Teäre Line

Klick Dich ins Fluidum der Teäre Line rein und tauche in fesselnde Flow-Sphären ab!

Angefangen hatte alles 2015 mit der flowigen TEÄRE LINE, die inzwischen eine echte Trail-Ikone ist. Seit der Geburtsstunde ist das Wegenetz in der Bike Republic Sölden kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile wurden 9 klassifizierte Lines in die Hanglagen geshapt (Stand 2020) - weitere folgen. Die Zeiten, als Sölden noch als Geheimtipp-Destination für Biker galt ist mit diesem "Granaten-Angebot" tatsächlich Schnee von gestern, denn die Bike Republic Sölden hat sich zum angesagten Hotspot Europas gemausert.

Die moderne Gaislachkogel-Bergbahn mit immenser Beförderungskapazität schaufelt Biker samt MTB in 7 min. komfortabel zur Mittelstation hinauf. Dort oben steht einer reizvollen Trailausbeute mit schwindelerregender Tiefenmeterbilanz nichts mehr im Wege.

Die offizielle Einweihungsfeier des ersten Flowtrails läutete 2015 nicht nur eine neue touristische Zeitenrechnung ein, sondern veranlasste politische wie touristische Würdenträger ganz unbescheiden mal eben die <Bike Republic Sölden> auszurufen. Man möchte sich von beliebigen Bikeregionen abgrenzen und ein klares Unterscheidunsmerkmal schaffen. Dass zur Einweihungsfeier Regenwetter bzw. in den höheren Lagen Schneefall herrschte war so gut wie belanglos. Den (Fahr-) Spaß hat es nicht im geringsten beeinträchtigt. 

In Sachen Widerstandsfähigkeit, Schmutzresistenz und Begeisterungsfähigkeit standen die Mädels gegenüber den Jungs in nichts nach. Eingemummelt im atmungsaktivem Zwiebellook gibt's eh kein schlechtes Wetter - und schlechte Laune schon gleich gar nicht.

Ob Front- oder Backside, selbst in Fangopackung machten Bikerinnen im Dirty-Look eine gute Figur. 

Mit der Bike Republic Sölden wurde eine unverwechselbare Marke geschaffen, die für Trailbiking erster Sahne steht. Jede Republic hat ihre eigene Sprache, weshalb der Ötztaler Dialekt in die Namensgebung der verschiedenen Lines einfließt und die Trail-Eigenschaften charakterisiert. In der Endausbaustufe werden die Lines und Trails vernetzt, was den Offoadern ein ausschweifendes Hochgebirgsterrain erschließt, auf dem sie sich nach Lust und Laune austoben können.

Youtube-Clip

Dem Wetter zum Trotz strahlten am 20. Juni 2015 die Gesichter bei der Einweihungsfeier auf dem "Teäre Line" wie Honigkuchenpferdchen. 

Für Biker steht das erlebte Fahrgefühl an oberster Stelle. Werden emotionale Grenzen gesprengt gerät alles andere zur Nebensächlichkeit. Dass trotz Eiseskälte, Schneefall und glitschiger Rutschpartie 800 Tiefenmeter auf 6 km für Dauergrinsen sorgten, sprach für sich. Kaum im Tal aufgeschlagen ging's nach kurzer Bikewäsche mit der Gaislachkogel-Bahn wieder aufi aufn Berg. Das Abfahrtsfeeling war so MEGA, dass der Suchtbazillus wie verrückt am Rad drehte. Beweis, welch künsterlisches Meisterwerk dem deutschten Trailbauer Joscha Forstreuter in sechsmonatiger Bauzeit tatsächlich gelang. Soviel steht fest: der Flowtrail trifft ins Schwarze. Superduper! 

Pressetext Bike-Opening

 Trotz ausgeklügeltem Beschilderungskonzept empfiehlt es sich die kostenlos erhältliche Trail-Map im handlichen Kleinformat einzustecken. Sie ist im Tourismusbüro in der Freizeitarena bzw. diversen Hotels und Sportgeschäften erhältlich.

Trail Map BIKE REPUBLIC SÖLDEN

Der Holzbogen weist nicht nur den Weg Richtung "Glückshormone" sondern versinnbildlicht im wahrsten Sinne des Wortes das Tor zur gigantischen Trail-Welt der BIKE REPUBLIC SÖLDEN. 

Sesam öffne Dich - Das Tor ins Bikerparadies

Das klassifizierte Beschilderungskonzept ist selbsterklärend. Wer nicht nur die Lines hinabdonnert sondern auch längere Touren biken möchte, der bekommt mit der handlichen Trail-Map keine Orientierungsprobleme.  

 

Teäre Line (S 2)

Die Teäre Line besitzt das Fluidum, welches dem begehrten Flow sprichwörtlich auf die Sprünge hilft. Diesen Spaßbringer hat auch Nicole vom Ötztal-Tourismus für sich entdeckt, die nicht nur Journalisten aus aller Welt betreut, sondern das touristisches Bike-Angebot auch selbst testet. Ihr glückberauschter Kommentar in sympathisch Ötztaler Mundart war nach jeder Session - trotz Bodenkontakts - immer derselbe: mega, mega, des woa echt a 'lässige Gschicht'! Dem pflichtet jeder Biker voll und ganz bei.

GO! Was geht? Ganz einfach, die Welt bzw. das Dasein schrumpft auf die Breite der Trailrinne und besteht nur noch aus erdfarbenen Untergrund, Wellen und Kurvenanlieger. Aufmerksamkeit und kognitive Ressourcen bleiben wie ein Brennglas auf das Wesentliche gebündelt. Der Tunnelblick beschränkt sich auf das gewundene Fahrspurband, alles andere ist ausgeblendet. So in etwa gestaltet sich die rosarote Welt des Trailbikers. Die prickelnde Mischung aus Koordination und Kondition machen den besonderen Reiz des Flowride-Trailbikens aus.

Professionelles fahrerisches Geschick bzw. Trial-Techniken braucht es nicht, um die Teäre Line hinab zu bügeln. Weder steil noch schwierige Schlüsselpassagen oder Obstacles beeinträchtigen den harmonischen Bewegungsfluss. Smoothes Gefälle und Anliegerkurven verleiten den Gashahn stehen zu lassen. Schon nach wenigen Abfahrten ist das Fingerspitzengefühl für die Strecke so weit ausgeprägt, um die Piste elegant zu meistern. 

Während erfahrene Enduristen die schnellste und eleganteste Linie von Kurve zu Kurve anpeilen sind Newcomer oder Einsteiger erst beschäftigt ihren Bewegungsfluß zu optimieren. Doch keine Angst: die Lernschritte vollziehen sich rasend schnell. Abfahrt für Abfahrt verschmelzen einzelne Bewegungsabläufe zunehmend zur dynamischen Fließbewegung. Gleitet man schwerelos und unangestrengt durch die Anlieger und über die Pump Track Wellen, klopft schon bald der seligmachende Flow an die neuronale Tür. 

Traditionsbewusstsein

Bei aller Schnelllebigkeit der Zeit kommt das Traditionsbewusstsein im Ötztal nicht unter die Räder. Vielmehr besinnen sich Einheimische (= Dosiger) gern ihrer historischen Wurzeln. So trägt künftig jede neu geschaffene Line einen typischen Dialektbegriff, der obendrein die Eigenschaften des Trails charakterisiert.

Der Begriff „Teäre" [t?a/ã??] ist ein mittelalterliches, altmundartliches Wort und bedeutet so viel wie eigenwillig, eigensinnig und stur und kommt von „törisch“, „dearisch“ (Quelle: Ötztaler Volkskundler Dr. Hans Haid & Josef Öfner). 

Den wenigsten Urlaubern dürften bekannt sein, dass Ötztaler Mundart seit 2010 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Der Dialekt stellt das prägende Element der lokalen Identität der Bevölkerung zum Ötztal dar und blickt auf sage und schreibe rund 900-jährige Geschichte zurück.

 

Streckencharakter

Der geshapte Flowtrail windet sich unterhalb der Gaislachkogelbahn 800 Tiefenmeter hindernisfrei talwärts und sorgt mit 130 (Anlieger-) Kurven für schwungvolles Achterbahnfeeling. Dabei muss man beileibe kein ausgesprochener Fahrtechnik-Freak sein um flowigen Fahrrythmus zu verspüren. Wie gesagt, die Teäre Line wurde bewusst so angelegt, damit auch fahrtechnisch weniger "Begabte" binnen kürzester Eingewöhnungszeit ihren Fahrspaß haben. Das zeigt sich schon darin, dass der Ride selbst mit einem Hardtail oder Fat-Bike Irrsinnsspaß bereitet. Wellige Quertraversen sorgen dafür, dass kein Streckenabschnitt zu steil ist. Kurzum: der flowige Streckencharakter begünstigt einen flüssigen Fahrstil. Und weil dies alles ohne absturzgefährdende exponierte Passagen von statten geht kann man obendrein relativ gefahrlos seine fahrtechnischen Skills verbessern. Da schlagen nicht nur Männer- sondern auch Frauenherzen höher.

Was nicht heißt, dass klassische Enduristen oder Freerider nicht auf ihre Kosten kommen. Dem pflichtet Bike-Legende Guido Tschugg (Foto unten) 4Cross-Weltcupgesamtsieger und Teilnehmer der RedBull-Rampage bei: „das hier ist einfach nur gut gemacht. Ich hatte selten so viel Spaß auf einem Trail wie hier in Sölden. Man vergisst manchmal direkt aufs Bremsen, so elegant kann man hier gleiten“. Wen radikale Manöver in steilerem Gelände anmachen, für den wurde ein neuer "Sprung-Ableger" aus der Taufe gehoben. Die Zaahe-Line zweigt als Schlaufe von der Teäre Line ab und mündet nach etlichen Sprungkombinationen und höllisch steilen Kehren wieder in den Flowtrail ein (siehe weiter unten).  

 

Auch Guido Tschugg hatte trotz Schneefall mit seinem E-Moutainbike seinen Heidenspaß.

Während Bike-Pros mit Verve rasant und kompromisslos mit sattem Anpressdruck durch die Anlieger donnern und stylistisch gekonnt über Bodenwellen springen, tasten sich "Otto-Normal-Biker" im Rahmen ihrer Skills peau a peau an ihre Grenzen heran. 
Tipp: ein effektives Fahrtechniktraining beschleunigt unter fachlicher Anleitung den Lernprozess nicht unwesentlich. Sobald ein sicheres Fahrgefühl besteht setzt im Gleichklang der Fahrspaß zum Tigersprung an. 

Je nach Fahrkönnen und Kondition liegt die reine Abfahrtszeit zwischen 15 und 30 min., wobei die Cracks der Szene natürlich noch um einiges schneller sind. Wer abstiegsfrei easy lockig flockig hinabsegelt ist mental und konditionell gefordert. Doch Obacht: Kondition = Konzentration, d.h. wem die Puste ausgeht, droht Fahrfehler zu machen. Lieber ab und an sein Bike neben der Strecke parken, eine inspirierende Verschnaufpause einlegen und nebenbei den Fahrstil vorbeihämmernder Fahrer beobachten. Auch das macht Spaß. Sitzt einem ein schnellerer Pilot im Nacken schickt es sich Platz zu machen.  

Harmonisch eingepflanzte Bodenwellen, schöne Kurvenkombinationen sowie ein Wallride pushen Fun und Action. Joscha Forstreuter - federführender Streckenarchitekt - erklärt seine Philosphie: „Ich habe diesen Trail so gebaut, dass jeder seinen Spaß hat“. Dass die geshapte Fahrspur in der steilen Hochgebirgshanglage ehemals extrem steinig und felsig war und teilweise Geröllfelder aufwies - von all dem spürt der Biker auf dem smoothen Flowtrail heute rein gar nichts mehr. Dazu mussten jedoch erst mal tausende Tonnen Steine und Erde beiseite geräumt werden, was der Trailbauer-Chef anfänglich unterschätzte. Sechs Monate Bauzeit für sechs Kilometer Strecke, d.h. je Kilometer verstrich trotz Fulltime-Job für 4 - 8 Streckenbauer im Schnitt 1 Monat Zeit. 

Komfortabel gelöst: wem der technische (Wurzel-) Schlussabschnitt zu heftig ist, schlägt den smoothen Chickenway auf der Straße ein. 

Chamäleons huschen auf 2 Rädern lautlos durch die romantische Wildnis

 

Der Teäre Trail endet an einer Straße wo entweder auf die technische Singletrail-Passage abgezweigt wird, oder rollt einfach die Straße hinunter. 

Der anspruchsvolle Singletrail-Abschnitt endet direkt an Tirols größtem Pumptrack, wo der MTB-Nachwuchs gefahrlos seine Bewegungsmotorik trainieren kann.  

Beim Pumptrack befindet sich sinnigerweise ein Bike-Waschplatz, wo es dem Dreck mit druckfreiem Wasserschlauch schonend an den Kragen geht. Zur Gaislachkogelbahn ist es nur ein Katzensprung. 

Bikewäsche war beim Bike-Opening nach jedem Run dringend nötig, während Kleidung, Schuhe und Protektoren erst spräter dran waren. Wenn selbst bei miserablen Wetterbedingungen der Wald seine Gäste mit grinsenden Gesichtern ins Ortszentrum ausspuckt und Wortsalven wie MEGA, GEIL, MEGAGEIL, HAMMER, WAHNSINN die Runde machen stellt sich die Frage, was bei Schönwetter im Kurzarm-Dress abgeht? 

Fazit: sobald nach gewisser Übungszeit die Bewegungsmotorik flüssiger, automatisierter wird und alles unbewusst locker von der Hand geht ergreift der viel zitierte Flow das neuronale Handlungsgeschehen. Schaltet sich das Bewusstsein adhoc dazwischen löst die angekurbelte Endorphinausschüttung Glücksgefühle aus. Insofern wirkt die Teäre Line auf Fahrakrobaten wie ein rezeptfreies Opiat, das sich ins Langzeitgedächnis einbrennt. Kein Wunder, wenn zuhause der Suchtbazillus solange rummosert bis er zu seinem Recht kommt. 

 

 

Vorfreude ist berechtigt, da wir den sprunggewaltigen Spaßbringer bereits im August 2015 testen durften. Fazit: Mega!

Um Konflikte zu vermeiden sollte sich an die Trail-Rules halten. Der Ehren-Kodex formuliert eigentlich nichts neues. Die Beachtung und Einhaltung der Regeln ist für verantwortungsbewusste Biker eine Selbstverständlichkeit.

 

Der Teäre Trail hat Suchtcharakter was daran zu spüren ist, dass man flowberauscht am liebsten solange hinunter donnert bis konditionell und mental Schicht im Schacht ist.

Im Das <Haibike Ötztal ProTeam> um die Lokalmatadoren Karl Markt (4. v. links), Gregor Raggl (1. v. links) und Fabian Costa (2. v. links, U 23) in der olympischen Cross-Country-Disziplin um Weltcup-Punkte fighten.