grenzgebirge den Schnittpunkt zwischen Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald. Die Mittelgebirgslandschaft im Naturpark Oberer Bayerischer Wald ist für Mountainbiker mit oder ohne "E" ein traumhaftes Natur-Eldorado, das seinen ursprünglichen Charme bewahren konnte. Wechselnder Untergrund zwischen verblockten Trails, entspannten Flow-Passagen, sauerstoffreichen Waldpfaden bis hin zu knarzenden Schotterpisten halten die Sinne ständig auf Trab. Das schroffe Gelände legt einem praktisch kunterbunt durchmischt - mitsamt kniffliger Schlüsselstellen - alles vor die Füße was das Bikerherz begehrt. Ein vielseitiges Trail-Paradies, von dem die »Waldmünchner Radrundfahrt« im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Vollen schöpfen kann.
Und wenn wir zur Einstimmung schon die Lobeshymne anstimmen, sollen weitere Vorzüge der Veranstaltung nicht verschwiegen bleiben: superbes Gelände, top Wegweisung, erstaunlich günstige Startgebühren sowie preiswerte Getränke- und (Grill-) Speisen im Ziel sind Argumente, die "Schokoladenseiten" dieser Naturregion kennenzulernen, und der Gegend ehrfürchtig seine Aufwartung zu machen.

Dank der ausgeklügelten Organisation und der abwechlungsreichen Streckenführung erfreut sich die »Waldmünchner Radrundfahrt« weit über die Landkreisgrenzen hinweg wachsender Beliebtheit. Bis auf geringfügige Anpassungen bleibt es bei der bewährten Streckenführung. Sofern Petrus mitspielt, steht einem glücksgeschwängerten Erlebnistag nichts im Wege. Selbst eine weitere Anreise erscheint lohnenswert, um das teils unwegsame Naturidyll im Waldmüncher Urlaubsland (Landkreis Cham) mit eigener Muskelkraft bzw. mit elektrischem Rückenwind berg- und talwärts zu erobern. Ansonsten bietet sich kaum so eine günstige Gelegenheit, mit Gleichgesinnten auch ohne Ortskenntnisse eine zivilisationsfreie Botanik fern von Trubel und Hektik von ihrer "Schokoladenseite" her kennenzulernen, ohne sich ständig einen Kopf über den verschlungenen Streckenverlauf machen zu müssen. Keine Frage, das Gelände in der schwach besiedelten Grenzregion verspricht Spaßpotenzial pur. Zweifelsohne ein heißer Geheimtipp, denn sowohl das Bike-Revier als auch die »Waldmünchner Radrundfahrt« versprüht ihren Reiz. Binnen kürzester Zeit löst das superbe Terrain in dem waldreichen Bergland eine Begeisterung mit Suchtpotential aus.
Wird die anspruchsvolle Strecke H unter die Stollenreifen genommen, dem stellen sich gleich vom Start weg quasi von Null auf Hundert schweißtreibende 460 Höhenmeter zum 936 Meter hohen Gibacht in den Weg. Ein knackiger Anstieg, der gnadenlos die Spreu vom Weizen trennt. Während "Biobiker" ihre Kletterfähigkeiten unter Beweis stellen, bleiben e-biker hingegen mit dosierter Akku-Schubkraft von quälenden Pulsspitzen verschont. Wie dem auch sei, folgt nach dem zermürbenden Uphill auf der kniffligen Trailabfahrt der Adrenalinkick auf den Fuß. In dem teils verblockt und verwurzelten Streckenabschnitt offenbart sich schwarz auf weiß, wie gut es mit der Fahrtechnik bestellt ist, wobei Nässe und glitschiger Untergrund für weniger Geübte rasch zur Gratwanderung ausarten kann. Andererseits ist es eine Augenweide zu beobachten, wie geschmeidig abfahrtsorientierte Enduristen schmale Trailtinnen hinabzirkeln und Hindernisse dank üppiger Federwege locker wegbügeln. Am Gibacht rangiert der mittelschwere Schwierigkeitsgrad in diesem Bereich zwischen S0-S1 der Singletrailscala.
Abzweigmöglichkeiten beim Gibacht: KM 8 bei der Abzweigung von der Forststraße nach Untergrafenried, sowie KM 32 und bei der Abzeigung nach Schäferei / Hirschhöf KM 41.

Die Redewendung „nicht kleckern, sondern klotzen“ lässt sich ganz gut auf die Tour H - immerhin bestückt mit 1.560 Höhenmeter, verteilt auf 67 Kilometer - übertragen. Eine unmissverständliche Ansage, die im Vorfeld bei der Streckenwahl berücksichtigt sein will, ansonsten mutiert das Unterfangen zur Leidenstour oder gar zum "Himmelfahrtskommando". Phasenweise verläuft die Route auf identischer Wegstrecke der TRANS BAYERWALD. Das kupierte Streckenprofil mit stetigen Up & Downs schlaucht auf Dauer ganz schön mächtig, zumal zu guter Letzt nach dem Bleschenberg (596 m ü.NN. mit 20.5 m hohem Aussichtsturm) der "Zwirenzl" (701 m ü.NN.) - ein besonders fieser Quälgeist - auf "angeschossene" Opfer wartet. In diesem Streckenteil (KM 50 - KM 60) stehen 300 Höhenmeter an, bevor die Talsenke von Waldmünchen ins Blickfeld rückt. Je nach Leistungsniveau ist man gut beraten, mit seinen Kräften sorgsam hauszuhalten, außer man lässt sich von einem Hilfsmotor anschieben. Hinweis: die schwierigen Abschnitte beim Bleschenberg und Zwirenzl wurden etwas entschärft, nichtsdestotrotz tut man gut daran sich auf den Schlussanstieg einzustellen - sprich ihn psychologisch auf dem Schirm zu haben. Unverändert bleibt dagegen der Anstieg auf dem Kreuzweg nach Herzogau im Programm.
Auf dem Aussichtspunkt Zwirenzl genießt man einen tollen Ausblick zum Großen Arber, Zwercheck und Hohenbogen

Die Abfahrt vom Gibacht - vorbei am Kreuzfelsen - bezeichnen Insider wohlweislich als "erste Sahne-Trail". Teils verblockte Passagen verlangen - insbesondere bei Nässe - hohe Konzentration und einen sauberen Fahrstil. Wer's drauf hat und das Gelände sicher beherrscht, lässt es laufen, um dem Flow auf der Spur zu bleiben. Alle anderen nehmen lieber einen Zacken raus, um keine unnötigen Risiken einzugehen.

Gefahrenhinweise sollen die Sinne schärfen. Während geübte Biker es verstehen, sich mit dem Terrain und den Bodenverhältnissen intuitiv zu arrangieren, sind weniger fahrtechnikversierte Fahrer angehalten entsprechend ihren Fähigkeiten zu agieren und an (verblockten) Schlüsselstellen/Absätzen bzw. glitschigen Wurzeln sicherheitshalber lieber einmal öfter abzusteigen als einen Sturz zu riskieren.
Streckenspektrum - Startzeiten

MTB – Tour H: 67 km 1.560 hm 7:40 Massenstart – 9:00 Uhr
Verpflegungsstationen: Gibacht, Gasthaus Berghof 8,3 km, Perlsee/Wasserwacht KM 31, Döfering /Feuerwehrhaus KM 51,5 km
MTB – Tour I: 43 km 840 hm 8:40 Massenstart – 10:20 Uhr
Verpflegungsstationen: Gibacht, Gasthaus Berghof 8,3 km, Perlsee/Wasserwacht KM 31
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| © TV Waldmünchen |
Nicht nur die Region selbst, sondern auch die Waldmünchner Radrundfahrt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald zählt für viele Biker immer noch als Geheimtipp, auch weil die Mountainbike-Strecken erst 2018 ins Programm aufgenommen wurden. Seitdem steigen die Teilnehmerzahlen stetig, zumal die Vereinsmitglieder den Geschmack und die Bedürfnisse passionierter Biker aus eigener Erfahrung bestens kennen. Zum einen gehört dem TV-Waldmünchen eine versiert leidenschaftliche Biker-Riege an, zum anderen punktet das Revier mit sagenhaftem Terrain. Eine Konstellation, die sich in der abwechslungsreichen Streckenführung der einzelnen Touren widerspiegelt. Locals kennen die Vorzüge zu Genüge, alle anderen dürfen gespannt sein was sie erwartet. Soviel sei verraten: seiner Vorfreude darf man ungezügelt freien Lauf lassen.
Onlineanmeldung wird ab dem 01.04.2026 freigeschaltet!
Startzeiten - Verpflegungsstationen
Alle Strecken - ausgenommen die Graveltour sind übersichtlich ausgeschildert.
REGELN
Die Straßenverkehrsordnung ist ausnahmslos einzuhalten. Es besteht generell Helmpflicht. Auf MTB-Strecken haben Fußgänger/Wanderer grundsätzlich Vorrang, Rücksichtnahme ist geboten.
Es handelt sich um eine Breitensportveranstaltung ohne Zeitnahme. Die Strecken sind nicht abgesperrt. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Das sichtbare Anbringen der Startnummer am Lenker ist Pflicht.
Aufgrund unvorhersehbarer Streckenänderungen (z.B. Baustellen) empfiehlt es sich, Trackdaten frühestens 1 Woche vor dem Veranstaltungstermin down zu loaden. Ungeachtet dessen gilt im Zweifel die Grundregel der Beschilderung zu folgen (ausgenommen self guided Gravelbike-Touren).
E-Bikes, deren Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist (laut §1 Absatz 3 StVG verkehrsrechtlich ein Fahrrad) sind erlaubt.
Da motorisierte Fahrzeuge in Wäldern bzw. im freien Gelände verboten sind und zulassungspflichtige S-Pedelecs (Höchstgeschwindigkeit bis 45 Kilometer pro Stunde) im rechtlichen Sinne als Kleinkrafträder gelten, sind die MTB-Strecken für diese Räder nicht zugelassen!
Teilnehmerlimit: 800 Personen

Mit 1.560 Höhenmeter bietet die Strecke H alles was das Bikerherz begehrt. Konditionell anspruchsvoll, fahrtechnisch trifft dies dies nur am Gibacht (902m), Voithenberg und Bleschenberg / Zwirenzl zu. Gleichwohl schraubt aufgeweichter Untergrund mit glitschigen Wurzeln und rutschigem Gestein erhöht nicht nur den Rollwiderstand, sondern schraubt zudem den fahrtechnischen Schwierigkeitsgrad nach oben. Dann ist umso mehr feinfühlige Körperbalance, fahrerisches Geschick, Reaktionsschnelligkeit und dosiertes Tempo gefragt, um keinen "Freiflug" zu provozieren. Manch giftige Rampe mag schon mal den inneren Schweinehund aufzuwecken. Doch wie das immer so ist: Schwächephasen bzw. Sinnkrisen kommen und gehen. Frohlockt eine rasante Abfahrt oder fluffige Flowpassage, ist der Spuk schon wieder vergessen. Wer beispielsweise den steilen Stich zum Bleschenberg auf Biegen und Brechen nicht rauf kommt gibt sich keine Blöße abzusteigen, denn angeblich hat diese "Himmelspforte" bislang noch nicht mal der beste Fahrer des Vereins gepackt.
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| © TV Waldmünchen |
Großen Anklang findet die Familientour, deren moderate Steigungen von 150 Höhenmeter - verteilt auf 21 km Streckenlänge - auch für kleinere Kinder oder wahlweise mit Kinderanhänger gut zu bewältigen ist.
Anmeldung
Der frühe Vogel fängt den Wurm: für Voranmeldungen wird ein Frühbucherrabatt gewährt.
Nachmeldungen vor Ort sind möglich am Sonntag, 05.07.2026 ab 6.00 Uhr bis zum jeweiligen Startschluss. Es gelten abweichende Startgebühren (siehe „Startgebühren“).
Die Online Anmeldung wird ab dem 01.04.2026 freigeschaltet!
STARTGEBÜHREN
bis 24.05.2026 bis 28.06.2026 Nachmeldung
Tour A: 20, - € 25, -€ 30, - €
Tour B: 18, - € 23, - € 28, - €
Tour C: 15, - € 20, - € 25, - €
Tour D: 13, - € 18, - € 23, - €
Tour E: 12, - € 17, - € 22, - €
Tour F: 7, - € 7, - € 7,- €
Tour G: 13, - € 18, - € 23, - €
Tour H: 18, - € 23, - € 28, - €
Tour I: 13, - € 18, - € 23, - €
Waldmünchen
Umkranzt vom Bergmassiv Gibacht, das sich vom Drei-Wappen-Felsen an der bayerisch-tschechischen Grenze über den Kreuzfelsen, Tannenriegel, Reiseck und Cerchov (Tschechien) bis hinunter in die Further Senke erstreckt, prunkt das Grenzland rund um die Trenckstadt Waldmünchen mit einer herrlichen Naturkulisse auf. In unmittelbarer Nähe zu Tschechien bildet das bis zu 1.042 Meter hohe Bergmassiv den Schnittpunkt zwischen Bayerischen Wald, Oberpfälzer Wald und Böhmerwald.

Ab Mittag beginnt sich der Marktplatz von Waldmünchen allmählich mit Sportlern und Publikum zu füllen. Einströmende Rennradfahrer, Gravelbiker, Mountainibiker, ebiker und Familienradler nehmen in trauter Eintracht auf Bierbänken Platz und verwandeln den Marktplatz zum quirligen Kulminationspunkt der Trenckstadt (sofern der Wettergott mitspielt). Nach Zieleinlauf im staatlich anerkannten Luftkurort folgt zur perfekten Vollendung der »Waldmünchner Radrundfahrt« das entspannte Vergnügen. Heißt, dass nach der körperlichen Belastung wohlverdient gefeiert, gespeist und getrunken wird, um die leergefegten Glykogenspeicher - die "Energievorratskammer" bestehend aus Kohlenhydraten in der Leber und der Muskulatur wieder nachzufüllen. Dazu gehört auch genügend Flüssigkeitsaufnahme, damit die Kohlenhydrate effektiv zu den Glykogenspeichern transportiert werden. Die Auffüllung der Glykogenspeicher - reguliert durch das Hormon Insulin - ist für eine schnelle Regeneration und Muskelaufbau entscheidend.
Kohlenhydratreiche Lebensmittel: Vollkornprodukte (z.B. Vollkornbrot, Haferflocken, Quinoa, brauner Reis), Kartoffeln, Süßkartoffeln, Früchte (z.B. Bananen, Äpfel, Beeren), Gemüse (z.B. Karotten, Mais, Erbsen, Bohnen), Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Kichererbsen, Kidneybohnen), Milchprodukte (z.B. Joghurt, Milch), Trockenfrüchte (z.B. Rosinen, Datteln).
Kommt der erschöpfte Körper, die ermüdete Muskulatur sowie das Nervensystem zur Ruhe, wird die wichtige Phase der Erholung - der Regenerationsprozess - eingeläutet, welcher Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringt. Je nach Belastungsgrad (Belastungsdauer) nimmt die Regenerationsphase etwa 48 bis 72 Stunden in Anspruch, damit der Körper während diesem Wiederherstellungsprozess sein Ausgangsniveau, also das Fitnesslevel vor der sportlichen Aktivität erreicht.


