Cape Epic
Streckenverlauf 2017
Prolog, Meerendal Wine Estate 26 km/750 hm
Stage 1, Hermanus - Hermanus 101 km/ 2300 hm
Stage 2, Hermanus - Greyton 102 km / 2350 hm (verkürzt: 62 km /1 500 hm)
Stage 3, Greyton - Greyton 78 km / 1650 hm
Stage 4, Greyton - Elgin 112 km / 2150 hm
Stage 5, Elgin - Elgin Distance 84 km / 2100 hm
Stage 6, Elgin - Elgin 103 km / 2750 hm
Stage 7, Elgin - Val de Vie 85 km / 1350 hm
Charakteristik
Das Cape Epic in Südafrika gilt gemeinhin als Tour de France der Mountainbiker. 691 Kilometer und 15.400 Höhenmeter umfasst für das kräfteraubendste Etappen-Rennen der Welt. Es ist die enorme Konkurrenz auf Weltklasseniveau, brutale Hitze von bis zu 40 Grad Celsius, Staub ohne Ende auf den winkligen Trails und Schotterpisten auf denen kleinste Konzentrationsfehler im Fiasko enden können oder aufgeschlitzte Reifen das Out of race bedeuten können kosten, die das Cape Epic einzigartig und unvergesslich machen. Nirgendwo sonst wird der Fahrer wie das Material hinsichtlich Durchhaltevermögen und Widerstandsfähigkeit so extrem hart auf die Probe gestellt wie bei diesem Rennen.Es hat also seine Berechtigung wenn Tim Böhme - der bereits zum zehnten Mal die Challenge in Südafrika für das deutsche Team Bulls in Angriff nimmt - sagt: „Das ist quasi unsere Tour de France“. Es ist das Stelldichein der internationalen Weltelite, kein Rennen ist so hochklassig besetzt wie die Cape Epic.
Liveübertragungen
Stefan Sahm ist wie 2016 wieder als E-MTB Kameramann mit 360° Linse im wahrsten Sinne des Wortes als rasender Reporter unterwegs. Ausgestattet mit modernster Technik liefert er für den Livestream sowie zahlreiche Videos spektakuläre Action-Aufnahmen aus unmittelbarer Nähe. Als mehrmaliger Cape Epic Sieger weiß er haargenau wie er im Feld unauffällig mit rollt, um keinem Race-Teilnehmer in die Quere zu kommen. Zum Livestream
Auftaktsiege von Sabine Spitz und Manuel Fumic
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Trumpften unsere deutsche Mountainbike-Profis beim prestigeträchtigsten Etappenrennen der Welt das <Cape Epic> in Südafrika bereits 2016 mächtig auf (Gesamtsieg in der Kategorie Männer, zweiter Platz der Damen sowie Sieg in der Grand-Mastersklasse) - so findet die Topleistung der deutschen Pros 2017 seine Fortsetzung.
Prolog 19. März: Meerendal Wine Estate 26 km/750 hm
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Das Cannondale-Duo mit Manuel Fumic und Henrique Avancini landeten beim 14. Absa Cape Epic im 26 Kilometer langen Prolog in Meerendal mit einem relativ großen Vorsprung von 1:36 Minuten einen fulminanten Sieg. Damit verwiesen sie das Scott-Sram-Team mit Nino Schurter und Matthias Stirnemann sowie das Trek Selle San Marco Team mit Samuele Porro/Alexey Medvedev auf die Plätze. Besser konnte der Einstand nicht laufen. 2016 beendete das Cannondale-Duo die Schlussetappe mit einem Sieg und legten nun im Prolog der Cape Epic 2017 gleich mit einem Etappensieg nach.
Manuel Fumic im Sieger-Interview: „Wir sind gut vorbereitet hier angetreten, die Arbeit hat sich ausgezahlt“ und weiter: „Wir sind glücklich, dass wir den Prolog gewinnen konnten und morgen im Gelben Jersey an den Start gehen dürfen.“ Gemessen auf 26 km haben die beiden zwar einen satten Vorsprung heraus gefahren, doch am Montag relativiert sich der Vorsprung auf der vierfachen Distanz (101 km / 2300 hm) wieder. Die first stage wird eine erste Standortbestimmung für die Favoriten auf die Gesamtwertung bringen.
Überraschend der relativ hohe Rückstand des Titelverteidigers Karl Platt mit seinem Teampartner Urs Huber (Team Bulls 1), die sich als Sechste bereits eine 3:23 Minuten - Packung einhandelten. Aus dem Vorhaben abermals wie letztes Jahr einen Prolog-Sieg einzufahren wurde nichts, was die beiden in eine Defensivrolle manövrierte.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bild: Ausblick auf den Tafelberg (1085m) und den Lions Head von Cape Town. Allerdings ist klar, dass die kurze Prologdistanz in erster Linie Crosscountry-Spezialisten anspricht, die extrem hohe Belastungen auf technisch anspruchsvollen Kurzstrecken gewohnt sind. Die Zeit der Marathon-Teams beginnt erst mit der 1. Etappe zu schlagen, wo sie auf den Longruns ihre Ausdauerstärken auf den kräftezehrenden Etappen ausspielen können.
Mit Sabine Spitz und ihrer Partnerin Robyn de Groot (Team Ascendis Health) gelang ein weiterer deutscher Erfolg: Die Deutsche Meisterin gewann mit ihrer südafrikanischen Partnerin den Prolog, 39 Sekunden vor Esther Süss und Jennie Stenerhag (Meerendal CBC) und 1:49 Minuten vor Annie Last/Mariske Strauss (OMX Pro Team). Die Paarung Ariane Lüthi und Adelheid Morath (Team Spur) landete mit 2:18 Minuten Rückstand auf dem vierten Platz.
Nachdem Sabine Spitz im Vorjahr bei ihrer Cape Epic Premiere mit der Ukrainerin Yana Belomoina bereits 3 Etappen gewann, kam nun ein 4. Sieg hinzu. Zum ersten Mal kann sie sich das orangene Leaderjersey überstreifen und die erste Etappe in Angriff nehmen.
Stage 1, 21. März: Hermanus - Hermanus 101 km/ 2300 hm
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Das Cannondale Factory Racing XC mit Manuel Fumic & Henrique Avancini sackte nach dem Prolog bei der 1. Etappe den zweiten Sieg in Folge ein und bauten ihren Vorsprung auf das Verfolger-Duo Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy (Investec-Songo-Specialized) auf +2.41,7 min. aus, die aufgrund eines Defekts (Schlauchventil war gerissen) den Anschluss verloren. Damit dürfen sie die nächste Etappe im gelben Leader-Trikot antreten.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Die drei Podium-Teams haben sich nach 101 km / 2 300 hm eine vorzügliche Ausgangsposition für das Etappenrennen verschaffen weshalb sie zu Recht vom Podest jubeln können.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
War der Zeitrückstand des fünfmaligen Cape Epic Sieger Karl Platt zum Prolog eine faustdicke Überraschung, so wunderte man sich nach der ersten Etappe noch mehr, da Platt mit seinem Teampartner Urs Huber zum Führungs-Duo aufsummiert bereits +8.57,7 min. verlor. Ein Zeitverlust mit dem keiner damit gerechnet hat - am allerwenigsten er selbst. Eine Aufholjagd wird jede Menge Power erfordern, um die Chance einer erfolgreichen Titelverteidiung intakt zu halten.
Schockierende Nachrichten von Sabine Spitz, die im felsigen Terrain stürzte und sich einen tiefen Augenbrauen-Cut und Schürfverletzungen zuzog. Nach dem Prologsieg liegt das Team in der Gesamtwertung mit einem Rückstand von +8.52,1 min. auf das Führungsteam Meerendal CBC mit der Schweizerin Esther Suss und der Schwedin Jennie Stenerhag trotzdem noch auf dem 2. Platz.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Gesamtwertung Overall after Stage 1 (Men)
1 Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini 5:27.27,4
2. Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +2.41,7
3. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann +5.24,1
4. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +7.25,3
5. Centurion Vaude: Jochen Kaess & Markus Kaufmann +7.45,5
6. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +8.24,0
7. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +8.57,7
Gesamtwertung Overall after Stage 1 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 6:26.10,5
2. Team Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +8.52,1
3. Team Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 13.07,1
4. Team Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 23.01,5
Stage 2, 22. März: Hermanus - Greyton (verkürzt: 62 km /1 500 hm)
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Das Team Centurion Vaude mit den deutschen Fahrern Jochen Kaess und Markus Kaufmann hält auf dem aussichtsreichen 6. Gesamtplatz Tuchfühlung zu den Spitzenteams.
Der fünfmalige Cape Epic Sieger Karl Platt liegt mit Teampartner Urs Huber mit +14.40,6 min Rückstand auf dem 8. Platz, wodurch eine erfolgreiche Titelverteidigung fast in aussichtlose Ferne gerückt ist. Urs Huber erklärte, dass man dem brutal hohen Tempo an der Spitze nicht folgen könne, weil Karl Platt keine guten Beine hatte. Es gibt Anlass zur Sorge, dass er sich nicht in ausreichendendem Maß regeneriert wie es bei seinen schärfsten Konkurenten der Fall ist. Natürlich hadert Karl Platt mit dem Rennverlauf da er mit dem Anspruch der Titelverteidigung angetreten ist - seinen Humor indes verliert er trotzdem nicht wie ein Instagram-Post zeigt: „Ich bin nicht glücklich mit dem bisherigen Verlauf des Cape Epic. Hat jemand meine Beine auf der Strecke gesehen? Bringt sie doch bitte zu mir. Ich kann aber immer noch lächeln und versuche sie selbst zu finden! Danke für die großartige Unterstützung dort draußen. Es ist super die jubelnden Leute an der Strecke zu sehen!“
Innhalb der Top 20 der Gesamtwertung befinden sich noch die deutschen Fahrer Siemon Stiebhahn und Tim Böhme (Bulls 2).
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Der anhaltenden Hitze mit bis zu 40 Grad zollte mancher Fahrer seinen Tribut. Bereits beim Prolog nahe Durbanville sowie der ersten Etappe rund um Hermanus kam nicht jeder Teilnehmer mit den extremen Bedingungen zurecht. Erstmalig in der Geschichte der Cape Epic wurde zuliebe der Gesundheit der Fahrer die Etappe vorsorglich auf 62 km verkürzt. Reihenweise retten sich die Teilnehmer trotz Top-Fitness völlig erschöpft über die Ziellinie. Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr drohte unter solch widrigen Umständen das schlagartige "out of race". Dazu Absa Cape Epic CEO Lynn Naudé: “This is a big decision for us and we have never done it before in 14 years of staging the race, but the safety of our riders is paramount” .
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| © Sam Clark, Cape Epic, SPORTZPICS |
Links oben im Bild Sabine Spitz (Team Ascendis Health), die trotz ihres schweren Sturzes vom Vortag eine echte Wahnsinnsleistung vollbrachte. An der Seite ihrer Teampartnerin Robyn de Groot erkämpften sie sich den zweiten Platz und verloren auf das Führungsteam nur 6 Sekunden bzw. verschafften sich sogar ein Zeitpolster auf das Verfolgerteam Hansgrohe Cadence OMX Pro. Ungeachtet ihrer Blessuren (genähte Augenbraue, Blutergüsse, Prellungen) biss sich die Schwarzwälderin tapfer durch. Dabei kam ihr mit dem körperlichen Handicap die Streckenverkürzung sicher gelegen. Esther Süß und Jennie Stenerhag vom Team Meerendal CBC bauten mit ihrem Sieg die Gesamtführung geringfügig aus, trotzdem bleiben die Zweitplatzierten in Schlagdistanz.
Think positive - auf Facebook schrieb Sabine Spitz: "bin sehr froh, dass ich weiterfahren kann und es mit Robyn sogar wieder aufs Podium geschafft habe...
:-) ...einfach nach vorne schauen!"
Aus deutscher Sicht auch erfreulich, dass Adelheid Morath mit ihrer schweizer Kollegin Ariane Lüthi (Team Spur) auf dem 4. Gesamtrang (knapp 7 min. hinter dem drittplatzierten Hansgrohe Cadence OMX Pro Team) in Lauerstellung liegt.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy gewannen zwar die Etappe, doch mit dem 3. Platz bleibt konnte das Cannondale Factory Racing XC mit Manuel Fumic & Henrique Avancini in der Gesamtwertung seine Führung weiterin behaupten. Die Zeitrückstände auf die Verfolgerteams Investec-Songo-Specialized mit Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy sowie dem SCOTT-SRAM MTB Racing Team mit Nino Schurter & Matthias Stirnemann blieben nahezu unverändert, da die 6 Fahrer Rad an Rad die Ziellinie überquerten.
Gesamtwertung Overall after Stage 2 (Men)
1 Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini 8:00.45,9
2. Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +2.39,7
3. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann +5.22,9
Gesamtwertung Overall after Stage 2 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag
2. Team Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +8.58,0
3. Team Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 21.17,5
4. Team Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 28.04,2
Stage 3, 23. März: Greyton - Greyton 78 km / 1650 hm
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Mit dem 4. Platz schmolz der Vorsprung des Cannondale Factory Racing XC mit Manuel Fumic & Henrique Avancini auf das Etappensieger-Team Investec-Songo-Specialized mit Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy im Gesamtklassement um die Hälfte zusammen. Am Ende blieben hauchdünne 1:20 min. als "Gutschrift" übrig.
Druck kommt aber auch vom nächsten Verfolgerteam SCOTT-SRAM MTB Racing Team mit Nino Schurter & Matthias Stirnemann, die durch ihren 2. Etappenplatz den Leadern ebenfalls näher auf die Pelle rücken.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Landschaftlich bietet das Western Cape für Mountainbiker Terrain vom Feinsten. Eigentlich schade, dass im erbarmunglosen Wettkampf nahe Maximalpuls kaum davon Notiz genommen wird.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Zwei Welten: hier Kinder die ausgelassen den Racern zujubeln - dort hoch konzentrierte Fahrer die gnadenlos um Sekunden kämpfen.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Atemberaubende Schnappschüsse. Bei Temperaturen um die 35 Grad dürften solche Bachquerungen sicher eine willkommene Abkühlung sein.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Anmutend schöne Aufnahmen, die vergessen machen, dass in dieser traumhaften Umgebung auf Biegen und Brechen ein knallhartes Race ausgefahren wird. Allein bei dem fantastischen Anblick dürfte wohl bei so manchem Hobbybiker hierzlulande der Puls schneller schlagen.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
The show must going on. Wie ein Schatten folgt der schwirrende Helicopter den Zweiradpiloten. Neben Stefan Sahm, der als E-MTB Kameramann die gesamte Strecke mitfährt versorgen die Fans mit sagenhaftem Bildmaterial. Congratz!
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| © Shaun Roy, Cape Epic/SPORTZPICS |
Auch wenn der Schweizer Nino Schurter und der Tscheche Jaroslav Kulhavy im Bild vorne liegen so sind sie in diesem Moment ohnmächtig zu "Statisten" degradiert. Der Snapshot zeigt eindrucksvoll, wie die beiden rückwärtig ihre nachfolgenden Partner beobachten die ihrerseits versuchen den Zielsprint für sich, d.h. für das Team zu entscheiden. Letztlich konnte Christoph Sauser seinen Konkurrenten Matthias Stirnemann sprichwörtlich auf der letzten Rille niederringen und hatte auf dem Zielstrich die Nase vorn.
Das Bulls Team mit dem fünfmaligen Cape Epic Sieger Karl Platt konnte sich um zwei Plätze auf Rang 6 verbessern. Im Sinne einer "Schadensbegrenzung" konnte der Rückstandim Vergleich zu den vorhergeheden Etappen/Prolog relativ gering gehalten werden.
Das virtuelle Stoßgebet bzgl. seiner "verloren" gegangenen Beine scheint im Orbit Gehör gefunden zu haben. Entgegen der bisher enttäuschenden Platzierungen konnte das Team BULLS I überraschend gut mit der Spitze mithalten und verlor auf die Tagessieger nur 2:35 min. Sollte ihm der physische Turnaround tatsächlich gelingen könnten die Marathonspezialisten auf den langen Etappen ihre ihre Stärken ausspielen und Boden gut machen. Trotz des kumulierten Rückstands in der Gesamtwertung wären theoretisch Podestplätze nicht außer Reichweite.
Sabine Spitz und ihre Teamkollegin Robyn de Groot (Team Ascendis Health) landeten mit einem Sieg trotz Verletzungshandicap einen Paukenschlag, wobei die Zeitdifferenz in der Gesamtwertung gegenüber den führenden Team Meerendal CBC nahezu unverändert blieb.
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| © Shaun Roy, Cape Epic/SPORTZPICS |
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Total erschöpft füllen die zweitplatzierten Nino Schurter & Matthias Stirnemann ihre leer gefegten Flüssigkeitsdepots auf.
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| © Shaun Roy, Cape Epic/SPORTZPICS |
Die 3 tagesbesten Teams am Podium. An der Spitze scheint langsam alles auf eine "enge Kiste" hinaus zu laufen was der Spannung nicht abträglich sein kann.
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| © Shaun Roy, Cape Epic/SPORTZPICS |
Mittlerweile ein gewohnter Anblick. Seit dem Sieg im Prolog sind Manuel Fumic & Henrique Avancini ununterbrochen im begehrten Leadertrikot unterwegs. Hoffen wir dass die Kraft für eine möglichst lange Leader-Verteidiung ausreicht. Doch mit 112 km / 2150 hm steht zur Stage 4 die längste Etappe der Cape Epic auf dem Plan. Es bleibt also weiterhin spannend und das nicht nur bei den Herren.
Viele Fans fiebern in Deutchland mit und drücken Sabine Spitz und ihrer Teamkollegin Robyn de Groot die Daumen, dass sie gegenüber dem führenden Damenteam Boden gut machen.
Gesamtwertung Overall after Stage 3 (Men)
1 Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini 11:05.51,4
2. Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +1.20,2
3. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann +4.03,8
4. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +9.32,1
5. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +10.08,0
6. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +15.56,2
7. Centurion Vaude: Jochen Kaess & Markus Kaufmann +18.28,8
Gesamtwertung Overall after Stage 3 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 13:13:23,0
2. Team Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +8.57,8
3. Team Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 24.22,1
4. Team Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 43.11,3
Stage 4, 23. März: Greyton - Elgin 112 km / 2150 hm
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Auch in Südafrika hat die regerative Energiegewinnung Einzug gehalten. Genügend Platz ist vorhanden, denn in der dünn besiedelten Provinz Western Cape leben auf einer Fläche von knapp 130.000 km² nur etwa 5.8 Millionen Menschen. Mit ein Grund warum die Cape Epic jedes Jahr eine komplett neue, phänomenale Streckenführung aus dem Hut zu zaubern.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Natürlich ist der mediale Fokus auf die Heroes ausgerichtet. Dabei geht eigentlich fast, dass das Groß des Starterfeldes - 1 200 Fahrer - aus Amateur- und ambitionierten Hobby-Freaks - die meisten aus Afrika - zusammensetzt, die das hehre Ziel verfolgen einzig das prestigeträchtigste MTB-Etappenrennen zu finishen.
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| © Ewald Sadie/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bild oben: im Hintergrund lugt beim verdeckten Fahrer die massive Go-Pro-Kameraverbindung des deutschen E-Bike-Fahrers Stefan Sahm hervor der das Fahrerfeld bereits zum zweiten Mal der Cape Epic begleitet.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bild oben: Führungsfeld der Damen (links Sabine Spitz).
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Mit dem Dolch zwischen den Zähnen wird um jeden Zentimeter Vorsprung gekämpft.
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Geschlossene Führungsgruppe bis sich die Spreu vom Weizen trennt
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Dritter Fahrer von links: der Österreicher Alban Lakata - dahinter sein tschechischer Teamkollege Kristian Hynek (Topeak Ergon Racing), die nach dieser Etappe im Gesamtklassement auf Platz 8 liegen.
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
Auch das gibt es: freilaufende Wildpferde kreuzen den Weg.
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Ritt auf der Kanonenkugel - Racepower pur
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
The show must going on. Trotz Rennhektik immer wieder spannend wie es hinter dem Horizont weiter geht.
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| © Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bild oben: Sabine Spitz mit ihrer südafrikanischen Teamkollegin Robyn de Groot
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Grenzwertige Strapazen ins Gesicht gemeiselt
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Frischknecht vom Team Scott-SRAM Young Guns ließ vor lauter überschäumender Freude über den Etappensieg mit einem coolen Wheelie freien Lauf, was seinen eidgenössischen Landsmann Nino Schurter sichtlich amüssierte.
Zwischenbilanz
Die 4. Etappe ist Geschichte - Zeit Zwischenbilanz zu ziehen. Bisher wurden bei sengender Hitze 379 km mit 8 350 hm abgespult (verkürzte 2. Etappe), d.h. 272 km mit 6 200 hm liegen bis zum Final-Etappenort Val de Vie noch vor den Fahrern.
Zunehmend verfestigt sich das Gesamtklassement, wobei dennoch viel passieren kann. Ein Sekundenbruchteil nicht aufgepasst, ein technischer Defekt oder unzureichende Energiezufuhr - schon kann die Mission Cape Epic dramatisch in Schall und Rauch aufgehen. Diesbezüglich schreibt die berühmt berüchtigte Cape Epic schicksalträchtige Geschichten.
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| © /Cape Epic/SPORTZPICS |
Angesichts der Tatsache, dass die Finaletappe keine selektiven Schwierigkeiten mehr aufweist und die Distanz relativ kurz ist dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Etappenrennen auf den nächsten beiden Stages entschieden werden. Im Hinblick dessen spitzt sich zur Freude der Zuschauer und Fans die Dramatik zu. Der Vorsprung von Cannondale Factory Racing XC auf die Verfolger beträgt gerade mal 1.42,4 min. bzw. 2.15,3 min. Nun müssen Manuel Fumic & Henrique Avancini nicht nur physisch beweisen, ihre Konkurrenten in Schach zu halten, sondern vor allem dem Psychodruck standhalten um Fahrfehler oder taktisches Missgeschick zu vermeiden.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Das Siegerteam und die Zweitplatzierten völlig groggy im Ziel. An der Spitze bleibt alles beim alten. Das Cannondale Factory Racing XC Team mit Manuel Fumic & Henrique Avancini konnte seinen Führungsvorsprung um 8 sek. zum neuen schärfsten Verfolgerteam SCOTT-SRAM MTB Racing in der Gesamtwertung minimal ausbauen.
Das SCOTT-SRAM MTB Racing mit dem amtierenden Olympia Champion Nino Schurter & Matthias Stirnemann vollzog mit dem Investec-Songo-Specialized Team (Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy) in der Gesamtwertung einen Platztausch.
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| © Gred Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Durch den Tagessieg von Scott-SRAM Young Guns (Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht) schob sich das holländische-schweizerische Team von Platz 9 auf 7 und ist nun Karl Platt & Urs Huber (Gesamt 6.) - die weitere 3 min. auf die Spitze einbüßten - auf den Fersen. Nüchtern betrachtet scheint der Zug für die Titelverteidung bzw. Podestplatz abgefahren, sofern sich die Podestfavoriten nicht selbst ins Aus schießen.
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| © /Cape Epic/SPORTZPICS |
Eine Reifenpanne bremste das Damen-Team Ascendis Health mit Sabine Spitz und Robyn de Groot aus, weswegen sie als Drittplatzierte 4 Minuten auf das führende Meerendal CBC von Esther Suss & Jennie Stenerhag verloren. Andererseits sind fast 15 min. Vorsprung auf die direkten Verfolger ein beruhigendes Zeitpolster. Seit dem schweren Sturz von Sabine Spitz befindet sich das Team nicht mehr in direkter Schlagdistanz zum Führung-Duo. Doch auf den bevorstehenden Bergetappen kann ja noch viel geschehen.
Gesamtwertung Overall after Stage 4 (Men)
1. Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini 13:18.13,5
2. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann +1.42,4
3 . Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +2.15,3
4. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +11.32,8
5. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +12.43,6
6. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +18.50,4
7. Scott-SRAM Young Guns: Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht + 22.12,9
8. Topeak Ergon Racing: Alban Lakata & Kristian Hynek +25.10,2
9. Centurion Vaude: Jochen Kaess & Markus Kaufmann +27.27,1
26. Bulls 2: Simon Stiebjahn & Tim Böhme + 2:07.27,0
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Gesamtwertung Overall after Stage 4 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 18:19:21,2
2. Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +12.40,1
3. Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 27.24,6
4. Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 50.48,8
18. Bulls Curly Girls: Katrin Benz & Isabella Struck +7:10.58,7
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| © Dominic Barnadt/Cape Epic/SPORTZPICS |
Stage 5, 24. März: Elgin - Elgin Distance 84 km / 2100 hm
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Beim Start war für das Leader-Duo vom Cannondale Factory Racing XC noch alles in Ordnung. Doch die Dramaturgie sollte den beiden heute etwas Schicksalshaftes ins Roadbook schreiben.
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| © /Cape Epic/SPORTZPICS |
Ironie des Schicksals: Manuel Fumic und Henrique Avancini schlitzten sich nach über 400 km zeitgleich den Reifenmantel auf - was ca. 2:30 min. kostete. Als wäre das Malheur nicht schon genug ereilte neben dem Pannenpech Henrique Avancini ein Schwächeeinbruch weil er vorher nicht essen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war zumindest virtuell die sechstägige Gesamtführung beim Teufel. Letzten Endes passierten sie als Zehnte die Ziellinie wodurch sie im Gesamtranking auf Platz 3 abrutschten.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bachüberquerungen sind keine Seltenheit.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Da es über Nacht bis vormittags regnete, waren steile Singltracks mit Vorsicht zu genießen.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Quer durch das Oak Valley im Wine Estate.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Im aufweichten Boden durch das Singletrack-Kurvenlabyrinth. In Front liegend Sabine Spitz Grabouw, Oak Valley und die Weinfarm Paul Cluver machten dem Etappennamen „On the Trails“ aller Ehre. Gut 65 Prozent von 84 Etappenkilometern waren Singletrails. Für Hobbybiker ein wahres Eldorado, aber im Rennmodus erfordert der Spannungsbogen zwischen kontrollierter Balance und maximaler Geschwindigkeit brilliante Konzentration.
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| © Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS |
Im hintersten Eck von Oak Valley mussten die Fahrer den legendären Nuweberg erklimmen.
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| © /Cape Epic/SPORTZPICS |
Siegeinlauf: Etappensieg und aktuelle Führungsübernahme im Gesamtklassement für das SCOTT-SRAM MTB Racing Team mit dem amtierenden Olympia Champion Nino Schurter & Matthias Stirnemann. Für Scott hätte esa uf dieser Königsetappe nicht besser laufen können, da Andri Frischknecht und Miechiel Van der Heijden (SCOTT-SRAM Young Guns) für einen famosen Doppelsieg sorgten.
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| © /Cape Epic/SPORTZPICS |
Doch dem neuen Führungsteam sitzen die ärgsten Widersacher gehörig im Nacken. Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy (Investec-Songo-Specialized) rückten nämlich bis auf 50 Sekunden heran, was ihre Titelambitionenen eindeutig unterstreicht.
Karl Platt & Urs Huber vom Bulls Team waren anfangs gut bei der Musik dabei. Leider bremste ein Plattfuß seines Schweizer Kollegen die fulminante Fahrt im Spitzenfeld aus, das sich im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Staub machte. In der aktuellen Gesamtabrechnung rutschten sie auf den siebten Platz: „es war eine enttäuschende Woche für mich,“ gab der fünfmalige Cape Epic Gewinner Karl Platt unverhohlen zu. „Aber das ist nunmal Radsport, manchmal sind die anderen eben einfach schneller.“ Nach Anlaufproblemen fanden Simon Stiebjahn und Tim Böhme vom Team BULLS II zunehmend besser ins Rennen, auch wenn es am Ende zu Platz 26 reichte.
Zum Trost der deutschen Fans trumpften die Frauen mit einem Tagessieg auf. Abermals ruften Sabine Spitz & Robyn de Groot (Team Ascendis Health) ihre Bestleistung ab und holten sich verdient ihren zweiten Etappensieg. Sie konnten zwar auf das dicht folgende Führungsteam Meerendal CBC mit Esther Suss & Jennie keine nennenswerte Zeit gut machen, andererseits wuchs aber der Vorsprung auf die Drittplatzierten auf gut 23 min. an.
Den Deutschen Erfolg komplettierte Adelheid Morath die mit ihrer Kollegin Ariane Lüthi als Tagesdritte über die Ziellinie brausten.
Gesamtwertung Overall after Stage 5 (Men)
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
1. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann 19:10.34,4
2 . Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +50,3
3. Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini +9.12,0
4. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +14.30,6
5. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +18.08,6
6. Scott-SRAM Young Guns: Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht + 20.31,4
7. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +26.41,2
8. Centurion Vaude: Jochen Kaess & Markus Kaufmann +44.41,3
24. Bulls 2: Simon Stiebjahn & Tim Böhme + 2:17.48,1
Gesamtwertung Overall after Stage 5 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 22:48:12,5
2. Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +12.39,8
3. Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 36.04,6
4. Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 53.40,7
17. Bulls Curly Girls: Katrin Benz & Isabella Struck +8:33.07,2
Stage 6, 25. März: Elgin - Elgin 103 km / 2750 hm
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Nino Schurter & Matthias Stirnemann: firstly stage in yellow leadertrikot.
Heute ist mit erbarmungslosen 2750 hm auf 103 km der Tag der Entscheidung des 14. Absa Cape Epic gekommen. Auf der sogenannten „Queen's stage“ erwartet das Fahrerfeld nach unerbittlichen 470 km mit 10 500 hm in den Beinen der blanke Konditionshorror. Es wird sich zeigen, wessen Körper die bisherigen Strapazen einigermaßen weggesteckt - sprich regeneriert - hat, und die beste Willensstärke verfügt.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Es dauert nicht lange bis sich das dichte Starterfeld immer länger auseinander zieht und in einzelne Gruppen, Grüppchen und Einzelfahrern zerfällt. Die romantische Stimmung kurz nach Sonnenaufgang täuscht fast darüber hinweg, dass sich die Fahrer bereits in der Startphase im Race-Modus befinden.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTSZPICS |
Welches Spitzenteam heute die beste Kondition gepaart mit unbeugsamer mentaler Stärke verfügt dem unbarmherzigen Wettbewerbsdruck standzuhalten und von Stürzen sowie Defektteufel verschont bleibt, das hat die besten Aussichten sich nach der morgigen Finaletappe als Cape Epic Heroes feiern zu lassen.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Kurz nach Sonnenaufgang nimmt die härteste Etappe der Cape Epic ihren Lauf.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Der gefürchtete Anstieg auf den Groenlandberg erscheint mit 600 hm nicht allzu monströs, doch extrem ruppiger Untergrund und loses, kantiges Gestein ziehen die letzten Körner aus der Energiereservatenkammer der geschundenen Fahrer.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Genuss der fantastischen Naturlandschaft dürfte sich in Anbetracht der grenzwertigen Höchstleistungen die die Fahrer erbringen in Grenzen halten.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Der darauffolgende Downhill fordert fahrtechnische Fähigkeiten, deren Konzentration ebeso Kohlenhydrate benötigt. Tritt um Tritt lauert heute der Pannenteufel, was das Gesamtklassement nochmals gehörig durcheinander wirbeln kann.
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
Immer wieder atemberaubend, welch abswechslungsreiche Landschaftsabschnitte sich im Western Cape aneineanderreihen.
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| © Roy Shaun/Cape Epic/SPORTZPICS |
Der Moment der Vorentscheidung. SCOTT-SRAM MTB Racing mit Nino Schurter & Matthias Stirnemann gewinnen die brutal schwere Königsetappe. Den schärfsten Verfolgern Investec-Songo-Specialized mit Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy ereilte das Pannenpech, weshalb sie nun 6:49 min. in der Gesamtwertung zurückliegen und damit nur noch theoretische Aussenseiter-Chancen auf den Cape Epic Gesamtsieg besitzen. Damit wurde der der sogenannte „Queen's stage“ - Tag der Entscheidung - seiner Bestimmung wieder mehr als gerecht.
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| © Roy Shaun/Cape Epic/SPORTZPICS |
Bild oben: Zieleinlauf Zweitplatzierten der Tagesetappe: der Kolumbianer Hector Leonardo Paez Leon und sein südafrikanischer Teamkollege Max Knox vom Team Kansai Plascon.
Aus deutscher Sicht bedauerlich, dass Manuel Fumic & Henrique Avancini vom Cannondale Factory Racing XC Team auf den 5. Platz abrutschten und einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung wohl abschreiben müssen, da sie fast 15 min. hinter den Drittplatzierten liegen. Nichtsdestotrotz war nie und nimmer damit zu rechnen, dass sie 5 Etappen lang das Leadertrikot auf Biegen und Brechen verteidigen werden. Ein Riesenerfolg - der das Image des MTB-Sports in Deutschland aufwertet.
Sabine Spitz hatte mit bei ihrem Sturz mit Lenkerbruch Glück im Unglück. Notdürftig repariert verlor das Team zwar 35 Minuten, wodurch der zweite Gesamtplatz flöten ging, aber man blieb wenigstens in der Wertung. Dazu ihr Facbook-Statement: "Nach ca. 60km bin ich in einer schnellen Passage gestürzt, weil ich durch Seitenwind bedingt von der Linie abgekommen bin und im Geröll das Bike nicht mehr kontrollieren konnte...beim und durch den Sturz ist dann der Lenker gebrochen! - ob ein Alulenker dabei nicht zu Bruch gegangen wäre ist reine Spekulation ...diesen habe dann mit einem Bambus notdürftig repariert- war gar nicht so einfach, was passendes zu finden, da wir in abgebranntem Gelände unterwegs waren - und bin damit bis in die technische Zone bei km 70 "geiert", anders kann man das nicht nennen...dort wurde dann ein neuer Lenker montiert...der hat zwar nicht gepasst, war aber deutlich besser als die Bambus-Attrappe ;-)...alles in allem sind wir allen Widrigkeiten zum Trotz ins Ziel gekommen, was eindeutig ein Erfolg war heute."
Falls auf der Finaletappe nichts mehr schief geht, ist ihnen mit gut 16 min. Vorsprung auf ihre Verfolger (Team Spur) die Top 3 in der Gesamtwertung so gut wie sicher.
Gesamtwertung Overall after Stage 6 (Men)
1. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann 23:37.13,3
2 .Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +6.49,1
3. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +14.46,7
4. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +19.21,9
5. Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini +25.06,4
6. Scott-SRAM Young Guns: Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht + 34.30,7
7. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +49.25,4
8. PYGA Euro Steel: Phillip Buys & Matthys Beukes +59.43,7
9. Topeak Ergon Racing: Alban Lakata & Kristian Hynek +1:05.51,0
Gesamtwertung Overall after Stage 6 (Women)
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 28:05:01,8
2. Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 35.33,7
3. Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +47.17,2
4. Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 1:03.57,4
. Bulls Curly Girls: Katrin Benz & Isabella Struck
Stage 7, 26. März: Elgin - Val de Vie 85 km / 1350 hm
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| © Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS |
Race on track - Damen-Riege im Ausdauer-Fight mit Sabine Spitz in Front.
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| © Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS |
Im Bild die ehemaligen amerikanischen Straßenprofis Cadel Evans und George Hincapie (BMC Absa Racing Team) die sich mit Tomi Misser und Ibon Zugasti (Orbea Factory) auf's Härteste duellierten. Zur Erinnerung: Cadel Lee Evans war australischer Mountainbiker der 1998 und 1999 den Mountainbike-Weltcup gewann, bevor er in Profilager der Straßen-Radsportler wechselte und 2009 Eliteweltmeister im Straßenrennen wurde und 2011 sogar die Tour de France gewann.
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| © Nik Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Der Schnellzug wirbelt in Action mächtig Staub auf. Die 85 km lange Schlussetappe mit 1 350 hm war gegenüber den vorhergenden Etappen vergleichsweise human.
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| © Zoon Cronje/Cape Epic/SPORTZPICS |
Trotz ausgemergeltem Zustand machten die Fahrer mit dem Finish vor Augen mächtig Druck.
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| © Ewald Sadie/Cape Epic/SPORTZPICS |
Sabine Spitz als unermüdliche Dampflock. Ein Bild, das man häufig beobachten konnte.
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
SCOTT-SRAM MTB Racing mit Nino Schurter & Matthias Stirnemann gewinnen die Cape Epic 2017. Zweiter wird das Investec-Songo-Specialized mit Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy, gefolgt von dem Team Vaude 2 mit Nicola Rohrbach und Daniel Geisenmayr. Sabine Spitz & Robyn de Groot gewinnen die Finaletappe und schließen bei dem prestigeträchtigsten MTB-Etappenrennen der Welt mit der beachtenswerten Top 3 Platzierung ab. Gesamtsieg der Damen geht an das Meerendal CBC Team mit Esther Suss & Jennie Stenerhag die das Hansgrohe Cadence OMX Pro Team mit Mariske Strauss & Annie Last auf den zweiten Platz verwiesen.
Das Führungsteam blieb von Schwächeeinbrüchen und Reifenplatten weitestgehend verschont, was letztlich den ausschlaggebenden Grundstein für den Cape Epic Sieg legte.
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| © Zoon Cronje/Cape Epic/SPORTZPICS |
Val de Vie Estate und das Fahrerlager aus der Vogelperspektive, wo das Grand Finale der Absa Cape Epic am 26. März 2017 sein Ende fand.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Es ist vollbracht. Champagner-Dusche für die Cape Epic Heroes.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Die Sieger der Finaletappe Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht komplettierten den Erfolg für den Bike-Hersteller Scott.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Ein sichtlich zufriedener Nino Schurter meinte: “Das war ein Scott Epic”. Eingedenk nicht nur der Tatsache, dass er gemeinsam mit seinem Partner Matthias Stirnemann ziemlich unerwartet den ersten Cape-Epic-Sieg einfuhr sorgte bei den beiden Eidgenossen für Riesenfreude. Riesigen Respekt verdienten auch die Youngsters Frischknecht und van der Heijden, die mit dem Finaletappensieg als gestartetes "Support-Team" immerhin zwei Etappensiege verbuchen konnten.
Der Gesamtsieg von Schurter und Stirnemann ist umso bewundernswerter, als dass das Duo zum "Testlauf" angetreten war, um 2018 den Gesamtsieg anzupeilen. Während sich die Konkurrenz mit Defekten (Fumic/Avancini) oder Leistungstiefs (Sauser/Kulhavy) herumschlug, blieb das Scott-Duo von derlei Problemen weitestgehend verschont. Ab der sechsten Etappe dominierten Schurter und Stirnemann nach Belieben weshalb sie taktisch im Vorteil waren.
Die Bilanz der Schweizer Fahrer ist gelinde gesagt triumphal. Nicht weniger als sieben Schweizer standen auf dem Podest der Gesamtwertung, gar bei vier von fünf Kategoriewertungen war ein Schweizer am Sieg beteiligt. Unter den ersten Sechst-Platzierten der Herrenwertung reihten sich sage und schreibe 5 Schweizer Fahrer in Reih und Glied auf. Eiin gigantischer Erfolg für die eidgenössischen Fahrer der Alpenrepublik.
Zum Schluss fehlten den Zweitplatzierten des Investec Songo Specialized Teams gut acht Minuten zum Gesamtsieg. Christoph Sauser - immerhin fünffacher Gewinner des härtesten Bike-Etappenrennens der Welt - war aus seinem “Pseudo-Ruhestand” mit dem Anspruch angetreten, mit dem ehemaligen Weltmeister Jaroslav Kulhavy den sechsten Gesamtsieg zu erringen. Sauser: “Wir hatten zu viele Plattfüße, das hat uns zurückgeworfen. Und dann waren die Scott-Teams einfach zu stark, da war nichts zu machen”.
Nach einer Bronze-, Silber- und Goldmedaille bei olympischen Spielen und etlichen Weltmeistertiteln hat Nino Schurter seine Trophäensammlung um einen weiteren Prestigesieg ersten Ranges völlig unerwartet erweitert. Der Routinier lobte das junge Backup-Team über den Klee: “Die Youngsters waren unglaublich. Beim ersten Epic anzutreten und dann so stark zu fahren ist super. Michiel und Andri sind wirklich cool und wir hatten diese Woche einen super guten Teamspirit dadurch. Die Jungs sind fehlerlos gefahren”.
In cooler Biker-Manier rollte Manuel Fumic im Wheelie und Baggy-Shorts über die Ziellinie. Den Prolog souverän gewonnen und mit dem Brasilianer Henrique Avancini Weltklasse-Biker fünf Etappen lang in Schach gehalten zu haben war viel mehr als "nur" ein Achtungserfolg. Manuel lieferte ohne Frage eine imageträchtige Visitenkarte für den deutschen MTB-Sport ab. “Eigentlich wollten wir nur den Prolog gewinnen, das haben wir geschafft und die weiteren Tage im Leadertrikot waren einfach super. Jetzt gibt es erst einmal einige Erfrischungsgetränke”, freute sich Fumic überschwänglich.
Ebenso erfreulich: Jochen Käß und Markus Kaufmann (Centurion Vaude) landeten als Neunte ebenfalls in der Top Ten Liste der Gesamtwertung.
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| © Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS |
Die amerikanischen Ex-Straßenprofis Cadel Evans und George Hincapie (BMC Absa Racing Team) fingen auf der Schlussetappe ihre härtesten Widersacher Tomi Misser und Ibon Zugasti (Orbea Factory) ab und errangen nicht nur den Tagessieg sondern dadurch auch die Masters- Gesamtwertung.
Für den fünfmaligen Cape Epic Sieger Karl Platt lief die 14. Cape Epic alles andere als rund. Für einen, der zur Titelverteidigung antrat ist das Resultat zweifelsohne eine herbe Enttäuschung. Kurzum: eine Cape Epic zum Abhaken. Zu allem Ungemach kam auf dem ersten Kilometer der Abschlussetappe noch ein folgenschwerer Sturz hinzu, was das Bulls Team auf den 12. Gesamtrang zurück warf. Der Aufmunterung seiner Teamkollegen Urs Huber, Simon Stiebjahn und Tim Böhme vom Team BULLS II war es zu verdanken, Platt von einer Rennaufgabe zu bewahren. Wer am Rand der Selbstaufgabe die Flinte nicht ins Korn wirft sondern sich mit eiserner Willenskraft durchbeißt nötigt allemal Respekt ab.
Bleibt zu hoffen, dass der Pfälzer aus der bitteren Niederlage gestärkt hervorgeht und 2018 wieder mit gewohnter Manpower angreift. Das hehre Ziel, die Cape Epic zum sechsten Mal zu gewinnen und zum alleinigen Rekordsieger aufzusteigen sollte Ansporn genug sein. „Es ist mein Baby, ich liebe dieses Rennen über alles“, sagt der 39-Jährige. Mit seiner nunmehr 13. Teilnahme hat Karl Platt den Wandel vom ehemaligen provinziellen Wald-Wiesen-Race zum internationalen Top-Event von Weltklasseformat - das unlängst unter die Fittiche der Ironman-Eigner genommen wurde - kein Fahrer in Gänze so miterlebt als er.
Statement von Urs Huber via Facebook: "Als Sportler bin ich es mir aber gewohnt, mit Niederlagen umzugehen und erst danach wieder aufzustehen, um wieder ganz auf den Gipfel zu klettern, zeichnet einen wirklichen Sieger aus. In diesem Sinne schaue ich bereits wieder nach vorne. Es kommen noch viele Möglichkeiten dieses Jahr um Ausrufezeichen setzen zu können Darauf freue ich mich und bin motiviert."
Die BULLS Curly Girls – mit Katrin Benz und Isabella Struck beendeten ihre Cape Epic Premiere auf einem total respektablen 17. Platz der Gesamtwertung.
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| © Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS |
Unglaublich: nur ein Jahr nach ihrer Herzoperation stand Jennie Stenerhag tränenüberströmt vor Freude am Ziel ihrer Träume. Nachdem sie 2016 das Etappenrennen wegen Herzproblemen frühzeitig beenden mußte war der diesjährige Sieg schon etwas ganz Besonderes.
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| © Mark Sampson/Cape Epic/SPORTZPICS |
Die in Südafrika lebende Schwedin lag mit der Schweizerin Esther Süss (Meerendal CBC) gut 35 min. vor Mariske Strauss und Annie Last vom Team Hansgrohe Cadence OMX Pro), bzw. 47 min. vor Sabine Spitz mit der südafrikanischen Meisterin Robyn de Groot (Ascendis Health). “Wir fuhren immer konstant und machten keine Fehler. Ich bin einfach nur glücklich, das Epic gewonnen zu haben”, freute sich Süss, die Marathon-Weltmeisterin von 2010.
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
Pleiten, Pech und Pannen mit versöhnlichem Happy End. So lässt sich für Sabine Spitz wohl am besten die Achterbahnfahrt der Gefühle beschreiben. Dass die Olympiasiegerin mit ihrer Partnerin Robyn de Groot die Schlussetappe gewann und damit ihren dritten Platz in der Gesamtwertung zementierte ist in Anbetracht der dramatischen Begleitumstände für das deutsch-südafrikanische Duo ein echter Erfolg. Zwei heftige Abflüge von Spitz, machten die Hoffnungen auf den Gesamtsieg zwar zunichte, doch selbst die klaffende Augenbraue-Wunde die mit acht Stichen genäht werden musste, sowie der Lenkerbruch stoppte das Team mitnichten. Selbstironisches Fazit: “Wir hatten viel Pech, aber selbst Schuld, wenn man nicht auf dem Fahrrad bleiben kann”, so Spitz im Ziel. Die Fangemeinde hofft natürlich, dass ihr "Goldmädel" nach dieser Galavorstellung trotz ihrer 45 Lenze dem MTB-Profisport treu bleibt.
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| © Ewald Sadie/Cape Epic/SPORTZPICS |
Prolog, zwei Etappen + Schlussetappe gewonnen - Kompliment an Sabine Spitz - das 45 jährige Energiebündel - und Robyn de Groot. Wow, mit wieviel Herzblut die beiden kämpften und den Sack zum Grand Finale Sieg zumachten.
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| © Nick Muzik/Cape Epic/SPORTZPICS |
Gruppenbild mit Damen. Die "Jersey-Winners" versammelt auf dem Podium.
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| © Zoon Cronje/Cape Epic/SPORTZPICS |
Die Mixed-Wertung ging mit souveränem Vorsprung von 1:05 h an die Olympiasiegerin von Rio, Jenny Rissveds, die mit Scott-Teammanager Thomas Frischknecht unangefochten die Spitze des Feldes verteidigten.
Den Masters-Gesamtsieg holten sich die amerikanischen Ex-Straßenprofis Cadel Evans und George Hincapie (BMC Absa Racing Team). Zweiter: Tomi Misser und Ibon Zugasti (Orbea Factory), dritter Bart Brentjens und Abraoo Azvedo vom Team CST Sannd American Eagle. Das deutsche Team Rocky Mountain to Motion mit Thorsten Keller und Max Friedrich verfehlte mit dem 4. Gesamtrang das Podium denkbar knapp.
Der Grand-Masters-Sieg ging mit einem satten Vorsprung von 2:33 h an Meerendal CBC 3 mit dem Schweizer Barti Bucher und dem Österreicher Heinz Zoerweg.
Endresultat Cape Epic 2017 (Men)
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| © Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS |
1. SCOTT-SRAM MTB Racing: Nino Schurter & Matthias Stirnemann 26:35.06,5
2 .Investec-Songo-Specialized: Christoph Sauser & Jaroslav Kulhavy +8.07,4
3. Centurion Vaude 2: Nicola Rohrbach & Daniel Geismayr +19.34,8
4. Kansai Plascon: Hector Leonardo Paez Leon & Max Knox +20.32,7
5. Cannondale Factory Racing XC: Manuel Fumic & Henrique Avancini +29.50,5
6. Scott-SRAM Young Guns: Miechiel Van der Heijden & Andri Frischknecht + 33.52,4
7. PYGA Euro Steel: Phillip Buys & Matthys Beukes +1:01.06,3
8. Topeak Ergon Racing: Alban Lakata & Kristian Hynek +1:13.38,7
9. Centurion Vaude: Jochen Kaess & Markus Kaufmann +1:17.34,1
10. Claes - Carabin: Frans Claes & Sebastian Carabin 1:28.14,8
11. NAD Pro MTB: Nico Bell & Gawie Combrinck 1:30.05,1
12. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +1:31.46,9
.......
26. Bulls: Karl Platt & Urs Huber +3:32.10,9
62. Avoras #wirfueryannic: Lars Wichert & Jan Phillipp Birkner + 8:31.46,0
72. Vantastic Mercedes Benz: Till Schenk & Stefan Zelle + 9:59.45,6
86. Mr. Hallo: Heinz Holsten & Andrew Whynn + 11.30.08,0
139. Heaven & Hell: Felix Rueckner & Markus Schloesser + 15:20.30,8
171. SanDisk Iron Heart: Elmar Sprink & David Jeckel + 18:25.29,5
193. NoPainNoGain: Mike Kluge & Jens Vögele + 21:22.52,8
Endresultat Cape Epic 2017 (Women)
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
1 Meerendal CBC: Esther Suss & Jennie Stenerhag 31:39:43,7
2. Hansgrohe Cadence OMX Pro: Mariske Strauss & Annie Last + 35.19,3
3. Ascendis Health: Sabine Spitz & Robyn de Groot +47.02,3
4. Spur: Ariane Lüthi & Adelheid Morath + 1:10.05,5
5. Hollard-Velocity Sports Lab: Carmen Buchacher & Michelle Vorster + 1:22.59,1
6. DormaKaba SA: Candice Lill & Vera Adrian + 1:35.17,0
7. Meerendal CBC 2: Hielke Elferink & Cornelia Hug + 2:17.16,4
............
17. BULLS Curly Girls: Katrin Benz & Isabella Struck + 11:46.32,6
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
Endresultat Cape Epic 2017 (Mixed)
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
1. Scott-SRAM Nextlevel: Jenny Rissveds & Thomas Frischknecht 37:27.29,4
2. Joberg2C-Valencia: Grant Usher & Amy Beth Mc. Dougall + 1:05.20,5
3. RBI Tech-Mitas: Johan Labuschagne & Catherine Williamson + 1:49.39,3
------------
11. Leschi: Christian Lesche & Andrea Berner + 6:17.44.0
17. Ride PH: Maximilian Schroeferl & Christina-Lisa Hoeck + 8:22.06,6
32. GoAlps: Joachim Finck & Kim-Maike Finck + 15:48.33,1
50. Weiss-Mohr-Lovetrain: Tamara Weiss & Michael Mohr + 22:47.07,8
Endresultat Cape Epic 2017 (Masters)
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
1. BMC Absa Racing Team: Cadel Evans & George Hincapie 29:28.57,5
2. Orbea Factory: Tomi Misser & Ibon Zugasti + 5:21,3
3. CST Sandd American Eagle: Bart Brentjens & Abraao Azvedo + 7:10.1
4. ROCKY MOUNTAIN - toMotion: Thorsten Keller & Max Friedrich + 2:28.28,8
Endresultat Cape Epic 2017 (Grand Masters)
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| © Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS |
1. Meerendal CBC 3: Barti Bucher & Heinz Zoerweg 31:23.01,5
2. ABSA Bus Boys: Greg Anderson & Deon Kruger + 2:33.41,2
3. Pitstop1Sport24hrs: Waleed Baker & Marius Nel + 4:10.35,2

Fazit zur Cape Epic 2017: wegen der fehlenden Dominanz einer Fahrerpaarung blieb die Spannung sowohl in der Herren- als auch Damenwertung bis zur Schlussetappe erhalten wie selten zuvor.
Cape Epic 2018
15. Cape Epic 18. - 25 März 2018
Startgebühr per Team
Aktueller Wechselkurs des Südafrikanischen Rands:
1 € = 14.0518 ZAR / 1 ZAR = 0.0712 € (28.3.2017 Europäische Zentralbank)
- South African Riders: ZAR 74 900
- International Riders: USD 5 690 per team (5 261€ - Stand 28.03.17)
The Absa Cape Epic takes place in the Western Cape in South Africa but the route changes every year and planning starts well before a year in advance, with a team of route designers constantly scouting out new trails across the Western Cape.
In August - seven months ahead of the event - a trial ride of all complete stages is carried out by staff and key crew members, including the route designers. The course is then signed off for the 1300 athletes who will take part in the event.
Chris Whitfield has completed four Absa Cape Epics in the past and was part of the trial ride team for the 2015, 2016 and 2017 races: “It was quite an eye-opener how much work goes into getting the course right. All sorts of factors are taken into account to design a route that challenges the pros but is not completely impossible for the amateurs.”
“It also involves a lot of local assistance, typically from destination partners, venues and farmers along the route, appreciated by riders and supporters alike. Riders will be relieved to hear that some of the worst hills on the trial ride have been removed … but only after we had to slog over them.”
Publikation Cape Argus, RENNRAD
Race Office
2018 Early Bird Entries: 15h00
GMT+2h00 27 March 2017
2018 Lottery Closes: 30 May 2017
Email: registration@cape-epic.com
Tel: +27.21.4264373



















































































