Ötztal - Radweg

Beginnend in Haiming/Tirol (663 m) durchquert der Ötzal-Radweg das gesamte Ötztal bis nach Sölden (1.360 m). Der Radweg zweigt vom 500 km langen Innradweg ab welcher von Maloja in der Schweiz nach Passau verläuft. Die herrliche Naturroute führt den Radfahrer abseits der viel befahrenen Ötztaler Bundesstraße 52 km entlang der faszinierenden Bergwelt der Ötztaler Alpen hinauf. Angefangen vom sonnigen Trockenklima am Taleingang über das breit ausladende Tal von Umhausen und Längenfeld bis in das von majästischen 3000 ern umringte Alpendorf Sölden. Entlang der rauschenden Ötztaler Ache ist in jeder Hinsicht landschaftliche Vielfalt geboten. Ob Touren- oder Familienradler, E-Biker oder Mountainbiker - jeder kann verkehrsbefreit und sicher das Ötztal mit Spaß und Freude genießen.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Ötztal-Radweg


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1. TEILABSCHNITT SÖLDEN-ASCHBACH

Der 15 km lange Abschnitt zwischen Sölden und Aschbach / Längenfeld (1 179 m) wurde nach Trassierung, aufwendigen Brückenbauten und Felssprengungen 2016 fertig gestellt. Ein 1,2 km langer Neubau mit drei Brücken ermöglicht seitdem unbeschwertes Radeln ohne die Ötztaler Bundesstraße überqueren zu müssen.  

2. TEILABSCHNITT ASCHBACH-LÄNGENFELD

© Ernst Spreng

2017 folgte die Fertigstellung des zweiten Teilabschnitts nach Umhausen (1 033 m.ü.M.). Mit zwei Unterführungen bei Bruggen und Huben nahe Längenfeld gehören Überquerungen über die Ötztaler Bundesstraße auch hier endgültig der Vergangenheit an.

You-Tube-Video, Abschnitt Sölden-Längenfeld

3. TEILABSCHNITT LÄNGENFELD - UMHAUSEN

2018 wurden zwei Radwegbrücken sowie eine weitere Unterführung gebaut, um das sichere Befahren der Abschnitte Au (Längenfeld) bis Köfler Gerade (Umhausen) zu gewährleisten. Aufgrund geltender Umweltauflagen ist der Ötztaler Radweg vorerst noch unasphaltiert. Ein behördliches Genehmigungsverfahren soll die nachträgliche Asphaltierung ermöglichen. Erklärtes Ziel der Tourismusbehörde ist, auch schmal bereiften Rennradfahrern eine attraktive Alternative zur stark befahrenen Ötztalstraße B 186 zu bieten. 

You-Tube-Video, akutelle Bauarbeiten

Neu: zwischen dem Outdoorplayground der AREA 47 und dem Ort Sautens im vorderen Ötztal wurde ein schöner Rastplatz - ausgestattet mit Sitzgarnitur, Überdachung, Service-Station für Biker und einer E-Bike-Ladestation - eingerichtet. 

Lückenschluss 2020

Im Jahr 2020 soll der Lückenschluss zwischen Sölden (1 376 m) und dem Talausgang des Haiminger Ortsteils Ötztal-Bahnhof (704 m) erfolgen und damit den Ötztaler Radweg an den Inn-Radweg bzw. die geplante Transtimmel-Route anbinden.

Bild oben: Presseausfahrt im Rahmen des Ötztaler-Radmarathons. Ötztal-Tourismuschef Oliver Schwarz (zweifacher Ötztal-Radmarathon-Finisher und leidenschaftlicher Mountainbiker) erklärte Hintergründe zum Bau des Ötztaler Radwegs.

Der einsehbare Routenverlauf samt vorbildlicher Beschilderung lässt keine Orientierungsprobleme aufkommen.

Wald- Wiesen- und Felspassagen wechseln sich vis a vis der Ötztaler Ache einander ab. Man bleibt bei jeder Kurbelumdrehung der ursprünglichen Natur auf der Spur.

Streckenbeschreibung Haiming-Sölden

Der Ötztal-Radweg beginnt im Ortszentrum von Haiming und führt über die Weiler Magerbach und Schlierenzau zum Ötztal Bahnhof. Von dort verläuft der Radweg kurzzeitig parallel zu den Bahngleisen und zweigt beim Areal der Area 47 südlich ab. Entlang der rauschenden Ötztaler Ache geht's nach Ötz, wo die Route am Ortsausgang parallel zur Ötztaler Bundesstraße weiter führt. Kurz vor Tumpen beginnt ein Anstieg, wo ab der zweiten Kurve die Asphaltoberfläche auf Schotter wechselt. In Tumpen wechselt die Radwegtrasse zur östlichen Talseite und zieht sich flach ansteigend - vorbei an der Engelswand - nach Umhausen. Nach dem Straßenseitenwechsel schlängelt sich der Radweg am Umhauser Fußballplatz vorbei. An der Abzweigung nach Köfels muss aktuell noch auf die Ötztaler Bundesstraße bis nach Au gewechselt werden. 

Der folgende relativ flache Wegabschnitt kreuzt mehrere Weiler - teils auf Asphalt teils auf Schotteruntergrund. Nach Huben quert der Radweg erneut die Bundesstraße und zieht sich parallel dazu bis zum Weiler Bruggen, wo die Bundesstraße letztmalig gequert wird. Bei Aschbach führt der Weg über eine Radbrücke, anschließend kurz bergauf und schließlich wieder leicht abfallend bis zur nächsten Brücken-Überführung. Der Schlussabschnitt des Ötztal Radwegs führt entlang der Ötztaler Ache in die Gemeinde Sölden.

 Ötztaler Ache

Die wasserreiche und reißende Ötztaler Ache trägt ab dem Zusammenfluss von Venter Ache und Gurgler Ache bei Zwieselstein ihren Namen. Sie mündet nach 42 km beim Haiminger Ortsteil Ötztal-Bahnhof in den Inn. Wird die Venter Ache und Rofenache als Oberlauf der Ötztaler Ache hinzu gerechnet, hätte sie eine Länge von 67 km und einen Höhenunterschied von 1800 Meter. Die Ache mit ihrem Einzugsgebiet von 894 km² großteils von den Ötztaler- und Stubaier Alpen gespeist.     In ihrem Einzugsbreich befinden sich 171 Gletscher, die einstmals eine Fläche von 115 km² bedeckten. Einsetzende Klimaerwärmung ließ die Gletscher bis heute um rund 95 km² schrumpfen. Die Wasseremperatur beträgt maximal 9 Grad Celsius. Der mittlere Abfluss erreicht im wasserreichsten Monat Juli bis zu dem Zwanzigfachen des wasserärmsten Monats im Februar. 

 

Mitunter gibt es neidvolle Blicke der Rennradler, weil "Genussradler" parallel zur B 186 verkehrsfrei radeln können. Dieses Manko soll sich für Radsportler bald zum Positiven ändern.

In nördlicher Fahrtrichtung macht sich der leicht abfallende Streckenverlauf angenehm bemerkbar. Auch mit minimaler Kraftanstrengung kommt man auf dem Radweg gut vorwärts.

Je näher Längenfeld heran rückt, desto weiter öffnet sich das Tal. 

Natürlich genießen Fußgänger Vorrang. 

Der Radweg führt direkt an Tirols größtem Thermenresort - dem Aqua Dome - vorbei. Die Radtour lässt sich damit idealerweise mit entspannender Wellness-Auszeit kombinieren. 

Bild oben: das am Wegerand liegende Naturhotel Waldklause in Längenfeld ist lt. Tourismuschef das best ausgelastste Hotel des Ötztals.  

Öffentliche Linien-Busse

In Fahrtrichtung nach Sölden gestaltet sich die Tour etwas mühsamer, da gut 200 hm zu überwinden sind. Allerdings halten sich die sanften Anstiege im einstelligen Prozentbereich in erträglichen Grenzen. 

Wem die Rückfahrt zu anstrengend erscheint, steigt einfach in den Öffentlichen Busnahverkehr um, schließlich zieht jeder Linien-Bus einen Radanhänger mit. Damit eröffnet sich auch weniger trainierten Genuss- Trekking- und Familienradlern sowie E- und Mountainbikern eine kräfteschonende Beförderungsmöglichkeit. So kann man von Sölden entspannt durch's Ötztal talwärts rollen und den Rückweg (200 hm) bequem per Bus antreten (Fahrzeit ca. 20 min.). Das Auto kann also getrost vor der Urlaubsunterkunft stehen gelassen werden. Die umweltfreundliche Mobilität schont nicht nur die Natur sondern Radfahrer können die schöne Tallandschaft im Angesicht der ungezähmten Ötztaler Ache in vollen Zügen vom Sattel aus genießen.

LINIEN- UND GLETSCHERBUS IM ÖTZTAL

- täglicher Linienbus: Imst - Ötztal-Bahnhof - Sölden- Zwieselstein - Obergurgl - Timmelsjoch
- täglicher Linienbus: Imst - Haiming - Silz - Mötz - Ochsengarten - Kühtai
- täglicher Gletscherbus: Sölden - Rettenbachgletscher - Tiefenbachgletscher
- täglicher Linienbus (Bis Beginn Wintersaison): Sölden - Zwieselstein - Vent und zurück
- täglicher Linienbus: Obergurgl - Timmelsjoch - St. Leonhard

Fazit: ein leicht zu befahrender Radweg durch das Ötztal, dessen Fahrtrichtung je nach individuellem Leistungsvermögen durch bestehende Bus-Linien mit Radtransport frei wählbar ist.

Infos/Bezugsquellen

ÖTZTAL TOURISMUS

Gemeindestrasse 4

6450 Sölden 

Tel.: 0043 (0) 57 200 200

Fax: 0043 (0) 57 200 201

soelden@oetztal.comhttp://bikerepublic.soelden.com/de

ÖTZTAL TOURISMUS 

Unterlängenfeld 81

6444 Längenfeld

Tel.: +43 (0) 57200 300 

Fax: +43 (0) 57200 301

laengenfeld@oetztal.com https://www.laengenfeld.com/de