Sensationelles Highlight

Sensationelles Highlight beim diesjährigen Arber-Radmarathon: Zum "kleinen" Arber-Radmarathon-Jubiläum (35. Ausgabe) gibt es auf der mittleren und langen Mountainbikestrecke eine exklusive Bergzeitwertung. Zum "kleinen" Arber-Radmarathon-Jubiläum (35. Ausgabe) gibt es für Mountainbiker erfreuliche News: neben Streckenoptimierungen dürfte vor allem die neu implementierte Bergzeitwertung (auf den Strecken F + G) auf Begeisterung stoßen, stellt es doch für eine radtourstische Veranstaltung ein echtes Novum dar.

Den Erstplatzierten (in der jeweiligen Alterskategorie) wird der Titel „Arber MTB-Bergkönig“ verliehen und erhalten einen kostenlosen Startplatz für den Arber-Radmarathon 2020. Da sich der 1.2 km lange Uphill (135 Höhenmeter, Ø Steigung 12%,Maximalsteigung über 20%) erst im Schlussdrittel der Route befindet, stellt die Rampe die Kondition auf die Probe. Damit der schweißtreibende Ritt durch die Botanik unterhaltsamer wird, überrascht der Veloclub die Teilnehmer darüber hinaus auf allen 3 Strecken mit einem humorvollen „Schilder-Konzept“. 

Schlag auf Schlag erfolgen ab 6.00 Uhr Massenstarts. Per Startschuss werden die Radler unter musikalischer Begleitung auf ihre Reise geschickt. Mit surrenden Ketten - begleitet von Schaltgeräuschen - wälzelt sich hinter dem Führungsfahrzeug ein schier endloser Lindwurm hoch motivierter Rennradler wie erlebnishungrige Tourenradler von dannen. Bevor die Mountainbiker starteten (7.20 Uhr) begab sich Senior-Chef von Deutschlands größtem Zweirad-Center sowie Event-Sponsor - Helmut Stadler - mit 75 Lebensjahren samt Freunden auf die Strecke. 

Rückblende 34. Arber-Radmarathon (29. Juli 2018)

Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung - der 34. Arber-Radmarathon - ist Geschichte. Mehr als 6 800 Teilnehmer stürzten sich bei hochsommerlichen Temperaturen mit Elan ins schweißtreibende Vergnügen. Darunter waren über  1000 Mountainbiker, wovon die Hälfte sich für die Altenthannrunde und der Rest gleichverteilt für die Süssenbach- oder Regentalrunde entschied. 

Aufgefangene Smileys und positive Rückmeldungen von Kurzinterviews wurden mitten in der Botanik via Facetime-Liveschaltung auf die 15²m LED-Wand am Dultplatz übertragen, wo erstmals Bewegtbilder im Videoformat 16:9 zu sehen waren. Speziell über die abwechslungsreiche Streckenführung, übersichtliche Ausschilderung, nützlichen Warnhinweise auf besondere Gefahrenstellen, reichlich bestückte Labestationen bis zu freundlichen Helfern waren alle Befragten voll des Lobes. Die positive Resonanz bedeutet aber nicht, dass sich das Orgateam auf Lorberen ausruht. So wird weiterhin an Optimierungen wie z.B. neuen Schmankerl-Varianten getüftelt.

No pain no gain: der gefürchtete Scharfrichter - der bocksteile und technisch anspruchsvolle 130 hm-Uphill nahe Süssenbach - bleibt im Programm und wird erschöpfte Gemüter auf den beiden Langstrecken weiterhin piesacken. Während Rennradfahrer in der prallen Sonne schmoren, genossen Geländefreaks im schattenspenden Wald ideale Temperaturen. 

Zum ersten Mal wurde Einsteigern eine Alternativumfahrung des verwurzelten Ludwig Akstaller Steigs dargeboten. Der sogenannte "Chickenway" (KM 11.8) verläuft dagegen hindernisfrei auf einem fein geschotterten Forstweg entlang der Hohen Linie parallel zum rechts abzweigenden Akstaller-Trail. Beide Routen treffen nach 5 km wieder aufeinander, von wo es zum Silberweiher bzw. Unterlichtenwald weiter geht.

Die zweimalige Ansteuerung der Verpflegungsstation Schönfeld (Süssenbach- und Regentalrunde) erwies sich in der herrlichen Lage für Biker wie Veranstalter als echter Glücksgriff, wenngleich für die meisten Stollenritter die kultige Einkehr im Biergarten des Gasthof Gambachtal 12 km vor dem Ziel dazu gehört.

Nach Rückkehr wurde im Ziel standesgemäß gefeiert und die leer gefegten Energiespeicher nachgeladen bzw. der reichliche Flüssigkeitsverlust eingepegelt. Allen Teilnehmern gebührt ein dickes Lob, denn bei abschließenden Kontrollfahrten war kein Verpackungsmüll zu beanstanden. Apropos Lob: Ordnungshüter, die ihrer polizeilicher Einsatzpflicht nachkamen waren stets freundlich und verständnisvoll. Sie drückten hier und da schon mal ein Auge zu, d.h. man war nicht päpstlicher als der Papst. Nach dem "Arber" ist vor dem "Arber". Am 28. Juli 2019 kann das Terrain im Bayerischen Vorwald auch ohne Streckenkenntnis wieder enthusiastisch gerockt werden.

Statistik 2018

Streckenfrequenz Radstrecken (2018) 

Teilgesamtheit 5 Radstrecken 5 518 Teilnehmer (100%)

  • Große Arberrunde (A) - 250 km/3 750hm  - 1 273 Teilnehmer (23.0%)
  • Kleine Arberrunde (B) - 170 km/2 400hm  - 1 110 Teilnehmer (20.1%)
  • Bayerwaldrunde (C)    - 125 km/1 400 hm - 1 478 Teilnehmer (26.8%)
  • Panoramarunde (D)    - 100 km/    900 hm  -   463 Teilnehmer (8.4%)
  • Familienrunde (E)       -   56 km/    100 hm - 1 194 Teilnehmer (21.6%)

Streckenfrequenz Mountainbike (2018) 

Teilgesamtheit 3 MTB-Strecken 1 291 Teilnehmer (100%)

  • Regentalrunde (Tour F)        - 106 km/2 050 hm - 218 Teilnehmer (16.9%)
  • Süssenbachrunde  (Tour G)  -  88 km/1 576 hm  - 375 Teilnehmer (29.0%)
  • Altenthannrunde (Tour H)     -  69 km/  990 hm  - 698 Teilnehmer (54.1%)

Der Anteil der Mountainbiker entspricht mit 1 291 Teilnehmern von der Grundgesamtheit (6 809) 19%.  

Streckenportrait

Deutschlands größte Radtouristik-Veranstaltung ruft immer mehr Mountainbiker auf den Plan. So genießen mittlerweile ca. 1 400 Biker das kupierte Terrain in vollen Zügen. Der abwechslungsreiche Wald-Wiesen-Trail-Mix wird über den Klee gelobt, dennoch bleiben geringfügige Kurskorrekturen für 2019 nicht ausgeschlossen. Freudenjauchzer und fettes Grinsen zeugen von emotionalen Kicks. Auch wenn sich das Ferienland Regensburg in Sachen Biketourismus noch im Dornröschenschlaf befindet bietet die atemberaubende Geländevielfalt erstaunlich viel Entfaltungspotential. Die einheimische Biker-Szene kann jedenfalls ihr Loblied singen.

Angefangen vom Ludwig Akstaller Steig, weiter über den Höhenzug des Otterbachtals bis hin zum knochigen Wurzelteppich-Trail vor Luckstein und dem faszinierenden Granitquader-Pfad um die Burgruine Lobenstein bei Zell macht die Strecke im verwinkelten Kuvenlabyrinth tierisch Laune. Allerdings fordern die ständigen Anstiege natürlich ihren Schweißtribut. Egal welche Strecke gewählt wird: verspielte Trail-Schmankerl, rasante Abfahrten und knackige Uphills bieten für jeden Bike-Geschmack etwas. Abgesehen von vereinzelten Schlüsselpassagen überwiegt der Flow-Charakter. Letztendlich bleibt es sowieso jedem selbst überlassen, ob er im Wohlfühltempo sich dem Naturgenuss widmet und die Sinne schweifen lässt oder seinem Bike gnadenlos die Sporen gibt bis die Lunge wie ein Blasebalg pfeift. 

Wie dem auch sei, wer ausgepowert aber happy den Zielbogen durchquert und sich danach verdientermaßen ein kulinarisches Verwöhnprogramm gönnt, wähnt sich in den Bikerhimmel katapultiert. Freudestrahlende Gesichter zeugen vom Glückszustand der erschöpften Gemüter. So finden Spaghetti, Hendl, Steaksemmel, fein geschnittener Emmenthaler, Brezn und natürlich das Bayerische Nationalgetränk reißenden Absatz.  


 Bikegattung - Übersetzungsbandbreite

Je nach Leistungsvermögen und Fahrkönnen eignet sich für die angebotenen Routen ein recht breites Gattungsspektrum an Bikes. Hierbei kommt ein tourentaugliches Allmountain bzw. agiles Trailbike (Federweg 120-150 mm) am ehesten in Betracht. Ob ein unkomfortableres Hardtail (Federweg 100mm) oder Fatbike (Feder- oder Starrgabel) eingesetzt wird hängt im Endeffekt von der Fitness und dem Fahrkönnen ab. Grundsätzlich gilt für die Befahrung der Trails jedoch die Regel: Mountainbikes only! In Vergangenheit mussten Fahrer schon aus ihrer misslichen Lage "befreit" werden, da sie mit schmalbereiften Tourenrädern/Trekkingbikes samt zu hohem Luftdruck im gröberen Gelände hoffnungslos überfordert waren.

Die optimale Übersetzungsbandbreite - Einfach- Zweifach- oder Dreifachkurbel - hängt natürlich ebenso vom Leistungsniveau ab. Im Vergleich zeigt die 1x12 (SRAM-Eagle Kassette 10-50 Zähne) durch ihre 500% Übersetzungsbandbreite zum 2x11-Pendant keine spürbaren Nachteile. Sowohl die schnellen Flachpassagen als auch steileren Rampen lassen sich mit 1 Kettenblatt durchaus bewältigen, sofern genügend Schmalz in denen Beinen steckt. Mit Zweifachkurbel oder SRAM Eagle - ggf. bestückt mit kleinerem Kettenblatt (28 Zähne) ist man auf der sicheren Seite.

Selbsterfahrung: mit dem 29 er Wilier Triestina FX 101 Hardtail, ausgestattet mit Shimano 11x1 fach (11-42/28 er Blatt) war sowohl die Regental- als auch Süssenbachrunde problemlos befahrbar. Nur in den Steilpassagen geriet die Kadenz kurzzeitig in den unökonomischen (grenzwertig) Bereich. Ob man letztlich mit einem raceorientierten Cross Country Bike und dieser Übersetzung glücklich wird hängt vom Leistungsvermögen bzw. aktuellen Trainingsform ab.

Auftakt Samstag, 27. Juli 

Los geht's Samstag mittag, wenn am Regensburger Dultplatz die Fahrradmesse ihre Pforten öffnet (vergünstigte Messepreise) und die traditionelle Nudelparty stattfindet. Für ein Nudelgericht samt leckerer Saucenauswahl liegt ein Gutschein im Starterbeutel bei. 

Der E-Mountainbike-Trend macht auch vor dem Arber-Radmarathon nicht halt. Geschätzt nahmen etwa 100 akkubeschleunigte Biker teil. E-Bikes sind selbstverständlich teilnahmeberechtigt, allerdings wird vor widerrechtlicher Entdrosselung bzw. (App-) Tuning gewarnt. Bei der Pressekonferenz verlautbarte der Einsatzleiter, dass die polizeilichen Einsatzkräfte wachsam und fachlich geschult sind, um unerlaubte technische Manipulationen aufzudecken.

 Frühzeitige Anmeldung lockt mit ermäßigten Startgebühren. Solange der Vorrat reicht, erhalten auch Nachmelder ein Arber-Radmarathon-Trikot.

    Startkartenausgabe / Nachmeldung am Dultplatz

    • Samstag, 27. Juli : von 12.00 bis 18.00 Uhr
    • Sonntag, 28. Juli : ab 5.00 Uhr bis 9.00 Uhr

    Nachmeldungen am Veranstaltungswochenende

    • Samstag 12.00-17.00 Uhr
    • Sonntag 5.00-9.00 Uhr (je nach Tour bis ca. eine halbe Stunde vor dem Start)

     Da sich je nach Wetterprognose bis zu 1 500 Teilnehmer nachmelden, empfielhlt sich die Anmeldung am Samstag (12.00-17.00 Uhr) vorzunehmen, da es wesentlich stressfreier ist, als Sonntag wo es ziemlich hektisch zu geht.

     Besonders bei schwülen Temperaturen stets auf ausreichenden Flüssigkeitsnachschub achten. Eine Prise Salz ins (Iso-) Getränk gleicht Natriumverluste (ursächlich für Muskelkrämpfe) durch verlustig gegangenem Schweiß wieder aus. Mit gefülltem Trinkrucksack ist man auf der sicheren Seite, um nicht irgendwo in der Pampa zu dehydrieren. 

    Achtung: aufgrund einer Baustelle wurde 2018 die Wegeführung ab dem Ortsende von Gonnersdorf Richtung Regensburg mit Überquerung der Pilsen Allee in die Baltenstraße und weiter auf der Posener Straße geändert! Wer einem aufgezeichneten Track von 2017 nachfährt befand sich deswegen am Holzweg. 

    Die Teilnehmerquote der Mountainbiker wuchs in den letzten 10 Jahren stetig. Das hügelige Terrain im Bayerischen Vorwald bietet geradezu traumhafte Offroad-Bedingungen. Darüber hinaus erlaubt die lückenlose Ausschilderung auch ohne Streckenkenntnis flüssig durch das verwinkelte Kuvenlabyrinth zu zirkeln. Zudem birgt die hohe Teilnehmerzahl den Vorteil, dass geselliges Biken mit Gleichgesinnten den Fahr- und Erlebnispaß zusätzlich pusht.

    Veranstaltungsflyer 2018

     Historie

    Der Arber-Radmarathongilt als traditionsreiches Urgestein der Radtouristik-Klassiker. In Sachen Historie und Bekanntheitsgrad spielt das Mega-Event mit dem Ötztal-Radmarathon (A), Maraton dles Dolomites (I), Nove Colli (I) und Alpenbrevet (CH) in der Champions League populärer Radtouristik-Klassiker. 1985 aus der Taufe gehoben, schickten sich damals 85 Radsport-Pioniere an, von Regensburg aus dem Namenspatron und König des Bayerischen Waldes – dem Großen Arber - zu umrunden und zurück in die Donaumetropole zu radeln. Die Route führte damals noch an der Arber-Sesselbahn-Talstation vorbei zum Bretterschachten (220 km / 2950 hm). Im Jahr darauf nahmen bereits 300 Radler teil. Heute nehmen bis zu 7 000 Hobbyradler teil, womit der Arber-Radmarathon zur größten Radtouristikveranstaltung Deutschlands zählt.

    Im Jahr 2000 kam die Disziplin Mountainbiking hinzu. Drei leistungsabgestufte Strecken deckenim kupierten Terrain des Bayerischen Vorwalds gesamte Breitensportspektrum ab. Der Anteil der Mountainbiker beträgt mittlerweile 21.5%. 2017 standen 1 444 Biker am Start.

    Das Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriteriumist seit 2015 fester Bestandteil des attraktiven Rahmenprogramms. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz spannende Rennen aus.

    Die Wetterkapriolen reichten von Schneefall, Dauerregen bis Bullenhitze. 2013 ging als Hitzeschlacht in die Analen des Arber-Radmarathons ein. Das Thermometer stieg auf rekordverdächtige 37 Grad, weshalb die Genehmigungsbehörde erstmals sogar den Ausschank von alkoholhaltigem Bier auf der Verpflegungsstation in Saulburg untersagte. 2016 verlangten sintflutartige Regenfälle, Sturm und Windbruch bei extrem schlammigen Bodenverhältnissen und glitschigem Wurzelwerk den Mountainbikern fahrtechnisches Geschick und Durchhaltevermögen ab. 

    Rahmenprogramm (Samstag)

    Fette Reifen Rennen (Kid's only)

    • Jahrgang 2010 - 2011, 2 Runden = 500m, Start 16:00
    • Jahrgang 2005 - 2009, 4 Runden = 1000m, Start 16:15

     Fünftes <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium>

    Seit 2015 zählt das <Weltenburger-Dunkles-Radler-Kriterium> zum fixen Bestandteil des Rahmenprogramms der Veranstaltung. Lizenzierte Radamateure fahren in den Kategorien Jugend- Junioren und Elite auf dem 1 km langen Rundkurs um den Regensburger Dultplatz ihre spannenden Radrennen aus. 2018 lag die Durchschnittsgewindigkeit des Führenden bei sage und schreibe 49 km/h. Im kommenden Jahr feiert das Radkriterium der Elitefahrer zum 35. Arber-Radmarathon sein fünfjähriges Jubiläum.

    Streckenkonzept

    Das leicht modifizierte Routenkonzept zeigt einmal mehr, welch immenes Potential in der kupierten Naturlandschaft des Ferienland Regensburg verborgen liegt. Allen voran wurzelübersäte Singletrails, die Bikerherzen höher schlagen lassen. Auffälige Streckenkennzeichnung leistet aufkeimenden Flow Vorschub. Zur Streckensicherheit sind an diversen Straßeneinmündungen zusätzlich Streckenposten mit neonfarbenen Warnwesten positioniert, die fähnchenschwenkend eine gefahrlose Passage erlauben oder kurzzeitig stoppen.

    Karenzzeiten

    Aus Sicherheitsgründen wurden für Mountainbiker zwei Karenzzeiten eingeführt. An der ersten Streckengabelung in Altenthann (KM 35) ist ab 11.00 Uhr keine Zufahrt mehr auf die Süssenbach- bzw. Regentalrunde (Startzeit 7.20 Uhr) möglich, d.h. Nachzügler werden auf die Altenthannrunde weitergeleitet! Zweite Streckengabelung Luckstein (KM 43): ab 12.30 Uhr ist keine Zufahrt mehr auf die Regentalrunde möglich, d.h. Nachzügler werden auf die Süssenbachrunde weitergeleitet. Die Zeitlimits sind so großzügig bemessen, so dass auch weniger gut trainierte Biker im lockeren Tourenspeed samt kurzer Pausenstopps die angegebenen Durchfahrtszeiten locker schaffen. Bei zügiger Fahrtweise passiert man Altenthann nach etwa nach 1:35 Stunden bzw. Luckenpaint nach 2 Stunden, d.h. dass der Zeitpuffer selbst bei einer halb so schnellen Durchschnittsgeschwindigkeit immer noch easy ausreicht.

    Anspruchsprofil einzelner Streckensegmente

    Der fahrtechnische Schwierigkeitsgrad liegt abschnittsweise im Bereich »S 1«, wobei das fein abgestufte Streckenrepertoire ein breites Leistungsspektrum anspricht. Altenthannrunde: der 6 km lange Ludwig Akstaller Steig entlang der Hohen Linie (Keilberg, KM 11.5) gilt als einzig technisch etwas anspruchsvollerer Streckenabschnitt, wobei vereinzelte Schlüsselstellen entweder umfahrbar sind oder im Falle von Unsicherheiten im Schiebebetrieb überwunden werden können. Trailunerfahrenen Bikern ist die Umfahrung (Chickenway) auf dem hindernisfreien Forstweg zu empfehlen.

    Fahrer der Süssenbach- und Regentalrunde erwartet u.a. wurzelübersähte Trailpassagen und jede Menge Up- and Downhills. Der konditionell fordernste Teilabschnitt befindet sich auf der Marathonstrecke zwischen dem Regental (350 m Höhe, KM 51) und der Hetzenbacher Höhe (620 m Höhe, KM 62). Das permanente Hoch und Runter zwischen zwei längeren Anstiegen kumuliert sich innerhalb der anstrengenden 11 km auf immerhin 450 hm.

    Kurz vor Süssenbach (KM 68 Regentalrunde/KM 52 Süssenbachrunde) fordert eine steile, teils leicht ausgesetzte und ausgewaschene Fahrrinne technische Skills heraus. Keine zwei Kilometer weiter sieht man sich nach dem Ortsende von Süssenbach einem 1.4 km steilen Stich konfrontiert. Der 130 HM-Uphill (Ø-Steigung 10%) fordert konditionelle Kraftreserven heraus, zumal die Ø-Steigung die 20 % Maximalsteigung kaschiert und die Rampe durch Absätze und querendes Wurzelgeflecht den Aufstieg zusätzlich erschwert.

    Streckenverlauf

    Regensburg/Dultplatz - Brandlberg - Keilberg - Ludwig Akstaller Weg- Forstmühle - Schönfeld (Verpflegungsstation) - Altenthann - Regental - Zell (Verpflegungsstation) - Schönfeld (Verpflegungsstation) - Süssenbach - Bernhardswald - Fußenberg (Verpflegungsstation) - Regensburg/Dultplatz

    • Altenthannrunde (Tour H)             69 km /    990 hm
    • Süssenbachrunde (Tour G)            86 km / 1 600 hm
    • Regentalrunde (Tour F)     106 km / 2 050 hm 

    Streckengabelung

    • Erste Streckengabelung: Altenthann KM 35 (Tour F/G/H)
    • Zweite Streckengabelung: Luckstein KM 43 (Tour F/G)

    Verpflegungsstationen

    • Tour H:   Schönfeld KM 33 + Fußenberg KM 59
    • Tour G:  Schönfeld KM 33 + Schönfeld  KM 53 + Fußenberg KM 78
    • Tour F: Schönfeld KM 33 + Zell KM 60 + Schönfeld KM 73 + Fußenberg KM 98

      Nachdem der zweite Rennradpulk der kleinen Arber-Runde den Dultplatz verlassen hat, bringen sich Biker im lässigen Outfit auf ihren robusten "Arbeitsgeräten" in Stellung. Für die Strecken F und G fällt der Startschuss um 7.20 Uhr, die Altenthannrunde (Tour H) startet 20 min. später.

       Start- und Zielgelände Regensburg/Dultplatz

       Umweltschutz

      Ein Wort zum Thema Umweltverträglichkeit des Mountainbikesports. Kritiker behaupten gerne, dass Mountainbiker "Naturschäden" verursachen, insbesondere wenn sich Massen auf schmalen Pfaden in sensibler Natur bewegen. Am Beispiel des Ludwig-Akstaller-Steigs am Keilberg wurde Rahmen einer anschließenden Kontrollfahrt ersichtlich, dass 1444 Biker weder errosionsfördernde Spuren bzw. aufgewühlte Erde erkennbar war, noch Müll (Gel- Riegel- Verpackungsmaterial etc.) hätte entsorgt werden müssen. Auch die Verpflegungsstationen wurden tipp topp in ihren Ursprungszustand versetzt. Das disziplinierte, naturverträgliche Verhalten der Teilnehmer verdient großes Lob. 

       

      Des guten Wetters wegen schrammte die Veranstaltung 2018 bzgl. Mountainbiker knapp am letztjährigen Teilnehmer-Rekord vorbei. Damit hat sich Deutschlands größte Radtouristikveranstaltung - gemeinsam mit dem Jura-Marathon in Lupburg zum größten MTB-Event in Ostbayern gemausert.

      Streckenchronik

      Start- und Zielpunkt ist der Dultplatz in der historischen UNESCO-Weltkulturerbestadt Regensburg. Auch wenn der Region in der Oberpfalz nicht unbedingt das Prädikat eines klassischen Bike-Hot-Spots anhaftet, so gibt das Revier sehr viel mehr her, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Ein "Pfund" mit dem der Arber-Radmarathon aus dem Vollen schöpft und dem illustren Bikervölkchen ein paradiesisches Geländerelief vor den Latz knallt, von dem Locals so leidenschaftlich schwärmen. Wer's nicht glaubt, wird nach dem ultimativen Ritt der Strecke gehegte Vorurteile ganz schnell über Bord werfen.

      Das "Starter-Kommitee" schickt in unterschiedlicher Besetzung Radler und Biker nacheinander auf ihre Reise.

      Während sich ein riesiger Rennradlerpulk um 7.00 Uhr zur Kleinen Arberrunde (170 km) aufmacht, trudeln auf der Oberpfalzbrücke in entgegengesetzter Fahrrichtung die Mountainbiker auf ihren massiven Boliden ein.