13. Red Bull Rampage im Navajo-Sandstein-Gebirge von Utah (USA)

Am 26. Oktober 2018 ging der abgefahrenste Mountainbike-Contest der Welt - die "Red Bull Rampage" - in Virgin (USA) über die Bühne. Zweifelsohne ein waghalsiger Härtetest sowohl für Mensch als auch Material, weswegen die Auswahlkriterien äußerst selektiv sind: nur 21 der weltbesten Freerider waren auserkoren am prestigeträchtigsten Freeride-Spektakel teilzunehmen. Im Navajo-Sandstein-Gebirge von Utah am Rand des Zion-Nationalparks zeigten dann die Stars der Szene ihre krassesten Tricks, größten Drops und spektakulärsten Lines um die strengen Judges zu beeindrucken. Schon die Woche zuvor zimmerten die Cracks mit ihren Helfern (Diggern) vier Tage lang kreative Lines ins Sandgestein. Dann folgten vier Trainingstage, um die Skills für den anspruchsvollsten Bike-Contests der Welt zu performen. Jeder Fahrer stürzte sich seine eigens geshapte "Hand-Made-Line" den felsigen Abhang hinunter. Bei der »Red Bull Rampage« geht es weniger um Bestzeiten als vielmehr um die Fahrtechnik der Rider. Fünf Judges (Wertungsrichter) der FMBA (Freeride Mountain Bike Assosciation – Weltverband der Freeride-Biker) bewerten die Läufe nach den Kriterien: »Fluidity and Style« (schnell/langsam) bzw. flüssig/aggressiv) sowie nach dem Grad der Sicherheit. Das Kriterium »Air and Amplitude« bewertet die Sprungweiten und Genauigkeit der Landungen. Ebenso fließen Tricks (Anzahl, Vielfalt und Schwierigkeit sowie Platzierung der Tricks im Run) und »Line Choice« (Linienwahl) in die Bewertung mit ein. Sieger 13. Red Bull Rampage 2018 wurde der Kanadier Brett Rheeder (CAN) gefolgt vom Spanier Andreu Lacondeguy und dem Lokal-Matador Ethan Nell aus Virgin (USA), während die Rampage-Legenden Kurt Sorge (CAN) und Brandon Semenuk (CAN) auf dem 9. bzw. 16. Platz landeten.