»Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« - Filetstück der Natur

Foto: Hochstein (1333 m ü. NN) - die Granitfelsgruppe bildet die höchste Stelle des Dreisesselbergs

'DO MUASST HI' 

Der Winter ist gelaufen, die Bikesaison 2026 kann kommen. Endlich wieder mehr Sonnenschein, längeres Taglicht und wärmere Temperaturen. Befreit vom lästigen Zwiebelschalenlook entfacht das Frühjahr mit zunehemender Lichtintensität die pure Lust zum Mountainbiken. Raus in die Natur und mitten hinein in den mystischen Wald um sich auf knarzenden Forstwegen, schlängelnden Pfaden und flowigen Trails frisch frei fröhlich den säuselnden Wind um die Ohren pfeiffen lassen. Das ist es, worauf sich nach monatelanger Kälte, widrigem Wetter und rutschigen Bodenverhältnissen soviele Mountainbiker sehnen. Um die Reizschwelle noch mehr wach zu kitzeln kommen wir mit einem spannenden Destinationsvorschlag ums Eck. Der Fokus richtet sich auf eine Naturregion in einem der waldreichsten Mittelgebirge Deutschlands, in der nicht nur die Uhren etwas langsamer zu ticken scheinen, sondern die von einsamen Mountainbike-Pfaden durchzogen ist welche nur darauf warten, entdeckt zu werden. 

Lüften wir den Vorhang: der »Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald«, im Land der finsteren Wälder, imposanten Berggipfeln, verschwiegenen Tälern, schier endlosen Waldpassagen mit ausgezeichneter Luftqualität, gurgelnden Gebirgsbächen, kristallklaren Bergseen, entlegenen Triftklausen und wildromantischen Hochmooren herzlich willkommen. Der Bayerische Wald« hat in der Tat viele Gesichter. Dies lässt sich sowohl auf die Landschaft, Topographie, Küche, Sitten, Tradition als auch im übertragenen Sinn auf die einheimischen Menschen beziehen denen Bodenständigkeit, Authentizität und Traditionsbewusstsein noch etwas bedeuten. Dazu eine Landschaft, die durch ihre rauhe Schlichtheit besticht und Mountainbikern jede Menge an Überraschungsmomenten verspricht.

Warum also in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Mag klischeehaft klingen, doch manch heimische Region verdient es in die engere Urlaubswahl zu kommen. Blicken wir in den Bayerischen Wald, der mit dem Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bildet. Ein Filetstück bildet hiervon der »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« im Landkreis Freyung Grafenau, wo die ursprüngliche Natur Geländespaß en masse bietet und naturverbundene Mountainbiker ins Schwärmen geraten.

Die Ferien- und Urlaubssaison steht vor der Tür. Wer sich über sein Feriendomizil noch unschlüssig ist, für den hätten wir einen heißen (Biker-) Tipp. Das Naturjuwel »Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald« im Landkreis Freyung-Grafenau - gesegnet mit einer atemberaubenden Mittelgebirgslandschaft - bietet im Wechselspiel aus gurgelnden Gebirgsbächen, imposanten Bergen, kristallklaren Seen und ausgedehnten Wäldern wahrlich traumhafte Panoramastrecken. 

Dabei spielt es keine Rolle, mit welcher Radgattung die verschlungenen Pfade in der dünn besiedelten Region erkundet werden. Ob Mountainbike, Gravelbike oder ebike, das variantenreiche Routennetz bietet jedem Zweiradfan - mit oder ohne e-Antrieb - ideale Bedingungen, um genussvoll durch die hügelige Naturlandschaft zu gondeln. Dazu durchquert die TRANS BAYERWALD Nord auf rund 130 km Länge das herrliche Revier, wobei der Streckenverlauf zwischen Waldkirchen und Mitterfirmiansreut mit seinen faszinierenden Aussichtsbergen Dreisessel, Almberg und Haidel gemeinhin als Königsetappe gilt. Außerdem gibt's für Gravelbiker spannende, trailfreie Schleifen-Varianten ohne technische Schwierigkeiten.  Egal welche Route auserkoren wird, beschleicht einem fernab von Alltagshektik irgendwie das inspirative Gefühl, dass in diesem stillen Fleckchen Erde im östlichsten Zipfel des Bayerischen Waldes bisweilen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint

Das Suchtpotential ist enorm, weil entschleunigte Genußtouren entlang plätschernder Bäche in den (Ur-) Wäldern auf Schritt und Tritt Fahrspaß pur bieten. Obendrein atmet man hier einer der reinsten Luftqualitäten Deutschlands. Ob leichtere Biketouren beim Dreiburgensee, grenzüberschreitend auf dem Dreiländer-Radweg vom romantischen Tal der Kalten Moldau via Schwarzenberger Schwemmkanal ins österreichische Mühlviertel, auf dem Nationalpark-Radweg die Nationalparke Šumava und Bayerischer-Wald erkunden, schweißtreibende Gipfeltouren auf der neuen TRANS BAYERWALD zum Dreisessel bzw. Haidel oder Ausflüge zum Moldaustausee, Moldauquelle oder Plöckensteiner See unternehmen - das Tourenpotential ist einfach gigantisch. 

Der Dreisesselberg zieht viele Radfahrer und Mountainbiker an. Wem die 500 Höhenmeter zuviel des Guten sind behilft sich mit "elektrischem Rückenwind" und düst die Dreisesselstaße zum Gipfel hinauf. 

Schlaue Biker wissen die Gunst der Stunde zu nutzten und peilen im Herbst nebelfreie Hochlagen an. Besonders die Mittelgebirgshochlagen im »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« bieten bis weit in den November hinein phantastische Bedingungen. Während in Flussniederungen und Tallagen zähe Nebelschwaden wabbern, strahlt auf den Bergen häufig die Sonne und bietet dazu grandiose Aussichten.

Warum Biketouren rund um den Haidel und Dreisessel, dem Moldaustausee, Nationalpark Šumava und Nationalpark Bayerischer Wald emotionale Höhenflüge entfachen liegt ganz klar auf der Hand. Eben weil die einzigartige Landschaft nach der Nationalparkphilosophie "die Natur Natur sein lassen wie sie ist" und diese sich frei nach ihren Naturgesetzen entwickeln darf wie nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural - bietet die Region eine nahezu unberührte Kulisse. 

Hinzu kommen Rad- und Fußgänger-Grenzübergänge, die im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlosen Bikespaß bieten. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs erweitern die Übergänge Haidmühle, Finsterau, Plöckenstein (CZ/A), Marchhäuser, Bayerisch-Eisenstein und Ferdinandsthal maßgeblich den Aktionsradius. Das Mittelgebirgsprofil gibt es zwar nicht zum "Nulltarif", doch mit E-Bikes erklimmen mittlerweile auch leistungsschwächere Radler den Dreisesselgipfel oder den Haidel schon fast mühelos. Auch der Radsport blickt in der bergigen Region auf eine lange Tradition zurück. So erfreut sich der »Freyunger Dreiänder-Radmarathon« oder die »Nationalpark-Dreisessel- Radrundfahrt« großer Beliebtheit.

Bild: Hochstein (Dreisessel)

Wer ein attraktives Radparadies sucht sollte die Region am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava auf dem Schirm haben. Für Mountainbiker gibt es neuerdings ein ganz besoderes Schmankerl: die 361 km lange Nordroute der beschilderten »TRANS BAYERWALD« führt sage und schreibe 163 km allein durch den Landkreis Freyung-Grafenau. In diesem Sinne bleibt nur noch viel Kurbelspaß im wildromantischen Naturidyll des Grünen Dach Europas zu wünschen.

Das Ferienland Naturpark Bayerischer Wald ist um eine fulminante MTB-Attraktion reicher. So führt die 361 km lange Nordroute der beschilderten »TRANS BAYERWALD« sage und schreibe 163 km durch den Landkreis Freyung-Grafenau. Zum echten Highlight zählt das phänomenale Gipfelerlebnis auf dem Dreisessel. Sofern man nicht auf einem E-Mountainbike sitzt ist Wadenschmalz gefragt, damit die verschlungenen Waldpfade in wildromantischer Naturlandschaft - nicht zum zermarternden Quälerlebnis ausarten. Abgesehen davon versprühen grenzüberschreitende Offroad-Routen durch nahezu unberührter Natur jede Menge Lockstoffe. Wie einst Adalbert Stifter - der berühmte Sohn des Böhmerwaldes - als Grenzgänger zwischen Böhmen, Österreich und Bayern zu Fuß wanderte, liegt heute der Stollenfraktion rund um die fasnzierenden Aussichtsgipfel Haidel und Dreisessel ein einzigartiges Naturreservat zu Füßen.

Urige Einkehrmöglichkeiten machen sozusagen das "Kraut fett", d.h. gemütliche Auszeiten runden letztlich eine gelungene Radtour erst perfekt ab. Trotz alledem sollte man in der dünn besiedelten Gegend grundsätzlich Proviant wie z.B. Energieriegel, Obst bei jeder Tour dabei haben und natürlich auf ausreichenden Flüssigkeitsvorrat achten. Wer den Dreisesselgipfel erklimmt bzw. darf sich nach dem schweißtreibenden Anstieg verdientermaßen auf einen leckeren Energienachschub im Bergasthof Dreisesselhaus bzw. im Biergarten in luftiger Höhe freuen. 

Etliche Rad- und Fußgänger-Grenzübergänge fördern sprichwörtlich den grenzenlosen Fahrspaß. Auch raceaffine Biker finden jede Menge an Entfaltungspotential. So bietet z.B. der Bayerwald-Sparkassen-Cup (u.a. in Waldkirchen, Grafenau, IlztalKini oder der „Tag des Sports“ in Neureichenau für Walker, Läufer, Radler und Mountainbiker interessante Wettbewerbsveranstaltungen. Ebenso erfreut sich der Freyunger Dreiänder-Radmarathon bzw. die Nationalpark-Dreisessel- Radrundfahrt großer Beliebtheit. Wer also einen Bikeurlaub plant sollte die Region am Grenzkamm des Bayerischen Wald bzw. Šumava - immerhin das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas - unbedingt auf dem Schirm haben. Ob kräfezehrendes Auspowern oder entspannende Genuss-Rides - das Gourmet ist für alle Facetten des Bikens angerichtet.

Dreisessel Tour Video