WOIDMAN - Terminverschiebung

++Veranstalterhinweis++

WOIDMAN-Teilnehmer und WOIDMAN-Freunde

Schweren Herzens müssen wir unser Event am 15./16. Mai absagen.

Als Veranstalter tragen wir eine hohe Last an Veranwortung und da uns die Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmer groß am Herzen liegt, sehen wir uns gezwungen, den WOIDMAN zu verschieben.

Bitte notiert als Ausweichtermin den 28./29. August 2021.

Ja, wir wollen den WOIDMAN 2021 unbedingt abhalten und wenn es die Zeit zulässt, starten wir am 28./29. August voll durch.

Rückblick 

Der 8. WOIDMAN in Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau ist Geschichte. Wie gewohnt, ging das vom RSC Tittling professionell organisierte MTB-Rennen (10./11. Oktober) reibungslos über die Bühne. Von der Covid-19-Problematik bzw. nasskalten Herbstwetter ließen sich die wenigsten abschrecken, denn insgesamt 380 Hartgesottene standen sozusagen auf der Matte. 

Ungeachtet des eiskalten Regenwetters traten bereits am Samstag beim WOIDKIDS 80 Youngsters - motiviert bis in die Haarspitzen - beherzt in die Pedale. Die Hochstimmung bei der abschließenden Siegerehrung war unübersehbar, denn jeder Nachwuchsbiker bekam bei Überreichung der Medaille und der Urkunde funkelnde Augen.

Nachdem der WOIDMAN 2019 ausfiel (Windbruch) und 2020 coronabedingt auf den Herbst verschoben wurde, fiel nach über 2 Jahren Wartezeit am Sonntag punkt 9.00 Uhr endlich der Startschuß zum 8. WOIDMAN. Nun galt es für die Protagonisten, das Leistungspotential abzurufen und sich ambitioniert mit Mitstreitern zu challengen. Beim Blick auf das gezackte Höhenprofil dürfte freilich jedem klar gewesen sein, dass die kraftraubende Streckencharakteristik mit zunehmender Renndauer ihren Tribut einfordern würde. Zudem machte es der tückische Untergrund mit nassem Laub, glitschigen Wurzeln, tiefen Schlammrinnen, losem Schotter - dazu noch Eiseskälte - nicht einfacher. Gleichwohl erreichten 287 Damen und Herren - abgesehen von paar harmlosen Schürfwunden - wohlbehalten das Ziel. Ein Zeichen, das für gute Performance und Besonnenheit der Fahrer sprach, zumal die Ausfallquote trotz prekärer Begleitumstände gerade mal bei 4.33% lag.

Die perfekte Organisation der Veranstaltung hat sich längst herum gesprochen, was unter Teilnehmern auch hoch geschätzt wird. Ein wesentlicher Pluspunkt ist z.B. die auffallend große Beschilderung, die einem buchstäblich ins Auge springt. Einfach Klasse, denn Richtungspfeile, Vorwegsweiser (absolut hilfreich bei rasanten Abfahrten), Streckengabelungschilder, violett gefärbte Warnhinweise sowie aufgehängte Flatterbänder ließen trotz Wettkampfstress keinerlei Orientierungsprobleme aufkommen. Im Abzweige-Wirrwarr fraglos eine Riesenhilfe, da man sich über den verwinkelten Streckenverlauf während der Race-Duelle keinen Kopf zu machen brauchte. Anstatt hierfür auf Kosten der Sicherheit sinnlos kognitive Ressourcen zu vergeuden, konnte man den Fokus im Full-Speed-Modus voll und ganz der Strecke bzw. Bodenbeschaffenheit widmen - sprich sich ohne Ablenkung rein auf's Fahren konzentrieren. Dass ein vorbildliches Beschilderungskonzept keine Selbstverständlichkeit ist, bemerkt man spätestens dann, wenn man sich wegen suboptimaler Ausschilderung bei anderen Bike-Events urplötzlich auf dem "Holzweg" befindet.

Zapfige 4 Grad in der Früh - da kam das spezielle "Warm-Up" am offenen Feuer gerade recht. Die Höchsttemperatur sollte an diesem Tag auf mickrige 7 Grad klettern, nur um nachmittags wegen eines abrupten Wetterumschwungs mit Regen und Graupelschauer auf 2 Grad zu fallen.  

Final Countdown - hochmotivierte Athleten wenige Minuten vor dem Startschuss. 

Streckencharakteristik

Das neue Streckenlayout war vom permanenten Wechselspiel meist flowiger (Trail-) Abfahrten, schweißtreibender Anstiege und kurzen knackigen Rampen gekennzeichnet. Längere Flachpassagen wie z.B. die Umrundung des Dreiburgensees blieben hingegen die Ausnahme. Dank Streckenscout Marco Moosbauer (Hauptorganisator) und Rudi Helmö wurden die besten Trailrosinen aufgeboten die das Dreiburgenland im Bayerischen Wald zu bieten hat. Ein Einheimischer beschrieb es trefflich: "mir ham Trails zum Sau fuadern", was sich aber zum Leidwesen der Teilnehmer genauso über die Vielzahl der Anstiege sagen lässt. Der Offroadanteil belief sich schätzungsweise auf 95 %, doch die ausgeklügelte Streckenführung ließ dafür so gut wie keinen Berg oder Hügel aus. 

Da die Marathonstrecke im Vgl. zu früheren Austragungen um 11 km auf 88 km verlängert wurde und sich nunmehr 2.850 Höhenmeter (ein Plus von 250 "Bonus-Höhenmeter" gegenüber 2018) auftürmten, entpuppte sich die Langdistanz - selbst für topfitte Elitefahrer - zum echten Härtetest. Infolgedessen traf die Ansage von Streckensprecher Christian Riesinger "wir werden wir euch wieder die letzten Körner rauben" voll ins Schwarze. Sarkastisch gesprochen: "Laktat-Junkies", deren DNA machochistische Selbstzermürbungszüge trägt kamen beim WOIDMAN ohne Umschweife auf ihre Kosten. Je länger das Rennen dauerte, umso mehr pushte das haifischartige Sägezahnprofil das Quälniveau bis zur unerträglichen Schmerzgrenze. Sieht man mal von taktischen Geplänkel wie Tempoverschärfungen ab, zermürbte die Streckenführung physisch wie mental auch deshalb, weil ständige Up's and Down's es unheimlich schwierig machten seinen Rhythmus zu finden. Überdies erforderten die naturbelassenen Wege und Trails, kreuz und quer durch den Wald über Stock und Stein auf feucht-nassem Boden angepasste Brems- und Lenkmanöver, auch wenn sich die flowigen Waldpfade meist recht flüssig fahren ließen. Von kniffligen Schlüssel- oder Tragepassagen bzw. exponierten Gefahrenstellen blieb man hingegen verschont.

Auch wenn vorausgegegangene Niederschläge den Untergrund aufweichten, so bot der Boden dennoch überraschend guten Grip. Nur die Schlußankömmlinge der Marathonstrecke wurden von einem plötzlichen Wetterumschwung - sprich Temperatursturz im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Starkregen/Graupelschauer verwandelte den Untergrund - wohlgemerkt bei 2 Grad Celsius - ruckzuck in heikle Rutschbahnen.