42. Arber-Radmarathon • 26. Juli 2026
»REWAG-Runde«
Die trailfreie »REWAG-Runde« bietet Einsteigern, Familien, Senioren und ebikern beste Voraussetzungen für hindernisfreien Fahrspaß auf Schotter- Wald- und Wiesenwegen sowie Radwegen und Nebenstraßen. Die familiengeeignete Strecke richtet sich an Naturliebhaber, die breitere Wege ohne fahrtechnische Hürden bevorzugen. Eine "Easy-Going-Tour", dessen moderate Anstiege mit guter Grundkondition stets im grünen Bereich bleiben. Die Familientour ist bekannt dafür, dass sie generationsübergreifend Genussradler anzieht, bei der Kinder, Teenager, Senioren und Erwachsene in trauter Gemeinsamkeit miteinander radeln und das herrliche Naturerlebnis unter freiem Himmel genießen. Bedeutsam auch deshalb, als dass der Zugang zur - sowie der Aufenthalt - in der Natur für den Großteil von Kindern drastisch gesunken ist. Nichtsdestoweniger dürfen sich Novizen für das geschmeidige Geländeerlebnis eingeladen fühlen, ohne sich mit Naturzierrat wie Wurzeln, Steine, Äste, ausgewaschenen Regenrinnen oder verblockten Absätzen herumschlagen zu müssen.
Mit einem E-Bike ist die »REWAG-Runde« auch mit Trailer/Kinderanhänger befahrbar (in Abhängigkeit eines Reichweitenchecks), womit selbst Kleinkinder am harmonisch-geselligen Familien-Abenteuer teilhaben können.
Die Geländetour zeichnet sich durch ihr gemäßigtes Profil (moderate Steigungen) aus, deren gut befestigte Wege ohne Weiteres die Befahrung mit Kinderrädern erlaubt. Überwiegend fein gesandete Wald- und Schotterwege sowie verkehrsfreie Radwege (nur kurzzeitig werden Nebenstraßen befahren) laden zum entspannten Cruisen ein, was nebenbei die eigenständige Mobilität der Kinder fördert, die sich heutzutage häufig zu wenig bewegen.

Eckdaten
- Streckenlänge: 46 km
- ≈ 500 Höhenmeter (laut Veranstalter)
- Streckenzenit: 522 m ü.NHN. (KM 18)
- Streckencharakteristik: kupiertes Gelände, Trail- und Rampenfrei, Asphaltanteil 50%
- Steigungsschwerpunkte: Wutzlhofen (KM 8) bis Hohe Linie (KM 18), 10 km, ca. 200 hm; Wenzenbacher Schloßberg (KM 28) 1.2 km, 90 hm; Mühlberg (KM 37.5), 2 km, 60 hm
- Fahrtechnisch sehr leicht - Konditonell leicht bis mittelschwer
- Radgattung: Mountaibike, e-bike, Gravelbike, Trekkingbike, Kinderräder; Trailer- Kinderanhängertauglich (e-bike); für Rennräder ungeeignet!
Eignungsklassifizierung
Einsteiger, Freizeitbiker, Familienbiker, Senioren, ebiker (Kinder im schulpflichtigen Alter ab 10 Jahre mit Fahrradpraxis/Tourerfahrung)
Verpflegungsstationen
- TSV Berhardswald (Stockhäusl): KM 21.5
- Fußenberg/Gasthaus Gambachtal: KM 33
Checkliste
• Fahrradhelm
• Wetterabhängige Radkleidung
• Sonnenbrille
• Erste-Hilfe-Set
• Sonnenschutzcreme
• Ersatzschlauch, Reifenheber (Minitool)
• Fahrradpumpe
• Proviant und Flüssigkeit
Start 8.40 Uhr (Massenstart)

Reizvolle Familientouren
Gewöhnlich haftet dem »Arber-Radmarathon« ein radsportliches Image an. Weniger bekannt dagegen ist, dass die größte Radtouristveranstaltung Deutschlands auch für Familien- Freizeit- und Genussradler sowie für ebiker nicht minder vielversprechende Touroptionen im "Köcher" hat. So steht der genussorientierten Zielgruppe neben der reizvollen »REWAG-Runde« die »Aumovio-Familienrunde« - eine vergleichsweise flachere Variante (Donau-Radweg) - zur Wahl. Beide Familienrunden - die eine in der Donauebene die andere im Bayerischen Vorwald - haben ihren Charme. Was besonders auffällt: das bunt gemischte Teilnehmerfeld versprüht eine betont lockere Atmosphäre, weil man leistungsdruckbefreit unter Seinesgleichen dieselben Interessen miteinander teilt. Hinsichtlich des Streckenprofils und der konstrastreichen Naturkulisse (Waldlandschaft/Flussauen) könnten die zwei Routen kaum unterschiedlicher sein. Wer also häufiger startet kann die Gelegenheit beim Schopf packen und die Streckenvarianten nach Lust & Laune abwechselnd befahren.
Die »REWAG-Runde« mit 500 Höhenmeter erfordert im Vgl. zur flachen »Aumovio-Familienrunde« etwas mehr Ausdauer und Geschicklichkeit. Sie spricht Schulkinder vornehmlich ab dem 10. Lebensjahr bzw. Teenager an, wobei die altersgemäße Eignung maßgeblich vom Entwicklungsstand und der körperlichen Verfassung abhängt. Entscheidend ist, den Nachwuchs nicht zu überfordern, ansonsten bekommt der Spaß ein Loch, was prompt wie ein Motivationskiller wirkt. Regelmäßige Pausen und ein gemütliches Wohlfühltempo verringert die Belastung, womit sich auch die Anstiege einigermaßen gut bewältigen lassen. Dürfen die Sprösslinge Pausenstopps und Geschwindigkeit selbst bestimmen, kann eigentlich nichts schiefgehen. Um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen und ihre Motivation hochzuhalten stehen Spiel, Spaß, Abenteuer und Abwechslung im Vordergrund.
Altersangaben hängen grundsätzlich von der Entwicklungsreife und der jeweiligen körperlichen Konstitution ab, weswegen die subjektive Einstufung der elterlichen Einschätzung bedarf.
Nicht vergessen: Proviant & Flüssigkeitsvorrat mitnehmen

Foto: wie es sich für eine smarte Familienrunde gehört, liegen die Verpflegungsstationen nicht weit auseinander. Nachdem der hüglerige Streckenteil nach Bernhardswald bewältigt ist, befindet sich der nächste Verpflegungsstopp 11.5 km entfernt in Fussenberg.
Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltung
Abgesehen von »Aumovio-Familienrunde« und der »REWAG-Runde« kann sich der Nachwuchs nun bei einer weiteren spaßigen Attraktion aktiv entfalten. Um Kindern eine reizvolle Abwechslung zu bieten, wird am Dultplatz erstmalig ein mobiler Pumptrack aufgebaut. Zweck der Übung ist, unter Ausnutzung des welligen Längsprofiles durch koordinierte, pumpende Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers permanent Geschwindigkeit aufzubauen ohne dabei zu pedalieren. Mit spielerischem Spaß können Kinder so ihr fahrerisches Geschick, Gleichgewicht und Koordinationsverhalten schulen sowie Kurvenfahren üben, was der allgemeinen Fahrsicherheit zugutekommt. Absolutes Highlight sind organisierte Pumptrack-Rennen, die am Samstag zwischen 12.00-17.00 Uhr in der Alterklasse U7-U11 kostenfrei durchgeführt werden.

1. Arber Kids Cup, Pumptrack Rennen
- Für Kinder in den Altersklassen U7 U9 U11
- Ausrüstung: Fahrrad+ Helm,
- Anmeldung: Online oder vor Ort
- Keine Startgebühr!
Trackdaten werden nach behördlicher Streckengenehmigung 1 Woche vor dem Event-Termin aktiviert! Neben der Streckenmarkierung sind unübersichtliche Stellen zusätzlich mit blauen Richtungspfeilen bzw. Flatterbändern gekennzeichnet.
Streckenverlauf

Start Regensburg/Dultplatz → Oberpfalzbrücke → Frankenstraße → Walhalla-Allee → Pilsen-Allee → Grüntal → Hohe Linie → TSV Berhardswald/Stockhäusl (KM 21.5, V1) → Finsing → Falkenstein-Radweg (4 km) → Wenzenbacher Schlossberg → Roith →Fußenberg/Gasthaus Gambachtal (KM 33, V2) → Gonnersdorf → entlang Böhmerwaldstraße/Pilsen Allee (Radweg) → Mühlberg → Amberger Straße → Sattelbogener Straße → Uferstraße → Reinhauser Brücke → entlang Bayerwaldstraße/Frankenstraße (Radweg) → Oberpfalzbrücke → Ziel Dultplatz Regensburg
Streckengrafik mit Höhenprofil - REWAG-Runde Tour I ≈ 500 hm (laut Veranstalter)
Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Die hindernisfreie »REWAG-Runde« spricht als Einsteiger/e-bike-Strecke Genussbiker an, denen Fahr- und Naturgenuss mehr am Herzen liegt, als fahrtechnische Herausforderungen oder steile Rampen zu bewältigen.
Der Weg ist das Ziel. Kinder wünschen sich Abwechslung, reizvolle Zwischenziele und Pausen um bei guter Laune zu bleiben bzw. damit das Durchhaltevermögen nicht unter die Räder kommt. Da knapp zwei Drittel der Höhenmeter bereits im ersten Drittel der Wegstrecke bewältigt sind, weist die 25.5 km lange Restrecke ab der Verpflegungsstation am Bernhardwalder Sportplatz nur noch 220 hm auf. Nach ausgiebiger Rast schwingt man sich frisch gestärkt wieder in den Sattel, kurbelt frisch frei fröhlich zum Falkenstein-Radweg und freut sich schon auf die nächste Verpflegungsstelle in Fußenberg.

Snapshot in Adlmannstein mit unmissverstänlicher Botschaft: Eile mit Weile - "Wad mud dad mud". Oder wie es der chinesische Philosoph Konfuzius (551 v. Chr. bis 479 v. Chr.) ausdrückte: "Gut Ding braucht Weile". Eine Weisheit, die sich bestens auf's entschleunigte Genussradeln übertragen lässt, zumal in der Ruhe die Kraft liegt aus der neue Energie erwächst. Obwohl die Verpflegungsstationen relativ eng beinanderliegen, verlocken trotz alledem Rastbänke in idyllischer Lage zu spontanen Päuschen, schließlich ist man ja nicht auf der Flucht. Es spricht ja auch überhaupt nichts dagegen von Zeit zu Zeit abzuschalten, mit Muße die Blicke schweifen zu lassen, um nach der energetischen Schaffenspause wie Phönix aus der Asche mit frischem Elan wieder kraftvoll durchzustarten.

Foto: kurze Auszeit am zweitletzten Anstieg zur Wenzenbacher Höhe
Sofern die Kräfte sorgsam eingeteilt werden, stellen die moderaten Schlussanstiege des Wenzenbacher Schloßbergs (90 hm) und des Mühlbergs (60 hm) - Ø Steigung 4 % - kein größeres Hindernis dar.
Streckenbeschreibung
Vom Regensburger Dultplatz (Start/Ziel) führt die Strecke auf der Frankenstraße und der Walhalla-Allee stadtauswärts und mündet nach dem Kreisel kurz hinter der Donau-Arena in die Donaustaufer Straße ein.

Freie Fahrt, ohne auf einer mehrspurigen Ausfallstraße ohne Rotlicht beachten zu müssen gibt's auch nicht alle Tage. Die Verkehrssperrung dient der Sicherheit, da sich dadurch die dicht gedrängten Massenpulks gefahrloser entzerren. Kurz nach der Donau-Arena wird die zweispurige Walhalla-Allee verlassen. Nach Unterquerung des Odessa Rings werden die Mountainbiker links auf einen Radweg entlang der Donaustaufer Straße geleitet, die von der nächsten Ampelkreuzung ab in die Pilsen Allee übergeht.

Erfahrungsgemäß wird an der Spitze in Windschattenformation ordentlich Dampf gemacht, während es nachfolgende Fahrer wesentlich entspannter angehen lassen. Auf dem kerzengerade verlaufenden Radweg wird der Stadtteil Brandlberg passiert, bevor bei KM 8 km rechts in die Botanik abgezweigt wird, dessen Wiesenpfad bzw. Schotterweg sanft zu steigen beginnt.

Der sanft ansteigende Wiesenweg zieht das anfänglich dichte Starterfeld rasch in die Länge. Nach der kurzen Warmfahrphase ist jeder versucht, ohne zu Überpacen seinen Rhythmus zu finden.

Abrupt geht das urbane Stadtgebiet in die schöne Naturlandschaft der Ferienregion Regensburg über. Wie an der Perlenschnur aufgedröselt durchschneiden die Fahrer frühmorgens die sonntägliche Stille und kurbeln der 80 Meter höher liegenden Hügelkuppe zu.

Das Hauptfeld ist noch relativ eng beisammen, wobei sich die disziplinierte Fahrweise, sportliche Fairness und gegenseitige Rücksichtnahme auf den lässigen Breitensportcharakter ohne Zeitnahme zurückführen ist. Geselliges Miteinander ohne Wettkampfeifer spiegelt den radtouristischen Charakter augenscheinlich wider. Sieht man von vereinzelten Spitzenfahrern ab, geht's nicht darum besser/schneller als andere zu sein sondern darum, bestenfalls sich selbst zu übertreffen. Dies macht den Unterschied zu rennsportbasierten Formaten offenkundig, bei denen ambitioniert mit harten Bandagen um Platzierungen gefightet wird.
Unscheinbarer Nebeneffekt: gestaffelte Startzeiten bewirken neben kleineren Startpulks zudem eine leistungsbezogene Vorselektierung, weswegen sich schnellere und gemütlichere Fahrer kaum ins Gehege kommen. Grund ist der, dass leistungsstärkere Fahrer i.d.R. bei der anspruchvolleren Tour F oder Tour G bereits um 7:20 Uhr starten, während der Startschuß für Genuss- Familien- und E-biker der »Altenthannrunde« und der »REWAG-Runde« erst um 8:40 Uhr fällt, womit sozusagen jeder Teilnehmerkreis sozusagen unter sich bleibt. Auch Gravelbiker sind bereits "On Track" (Start 8.00 Uhr), die abschnittsweise dieselbe Strecke befahren. Je nach Durchschnittsgeschwindigkeit und Dauer der Verpflegungsaufenthalte ist erst beim Rückweg Richtung Fußenberg (V) bzw. im Schlussabschnitt mit vereinzelten Überholmanövern zu rechnen.

Trotz unmittelbarer Stadtnähe vermitteln von Büschen umwachsene Hohlgassen den Eindruck, als sei man von der Domstadt himmelweit entfernt.
Von der Höhenkuppe aus endet schon bald der Feldweg und mündet in die beruhigte Wohnverkehrsstraße 'Am Steinert' in Grünthal ein.
Einmündung in die vorfahrtsberechtigte Brandlbergerstraße, wo ein Streckenposten vor herrannahenden Autos warnt oder die Biker durchwinkt.
An der nächsten Kreuzung geradeaus in die Ölbergstraße, der sich kurz darauf ein Schotterweg anschließt welcher schon bald halbrechts auf einen schmalen Pfad verlassen wird.

Am Waldrand kurz hinter Grünthal heißt es im schwunghaften Tempo am Fuße der Hohen Linie aufpassen, denn der bislang gewohnte hinternisfreie Untergrund wechselt nach 11 km an einer unscheinbaren Schlüsselstelle plötzlich. Es grüßen die ersten knöchrigen Wurzeln des Tages, die bekanntermaßen des Bikers "liebstes Kind" sind.
Nun beginnt in der Waldpassage der 7 km lange terrassenförmige Anstieg zum Scheitelpunkt der Hohen Linie (520 m ü.NHN.), der bei KM 18.5 überschritten wird. Mehrere Steigungsblöcke - unterbrochen von Gegengefälle - kumulieren sich auf 200 Höhenmeter.

Die Auffahrt zum Kreuther Forst sprengt einerseits dichte Starterpulks, andererseits fügt der Selektierungsprozess gleichstarke Fahrer zusammen, dessen kommunikative Zweckbündnisse auf Zeit frischen Wind ins Fahrtspiel bringen. Während leichtgewichtige Bergziegen ihr Heil in der Flucht suchen, sind andere bemüht den Anschluss nicht zu verlieren. Bedingt durch die großen Startpulks bleiben die Chancen Gruppenanschluß zu finden fortwährend intakt. Nur dort, wo das Feld ausgedünnt ist (Spitze und am Ende) wird's für Top-Fahrer als auch Nachzügler bzw. versprengte Schlusslichter schwieriger, ebenbürtige Begleiter zu finden.
Bezogen auf die Leistungsunterschiede haben E-Biker einen entscheidenden Vorteil. Einerseits sind bereits mehr als die Hälfte der Teilnehmer vorwiegend auf der klassischen »Altenthannrunde« mit dem ebike unterwegs, andererseits kaschiert die Akku-Unterstützung Leistungsunterschiede, was sich insbesondere bei Anstiegen bemerkbar macht. Die Anschubhilfe erhöht automatisch die Gruppenkonsistenz, weswegen ebiker bei gleichmäßigerem Tempo über längere Wegstrecken häufig zusammen bleiben.

Bis zur Hohen Linie werden idyllische Weiher passiert, was ein wenig von der mühsamen Kletterei ablenkt. Eine unberührte Naturlandschaft, die geradezu zum Mountainbiken einlädt.

Foto: nach einem Gegengefälle setzt sich der Anstieg zur Hohen Linie im Kreuther Forst fort. Die moderate Steigung lässt sich im selbstbestimmten Belastungsbereich rhythmisch ganz gut fahren. Sobald der Scheitelpunkt auf 520 Meter Höhe überschritten ist, beginnt eine längere Gefällstrecke.
Bei der rasanten Abfahrt von der Hohen Linie auf der von Schlaglöchern sowie von Längs- und Querrinnen durchsetzen Schotterpiste ist erhöhte Vorsicht geboten. Beim Streckenteiler (KM 19.5) zweigen 3 MTB-Touren rechts ab, während die REWAG-Runde sowie zwei Gravelrouten geradeaus Bernhardswald ansteuern.
Hinter Finsing führt ein Schottweg direkt zur nächsten Streckenverzweigungsstelle.

Nachdem kurz hinter Finsing die B 16 überquert ist, wird links in einen losen Schotterweg abgebogen.

Foto: Streckenteiler Mountainbike links / Gravelbike rechts. Kurz nach der Talmulde wird rechts abgebogen und radelt in einer Waldpasage, die im Schlussabschnitt in eine Gefällstrecke mündet. Vorsicht bei der Überquerung des Wenzenbachs, weil die Holzbohlen des Brückchens meistens glitischig sind. Nun mündet die Route links in den Falkenstein-Radweg ein.

Bernhardwald: schräg versetze Kreuzung (Links-Rechtsknick)

Foto: die Gesichtszüge lassen unschwer erkennen, welchen Heidenspaß das gleichmäßig abfallende Gefälle auf der verdichteten Fahrbahnoberfläche des Falkenstein-Radwegs bereitet. Kein Wunder, dass sich nach vielen zähen Uphills der verminderte Rollwiderstand im vollen Speed als regelrechter Spaßbeschleuniger berauschende Gefühle entfacht.

Zweifelsohne gehört der 35 km lange Falkenstein-Radweg zu den schönsten Bahntrassenrouten des Bayerischen Waldes. Mountainbikern bietet der Streckenabschnitt eine willkommene Verschnaufpause, da die abschüssige Strecke keinen Kraftaufwand erfordert. Nach 3.6 km ist das idyllische Bahntrassen-Erlebnis schon wieder vorbei. Die Route zweigt in einer Linkskurve schräg rechts in einer Bogenform ab und quert danach über ein schmales Brückchen den plätschernden Wenzenbach.

Moderat ansteigender Wald- Wiesenpfad überwindet 100 hm. Jedem dürfte das geflügelte Wort „Wer sein Rad liebt, der schiebt“ - ein Klassiker des deutschen Sprachgebrauchs - geläufig sein. Keiner muss sich dafür schämen, Hauptsache man erreicht (kraftschonend) sein Ziel.

Eine Linkskehre und ein im spitzen Winkel rechtsabknickender Weg erfordert ausgewogene Balance und etwas fahrerisches Geschick
Auf der Hochebene genießt man eine schöne Aussicht auf die Gemeinde Wenzenbach. Danach führt ein abschüssiger Waldweg nach Roith, wo sich rechts ein Radweg fortsetzt der über Sandhof weiter nach Fußenberg führt.
Kurz nach dem Ortsschild von Fußenberg wird links in die Hauzensteiner Straße eingebogen (Vorfahrt achten), die nach dem Fußenberger Weiher sogleich rechts in den Weihermühlweg wird verlassen wird, der schnurstraks zum Gasthaus Gambachtal führt.
Verpflegungsstation Fußenberg (Gasthaus Gambachtal)
Nach 33 km konzentrierter Tretarbeit schlagen - zumeist entkräftete - Teilnehmer hocherfreut im Biergarten des Gasthauses Gambachtal am Weihermühlweg 16 in Fußenberg auf. Zeit, um in aller Ruhe eine tiefenentspannte "Schöpfungspause" einzulegen, Energie zu tanken und den Kopf freizubekommen. Warum hier meistens länger pausiert wird liegt nicht nur am Freibierausschank, sondern auch an der unmittelbaren Regensburger Stadtnähe. Beruhigend zu wissen, auf dem 14 km langen Schlussabschnitt bis auf den Mühlberg keine strapaziösen Herausforderungen mehr vor sich zu haben. Deswegen wirkt die erholsame Auszeit im vollbesetzten Biergarten unter kameradschaftlich zugewandten "Artgenossen" schon fast wie eine vorweggenommene Finisherfeier.
Da 4 MTB und 2 Gravelbiketouren an diesem Ort zusammenlaufen, herrscht bis in die Nachmittagsstunden hinein großer Andrang. Unter schattenspendenen Bäumen bayerischen Frohsinn zu zelebrieren, in gemütlicher Runde mit Bikerfreunden lässig abzuhängen, Erlebnisse auszutauschen, und völlig entspannt ein frisch gezapftes Bier zu genießen, ist nach der zermürbenden Tour das höchste der Gefühle.

Guten Gewissens die Pausentaste drücken und relaxt neue Energie tanken, bevor mit frischem Elan die Restrecke in Angriff genommen wird.
So "heilig" wie Rennradlern ihre kultige Verpflegungsstation mit Freibierausschank in Untermiethnach ist, so bedeutsam ist für Mountainbiker die Labe im Gasthaus Gambachtal in Fußenberg.
Gastronomisches "MTB-Hauptquartier" des VCR
Rund um Fußenberg (Kreuther Forst, Regenstauf, Kürn) verbirgt sich ein schier unerschöpfliches Trailnetz, das jedoch exzellenter Streckenkenntnisse bedarf. Das unwegsame Gelände des dicht bewaldeten Naherholungsgebiets gehört naturräumlich zum Falkensteiner Vorwald.

Die Traditionsgaststätte Gambachtal dient den Mountainbikern des Veloclub Ratisbona seit ca. 20 Jahren nicht nur als Start- und Zielpunkt, sondern fungiert quasi als gastronomisches "Hauptquartier", bei dem das "Glück" standesgemäß in flüssiger Form als verdiente Selbstbelohnung genüsslich einverleibt wird. Der gesellige Abschluß rundet den schweißtreibenden Geländeeinsatz in gemütlicher Atmosphäre perfekt ab. Besonderer Dank gilt der Wirtsfamilie Stuber, die Mountainbiker - auch mit extremer Schmutzkleidung- immer mit herzlicher Gastfreundschaft empfängt.
Tipp: Mountainbiker sind herzlich zum "Schnuppertraining" eingeladen (2 Leistungsgruppen). Ganzjährig jeden Samstag (Sommer ab 14.00 Uhr, Winter ab 13.00 Uhr, FZ 3 Stunden).
Time to go - Aufsatteln und weiter geht's
3 km nach Fußenberg wird in Gonnersdorf nochmals auf den Falkenstein-Radweg eingebogen, bevor die flache Bahntrasse an der Ladehofstraße endet und sich rechter Hand ein straßenbegleitender Radweg neben der Böhmerwaldstraße fortsetzt. Entlang der Chamer Straße und Coburger Straße gehts anschließend links zum Mühlberg hinauf (70 hm). Der finale Wadlbeißer saugt die kümmerlichen Reste an verbliebenem Wadenschmalz aus der Beinmuskulatur.
Loser Schotter und ausgespülte Regenrinnen erfordern bei der letzten Tourabfahrt zur Amberger Straße hinab erhöhte Vorsicht.

Foto: Ausgestattet mit einem E-Bike ist die familiengeeignete »REWAG-Runde« ohne Weiteres auch mit Trailer/Kinderanhänger bewältigbar, womit Kleinkinder ebenso am Naturerlebnis teilhaben können.

Der Rückweg ins Ziel passiert den Regensburger Stadteil Sallern. Der Radweg führt direkt zur Regenbrücke in Reinhausen.

Foto: entlang der Frankenstraße hat's der kleine "Racer" fast geschafft. Nach einem Rechtsabzweig zur Oberpfalzbrücke genießt man einen tollen Blick aus der Vogelperspektive auf's Zielgelände.
Happy-End - Am Ziel seiner Träume
Wie das immer so ist: der Genussmoment auf den letzten Metern über den Regensburger Dultplatz zu radeln gerät zum gefühlten "Showndown", der ein unglaublich euphorisches Glücksgefühl entfacht, weswegen jeder völlig geflasht durch den Zielbogen hindurch rollt.

Schlägt man entkräftet und geflasht am Dultplatz auf wird man von einem regelrechten Glücksschwall ergriffen, der sich tief in die Gehirnwindungen einbrennt. Aus gutem Grund fällt die Freude überschwänglich aus, schließlich wurde eine sportliche Herausforderung gemeistert und der innere Schweinehund womöglich am Leistungslimit Schachmatt gesetzt. Die unbandige Lust endlich alle Viere von sich zu strecken und dem sehnlichen Ritual eines kulinarischen Gaumenschmauses zu huldigen, entschädigt nicht nur erlittene Qualen sondern leitet übergangslos die verdiente Regenerationsphase ein. Hinzu kommt, dass das Glücksgefühl das Belohnungssystem (Suchtspirale) aktivert, dessen Stimulus dem Hormon Dopamin - landläufig als Glücks- oder Kuschelhormon bekannter Botenstoff - zuzuschreiben ist.

Biker verstehen es bekanntermaßen vorzüglich, sich nach körperlicher Verausgabung fürstlich zu belohnen, schlußendlich hat man es sich ja redlich verdient. Der erste Schluck Bier, dazu leckere Pasta oder ein halbes Hendl, schon fühlt man sich wie im Himmel auf Erden. Nach der Action in der Botanik zum Tagesausklang overrelaxt chillen und "fünfe gerade sein lassen" bringt nicht nur den Körper, Geist und Seele wieder in Einklang, sondern leitet unbemerkt die Regenerationsphase ein.
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