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Deutschlands größte und gleichzeitig traditionsreichste Radtouristikveranstaltung (seit 1985) ist für passionierte Rennradler schon lange Kult. Zunehmend scheint sich nun dieselbe Entwicklung für die Zielgruppe der Mountainbiker abzuzeichnen. 

Immerhin bietet der Arber-Radmarathon seit dem Jahr 2000 - der bis dahin eine reine Rennradveranstaltung war - Offroadern mittlerweile vier Routen an. Kaum ein Radtouristik-Event deckt soviele Facetten des Radfahrens ab wie der Arber-Radmarathon. Ob gemütlicher Familienrader, ambitionierter Mountainbiker, Cross- und Gravelbiker, oder e-Biker dessen "Bergauf-Beschleuniger" Gleichgesinnte mit unterschiedlichem Leistungsniveau näherbringt spielt letztlich überhaupt keine Rolle. Nach Ergänzung der neuen »REWAG-Runde« stellt es kein Problem mehr dar eine geeignete Strecke zu finden, die dem konditionellen Leistungsvermögen wie auch den fahrtechnischen Fähigkeiten entspricht.

Der 36. Arber-Radmarathon wartet am 26. Juli mit einer ganzen Reihe spektakulärer Neuigkeiten auf. Angefangen mit umfangreichen Streckenoptimierungen, dessen neue Streckenanteile (rund 30%) nicht nur flowige Trailpassagen mit sich bringen, sondern auch die Anzahl gefährlicher Straßenquerungen senkt. Des weiteren verläuft die »Regentalrunde« (Tour F) nicht mehr auf dem asphaltierten Abschnitt des Regental-Radwegs bei Walderbach/Katzenrohrbach sondern nutzt eine attraktive Geländespange nach Krottental. Für drei Routen (F, G, H)  fällt nun der Straßenabschnitt samt risikobehafteter Vermischung mit Rennrad-Pulks bei Unterlichtenwald komplett weg. Stattdessen verläuft die Route von der Hohen Linie direkt ins Naturidyll im Ellbachtal. Auch die gefährliche Engpassstelle in Adlmannstein ist durch eine Umfahrung Geschichte. Last but not least wurde die langweilige Schotterauffahrt nach Steinrinnen durch eine schöne Geländeumfahrung von Wenzenbach - vorbei am Schloss Schönberg - ersetzt.

E-Biker & Familys welcome

Gänzlich neu im Streckenangebot ist die »REWAG-Runde«. Die Tour I ist eine nahezu trailfreie Strecke auf Wald- Schotter- und Wiesenwegen (44 Kilometer / 450 Höhenmeter) die vornehmlich Einsteiger, E-Biker und Familienbiker anspricht denen Fahr- und Naturgenuss frei von fahrtechnischen Herausforderungen am Herzen liegt. Eigner von Elektrofahrrädern bzw. Pedelecs dürfen sich beim Arber-Radmarathon herzlich willkommen fühlen. Abgesehen von der e-bike-tauglichen »REWAG-Runde« dürfen Zweiräder mit Elektromotor sogar an der Bergzeitwertung teilnehmen, sofern die Akku-Unterstützung maximal 250 Watt leistet bzw. die Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist. Die schnellste Dame bzw. der schnellste Mann darf sich mit dem Ehrentitel »e-MTB-Bergkönig« / »e-MTB-Bergkönigin« schmücken. 

Somit werden mit der neuen »REWAG-Runde« (Tour I) erstmals vier schwierigkeitsabgestufte Offroad-Routen angeboten. Dazu wurde das kreative Schilderkonzept überarbeitet (größeres Format) und die 2019 eingeführte Bergzeitwertung optimiert. Der Anstieg ist nicht nur weniger steil und fahrtechnisch leichter zu bezwingen, sondern erwartet seine Protagonisten bereits nach 23 Kilometer. 

Eignungsempfehlung

  • Regentalrunde (Tour F):        100 km / ca. 1.800 hm  → ambitionierte Marathonbiker
  • Süssenbachrunde (Tour G):     78 km / ca. 1.200 hm  → sportive Tourenbiker 
  • Altenthannrunde (Tour H):       55 km / ca.    650 hm  → Genussbiker, e-biker, "Just for Fun-Fahrer"
  • REWAG-Runde (Tour I):           45 km / ca.   450 hm   → Einsteiger, Freizeitbiker, e-biker, Familienbiker

Radgattungstipps

Neben Mountainbikes eignen sich für die trailfreie Einsteigerrunde (Tour I) auch Touren- Trekking- e-bikes und Kinderräder mit widerstandsfähiger (Stollen-) Bereifung sowie ungefederte Gravel- oder Crossbikes. Alle anderen Routen - welche abschnittsweise Wurzelteppiche, kleinere Absätze, Regenrinnen, losen Schotter aufweisen und je nach Bodenverhältnisse auch glitschig und schlammig sein können - meistert man am besten mit einem tourentauglichen Allmountain bzw. agilem Trailbike (Federweg bis 140 mm) die genügend Grip und Traktion bieten. Ob letztlich ein Fully oder ein Hardtail in Betracht kommt, hängt letztlich vom Fahrkönnen und dem Fahrstil ab. Ambitionierte Racer mit ausgefeilter Fahrtechnik die rasant durch's Gehölz tigern setzen auf vortriebsstarke Hardtails. Für "Otto-Normal-Biker" kommen dagegen eher komfortable Touren-Fullys in Betracht.  

   Tourenräder/Trekkingbikes benötigen im Geländeeinsatz weniger Luftdruck als auf asphaltiertem Untergrund, da der bessere Verzahnungseffekt einerseits den Rollwiderstand verringert, andererseits Grip & Traktion & Komfort erhöht. Atmungsaktive Funktionskleidung, Helm, Regenschutz, Brille, Handschuhe sowie das Mitführen Flüssigkeit, Proviant, Minitool und Ersatzschlauch/Luftpumpe gehören zur Standardausrüstung. 

Verpflegungsstationen

Tour F: Altenthann (Pfarrhof) KM 27 - Zell/Hochholz (Am Weiher) KM 55 - Altenthann (Pfarrhof) KM 72, Fußenberg (Gasthaus Gambachtal), KM 88 

Tour G: Altenthann (Pfarrhof), KM 27 - Altenthann (Pfarrhof), KM 49 - Fußenberg (Gasthaus Gambachtal), KM 66

Tour H: Altenthann (Pfarrhof), KM 27 - Fußenberg (Gasthaus Gambachtal), KM 43

Tour I: Berhardswald (Stockschießanlage), KM 20 - Fußenberg (Gasthaus Gambachtal), KM 32

Streckenchronik

Auch wenn die Oberpfalz kein typisches Mountainbike-Revier ist, so gibt das Geländerelief erstaunlich viel her als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Obgleich die Berge nicht in den Himmel wachsen, können Mountainbker im sanft kupierten Bayerischen Vorwald aus dem Vollen schöpfen. Schon wenige Kilometer nach dem Start in der historischen UNESCO-Weltkulturerbestadt Regensburg taucht man in die anmutende Naturlandschaft der Ferienregion Regensburg Land ein. Die hügelige Topographie hat den Vorteil, dass sowohl fahrtechnisch wie konditionell ein breitbandiges Leistungsspektrum angesprochen wird. Der Schwierigkeitsgrad (Ausnahme »REWAG-Runde«) bewegt sich auf den Trailpassagen bis auf vereinzelte hakelige Schlüsselstellen meist im S1-Bereich (Singletrail-Scala). Die anspruchsvollste Steilabfahrt - durchsetzt mit Regenrinnen und kleineren Absätzen - befindet sich kurz vor Süssenbach (Tour F+G). Die abwechslungsreiche Streckenführung bereitet ohne Zweifel viel Fahrspaß was natürlich nicht automatisch bedeutet, dass die Tour ein "Spaziergang" ist. Je länger man im Sattel sitzt, desto zermübender wirkt sich die hohe Konzentration und das stetige Auf und Ab auf Psyche und Physis aus. Dies gilt umso mehr, wenn schlammiger Boden und glitschige Wurzelpassagen den Rollwiderstand erhöhen und die Tour zu einer kräftezehrenden Schlitterpartie ausartet. Besonders die Marathonstecke (Tour F) - die den Naturpark Oberer Bayerischer Wald streift - gilt als konditionell sehr anspruchsvoll. Wie heißt es so schön: steter Tropfen höhlt das Bein. 

High Fives - Ausdruck euphorischer Glücksbekundungen unter Teilnehmern die dieselbe Leidenschaft miteinander teilen - bleiben beim Arber-Radmarathon nicht aus. Geballte Lebensfreude, die unvermittelt das Seelenleben für Jedermann sichbar nach außen kehrt und nichts desto weniger Rückschlüsse auf die Veranstaltung erlaubt. Wikipedia erklärt es so: "High five ist eine besonders in den Vereinigten Staaten verbreitete Geste des Feierns, bei der zwei Personen jeweils eine Hand heben, um sie in die erhobene Hand des Gegenübers zu schlagen. Sie dient normalerweise dem Ausdruck gemeinsamer Zufriedenheit über einen Erfolg oder dazu, jemandem zu gratulieren." Voilà

  Streckenverzweigungen bieten z.B. bei Entkräftung, Schlechtwetter oder Materialdefekten Abkürzungsvarianten: 

  • Erste Abzweigung Bernhardswald, KM 19 (Tour I von F, G, H)
  • Zweite Abzweigung Altenthann, KM 27 (Tour H von F, G)
  • Dritte Abzweigung Hirschenbühl, KM 38 (Tour G von F)

Rahmenprogramm Samstag, 25. Juli

»andré media Kriterium« Rennen für lizenzierte Radamateure

Fette Reifen Rennen (Kid's only) - ab 16.00 Uhr

Zu den Rennradstrecken des Arber-Radmarathons

Startkartenausgabe Dultplatz

  • Samstag, 25. Juli : von 12.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, 26. Juli :  ab 5.00 Uhr bis 9.30 Uhr (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

Startzeiten Sonntag 26. Juli

Rennrad

  • Große Arberrunde (A) 6.00 Uhr Massenstart
  • Kleine Arberrunde (B) 7.00 Uhr Massenstart 
  • Bayerwaldrunde (C) 8.00 Uhr Massenstart
  • Panoramarunde (D) 8.20 Uhr Massenstart
  • Continental Familienrunde (E) 9.00 Uhr Massenstart

Mountainbike

  • Regentalrunde (Tour F) + Süssenbachrunde (Tour G) 7.20 Uhr
  • Altenthannrunde (Tour H) 7.40 Uhr 
  • NEU: REWAG-Runde (Tour I) 8.40 Uhr 

 First come, first served: Nachmelder erhalten ein Arber-Radmarathon-Trikot nur solange wie der Vorrat reicht. Da die Anzahl der Nachmelder wetterbedingt erheblich schwankt, empfielhlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

Startgebühren

In Abhängigkeit des organisatorischen Aufwands sind die Startgebühren entsprechend des Anmeldetermins gestaffelt. Frühzeitige Anmeldung spart Geld.

BDR Mitglieder mit RTF Wertungskarte erhalten bei der Startnummernausgabe eine Rückvergütung von 5,00 €.

Preisstaffelung

Anmeldung bis 15.05.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 42 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 37 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 32 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 32 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 29 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 41 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 38 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 31 €
  • NEU: REWAG-Runde MTB (Tour I), 45 km: 29 €

Anmeldung bis 15.07.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 52 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 47 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 42 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 42 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 35 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 51 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 48 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 41 €
  • NEU: REWAG-Runde MTB (Tour I), 45 km: 35 €

Nachmelder ab 27.07.2020

  • Große Arberrunde (Tour A), 250 km: 62 €
  • Kleine Arberrunde (Tour B), 170 km: 57 €
  • Bayerwaldrunde (Tour C), 125 km: 52 €
  • Panoramarunde (Tour D), 100 km: 52 €
  • Continental Familienrunde (Tour E), 56 km: 42 €
  • Regentalrunde MTB (Tour F), 100 km: 61 €
  • Süssenbachrunde MTB (Tour G), 78km: 58 €
  • Altenthannrunde MTB (Tour H) 55km: 51 €
  • NEU: REWAG-Runde MTB (Tour I) 45 km: 42 €
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen fahren auf der Tour E umsonst mit, wenn sie vorher namentlich angemeldet wurden.

Safety First: Diverse Straßenkreuzungen bzw. Straßeneinmündungen sind durch Streckenposten mit neonfarbenen Warnwesten abgesichert. Sie signalisieren fähnchenschwenkend freie Fahrt oder warnen vor herannahendem Verkehr. Gute Nachricht: die Anzahl potentieller Gefahrenbereiche konnte durch diverse Streckenverlegungen verringert werden. 

Aus Sicherheitsgründen gilt an der Streckengabelung Altenthann (KM 27) eine Karenzzeit, d.h. ab 10.30 Uhr besteht keine Zufahrt mehr auf die »Regentalrunde« und »Süssenbachrunde«. Nachzügler werden auf die »Altenthannrunde« weitergeleitet!

 E-Bikes, die eine Motor-Unterstützung bis maximal 250 Watt aufweisen und deren Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist (laut §1 Absatz 3 StVG verkehrsrechtlich ein Fahrrad) sind beim Arber-Radmarathon startberechtigt. Zulassungspflichtige S-Pedelecs (bis 45 km/h) bleiben hingegen ausgeschlossen, da es sich aus rechtlicher Sicht nicht um Fahrräder im klassischen Sinn sondern um Kleinkrafträder handelt, die ein amtliches Versicherungskennzeichen bedürfen (Nutzung abseits öffentlicher Straßen ist gesetzlich i.d.R. untersagt).

Vor steileren Gefällpassagen oder prekären Schlüsselstellen wird zum Teil mit Warnschildern (!) gewarnt. 

Bergzeitwertung - Neuer Berg - Neues Glück

Die elektronische Zeiterfassung der Bergzeitwertung (KM 23) findet von 08.00 Uhr - 10.30 Uhr statt.

Das Highlight für Offroader schlechthin bietet das ntegrierte Bergzeitfahren. Schon deshalb, weil ein solcher Contest bei einer breitensportorientierten Radtouristikveranstaltung als Ausnahme zählt. Nachdem die Premiere 2019 von großem Erfolg gekrönt war gibt es auch 2020 wieder ein Bergzeitfahren. Gleichwohl greifen einige Veränderungen, über die wohl die meisten amused sein dürften. Demnach ist der auserkorene Anstieg nicht nur weniger steil als die letztjährige giftige Rampe bei Süssenbach (welche nichts desto trotz bei Tour F+G dennoch ihren Schweißtribut einfordert), sondern der gezeitete Abschnitt steht bereits nach 23 km im Ellbachtal an. Frischere Beine dürften für mehr Spaß an der Freud sorgen sowie zusätzliche Motivationsschübe entfachen, als wenn letzte Kraftreserven im Zustand erschöpfter Abnutzungserscheinungen mobilisiert werden sollen wie 2019 geschehen. Ergebnisse 2019

Bild oben: Bergzeitwertung-Premiere 2019

Zudem gewährleistet die einheitliche Anfahr-Distanz für alle Teilnehmer identische (Wettbewerbs-) Bedingungen. Insgesamt gibt es vier Wertungskategorien: MTB "klassisch" + MTB "e-Bike", Männlich + Weiblich. Die schnellsten Bergflöhe erhalten einen Gutschein für einen Startplatz des Arber-Radmarathon und können sich in der jeweiligen Kategorie mit dem Ehrentitel »MTB-Bergkönig« / »MTB-Bergkönigin« / »e-MTB-Bergkönig« / »e-MTB-Bergkönigin« schmücken. Dass ein Sieg nur über ein gutes Watt-pro-Kilogramm-Verhältnis und bestechende (Tages-) Form läuft versteht sich von selbst.

Über den Veranstaltungscharakter braucht man sich der Bergzeitwertung wegen keine Sorgen machen: selbst wenn eine am Lenker montierte Transponder-Startnummer den Wettkampf-Ehrgeiz wachkitzelt und ambitionierte Starter anlockt, bleibt der sprichwörtliche Breitensportcharakter des Arber-Radmarathon gewahrt. Schlussendlich hat es jeder selbst in der Hand inwieweit er seine Leistungsgrenzen auslotet - sprich mit welcher Einstellung bzw. wie sportlich die Herausforderung angegangen wird. Ob mit Schnappatmung am Anschlag gefahren wird, oder der Rhythmus unverändert bleibt weil es primär um den Erlebnisspaß und nicht um's Kräftemessen geht ist eben reine Geschmacksache. Die einen nehmen's rennsportlich und pesen hoch motiviert mit Leidensfähigkeit und Kampfgeist den Berg hinauf, anderen steht der Kopf hingegen eher nach einem Just for Fun - Erlebnis ohne Leistungsdruck.

Eckdaten 2020: 1.3 km Länge, 102 Höhenmeter, 5 Tiefenmeter, Ø - Steigung 7.6%, d.h. auf horizontaler Strecke wird je 100 Meter Weglänge im Schnitt ein Höhenunterschied von 7.6 Meter überwunden. Der knackigste Teil mit einer Maximalsteigung von > 20% ist sehr kurz, ansonsten ist der Anstieg ohne technische Gemeinheiten und bietet darüber hinaus Platz zum Überholen. Doch Obacht: der vermeintlich "einfache" Anstieg zieht sich länger als gedacht bis zum Weiler Reiting wie ein Kaugummi. 

Der Veranstalter lässt seine emsigen Biker unterwegs nicht "hängen", sondern nimmt sie nicht (nur) im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinn auf ihrer Geländefahrt mit. Gemeint sind Schildersprüche, welche den Wegesrand säumen. Diese sollen sowohl von der Kraftanstrengung ablenken als auch ab und an ein aufheiterndes Grinsen entlocken. Ringen einem die humorvollen Karrikaturen - "untermalt" mit lustigen bzw. sarkastischen Sprüchen - trotz Schweißtribut ein Schmunzeln ab, dann haben sie ihren Zweck erfüllt.

Start- und Zielgelände Regensburg/Dultplatz

    Schlag auf Schlag erfolgen ab 6.00 Uhr Massenstarts. Per Startschuss werden die Radler unter musikalischer Begleitung auf ihre Reise geschickt. Mit surrenden Ketten - begleitet von Schaltgeräuschen - wälzelt sich hinter dem Führungsfahrzeug ein schier endloser Lindwurm hoch motivierter Rennradler wie erlebnishungrige Tourenradler von dannen. 

    Nachdem die ersten Rennradpulks der Großen- und Kleinen Arberrunde schon Richtung Bayerischer Wald unterwegs sind, formiert sich allmählich das Teilnehmerfeld mit leger gedressten Mountainbikern. Um 7.20 Uhr setzt sich der Offroad-Tross der Süssenbach- und Regentalrunde (Tour F + G) in Bewegung.

    Vor dem Start erhalten die Gruppen letzte wichtige Informationen (Wetter, Befahrbarkeit, Gefahrenhinweise etc.). Barbara Wilfurth, Präsidentin des veranstaltenden »Veloclub Ratisbona« übernimmt diesen Part und wünscht allen Teilnehmern einen unfallfreien, erlebnisreichen Radltag. Häufig stehen ihr frühmorgens prominente Persönlichkeiten zur Seite, wie z.B. der Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City (Skilanglauf 2002) Peter Schlickenrieder, der u.a. Bundestrainer der deutschen Skilangläufer ist (Bild oben).

     Umweltschutz

    Ein Wort zum Thema Umweltverträglichkeit des Mountainbikesports. Kritiker behaupten gerne, dass Mountainbiker "Naturschäden" verursachen, insbesondere wenn sich Massen auf schmalen Pfaden in sensibler Natur bewegen. Am Beispiel des Ludwig-Akstaller-Steigs am Keilberg wurde Rahmen einer anschließenden Kontrollfahrt ersichtlich, dass das große Teilnehmerfeld weder errosionsfördernde Spuren bzw. aufgewühlte Erde hinterließ, noch mußte Müll (Gel- Riegel- Verpackungsmaterial etc.) entsorgt werden. Auch die Verpflegungsstationen wurden tipp topp in ihren Ursprungszustand versetzt. Das disziplinierte, naturverträgliche Verhalten der Teilnehmer verdient großes Lob. 

     Höhenmeterabweichung

    Noch ein Wort zum viel diskutierten Thema Höhenmeterabweichung. Wer seine Touren mit einem GPS-Empfänger aufzeichnet oder sich Tracks von Tourenportalen runter lädt sieht sich andauernd mit der Ungewissheit konfrontiert, inwieweit die Messdaten bzw. Angaben bzgl. Streckenlänge und Höhenunterschied zuverlässig - sprich korrekt - sind. Zweifel sind berechtigt, weswegen das Thema für reichlich Diskussionsstoff sorgt. Das Manko wird besonders offensichtlich, sobald nach einer gemeinsamen Tour kumulierte HM-Werte miteinander verglichen werden. Setzt man sich mit der Thematik intensiver auseinander wird rasch klar, wie die Suche nach der "Wahrheit" zum Faß ohne Boden mutiert. Warum dies so ist zeigt die Tatsache, dass kumulierte HM-Werte grundsätzlich nur Annäherungswerte der Realität widerspiegeln – nicht mehr und nicht weniger. Knackpunkt sind unvermeidliche Einflussfaktoren, welche zu fehlerbehafteten Messergebnissen führen. Das Merkblatt Höhenmeterabweichung erläutert wie Berechnungen zustande kommen und zeigt Schwachpunkte und potentielle Fehlerquellen auf, welche häufig zu unrealistischen Höhenmetewerte führen. Merkblatt Höhenmeterabweichung

     

     Historie

    Der Arber-Radmarathon gilt als traditionsreiches Urgestein der Radtouristik-Klassiker in Deutschland. In Sachen Historie und Bekanntheitsgrad spielt das Mega-Event in der Champions League internationaler Radsport-Events. 1985 aus der Taufe gehoben, schickten sich damals 85 Radsport-Pioniere an, von Regensburg aus dem Namenspatron und König des Bayerischen Waldes – dem Großen Arber - zu umrunden und zurück in die Donaumetropole zu radeln. Die Route führte damals noch an der Arber-Sesselbahn-Talstation vorbei zum Bretterschachten (220 km / 2950 hm). Im Jahr darauf nahmen bereits 300 Radler teil. Heute umfasst das Streckenangebot für Renn- Genuss- und Familienradler fünf leistungsabgestufte Routen. Durchschnittlich nehmen etwa 6 500 Hobbyradler teil, womit der Arber-Radmarathon die größte Radtouristikveranstaltung Deutschlands ist.

    Seit dem Jahr 2000 bereichern Mountainbike-Routen die Veranstaltung, dessen vier Streckenvarianten ins kupierte Terrain des Bayerischen Vorwalds führen. Jährlich nehmen gut 1.000 Mountainbiker an dem Mega-Event teil.

    Die Wetterkapriolen reichten in der Vergangenheit von Schneefall, Dauerregen bis Bullenhitze. 2013 ging als Hitzeschlacht in die Analen des Arber-Radmarathons ein. Das Thermometer stieg auf rekordverdächtige 37 Grad, weshalb die Genehmigungsbehörde erstmals sogar den Ausschank von alkoholhaltigem Bier auf der Verpflegungsstation in Saulburg untersagte. 2016 gab es sintflutartige Regenfälle, Stürme und Windbruch, was den hartgesottenen Teilnehmern grenzwertige Leistungen abverlangte. Ein YouTube-Video vermittelt auf Seite 3 (Süssenbachrunde) authentische Einblicke über die damalige Schlammschlacht.

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