Herbstzeit is' Bikezeit

Für Meteorologen beginnt der Herbst am 1. September und endet am 30. November. Eine willkürliche Festlegung, mit der vier Jahreszeiten von konstanter Länge erzeugt und so Wetteraufzeichnungen wie Klimadaten über längere Zeiträume statistisch miteinander vergleichbar werden.

Astronomisch betrachtet beginnt der kalendarische Herbstbeginn auf der Nordhalbkugel stets zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. oder 23. September. In diesem Monat wandert die Sonne von Norden nach Süden und sorgt auf der Nordhalbkugel für kürzere Tage und fallende Temperaturen. Äquivalent dazu beginnt südlich des Äquators der Herbst dagegen im März, während die Nordhalbkugel im Zeichen des Frühlingsanfangs steht.

Sommer-Rückblick

Der meteorologische Sommer war 2024 im Freistaat ebenso nass wie warm, bzw. wie es die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) formulierten: „Der vergangene Sommer war in Bayern unbeständig“. Letztlich sei der Sommer mit einem Temperaturmittel von 18,9 Grad „einer der wärmsten seit 1881“ gewesen, womit dieser Wert 3,1 Grad über dem vieljährigen Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961-1990 lag, der Wissenschaftlern wichtige Erkenntnisse zum Klimawandel liefert.

Insgesamt verzeichnete der Freistaat von Juni bis August - sehr unterschiedlich verteilt - die höchste Niederschlagsmenge aller Bundesländer (303 Liter pro Quadratmeter). Die höchsten Regenmengen prasselten in den Alpen herunter (gebietsweise über 600 l/m²) was in Süddeutschland zu katastrophalem Hochwasser führte.

Herbstzeit ist Bikerzeit

Verabschiedet sich der Sommer und spitzt der Herbst ums Eck, dann steht Mountainbikern aus vielerlei Gründen die beste Jahreszeit ins Haus. Umso mehr heißt es dann nichts wie raus, denn umgeben vom bunt gefärbten Farbenfeuerwerk, frischer klarer Luft macht das Trailsurfen gleich noch viel mehr Spaß. Also möglichst die verbleibende Zeit sinnvoll nutzen, bevor tristes Novemberwetter Einzug hält. Die farbenfrohen Herbstmonate sollten Motivation genug sein, sich lustvoll in den Sattel zu schwingen solange es die Wetterlage halbwegs erlaubt. Mit dem sogenannten „Indian Summer“ wurde in den USA und Kanada sogar eigens ein Begriff geschaffen, der das kunterbunte Wettleuchten der Blätter in den dortigen Laubwäldern beschreibt. Auch hierzulande vollzieht sich ein Farbenspiel sondersgleichen, das sich innerhalb von drei Monaten eindrucksvoll beobachten lässt.

Die Blätter des Essigbaums (Rhus typhina) verfärben sich von gelb zu leuchtend orange ins Rot bis sie schlussendlich braunrot werden, d.h. die Pflanze leuchtet im gesamten Herbstfarbenspektrum.  

Da Mountainbiker bekanntermaßen überwiegend in Wäldern ihrer Leidenschaft frönen schadet es nicht, ein wenig über die natürlichen Vorgänge der Flora Bescheid zu wissen. Gerade in den Wäldern vollzieht sich jedes Jahr im Herbst ein beeindruckendes Schauspiel, wenn sich die Blätter in leuchtend gelbe, rote und braune Farbschattierungen verwandeln. Spannend, welche natürlichen Prozesse beispielsweise Bäume durchlaufen. Hinter dem ganzen Spektakel steckt nämlich nichts anderes, als ein genial perfektioniertes "Baum-Recycling". Bäume zerlegen im Herbst die in den Blättern erhaltenen Nährstoffe, welche sie zuvor durch ihre Wurzeln dem Erdreich entzogen haben. Diese werden im Stamm gespeichert, um sie an sonnigen April- oder Maitagen wieder für den kräftezehrenden Austrieb des frischen Grüns bereit zu stellen. Später werden die grünen Kraftwerke des Chlorophylls im Herbst wieder in ihre Bestandteile zersetzt und entschwinden peau a peau aus der Farbpalette, weswegen dann andere Farbstoffe dominierend sind.

 Der Herbst ist auch bekannt dafür, dass Schwammerl - in Abhängigkeit der jeweiligen Niederschlagsmenge - aus dem Boden sprießen. Vorausgesetzt man kennt sich mit "Fungi" (botanische Bezeichnung) gut aus, der kann die Gaben der Natur sammeln, im Rucksack verstauen und sich späterer ein leckeres Pilzgericht kochen. 

Herbstimpressionen

Das Frühjahr belebt - der Herbst inspiriert - sagt der Volksmund. Sicherlich was Wahres dran. Wer im Herbst bereits sein Bike winterfest einmottet, dem entgeht in der Tat ein grandioses Naturschauspiel. Mutter Natur läuft nämlich buchstäblich zur Hochform auf, indem sie sich quasi ihre goldene Krone aufsetzt. Bevor sie sich ihren Winterschlaf gönnt greift sie tief in die "Farbtöpfe" und verpasst sich ein Antlitz in unterschiedlichsten Farbtönen. Blinzeln zwischen Bäumen, Ästen und Baumkronen Sonnenstrahlen hindurch, verwandelt sich der laubbedeckte Boden in ein goldenes Blättermeer. 

Besonders der Goldene Oktober lädt mit lauen Temperaturen, Schönwetterperioden und guter Fernsicht auf den Hochlagen zu ausgedehnten Tagestouren ein. Farbgetupfte Laubbäume, säuselnder Wind, herabfallendes Laub und Blätterrauschen versprühen dabei ihren charakteristischen Charme. Die Farbpalette reicht vom satten Rot, Sonnengelb, leuchtend Orange bis hin zu Purpur. Ein herausstechendes Schauspiel, das den Herbst so faszinierend und speziell macht. Die lebendige Schönheit der Natur entfaltet sich am glanzvollsten, sobald Sonnenstrahlen die Vegetation zum Leuchten bringt. Reißt die Wolkendecke auf, prunkt das Landschaftsensemble in all erdenklichen Farbschattierungen. Besonders das flammend Rot-Orange der Lärchen sticht dann aus der golden- braun und gelb schimmernden Farbenpracht heraus, die von melancholischer Vergänglichkeit geprägt ist. Ein Grund mehr, das zeitlich begrenzte Naturschauspiel achtsam zu genießen und sich bei einer gemütlichen Einkehr zu entspannen bzw. die körperliche Action mit Speis & Trank zu belohnen.

Bergpanorama

Bei gutem Herbstwetter bieten Hochlagen meist eine grandiose Fernsicht.

Foto: Dreisesselmassiv (Landkreis Freyung-Grafenau) mit Alpenblick

Das Alpenvorland (Bodensee, Ammergauer Alpen/Allgäu, Zugspitzregion, Karwendelgebirge, Chiemgau und Berchtesgadener Land) als auch Mittelgebirgshochlagen glänzt im Herbst bei stabiler Wetterhochdrucklage mit phänomenalen Panoramaaussichten. Während in Flussniederungen und Tallagen häufig zähe Nebelschwaden wabbern, strahlt derweil auf Bergipfeln zumeist die Sonne. Und eins ist auf alle Fälle sicher: herrscht Fön-Wetterlage (warmer, trockener Fallwind, der meist auf der der Windrichtung abgewandten Seite, der Leeseite, in Gebirgen auftritt) genießt man auf Anhöhen bzw. Berggipfel eine atemberaubende Fernsicht. Dann kann's nur eins geben: aufi auf'n Berg!

Foto: Blockhalde am Plattengipfel (884 m) im Fichtelgebirge

Foto: Dreisesselmassiv (Landkreis Freyung-Grafenau) mit Alpenblick

Der Freistaat Bayern wartet mit acht einzigartigen Mittelgebirgen auf, die sich über das gesamte Bundesland verteilen. Auf Mountainbiker übt das abwechslungsreiche Mittelgebirgsterrain eine magische Anziehungskraft aus, deren verlockenden "Revier-Suchtkötern" mit einem schier unerschöpflichen Wegenetz man sich kaum entziehen kann:

  • Bayerischer Wald (Oberpfalz/Niederbayern)
  • Oberpfälzer Wald 
  • Frankenwald (OFr)
  • Fränkische Schweiz (OFr) 
  • Fichtelgebirge (OFr)
  • Spessart (UFr)
  • Rhön (UFr)
  • Odenwald (UFr) - Schnittpunkt Hessen / Bayern / Baden-Württemberg

Gute Zeiten - Schlechte Zeiten - Gutes Wetter - Schlechtes Wetter

Leider vollzieht sich im November meistens in Sachen "Wohlfühlklima" ein krasser Einschnitt, auch weil die sonnenverwöhnte Kurzarm-Zeit erst mal bis auf weiteres vorbei ist. Spätestens nach dem Altweibersommer ist in aller Regel Schluss mit eitel Sonnenschein und spätsommerlicher Wärme. Regenschauer, sinkende Temeraturen und auffrischende Winde läuten unverkennbar den Jahreszeitenwechsel ein. Es mag schon ein wenig Wehmut aufkommen, wenn man der warmen Sommerzeit hinterher trauert, zumal heftige Wetterumschwünge als radikale Zäsur empfunden werden. Fegen Tiefdruckgebiete übers Land und bringen dichte Wolkenbänke mit schauerartigen Regenwalzen mit, dann setzt kaum ein Mensch mehr freiwillig den Fuß vor die Türe. 

Andererseits gilt aber auch, dass Niederschläge - insbesondere nach monatelangen Dürre- und Hitzeperioden - für die geschwächten Wälder bitter nötig sind, nachdem der Wald seit Jahren an Trockenstress leidet. Laut Experten stellt massiver Niederschlagsmangel die bedeutendste Auswirkung des Klimawandels auf das Waldwachstum dar. 

So reizvoll Biketouren zur fortgeschrittenen Bike-Saison auch sein mögen, so birgt die kältere und niederschlagsreichere Jahreszeit im Gelände gleichwohl ihre Tücken. Werden jedoch gewisse Grundregeln (Kleidung, Fahrweise, Materialpflege etc.) beherzigt, braucht man Kälte, Wind, Wetter, Schmutz und Wegebeschaffenheit nicht zu fürchten. Mountainbiken bietet im Herbst zwar seine ganz eigenen Reize, allerdings kann der Untergrund manchmal tückisch sein. Unter (nassem) Laub können sich jederzeit Hindernisse verbergen, auf die man tunlichst gefasst sein sollte. Genauso wie sich die Natur verändert bevor sie sich in den Winterschlaf begibt, ist dementsprechend das Fahrverhalten den Gegebenheiten anzupassen. Sind Trails und Wege matschig, Wurzeln und Steine glitschig und lauern unter feuchten Laubbahnen (unsichtbare) auch noch Stolperfallen wie z.B. Regenrinnen oder verblocktes Gestein, dann ist grundsätzlich höchste Vorsicht geboten. Nur wer locker und souverän, d.h. mit optimaler Körperspannung sowie gebotener Übersicht im Rahmen seiner Fähigkeiten durch die Botanik pflügt, beherrscht sein Bike bzw. unwegsames Gelände perfekt. Letztlich ist die Anpassungsfähgikeit der Schlüssel, um sicher und erkältungsfrei bei jedem Wetter durchs Gelände zu steuern.

Ungeachtet dessen, dass klirrende Kälte, pfeifender Wind, schauriger Regen, schlammiger und glitischiger Untergrund das Biken gelinde gesagt ungemütlich machen, steigt die Anzahl derer, die dem garstigen Wetter im Herbst und Winter buchstäblich die kalte Schulter zeigen beständig. Die Zahl der hartgesottenen Ganzjahresfahrer nimmt stetig zu. Da mögen Millionen von ebiker, die seit der Corona-Pandemie die Zahl der Mountainbiker sprunghaft erhöhte, sowie der immense Gravelbike-Trend ihr Schärflein dazu beitragen.  

Wann die Bikesaison endet bzw. ob der "Off-Season-Button" gedrückt wird, macht jeder mit sich selbst aus. Landläufig sind Mountainbiker ja nicht unbedingt aus Zuckerwatte beschaffen, sondern eher aus härterem Holz geschnitzt. Werden trotzdem Vorbehalte gehegt oder kann sich nicht motivieren, dem mag man als eingefleischter All-Wheather Cyclist ins Ohr flüstern: Probieren geht über Studieren, denn Erfahrung ist schließlich der beste Lehrmeister. Salopp formuliert: probierst es dann gspürst'es:-)

Zur wichtigsten Grundvoraussetzung für eine Saisonverlängerung zählt eine atmungsaktive Thermokleidung, damit der "Four-Season-Einsatz" spaßig bleibt und die Gesundheit nicht auf's Spiel gesetzt wird. Passt das Outfit verliert selbst nasskaltes Wetter seinen Schrecken. Mögen beim Start die ersten Minuten unangehm sein, steigt mit Zunahme der Körperwärme automatisch die Stimmungslage. Ganz zu schweigen von der heißen Dusche nach durchnässten (Kälte-) Ritt durch die Botanik. Doch nur wer die Erfarung solcher Kälte- und Wärmereize auf der Haut verspürt hat ist in der Lage das unbeschreibliche Gefühl nachvollziehen zu können. Wenn’s draußen fröstelt und der Atem zu Gefrieren scheint, muss der Speichenflitzer deshalb noch lange nicht in den Winterschlaf geschickt werden. 

Als wäre dies nicht alles schon genug, erschweren schlechte Sicht- und Lichtverhältnisse (verschmutzte Brille) das Biken nicht unerheblich. Kein Wunder, dass einem dies auf's Gemüt schlägt. Think positive! Immerhin soll sich durch eine optimistische Grundeinstellung die Lebenserwartung um bis zu 15% verlängern. Was liegt also näher, als nach Mittel und Wege zu suchen, die aus der lähmenden Stimmungstief-Spirale heraus führen. Oft sind es ja die kleinen Dinge des Lebens, die für Glücksmomente und gute Laune sorgen. Mountainbiken ist nicht nur rezeptfrei, sondern Fahrspaß, Naturgenuss und Inspiration ersetzen die Hilfe von Gesundheitsaposteln, Psychologen, Motivationscoaches oder dergleichen nahezu vollständig. 

Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Umso garstiger aber das Wetter desto mehr ringt man mit sich selbst, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Ein Grau in Grau aus Wolken und tiefhängender Nebel verlangt schon einige Überwindung sich Aufzuraffen. Doch wie heißt es so schön: Geht nicht, gibt's nicht! Also runter vom Sofa, rein in die Bikeklamotten und rauf auf den Bock! Auch wenn's draußen regnet und stürmt und Petrus partout keine "Wohlfühlklaviatur" spielt, ist man im Nachhinein jedesmal froh, den inneren Schweinehund bezwungen zu haben. Die einfachste Kampfansage gegen lethargische Durchänger sind fixe Trainingszeiten mit Vereinskollegen oder Kumpels. Auch deswegen, weil Rückzieher sofort sarkastische Bemerkungen (Weichei etc.) nach sich ziehen. 

Foto: Fichtelgebirge

Ist der Körper erst mal auf Betriebstemperatur, bereut man seine Entscheidung nicht im Geringsten sich überwunden zu haben. Schließlich hält ein Ride über Stock & Stein fit, macht Laune und vertreibt Kummer und Sorgen. Dazu lässt die Aktivität im Freien den Wert des körpereigenen (Stress-) Hormons Cortisol im Blut sinken, bläst den Kopf frei, stärkt das Immunsystem und flösst neue Energie ein. Im Prinzip ein naturbelassener Gesundheits-Cocktail, dessen ganzheitlicher Wirkkomplex sogar nachhaltig anschlägt. Dies belegen auch aktuelle Studien aus Wissenschaftsmagazinen: je mehr wir uns in der Natur bewegen, desto mehr steigt das psychische Wohlbefinden. Zwift hin Training her, zumindest unter diesem Gesichtspunkt gerät der Indoorsport eindeutig ins Hintertreffen.   

Wer sein Bike für den Rest des Jahres quasi an den Nagel hängt und seine Aktivität ins Fitness-Studio oder in die eigenen vier Wände verlagert, um auf Smart- oder Home-Trainern stoisch seine Einheiten abzuspulen, dem entgeht draußen derweil ein bezauberndes Naturschauspiel von begrenzter Dauer. Abgesehen von Mountainbikes bieten unverwüstliche Cross- und Gravelbikes eine breitbandige Hybridfunktion an, die sich sowohl für den Straßen- als auch Geländeeinsatz eignen. Außerdem sind aufgrund der Klimaerwärmung die Winter auch nicht mehr das was sie einmal waren. Von Jahr zu Jahr werden sie kürzer und die Temperaturen milder.

Foto: Fichtelgebirge

Die Sportbekleidungsindustrie produziert modernste High Tech Materialien, die jedem noch so extremen Wetter effektiv Paroli bieten. Wer eine Tour mit Freunden des Wetters wegen absagt läuft mit der Ausrede unweigerlich Gefahr, sarkastisch als "Warmduscher" abgestempelt zu werden. Ganz unrecht haben sie mit dieser Floskel nicht, denn Thermotrikots, Hard- Softshell- Jacken, wasserdichter Friesennerz, Windstopper-Westen, Überziehosen, Handschuhe, Helmmützen und Winterschuhe spenden nunmal genügend Schutz, Eiseskälte und Nässe vom Körper fern zu halten.

Funktionskleidung

Ob Ruhepuls oder körperliche Anstrengung, ob 30 °C Hitze oder zapfige Minusgrade: Der menschliche Körper ist immer versucht, seine Idealtemperatur von etwa 37 °C zu halten. Ist ihm zu heiß, wird überschüssige Wärme in Form von Schweiß über die Haut abgesondert, um Verdunstungskälte zu erzeugen. Ist die Umgebungstemperatur zu niedrig steuert er durch Gänsehaut und Zittern gegen, um den Wärmeverlust auszugleichen.

Um die Gesundheit nicht leichtfertig auf's Spiel zu setzen ist eine Funktionskleidung mit guter Ventilation (z.B. Gore-Membran) das A & O beim Biken. Dabei bewahrt nur ein winddichter, wasserdichter, atmungsaktiver und wärmender Schutz vor Infekten bzw. Erkältungskrankheiten. Wetterfeste, bequeme und atmungsaktive Radbekleidung, die vor feuchter Kälte abschirmt sowie Körperschweiß fernhält und für ein inneres "Wohlfühlklima" sorgt, gehört zur unverzichtbaren Grundausstattung. 

Ein funktionales Biker-Dress muss hohen Ansprüchen genügen. Manch atmungsaktive, winddichte und wasserabweisende Mikrofaser vollbringt schon fast ein Wunderwerk der Technik. Die textile "Schutzhaut" soll isolieren, wasserabweisend sein und gleichsam Feuchtigkeit von innen nach außen transportieren - sprich einen effektiven Luftaustausch gewährleisten. Zweckmäßige Sportklamotten halten durch ihre wasserdampfdurchlässige Funktion warm, weil sie eine Auskühlung selbst bei übermässiger Schweißbildung verhindern. Im Kern geht's darum, dass die Kleidungsschichten vor Wind und Wetter schützen, und durch effektiven Feuchtigkeitstransport für ein angenehmes, wohltemperiertes Körperklima sorgen. Erfüllen Sport-Textilien diese Anfordungen nur unzulänglich, geht mangelnder Tragekomfort rasch auf Kosten der Gesundheit.

Moderne Synthetikfasern nehmen keine Feuchtigkeit auf, und verfügen überdies windichte, wasserdiche, atmungsaktive, thermoregulierende, antimikrobielle, elastische und pflegeleichte Eigenschaften. In diesem Sinne lohnt es sich, für gute Qualität lieber etwas mehr Geld auszugeben. Markenhersteller sind gegenüber billigen No-Name-Produkten eine Nasenlänge voraus, da sie in aller Regel Vorreiter in Sachen Forschung, Entwicklung und Innovation sind, sodass der Kunde die Gewähr hat, ein Produkt mit hervorragender Funktionalität zu erwerben.

Eben weil die Herbstsaison vom unbeständigem Wetter - teils mit erheblichen Temperaturschwankungen - gekennzeichnet ist, artet die Kleidungswahl manchmal zur nervigen "Sisyphos-Arbeit“ aus. Um für alle Eventualitäten (trocken, nass, warm, kalt, windig) gewappnet zu sein, muß man schon haargenau überlegen, in welcher Montur gestartet bzw. was sicherheitshalber alles mitgenommen wird. Während es früh bzw. abends zapfig kalt sein kann, wird es tagsüber bisweilen mild oder bei Sonnenschein sogar spätsommerlich warm, was die Wahl eines passenden Outfits so schwierig macht.

Wer mit seinem Rennrad oder Gravelbike auf Straßen und Radwegen unterwegs ist, findet im Schwesterportal Bayernbike weitere Informationen.