In Bayern treten weitere Lockerungsmaßnahmen schrittweise in Kraft

CORONA-Fahrplan

Update, 26. Mai: Ministerpräsident Söder hat neue Details zur Corona-Krise bekannt gegeben und listete unter anderem die nächsten Lockerungsmaßnahmen im Freistaat auf.

Die Öffnung von Biergärten, Gastronomie und Tourismus ebnet ein stückweit den Weg zur Normalität. Vom Pfingstwochenende ab dürfen Hotels neben Geschäftsreisenden - nun auch wieder Touristen beherbergen. Allerdings gelten nach wie vor strenge Hygieneregeln sowie die Vorschrift, dass an einem Tisch nur Personen aus max. zwei Hausständen zusammensitzen dürfen - ansonsten muss der Mindestabstand von 1,50 Metern gewahrt bleiben. Die entscheidenden Lockerungen machen Radurlaube bzw. mehrtägige Etappentouren jedenfalls wieder möglich. 

Ab 8. Juni dürfen sich gesellige "Freiluft-Sportler" freuen, denn dann ist es auch Sportmannschaften erlaubt im Freien in Gruppen von bis zu 20 Personen zu trainieren. Gruppenausfahrten von Radfahrern bzw. Mountainbikern sind bis zu dieser Personenzahl dann wieder erlaubt (bis zum 8. Juni max. 5 Personen). Bei zu geringem Abstand (Windschattenfahren) gilt zu beachten, dass durch ausgeatmete Viren-Aerosole latentes Infektionsrisiko besteht (siehe Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling«). 

Desweitern sollen in Bayern ab dem 8. Juni Fitnessstudios und Schwimmbäder und ab 15. Juni Kinos, Theater und Konzertveranstaltungen wieder öffnen.

Überdies haben sich Bund und Länder grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden.

Lockerungsmaßnahmen

  • ab 15. Juni Kinos, Theater und Konzertveranstaltungen dürfen wieder öffnen
  • Ab 8. Juni dürfen Fitnessstudios und Schwimmbäderi öffnen. Zudem ist es Sportmannschaften im Freien in Gruppen erlaubt von bis zu 20 Personen zu trainieren
  • Am 30. Mai öffnen unter strenger Hygieneauflagen Hotels (ohne Sauna, Wellness, Schwimmbäder) sowie Campingplätze und Ferienwohnungen
  • Am 25. Mai eröffnet die Gastronomie unter strenger Hygieneauflagen (bis 22 Uhr, begrenzte Gästezahl, Sicherheitsabstand)
  • Am 18. Mai öffnet tagsüber unter strenger Hygieneauflagen die Außengastronomie 
  • Am 11. Mai fällt die Begrenzung der Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter weg, d.h. alle Kaufhäuser und Shoppingcenter dürfen mit entsprechendem Sicherheits- und Hygienekonzept öffnen (u.a. Einlasskontrollen, Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Personen, rechnerisch max. 1 Kunde auf 20 Quadratmeter Fläche)
  • Kontaktloser Sport im Freien wie Tennis, Golf, Segeln, Leichtathletik oder Reiten wird vom 11. Mai an erlaubt

Söder appelliert angesichts der unsicheren Situation mit Grenzschließungen aberrmals den Pfingsturlaub heimatnah zu verbringen: "Es gibt bis dahin ein hervorragendes Angebot in Bayern und keinen Anlass in benachbarte Länder fahren zu müssen."

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Die Bundesregierung hat auf Vorschlag des Auswärtigen Amts die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie zunächst bis mindestens 14. Juni verlängert. Begründet wird die Verlängerung der Reisewarnung damit, dass "weiterhin mit starken und drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen" sei.  

Bei der Videoschalte tagte Kanzlerin Angela Merkel am 30. April erneut mit den 16 Ministerpräsidenten. Dabei bewarb Markus Söder den Freistaat Bayern patriotisch als lohnenswertes Urlaubsziel: "Man müsse zum Urlauben auch nicht nach Österreich fahren, sondern könne in Bayern bleiben." Merkel ergänzte mit breitem Grinsen: "Der Norden hat auch super Möglichkeiten."

Bund und Länder empfehlen "dringlich" das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Ministerpräsident Markus Söder kündigte bei seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie für Bayern ab dem 27. April eine Mundschutz-Pflicht an: "Mit der Öffnung der Geschäfte wird es ab nächster Woche eine Mund-Nase-Schutz-Verpflichtung geben", teilt Söder mit. "Die gilt für den gesamten ÖPNV und für alle Geschäfte." Die Maskenpflicht gilt für Kinder ab 6 Jahren, was das Kabinett am 21. April in München entschieden hat. 

Wer sich in Bayern ab dem 27. April nicht an die Mundschutz-Pflicht hält - die im übrigen im ÖPVN nicht nur in Bussen, Bahnen oder Taxis, sondern auch beim Warten an der Haltestelle oder am Bahnsteig gilt, löhnt 150 Euro! Besonders teuer werden Verstöße gegen die Mundschutzpflicht zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus zum Beispiel für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt. Hierfür sieht der Bußgeldkatalog 5000 Euro vor. Die Bayerische Staatsregierung verordnet bei der Mund-Nasen-Bedeckung keine spezifischen Schutzmasken mit zertifizierten Qualitätsnormen. Wahlweise dürfen selbstgenähter Mund-Nase-Schutz oder auch ein Schal oder Tuch verwendet werden.

  Da in Deutschland bundesweit eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft. tritt (in Läden, Busse & Bahnen), sollte jeder Radfahrer sicherheitshalber immer einen Mund-Nase-Schutz dabei haben. So kann im Bedarfsfall jederzeit ein Geschäft oder Zweirad-Shop betreten werden.