• "Bezwinger-Skulptur" - Fotopunkt der Trans Bayerwald beim Berggasthof Dreisessel
    © Dreiländerbike
  • Wollaberg - TRANS BAYERWALD Nord
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  • Dreisessel-Berggasthof
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  • Naturidylle nahe Hammerklause (historische Holztrift) bei Finsterau
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  • Mega-Ausblick vom 27 m hohen Holzturm auf dem 1011 m hohen Brotjacklriegel
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  • Dreisessel (TRANS BAYERWALD - Nord)
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Mountainbike-Eldorado im Ferienland Naturpark Bayerischer Wald 

Herzlich Willkommen im Land des großen Waldes, mit seinen klaren Bächen und Bergseen auf dem grünen Dach Europas. Kaum besiedelte Naturlandschaften - im "Land der Stille", wie es einstmals der bekannte Schriftsteller Adalbert Stifter formulierte - kennzeichnen das Ferienland Naturpark Bayerischer Wald. Seit Jahrhunderten bildet die Natur- und Kulturlandschaft im Dreiländereck den Länderscheid von Deutschland, Tschechien und Österreich. 

Der mächtige Bergzug mit seinen Felsgipfeln Dreisessel (1312 m), Hochstein (1332 m) und Plöckenstein (1378 m) trennt die Länder wie ein Grenzwall. Der Sage nach saßen vor langer Zeit die Könige der drei Länder auf dem Dreisesselfelsen und stritten um die Grenzen ihrer Länder. Der Name Dreisessel stammt aus dem 17. Jahrhundert und bezeichnete die drei gewaltigen Sesseln ähnelnde Felsgruppe. Heute wird der Begriff für das gesamte Bergmassiv, verwendet, deren höchste Erhebung der Plöckenstein ist.

Urlaub daheim - dort wo man sich am wohlsten und tief verwurzelt fühlt. Heimat ist im besten Fall jene Region, wo das Herz zuhause ist. Doch wer kann von sich allen Ernstes behaupten, sein Heimatland bis in den letzten Winkel zu kennen? Es gibt unzählige Wege, Pfade und Trails - sprich Neuland das bislang unentdeckt blieb. Wieso also in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Klingt klischeebehaftet, doch nichts desto trotz trifft der abgedroschene Spruch öfter als man denkt voll ins Schwarze. 

Während das Alpenvorland unter dem Ansturm von Touristen leidet, liegt Naturliebhabern im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« eine einsame Naturlandschaft zu Füßen die ein unerschöpfliches Potential bietet. Verträumte Wälder, mystische Felsgesteinsformationen, mäandernde Bäche verfehlen ihre entspannende Wirkung nicht. Wie sagt der Volksmund: In der Ruhe liegt die Kraft. Also raus aus der Komfortzone, rauf auf den Sattel und hinein in die wildromantische Botanik. 

 RSC-Waldkirchen

Blicken wir in den Bayerischen Wald, der mit dem Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bildet. Zoomt man sich in das weitläufige Gebiet hinein, kommt der »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« zum Vorschein, der eine Grenzlinie zu den Nachbarstaaten Tschechien und Österreich bildet. Für Mountainbiker entpuppt sich im Landkreis Freyung-Grafenau ein wahres Filetstück ursprünglicher Natur, dessen Szenerie mit sauerstoffreichen Wäldern, saftigen Wiesenhängen, kargen Felswänden, gezackten Bergrücken, romantischen Flusstälern, plätschernden Gebirgsbächen, smaragdgrünen Bergseen und Quellen buchstäblich die Sinne verzaubert. Unlängst brachte eine Studie die Erkenntnis hervor, dass nur eine Woche Bewegung im Wald, signifikant die Entzündungsparameter im Blut absinken lassen und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet bzw. ältere absondert. Dicht bewaldete Naturregionen wie der Bayerische Wald wirken daher wie ein wahrer Gesundbrunnen. Wer hier urlaubt und beim Radfahren die aufkeimende Lebensfreude in vollen Zügen genießt, betreibt rezeptfreie Gesundheitsvorsorge, die sogar die Virenabwehr stärkt. Demzufolge überrascht es nicht, wenn Urlaubsgäste hier ein ums andere Mal ins Schwärmen geraten. Von faszinierenden Panoramablicken, die die Hochebenen bzw. zahlreichen Berggipfel bieten ganz zu schweigen. Wer ein abwechslungsreiches Bike-Eldorado sucht, tut gut daran die Naturregion am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben.  

Zwei neue Radbuslinien im Landkreis Freyung-Grafenau

Pünktlich zum Start der Sommerigelbusse 601-604 hat der Landkreis Freyung-Grafenau am 15. Mai 2022 sein Liniennetz im ÖPNV gleich um zwei neue (Rad-) Buslinien erweitert. Zum einen verkehrt der Dreisesselbus (Linie 606) samt Heckträger (in Bälde mit Radanhänger) von Waldkirchen über Jandelsbrunn, Neureichenau, Dreisessel, Haidmühle, Nove Udoli nach Philippsreut. Zum anderen verbindet der Almbergbus (Linie 605) Freyung über Philippsreut, Mitterfirmiansreut und Mauth mit dem Nationalparkzentrum Lusen. Damit können Ausflügler und Urlauber einfach, schnell, bequem und obendrein umweltschonend ihre (E-) Fahrräder galant in luftige Höhen transportieren lassen.

Wer ganz großes Landschaftskino mit sagenhaftem Bergpanorama zum leistungsfreien Nulltarif erleben möchte, lässt sich beispielsweise von Waldkirchen (573 m) aus mit der Dreisesselbuslinie komfortabel zum Parkplatz unterhalb des Dreisesselbergs (1.312 m) kutschieren. Das Dreisessel-Massiv mit seinen bizarren Granitfelsen zählt fraglos zu den markantesten Bergen des Bayerischen Waldes bzw. des Böhmerwaldes. Für die Riege der hartgesottenen Mountainbiker gibt's hingegen die anspruchsvolle Dreisesseltour, deren ersehntes Gipfelglück jedoch nach einem schweißtreibenden Tribut verlangt.  

Beide Buslinien werden im Rahmen des ÖPNV-Modellprojekts „Digitale Mobilitätsinnovationen in Freyung-Grafenau („DiMoFRG“) vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Der öffentliche Personennahverkehr erschließt attraktive Naherholungsgebiete im Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald, was sowohl Landkreisbewohnern als auch Urlaubsgästen - aber auch vor allem der Umwelt in dieser sensiblen Naturregion zugute kommt. Dank hochmoderner Absenkautomatik geht die Beladung der Heckträger binnen kürzester Zeit über die Bühne. Dazu sind im Laufe der Sommersaison 2022 weitere Fahrradanhänger geplant, um der explosionsartig gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.

Tourbeispiel: Wer vom Dreisesselgipfel bzw. dem unweit entfernten Hochstein (1.333 m.ü.NN.) - nach der obligatorischen Berggasthofeinkehr versteht sich - die asphaltierte Dreisesselstraße 9 km (400 Tiefenmeter) genüsslich hinunterrollt (Besichtigung der beschilderten Wasserfälle nahe Haidmühle und Kreuzbachklause empfehlenswert), kann die Tour ab Frauenberg (865 m) nahezu verkehrsfrei auf dem Donau-Moldau-Radweg (bis Abzweig Jandelsbrunn) bzw. Adalbert-Stifter-Radweg bis in die Tiefebene von Waldkirchen (22 km, 360 Tiefenmeter) fortsetzen. Rechnet man einige geringe Gegensteigungen hinzu, kann man es vom Gipfel bis zur zweitgrößten Stadt des Landkreises FRG (31 km) auf gut 800 Tiefenmetern lustvoll laufen lassen. Mit anderen Worten: aufgrund der Höhenlage kann die vorhandene potenzielle Energie mit enorm viel Fahrspaß in kinetische Energie (Bewegungsenergie) umgewandelt werden, ohne für den Genuss Muskelkraft investieren zu müssen. 

Das neue ÖPNV-Angebot ermöglicht jedenfalls losgelöst von konditionellen Fähigkeiten Jedermann & Jederfrau, Kind & Kegel einen "barrierefreien" Zugang auf einer der höchsten Bayerwaldgipfel, ganz zu schweigen von der berauschenden Abfahrt. Radfahrer, Mountainbiker und E-Biker sind herzlich eingeladen, den umweltfreundlichen und bequemen Bus-Service zu nutzen. In diesem Sinne: werde Fan des Dreisessel- und Almbergbus! 

Bild: Almberg (1.142 m.ü.NN.)

Da die bekannte TRANS BAYERWALD (Etappe 3 Nord) das Dreisesselmassiv sowie den Almberg nahe Mitterfirmiansreut überquert, besteht für Mountainbiker zumindest die Option, gewisse Passagen mit dem Radlbus zu überbrücken. Gerade wenn einem die Puste ausgeht, oder technische Defekte bzw. schlechtes Wetter den Zeitplan durcheinanderwirbelt, kann eine Transporthilfe in der schwach besiedelten (Berg-) Region im Bedarfsfall Gold wert sein.

Bild: Dreisessel (1.315 m.ü.NN.)

 Da das Wetter in den Bergen blitzschnell umschlagen kann (Gewitter, Hagel, Sturm), sollte man unbedingt eine Funktionsjacke / Regenschutz - ggf. auch Handschuhe und eine wärmende Mütze - dabei haben, zumal der Körper bei der langen Abfahrt - bedingt durch den Windchill-Effekt - rasch auskühlt. Ein innen angerauhtes Trikot mit wind- und kältedichten Reißverschluss sorgt für wärmende Zirkulation und je nach Membranqualität für mehr oder weniger effizienten Feuchtigkeitstransport. Umso stärker der (Fahrt-) Wind bläst, desto unangenehmer (kälter) wird die Temperatur empfunden (Windchill-Effekt). Thermoshirts mit Windstoppereinsatz leisten wirksame Abhilfe. Ein winddichter, wasserdichter, atmungsaktiver und wärmender Schutz bewahrt vor Infekten bzw. Erkältungskrankheiten. Insofern gehört eine wetterfeste, bequeme und atmungsaktive Funktionsbekleidung, die vor feuchter Kälte abschirmt sowie den Körperschweiß fernhält und somit für ein inneres "Wohlfühlklima" sorgt, zur absoluten textilen Grundausstattung.

Beim Radfahren entwickelt der Körper durch verrichtete Kurbelarbeit Eigenwärme. Im Stillstand oder auf einer längeren Abfahrt (verminderte Wattleistung) sackt die Wärmeproduktion rasend schnell ab. Aber nicht nur das, denn speziell bei Abfahrten verschärft der sogenannte Windchill-Effekt den Auskühlungsprozess, bei dem die Temperatur bedingt durch den kühlen Fahrtwind kälter empfunden wird als sie es tatsächlich ist. Beispiel: bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h und einer gemessenen Temperatur von 0 Grad Celsius wird diese als minus 9 Grad gefühlt! Der Windchill (engl.) - auch als Windfrösteln bekannt - beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit (Fahrtwind). Wind bewirkt nichts anderes, als die beschleunigte Angleichung der Oberflächentemperatur des Körpers an die Umgebungstemperatur der Luft.

Entschleunigte Genußtouren entlang plätschernder Bäche in den (Ur-) Wäldern bzw. auf nivellierten Bahntrassen bereiten auf Schritt und Tritt Spaß. Dazu atmet man hier einer der reinsten Luftqualitäten Deutschlands. Am schönsten kommt die farbenprächtige Naturlandschaft im Herbst zur Geltung, wenn der Jahreszeitenwechsel das Terrain zum regelrechten Schaufenster dekoriert. Abschalten - Ankommen - Genießen - und flugs kommen Körper, Geist und Seele nach faszinierenden Eindrücken ins Lot. Ob gemächliches Bahntrassenradeln auf dem Adalbert-Stifter-Radweg, oder grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg vom romantischen Tal der Kalten Moldau via Schwarzenberger Schwemmkanal ins österreichische Mühlviertel, oder auf dem Nationalpark-Radweg die Nationalparke Šumava und Bayerischer-Wald queren - das großflächige Tourenrevier im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« - gekoppelt mit dem grenznahen Böhmerwald - ist fast unerschöpflich.

Leidenschaftliche Tourenradler wissen die Gunst der Stunde zu nutzten und peilen gerne nebelfreie Hochlagen an. Besonders die Mittelgebirgshochlagen im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« bieten von März bis weit in den November hinein phantastische Bedingungen. Während in Flussniederungen und Tallagen zähe Nebelschwaden wabbern, strahlt auf den Bergen häufig die Sonne und bietet dazu grandiose Aussichten.

Rundtouren die zum Moldaustausee und Plöckensteiner See führen bzw. den sagenumwobenen Dreisessel oder Haidel zum Ziel haben bieten genügend Nährboden für Genuss, Inspriration und Glücksgefühle. Eben weil die einzigartige Landschaft nach der Nationalparkphilosophie "die Natur Natur sein lassen wie sie ist" und diese sich frei nach ihren Naturgesetzen entwickeln darf wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural - bietet die Region eine weitestgehend geschützte Naturkulisse. Neben Flora & Fauna ist natürlich auch der Mensch Nutznießer einer intakten Natur.  Deshalb darf sich die Region das Edikett <Bike-Eldorado> zu Recht ans Revers heften.

Etliche Rad- und Fußgänger-Grenzübergänge erweitern das Tourenpotential gewaltig. Grenzenloser Radlspaß ist demzufolge durchaus doppeldeutig zu verstehen. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs erweitern die Grenzübergänge Haidmühle, Finsterau, Plöckenstein (CZ/A) und Marchhäuser  maßgeblich das Routenspektrum. In Zeiten des E-Bike-Booms stellt die Mittelgebirgslandschaft heutzutage keine konditionelle Hinderungsschranke mehr dar. Mit Hilfe des Akkuschubs ist es für Jedermann möglich relativ mühelos Mittelgebirgsgipfel zu erklimmen. 

Wer ein attraktives MTB-Eldorado sucht sollte die Region am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben. Allen voran  das 361 km lange "Flaggschiff" der »TRANS BAYERWALD«. Die offiziell als "MTB-Reiseroute" klassifizierte Langstreckentour quert den Landkreis Freyung-Grafenau auf einer Länge 163 Kilometer. Im wahrsten Sinne des Wortes viel Holz, das im wildromantischen Naturidyll des Grünen Dach Europas Fahrspaß im Überfluß bietet.

Haidmühle Video

Dreisessel Tour Video

Lage

Der Landkreis Freyung-Grafenau grenzt im Regierungsbezirk Niederbayern an Tschechien, Österreich sowie den niederbayerischen Landkreisen Passau, Deggendorf und Regen. Durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 rückte Bayerns östlichster Landkreis vom ehemaligen strukturschwachen Grenzgebiet in die Mitte Europas. 

Insbesondere der Nationalpark Bayerischer Wald und der Nationalpark Sumava in Tschechien bietet Tieren, Menschen sowie der Vegetation ein wichtiges Rückzugsrefugium. Das „Naturreservat“ im größten Waldnationalpark und reinster Luft Deutschlands ragt mit seinen Bayerwaldgipfel Rachel (1.453 m), Lusen (1.373 m), Großem Falkenstein (1 315 m), Dreisessel (1312 m), Hochstein (1332 m) und Haidel (1.167 m) hoch hinaus.

Natur - Biken - Glücksgefühle

Das Ferienland Naturpark Bayerischer Wald ist ein weithin unberührtes Fleckchen Erde durchsetzt von Wäldern, Mittelgebirgsgipfeln und romantischen Flusstälern, das Urlaubern reizvolle Eindrücke, Ruhe und Erholung verschafft. Inmitten ausgedehnter Wälder, Flusstäler und luftigen Mittelgebirgshöhen mit imposanten Bergpanoramen finden Genussradler, E-Biker, Mountainbiker und Rennradler aller Leistungsniveaus geradewegs ideale Bedingungen. Abwechslungsreiche Streckenverläufe - von flach bis wellig oder bergig - modernes Beschilderungssystem, Informationsschautafeln am Wegesrand, Rastplätze z.T. mit Wetterschutz–Pavillons, Abenteuerspielplätze und eine radlerfreundliche Hotel-, u. Gastronomiebranche lassen kaum mehr Wünsche offen. In Sachen Radtourismus ist die Ferienregion voll auf der Höhe! Genießen Sie die Vorzüge dieser Ferienregion und schöpfen Sie aus dem Naturquell, dem Brauchtum, der Gastfreundlichkeit und der einheimischen Küche! Wald erleben, Natur verstehen, Wildnis spüren - dieser Spur des energetischen Dreiklangs erlebt man auf Schritt und Tritt.

Die mächtigen, waldreichen Bergrücken, plätschernde Flüsse und Bäche, Teiche und Seen laden im östlichsten Zipfel Bayerns zu spannenden Entdeckungsreisen ein. Radtouristen schätzen den hohen Freizeit- und Erholungswert der Ferienregion ebenso wie die Routenvielfalt und vorbildliche radtouristischen Infrastruktur.

Der Bayerwaldlandkreis weist einen Waldanteil von über 60% auf. Die Städte Freyung (7 194 Einwohner), Grafenau (8 313 Einwohner), Waldkirchen (10 283 Einwohner), drei Marktgemeinden und 19 Gemeinden bringen Natur, Tradition und Fortschritt gut unter einen Hut. 

Ob im wildromantischen Iltzal, dem Sonnenwald oder der Haidelregion - mit sechs Landschaftsschutzgebieten, zehn Naturschutzgebieten, 61 geschützten Naturdenkmälern sowie dem ältesten Nationalpark Deutschlands ist das Ferienland am Nationalpark reich an Naturschätzen. In den Hochlagen zwischen Rachel und Lusen darf sich die Natur ohne menschliches Zutun entwickeln. 

 Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald entlang der Grenze zu Tschechien wurde 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. Seit seiner Erweiterung 1997 bedeckt er eine Fläche von 24.222 ha, während der angrenzende Nationalpark Šumava mit 68.064 ha fast dreimal so groß ist.

Da der Nationalpark Šumava mit dem Nationalpark Bayerischer Wald das größte zusammenhängende mitteleuropäische Waldschutzgebiet bildet, wird das Gebiet häufig auch als „Grünes Dach Europas“ bezeichnet. Zu den höchsten Gipfeln des Nationalparks zählen der Große Falkenstein (1315 m), der Lusen (1373 m) und der Große Rachel (1453 m). In die verschiedenen Waldgesellschaften sind ökologisch wertvolle Hochmoore mit Moorseen sowie ehemalige Hochweiden, die sogenannten Schachten, eingebettet.

Etwa 7.300 Tier- und Pflanzenarten sind im Bayerischen Wald bereits nachgewiesen, vermutlich leben aber doppelt so viele Arten im Nationalpark. Mit rund 1,3 Millionen Besuchern pro Jahr und fast 200 Beschäftigten in der Verwaltung ist der Nationalpark Bayerischer Wald Tourismusmagnet und Jobmotor der Region.

Infolge heißer, trockener Sommer Mitte der 90er Jahre und schneearmer Winter brachte der winzige 3-5 mm große Borkenkäfer auf großer Fläche den Fichtenwald insbesondere in den Hochlagen um Lusen und Rachel zum Absterben. Doch zur Überraschung wächst im Schutze verrotteter Baumskelette und Moderholz eine neue, ungemein vielfältige Baumgeneration zu einer wilden Waldnatur heran.

Neu: mit der App Nationalpark Bayerischer Wald inkl. 3D-Karte wird Deutschlands ältester Nationalpark zum Erlebnis: 26 ausgewählte Besucher-Tipps, 32 Touren, von der Erlebnis- über die Wander-, Rad- oder Schneeschuh-Tour bis hin zu barrierefreien Touren, die Nationalparkzentren und Infostellen sowie eine Webcam, die aktuelle Bilder liefert.

Ein Tool für den aktuellen Wegezustand zeigt dem Besucher sofort, welche Wege begehbar sind und wo Sperrungen oder Einschränkungen vorliegen. Für jeden Wegeabschnitt sind die zugehörigen Markierungen hinterlegt und abrufbar. Neu in der App ist auch eine Tracking-Funktion. Sie verfolgt den zurückgelegten Weg mit. Unterwegs wird die eigene Position punktgenau angezeigt.

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Hintergrundinfos Nationalpark Bayerischer Wald

Europas größte E-Bike-Region

E-Biken in Europas größter E-Bike-Region zeitigt den Vorteil, dass man auf viele Gleichgesinnte trifft. Früher undekenkbar - heute Normalität: selbst vor einem Bergriesen wie dem Dreisessel machen E-Biker nicht halt. Scharenweise erklimmen sie mit Spaß den 500 hm-Anstieg. Kupiertes Gelände ist für die ältere Generation oder gehandicapte Radfahrer auf Stromern längst kein Problem mehr. Damit kommen selbst untrainierte Freizeit-Radler, Familien und Senioren in den Genuss auch konditionell anspruchsvolles Terrain mit seinen Naturschönheiten zu erobern und den Bayerischen Wald aus einer völlig neuen Perspektive kennen zu lernen. 

Als Vorreiter haben sich im Nationalpark-FerienLand sechs Gemeinden zu einer E-Bike-Region zusammengeschlossen. Mittlerweile ist im Bayerischen Wald dank Unterstützung von E.ON Bayern und dem E-Bike-Hersteller KTM die größte E-Bike-Region Europas enstanden. Nirgendwo auf dem Kontinent ist das Netz der Verleihstationen und die Zahl der bereitstehenden E-Bikes dichter als im Bayerischen Wald. Somit steht die Bergregion allen Radfahrern offen, ohne größere Anstrengung bei moderatem Puls entspannt und umweltfreundlich mobil zu sein.

Grenzenloser Radlspaß

"Pozor! Státní Hranice"?  - auf Deutsch: "Achtung! Staatsgrenze". Was früher eine schwer bewachte Grenzlinie war, hat sich längst auf bunte Schilder reduziert. Seit der Eiserne Vorhang fiel, wuchsen für Radfahrer und Mountainbiker der Bayerische Wald und Böhmerwald enger zusammen. Etliche Grenzübergänge sind für Fußgänger und Radfahrer ganzjährig rund um die Uhr geöffnet, was grenzüberschreitende Touren in den Böhmischen Wald vereinfacht und so den Aktionsradius erheblich erweitert. Natürlich sind auch längere Etappentouren möglich. Allen voran auf dem 10 400 km langen Iron Curtain Trail (EuroVelo 13), der von der Barentsee (Norwegen) bis zum Schwarzen Meer (Rumänien) führt. Im wahrsten Sinne des Wortes: grenzenloser Radlspaß.

Ob Genuß-Radwandern auf dem familiengeeigneten Adalbert-Stifter-Radweg, oder grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg im romantischen Tal der Kalten Moldau entlang dem historischen Schwarzenberger Schwemmkanal ("technisches Wunderwerk") – seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ bzw. dem EU-Beitritt Tschechiens 2004 hat sich der grenzenlose Radlspaß hüben wie drüben zum Trend entwickelt.

Schon der Dichter und Schriftsteller Adalbert Stifter sprach vom „Land der Stille“, das die Dreiländer-Region mit seiner faszinierenden Naturlandschaft auch heute noch umgibt. In den Muldentälern rund um Haidmühle fließen Bäche wie z.B. die Mirasat, welche in die Moldau mündet. Nahe Frauenberg, 920 m.ü.NN. befindet sich die europäische Hauptwasserscheide, wo das Wasser in die Moldau, Elbe und dann in die Nordsee oder in anderer Richtung zur Donau ins Schwarze Meer fließt.

TOP VIEWPOINTS

  • Haidel (1167 m) 35 m hoher Aussichtsturm (0.4 km Abstecher =>TRANS BAYERWALD)
  • Brotjacklriegel (1.011 m), 27 m hoher Aussichtsturm (1.0 km Abstecher => TRANS BAYERWALD)
  • Ochsenstiegl (622 m), 25 m hoher Aussichtsturm (bei Thurmansbang)

  • Oberfrauenwald (946 m) 27 m hoher Aussichtsturm (1.2 km Abstecher => TRANS BAYERWALD)
  • Friedrichsberg (930 m), 22 m hoher Aussichtsturm  (1.7 km Abstecher => TRANS BAYERWALD)
  • Dreisessel (1.333 m) => Nordroute TRANS BAYERWALD

1000-er Gipfel im Ferienland am Nationalpark Bayerischer Wald

Rachel (1.453 m)

Der zweithöchste Berg des Bayerischen Waldes. Tageswanderung von Spiegelau (www.spiegelau.de)  über das "Ochsenklavier" zum Eiszeit- und Urwaldlehrpfad am Rachelsee, zum Gipfel des Rachel (Ausblick in den Böhmerwald) und zur Rachelkappelle. Bemerkenswert ist die steile Ostflanke zum Rachelsee. 

Lusen (1.373 m)

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz vor Waldhäuser oder der Lusenparkplatz nach Waldhäuser (www.neuschoenau.de ). Die „Himmelsleiter“ führt den Wanderer zum Gipfel. Oben angelangt, erwartet einen eine mächtige Kuppe aus Granitfelsblöcken, die eine geologische Besonderheit darstellen. Fernsicht bei schönen Wetter bis zu den Alpen. Trinktipp zu einer deftigen Brotzeit: Die "Lusenhexe" - Guten Appetit und Prost!

Dreisessel (1.332 m)

Der Dreisessel kann mit dem Auto bis zum Parkplatz unterhalb des Gipfels angefahren werden (ca. 20 min. Aufstieg zu Fuß). Mit dem Rad bzw. Mountainbike bietet sich entweder die Straßenvariante, die Geländevariante via Kreuzbachklause oder die Mischung von beidem an. Vom Dreisesselgipfel genießt man inmitten großer Felsformationen einen herrlichen Rundumblick über den Bayerischen- und Böhmischen Wald.

Haidel (1.167 m) 

Über den Haidel zogen einst die Salzsäumer nach Böhmen. Mit seinem Aussichtsturm und Infopavillons ist er das Wahrzeichen der Haidelregion. Seine exponierte Lage erlaubt einem atemberaubenden Rundblick über die bayerisch-böhmischen Grenzwälder bis zur Alpen-Nordkette. 

Brotjacklriegel (1.011 m)

Auf dem 27 m hohen Holzturm (aus dem Jahr 1924) des Brotjacklriegels genießt man ein überwältigendes Rundum-Panorama, das sich vom bayerisch-böhmischen Grenzkamm, auf die Region Sonnenwald, Arber, Rachel, Lusen, die Donauebene bis zu den Alpengipfeln am Horizont erstreckt - sodann es die Fernsicht zulässt. Der Aussichtsberg liegt nur 1 km von der Wegstrecke der TRANS BAYERWALD - Südroute entfernt (Etappe 6 Bischofsmais - Eging am See). Das bewirtschaftete "Turmstüberl" mit kleinem Biergarten ist unter heimischen wie "zuagroasten" Gästen (Touristen) sehr beliebt. Der 1011 m hohe Brotjacklriegel gilt als Wahrzeichen der Region Sonnenwald mit den Gemeinden Schöfweg, Zenting, Innernzell, Grattersdorf sowie dem Markt Schöllnach.  

Überragt wird der Holzturm am Brotjacklriegel vom 128 m hohen Sendemast des Bayerischen Rundfunks (Bild unten). Der markante Fernsehsendemast in der Region Sonnenwald ist sowohl von unzähligen Bayerwaldgipfeln als auch vom Donautal von weitem sichbar. 

Nationalpark Bayerischer Wald (BR)

Dreiburgenland

Das Dreiburgenland - gelegen zwischen Nationalpark Bayerischer Wald und der Dreiflüssestadt Passau - präsentiert sich als idyllische Mittelgebirgslandschaft. Den Namen verdankt die Region dem ihm umgebenden Ilztal den drei Burgen Saldenburg, Englburg und Fürstenstein. 

Der Dreiburgensee liegt zwischen dem Luftkurort Thurmansbang und Tittling im Bayerischen Wald.

Der aufgestaute See mit einer Länge von 700 m und maximalen Breite von 200 m nimmt eine Fläche von 8 ha ein. Die Grenze zwischen dem Landkreis Freyung-Grafenau und dem Landkreis Passau verläuft quer durch den See. 

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Museumsdorf Bayerischer Wald, eines der größten Freilichtmuseen in Europa.

Bischofsreuter Waldhufen

Eingebettet zwischen den Bergen des Bayerischen Waldes und des Sumava verbirgt sich im größten Waldgebiet Mitteleuropas auf 1000 m Höhe eine einzigartige Kulturlandschaft: die 'Bischofsreuter Waldhufen'. Diese Kulturlandschaft am ehemaligen "Eisernen Vorhang" hat ihren Charakter auf einmalige Art und Weise bewahrt und ist deshalb nach dem Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) des Freistaats Bayern nicht nur für Bayern von überregionaler bis landesweiter, sondern nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie der Europäischen Union sogar von europaweiter Bedeutung. Die „Naturfreunde Internationale“ hatten die Bischofsreuter Waldhufen dem entsprechend zur Landschaft des Jahres 1999/2000 gekürt. 

Keltendorf Gabreta – Archäologischer Erlebnispark in Lichtenau/Ringelai

Häuser aus den Eisenzeiten, nachgebaut in alter Technik in Block- und Flechtbauweise, mit Schilf- oder Schindeldach. Tiere wie rückgezüchtete Exmoore Ponys, alte Schaf- und Ziegenrassen. Getreideanbau von alten Sorten wie Emmer, Dinkel, Rispenhirse, Flachs. Kräutergarten zum Ernten von Heilkräutern und Färbepflanzen. Grabhügel vermitteln einen Eindruck der Bestattungssitten dieser Zeit. Drehscheiben und Webstuhl zeigen, wie weit die Handwerkstechniken bereits gediehen waren. Backofen und Keramikofen.

Kulinarik

Stundenlanges Kurbeln macht hungrig und durstig, weshalb eine zünftige Einkehr jede Radtour perfekt abrundet. Regionaltypische Speisen, Mineralwasser, Saftschorle, Radlerhalbe oder kupferfarbenes Bier ist die verdiente Belohnung die man sich guten Gewissens nach einer schweißtreibenden Radtour gönnen darf. Dies macht natürlich umso mehr Spaß wenn man von offenen Menschen, die für ihre Gastfreundschaft bekannt sind umgeben ist. Und das, wo das Bayerische Reinheitsgebot - die älteste, noch heute gültige Lebensmittelesetzgebung der Welt - sein 500 jähriges Jubiäum feiert. Alkoholfreies Weißbier gilt dabei als perfekter Durstlöscher, weil das kalorienarme istotonische Getränk B-Vitamine wie Folsäure, Magnesium und Kalium enthält, die den Regenerationsprozess beschleunigen. 

Das Landschaftskino

Nehmen sie Platz in der (Sattel-) Loge und wundern sie sich nicht, wenn man vor lauter Ausblicke und Eindrücke gar nicht mehr von seinem Gefährt steigen möchte. Lichtdurchflutete Wälder, plätschernde Wildbäche, kristallklare Gewässer, bizarre Felsformationen und atemberaubende Aussichtspunkte betören derart die Sinne, dass die Tretleistung beim lässigen Dahingleiten zeitweise gar nicht mehr wahrgenommen wird. Treten-Staunen-Genießen. Dies rüttelt die Begeisterungsfähigkeit wach und schafft Lust auf mehr. Willkommen im Ferienland Naturpark Bayerischer Wald! 

Zum Radwegenetz Ferienland Naturpark Bayerischer Wald

Infos

Die neue Wander- und Radkarte mit detailreichen Informationen zeigt die immense Routenvielfalt der Dreiländereckregion auf. Insgesamt werden 14 Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte vorgestellt, welche von Haidmühle aus als Tagestour sämtlich erreichbar sind. 

Infos/Bezugsquellen                                

Ferienland Nationalpark Bayerischer Wald 
Schlosssteig 1

94078 Freyung

Telefon: 08551/57114

service@nationalpark-ferienland.de 

http://www.nationalpark-ferienland-bayerischer-wald.de/