5. »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« glänzt mit neuem Teinehmerrekord


Genialer hätte das sonnig-warme Herbstwetter beim »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« nicht ausfallen können. So fand das illustre Teilnehmerfeld am Sonntag traumhafte Rennbedingungen vor.
Wie schon die Jahre zuvor war der Fokus auch dieses Mal primär auf den Nachwuchs ausgerichtet. Für die jüngeren Jahrgänge wurden die Rennen erstmals im Rahmen der neuen Wettkampfserie des "Rookies Cup Ostbayern ausgetragen. Es war eine wahre Augenweide, den Kids in den Altersklassen U7 bis U13 zuzuschauen, mit welcher Begeisterung, Energie und bemerkenswertem körperlichem Einsatz sie ihr Rad durch den abgesteckten Parcour balancierten. Ehrgeiz, Fahrfreude und vor allem der Spaß am Sport sprühte regelrecht aus allen Poren.
Für das Biketeam Regensburg ist Nachwuchsarbeit seit 5 Jahren ein zentral wichtiger Baustein des Vereinslebens. Entsprechend groß fiel der Anteil der Kinder und Jugendlichen von U7 bis U19 aus (78%), die im Naherholungsgebiet Dürrbuckel (erste) Wettkampferfahrungen sammelten.

Nachdem sich die Saison im Oktober langsam aber sicher ihrem Ende zuneigt, fand am 4.10.2026 vor den Toren Regensburgs der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« statt. Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass sich die Rennveranstaltung am Dürrbuckel zwischen Hohengebraching und Großberg vor Saisonende zum 'Place to be' der Cross-Country-Szene entwickelt hat. Dementsprechend verzeichnete die 5. Austragung 182 Starter (Teilnehmerrekord), was gegenüber der letztjährigen Veranstaltung eine Zuwachsrate von 30% entsprach. Besonders der große Zuspruch in den Nachwuchsklassen sticht ins Auge, währenddessen die Starterfelder der Erwachsen (Elite-, Master-, Funklasse) durchaus mehr Teilnehmer vertragen könnten. In diesem Sinne wünscht sich der Ausrichter, dass sich noch mehr Hobbyisten für das Event begeistern und nächstes Jahr auf ihre Bucket List setzen. Immerhin stellt das Bike-Event die Sportart publikumswirksam ins Rampenlicht was umso mehr erfreulich ist, als dass Cross-Country-Rennen in der Region eine absolute Ausnahme sind.

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Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2022 feierte der »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« heuer sein fünftes Jubiläumsjahr. Erneut entpuppte sich die Naherholungsoase am Waldspielplatz Dürrbuckel am Regensburger Stadtrand als Schauplatz für racebegeisterte Cross-Country-Biker, die das abgeschiedene Waldgelände im Staatswalddistrikt 'Argle' wieder zum tobenden Hexenkessel verwandelten.
Die spannenden Rennen - aufgeteilt in 17 Wertungskategorien - gingen bis auf einige harmlose Ausrutscher reibungslos über die Bühne, was ein stückweit auf die tadellose Organisation sowie eine besonnene Fahrweise und faires Wettkampfverhalten zurückzuführen ist.
Siegerehrung Elite Herren, v.links: GREGORATTI Luca, TSV von 1873 Wörth a. d. Donau e.V. (4. Platz), TRÄGER Christian, RSC 1988 Regensburg (3. Platz), ECKMANN Kilian, Biketeam Regensburg (1. Platz), SCHUHMANN Jens, Racing Friends / RWV Haselbach (2. Platz)
Absolut tagesschnellster Fahrer war Kilian Eckmann (Biketeam Regensburg) in der Wertungsklasse Herren Elite, der in einer Zeit von 1:02:38.26 (7 Rd. + Loop) das schnellste Stundenmittel (27.64 km/h) in den Parcour brannte und den Zweitplatzierten um mehr als 4:04 Minuten distanzierte.

Sieger in der Masterklasse (Bildmitte), Roman Woda (TSV 1873 Wörth a.d.Donau e.V.) fuhr in einer Zeit von 1:00:52.18 (6 Rd. + Loop) einen Schnitt von 24.49 km/h.
Der verwinkelte Rundkurs ist auf geschwungenen Waldpfaden, naturbelassenen Trails sowie künstlich errichtete Hindernisse (Holzrampen) gemessen an den topographischen Gegebenheiten recht abwechslungsreich. Technisch nicht allzu anspruchsvoll, doch im Renntempo sind die Up and Downs mitsamt kniffliger Schlüsselstellen durchaus herausfordernd. Der Kurvenritt auf der letzten Rille birgt immer die Gefahr abrupt den Grip zu verlieren. Nachdem Tags zuvor eine Befahrungsmöglichkeit bestand, ging es am Sonntag ans Eingemachte.
Um den Wettkampf aus nächster Nähe zu verfolgen, bieten sich entlang am Wegesrand im Wald interessante Spots wie z.B. neben den fordernden Schürfgruben, Spitzkehren oder zwei rasanten Abfahrten an.

Der zuschauerfreundliche Rundkurs (4 km) zog inmitten der Naherholungsoase Dürrbuckel zwischen Großberg und Hohengebraching wieder zahlreiche Zaungäste an, die spannende Wettkampfduelle mit packenden Kopf-an-Kopf-Entscheidungen in fast allen Altersklassen hautnah erleben durften. Jubelschreie und Beifallsklatschen feuerten die Racer an. Motivationsspritzen die ihre Wirkung nicht verfehlten, weil jeder ehrgeizig das letzte Quäntchen Power aus den Beinen presste um die Nase vorn zu haben. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass allein eine transponderbestückte Startnummer am Lenker Ehrgefühl, Ehrgeiz und unbeugsame Willenskraft weckt, was gleichsam für Groß oder Klein gilt. Dass im Wettkampf keine Geschenke verteilt werden liegt ohnehin in der Logik des Wettkampfes. Wie dem auch sei, eine tolle Stimmung, dazu Bilderbuchwetter, trockene Böden, packendes Racingfieber und als geselligen Abschluß ein feine Verpflegung wie z.B. selbst gebackene Kuchen ließen wirklich keine Wünsche offen. Fazit: rundherum passte alles picobello.

Foto: das gesamte Verpflegungsangebot ging Dank des guten Wetters weg wie warme Semmeln
Aus der Retroperspektive betrachetet lässt die positive Entwicklung darauf zurückschließen, wie unermüdlich mit voller Einsatzkraft das 60 köpfige Helferteam rund um Christian Spicker (1. Vorstand) daran werkelt, jedesmal ein tadelloses Mountainbikerennen unter regluären Bedingungen auf die Beine zu stellen.
Für die, die es noch nicht wussten: das Format Cross-Country ist die einzigste Disziplin des Mountainbikesports, die 1996 in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen wurde.

Foto: Streckenhighlight ist eine verwinkelte Technikpassage mit Sprunghügel und kleineren Absätzen, die durch Schürfgruben hindurch läuft.
In dem Wäldchen am 'Dürrbuckel' schenkten sich die Racer - egal welchen Alters - absolut nichts. Kinder wie Hobby- und Elitefahrer aller Altersklassen ballerten um den Rundkurs und scheuchten ihre Bikes um die Ecken, lupften das Vorderrad über Wurzel-Uphills und gaben ihrer Rennfeile auf pfeilschnellen Abfahrten die Sporen. Als vorteilhaft für schnelle Rundenzeiten erwies sich der trockene Untergrund, der top Grip und Traktion bot.
Wem das Elite- oder Masters- Rennen zu heftig war - dort tritt bekanntermaßen das Who is Who der lokalen Spitzensportszene an - gibt sich in der genussorientierten Funklasse die Ehre. Diese Wertungskategorie weist nicht nur eine verkürzte Distanz von 3 Runden auf, sondern Hobbyfahrer aller Altersklassen gehen hier einen Ticken entspannter zu Werke. Allerdings fällt selbst in der abgespeckten "Funklasse" (3 Runden), die eigens für Hobby-Aspiranten und Neulinge geschaffen wurde zunehmend auf, welch beachtliche Rundenzeiten die Hobbyisten ins Parkett brennen.

Um 12.00 Uhr fiel der erste Startschuß. Am Wanderparkplatz am Rand der Hauptstraße zwischen Großberg und Hohengebraching herrschte Halli Galli. Der Austragungsort ist ein wahrer Glücksgriff, weil das hügelige Waldgelände ideale Bedingungen bietet aus dessen unscheinbarem Terrain sich erstaunlich viel herauskitzeln lässt, aber die Location auch gute Parkmöglichkeiten bietet.

Foto: auch die Streckenposten hatten einiges zu tun (z.B. Umtrassierung der verkürzte Strecken auf den Original-Parcour)
Das Start/Zielgelände am Wanderparkplatz in der Hohengebrachinger Straße zwischen Pentling und Hohengebraching ist nahe der A 93-Ausfahrt Regensburg Süd / Pentling gut erreichbar. Parkplätze sowie Freiflächen (Event-Pavillons) und Sitzgelegenheiten (Rastplatz) sind vorhanden.

Foto: über (persönliche) Fanbesucher freut sich jeder Teilnehmer
Kaum waren die packenden Rennen bei knisternder Race-Atmosphäre vorüber stand fest, wie sehr die faszinierende Stimmung dem »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« seinen Stempel aufdrückte. Für den Ausrichter war es eine große Ehre, so viele hoch motivierte Teilnehmer willkommen zu heißen.
Nicht zuletzt richtet sich der Dank an alle Sportler, dem Helferstab, den Sponsoren und den Zuschauern, die dem »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« erneut eine stimmungsvolle Atmosphäre verliehen haben. Einmal mehr zeigt sich, dass die sportlichen Wettkämpfe weit mehr als nur ein Ringen um Bestzeiten war. Der gelungene Saisonabschluss war geprägt von spannenden Rennen, begeisterten Kindern und beifallsklatschenden Zuschauern was ein (Vorzeige-) Beispiel dafür war, wie fair sich ein gelebter Sportsgeist entfalten kann.

Das Cross Country Rennen (XCO) profitiert jedes Jahr von neuem von Vorschusslorbeeren, die auf Begeisterung, prickelnde Spannung und packendem Renngeschehen beruhen. Da mag wohl jeder Beteiligte die „Copy-Paste" drücken, damit dem 6. »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« nächstes Jahr derselbe Erfolg beschieden bleibt.
