Hurra der Frühling ist da

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März präsentieren wir wieder unser "Frühjahrs-Special". Als motivierendes Appetizer-Häppchen soll der Beitrag die Lust auf's Biken schüren. Der kalendarische Frühlingsanfang beginnt drei Wochen später, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht und nach Norden "wandert".

Beginnt der Schnee zu schmelzen und erwacht die Natur mit zögerlich aus aus ihrem Winterschlaf trauert wohl kaum einer der kalten Jahreszeit eine Träne hinterher. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Natur beginnt aufzublühen. Das eine bedingt das andere. Gleichsam wie die Natur aufblüht, entfachen Frühlingsgefühle eine regelrechte Aufbruchstimmung. Der Stimmungsumschwung lässt sich auf die steigende Lichtintensität (Sonnenschein) zurückführen, welche eine vermehrte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin auslöst und so den saisonbedingten melancholischen Winterblues endgültig besiegelt. Kommt die Sonne zum Vorschein und sprießen die ersten Krokusse zögerlich aus der Erde reibt man sich nach einer gefühlten Ewigkeit die Hände, endlich seinen Speichenflitzer wieder startklar machen zu können. Der hormonelle Kick signalisiert ohne Wenn und Aber sich aufzuraffen und die neue Bikeseason mit einer Jungfernfahrt einzuläuten, die zweifelsohne ein besonderes Fahrerlebnis verspricht. 

Andererseits gilt aber auch, dass der Anteil der Ganzjahresbiker stetig zunimmt, womit die klassische Bikesaison im herkömmlichen Sinne ihre Bedeutung verliert. Biken kann man im Prinzip immer, zumal bei nassem, matschigem Untergrund und glitschigen Wurzeln die Koordina­tion und Reaktionsfähigkeit hervorragend geschult und zudem in der Kälte das Immunsystem gestärkt wird. Nicht zu vergessen der positive Nebeneffekt, dass sich das Konditionsdefizit in Grenzen hält, wenn ganzjährig der Sattel gehütet wird.

Die Abgrenzung der Jahreszeiten wird in der Meteorologie und Astronomie unterschiedlich definiert. Demnach endet der meteorologische Winter am letzten Februartag, während der kalendarische Winter erst mit der Tag- und Nachtgleiche am 20. März endet. Während der kalendarische (astronomische) Frühlingsbeginn vom Abstand zum letzten Schaltjahr abhängt, beginnt für Meteorologen dieser grundsätzlich am 1. März. "Wetterfrösche" nutzen diesen Tag, um für vier Jahreszeiten von konstanter Zeitdauer die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten leichter darstellen zu können. 

Dank robuster Cross- Gravel- und (e-) Mountainbikes wurde das Biken nicht nur facettenreicher, sondern kann darüber hinaus in jeder Jahreszeit ausgeübt werden. Hinzu kommt wohligwarme Winterkleidung, mit der Biken sogar im größten Schneegestöber bei Eiseskälte problemlos möglich ist. Von Kopf bis Fuß im klassischen Zwiebellook warm eingepackt, steigt die Zahl der leidenschaftlichen All-Terrain-Anhänger die ihr Hobby als Ganzjahressport betreiben zwar stetig. Indes durchnässt und "fangobepackt" mit klammen Fingern in klobigen Handschuhen sein Gefährt zu steuern ist aber trotzdem nicht jedermanns Sache.

Zweifelsohne hat es seinen Reiz, knirschend über schneebedecktes Terrain zu gleiten. Doch selbst für unverwüstliche Allweather-Biker ist es irgendwann zuviel des Guten, ständig thermogeschützt mit sichtverschmierter Brille auf matschigem oder vereisten Untergrund zittrig umherzueiern. Nimmt das winterliche Intermezzo mit Frost, Schnee und Graupelschauer allmählich seinen "Hut" und hält der Frühling Einzug, sehnt man sich umso mehr wieder auf schnee- und morastfreie Trails, griffige Traktion und guten Grip. Werden am Sonntag, den 31. März die Uhren auf Sommerzeit umgestellt, sind sogar schon kürzere Feierabendrunden ohne Beleuchtungs- und Reflektoren-Schnickschnack drin.

Optimales Biker-Outfit in der Übergangszeit

Im Frühling - wie auch im Herbst - ist die Frage nach dem richtigen Biker-Dress alles andere als einfach. Mal ist es kühl, mal windig, mal bewölkt, mal zieht überraschendend ein Regenschauer auf oder die Sonne sticht vom Himmel. In der Übergangszeit kann das Wetter sehr wechselhaft sein bzw. die Erwärmung von Tag zu Tag mehr oder weniger stark variieren. Trotz - oder wegen - der riesigen Auswahl an Wetter Apps, deren Prognosen sich mitunter widersprechen oder häufig unzuverlässig sind, wird die Zusammenstellung eines passenden Outfits eher erschwert, anstatt einem die Entscheidung zu erleichtern. Entgegen so manchen Vorhersagen kann das Wettergeschehen eine unverhoffte Wendung nehmen. Mit anderen Worten: das Wetter macht was es will. Besonders bei unbeständiger Wetterlage mutiert die Wahl nach dem optimalen Raddress schon fast zum Glücksspiel. Funktionskleidung ist zwar in der Lage, den Schweiß bei körperlicher Belastung vom Körper nach außen zu transportieren und so vor Auskühlung zu schützen, doch wer zu warm oder zu luftig eingepackt ist fängt entweder an zu schwitzen oder der kalte Fahrtwind/Nässe kühlt den Körper aus. Die Lösung des Problems bietet der klassische Zwiebellook. Vergleichbar mit dem Winter-Outfit, zieht man mehrere dünne Kleidungsschichten über, die unterwegs je nach Bedarf aus- oder angezogen werden können. Funktionsunterwäsche plus ein oder zwei (Langarm-) Trikots sowie eine dünne winddichte (Softshell-) Jacke und ggf. noch eine Regenhaut in der Trikottasche verstaut - schon kann der Spaß beginnen. Mit einer Textilausstattung, die eine schichtweise Entblätterung / Ankleidung erlaubt ist man auf der sicheren Seite, weil die Flexibilität selbst bei Temperaturschwankungen bzw. Wetterumschwünge eine ausreichende Wärmeisolation sicherstellt. Somit lässt sich die Betriebstemperatur des Körpers (Wohlfühlklima) relativ gut regulieren. 

Grundregel: besser mehrere dünne Lagen als wenige dicke Schichten!

  1. Schicht: Funktions-Unterwäsche
  2. Schicht: atmungsaktives Trikot 
  3. Schicht: ggf. innen angerautes Wintertrikot
  4. Schicht: ggf. windabweisende Weste
  5. Schicht: bei Bedarf Regenschutz 

 Äußerst vielseitig und perfekt für die Jahreszeit sind multifunktionale Bikehosen, die sich mit abnehmbaren (zippbaren) Beinenden unkompliziert in Shorts umgewandeln lassen. Somit können die Ober- und Unterschenkel entweder geschützt oder die Haut der Sonneneinstrahlung freigegeben werden.

  Werden längere Pausen einlegt oder eine Einkehr plant tut gut daran, Wechselwäsche (Baselayer/Trikot) dabei zu haben, um das naßgeschwitzte Oberteil gegen trockenes Gewand zu tauschen. Folgt nach einem schweißtreibenden Anstieg eine längere Abfahrt, sollte auf dem Bergplateau eine Windstopper-Weste oder wärmende, windabweisende Jacke überziehen, zumal kühler Fahrtwind den Auskühlungsprozess beschleunigt (Windchill-Effekt). Wird der Schutz vor Kälte leichtsinnig vernachlässigt läuft Gefahr, sein Immunsystem zu schwächen, was einer Infektanfälligkeit Tür und Tor öffnet.  

Nähert sich die Außentemperatur der 20° Grad Marke, und scheint dazu die Sonne ist je nach subjektivem Kälteempfinden die Zeit für die halblange oder kurze Radlerhose und das kurzärmlige Trikot gekommen. Spätestens dann dürfte sich das nervenaufreibende Kleidungs-Gezetere erledigt haben.

Auch hormonell passiert so einiges im Körper. So ist es jahreszeitlich typisch, dass Frühlingsgefühle gute Laune und Motivation entfachen, die das Verlangen durch die Botanik zu glühen zum Bersten bringt. Nachdem nun fast 6 Monate Regen, Schlamm und Kälte piesackten, fällt der innige Wunsch nach (Gruppen-) Ausfahrten mit Freunden - einschließlich geselliger Einkehrschwünge - dieses Jahr noch vehementer aus als sonst.

Sobald sich die ersten zarten Frühjahrsvorboten ankündigen, vollzieht sich im Prinzip jedes Jahr dasselbe Spiel: weht ein Hauch von Frühling übers Land und treffen wärmende Sonnenstrahlen auf die Erde hellt sich bei den Menschen schlagartig die Stimmung auf und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Wenngleich die Temperaturen nur zäh in den zweistelligen Bereich klettern und die Nächte meist noch empfindlich kalt sind, so blinzeln immer häufiger Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Ein Weckruf, der selbst zartbesaitete "Zuckerwatte-Biker" wachrüttelt. Juhu, endlich ist der Frühling da!

Lacht die Sonne vom Himmelszelt und schickt uns wärmende Sonnenstrahlen, werden unweigerlich überschäumende Frühlingsgefühle geweckt. Sprühender Tatendrang vermittelt uns ein Gefühl zum "Bäume ausreißen", allerdings verleitet es auch dazu gerne übermotiviert ans Werk zu schreiten. Aufkeimende Frühlingseuphorie schön und gut, doch die Gefahr dem Körper zuviel abzuverlangen ist keine gute Vorgehensweise. Mit einem ungesunden "Kaltstart" - womöglich mit mauer Fitness und zu viel Speck auf den Rippen - tut man seinem Körper nichts Gutes. Insbesondere wer monatelang auf der "faulen" Haut gelegen hat, sollte sich weder kondionell noch fahrtechnisch überfordern. Anspruchsvolles Terrain verlangt Fähigkeiten, die womöglich schlicht und ergreifend nicht abrufbar sind. Eine physische Überforderung geht zwangsläufig mit Erschöpfungstendenzen bzw. akuten Sturzgefahr einher. Solange der Bewegungsapparat ungelenk bzw. muskuläre und konditionelle Defizite bestehen, empfiehlt es sich im moderaten (beherrschbaren) Gelände zu bleiben, und easy in die jungfräuliche Bikesaison einzusteigen. Wer indes über die Wintermonate sein Bike über die Trails scheuchte, für den erübrigt sich natürlich eine Eingewöhnungsphase. Für alle anderen gilt die Devise: Cool down, step by step fahrtechnische und konditionelle Herausforderungen üben/steigern, bis feinfühliges Balancegefühl herrscht und die sensomotorischen Bewegungsabläufe wieder wie von selbst flutschen.

Gute Laune, Eifer und Schaffenslust, was gewohntermaßen in den Frühlingsmonaten verstärkt in Erscheinung tritt, lässt sich in gewisser Weise auf einen Hormonumschwung zurückführen. Ursächlich ist u.a. längeres und intensiveres Tageslicht, das die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin bremst. Verhaltensforscher und Endokrinologen schreiben dies der Zirbeldrüse zu, welche die Produktion des Melatonins dosiert. Der Körper schüttet das Schlafhormon in der Dunkelheit vorwiegend im Winter sowie während der Nacht aus. Werden die Tage länger und heller sinkt im Blut die Melatonin-Konzentration.

Aber auch das Glückshormon Serotonin beeiflusst unsere Stimmungslage sobald der Botenstoff vermehrt ausgeschüttet wird. Das als "Wohlfühlhormon" bekannte Serotonin wirkt dabei nicht nur stimmungsaufhellend, sondern dämpft überdies das Stressempfinden des Körpers. Genau genommen wirkt es entspannend, antidepressiv, schlaffördernd, schmerzhemmend und steigert nicht zuletzt den inneren Antrieb. Damit der Körper jedoch Serotonin aus Lebensmitteln ziehen kann, sind neben wichtigen Nährstoffen zusätzlich Bewegung und Licht vonnöten. Bezogen auf die letzteren beiden Faktoren profitieren Radfahrer in besonderem Maß. 

In Studien wurde der Nachweis erbracht, dass Ausdauertraining den Serotoninspiegel anhebt, weil es durch die körperliche Betätigung die Verfügbarkeit der Aminosäure Tryptophan (daraus bildet der Körper Serotonin) im Gehirn erhöht. Fazit: Radfahrer setzen eine ganze Reihe positiver Effekte in Gang, die sich auf die Stimmung bzw. das psychische Wohlbefinden auswirken. Dass die lichtschwachen Wintermonate vielen Menschen aufs Gemüt schlagen liegt u.a. auch am Vitamin D-Mangel. Ähnlich wie beim Serotonin steht und fällt die körpereigene Herstellung von Vitamin D mit der täglichen Lichtexposition. Je großflächiger die Haut von UV-B-Strahlen bestrahlt wird, umso mehr Vitamin D wird produziert.

Damit der "Motor" im wahrsten Sinne des Wortes rund läuft ist ein zeit- und bedarfsmäßiger Energienachschub das A & O. Sind Energiereserven erst mal aufgebraucht, ist mit leerem „Tank“ Schluß mit lustig. Mit abrupt einsetzendem Leistungseinbruch - hinlänglich als gefürchteter Hungerast bekannt- mutiert jede Ausfahrt zur Tortur. Ohne Mampf kein Kampf. 

Zusammenhang zwischen Glückshormone und Ernährung

Sobald der Hauch von Frühling übers Land weht und wärmende Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche treffen steigt die Laune, das Wohlbefinden und die Aktivitätslust. Zu verdanken haben wir dies dem Glückshormon Serotonin, das vermehrt bei intensiver Sonnenstrahlung ausgeschüttet wird. Damit der Körper jedoch überhaupt Serotonin aus Lebensmitteln (z.B. Walnüsse, Ananas, Bananen und Tomaten) ziehen kann, benötigt er wichtige Nährstoffe, Bewegung und Licht. Da Serotonin aus der Nahrung im Darm resorbiert (aufgenommen) wird, ist bei Alkohol Vorsicht geboten da er die Resorptionsrate (Aufnahmefähigkeit) verlängert. Der Botenstoff Serotonin beeinflusst die Stimmungslage gleich in mehrfacher Hinsicht. Neben der stimmungsaufhellenden Wirkung dämpft das Hormon nämlich auch das allgemeine Stressempfinden. Es wirkt entspannend, antidepressiv, schlaffördernd, schmerzhemmend und steigert nicht zuletzt die Antriebslust. Studien wiesen nach, dass sportliches Ausdauertraining den Serotoninspiegel anhebt, weil es durch die körperliche Aktivität die Verfügbarkeit der Aminosäure Tryptophan im Gehirn erhöht. Schokolade, Bananen, Datteln oder Feigen enthalten relativ hohe Mengen Tryptophan, aus der im Gehirn Serotonin gebildet wird. Auch Hülsenfrüchte Hülsenfrüchte wie Linsen, Sojabohnen und grüne Bohnen enthalten relativ viel Tryptophan.

Fazit: Mountainbiking ist ein wahres Wunderheilmittel für Körper, Geist und Seele. Es ist gesund, tut der Psyche gut, fördert die innere Ausgeglichenheit und steigert die Lebensfreude. Kurzum: das schönste Hobby der Welt ist ein Quell der Lebenslust. 

 Natur im Wandel

Nach den Wintermonaten erwacht die Natur zu neuem Leben. Allen voran Schneeglöckchen die schon Ende Februar beginnen ihre Knospen aus dem Boden zu strecken. Auch die bunten Blüten der Krokusse kündigen den bevorstehden Frühling - mit bisweilen aus Resten der Schneedecke - herausblitzenden gelben, weißen oder lila Blüten an. Sie setzen der um diese Jahreszeit noch fahlen Natur ihre ersten kräftigen Farbtupfer.

Blumen sprießen, Palmkätzchen knospen und selbst die Tierwelt erwacht aus dem Winterschlaf. An und für sich reicht die Wärme und das schwache Sonnenlicht des Vorfrühlings zwar noch nicht aus, um Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen bzw. für eine optimale Fotosyntheseleistung zu sorgen die die Blütentriebe genügend auszubilden vermag. Doch Frühblüher haben vorgesorgt, indem sie über eine Art Vorratskammer verfügen, in der bereits im Vorjahr überlebenswichtige Nährstoffe, Mineralien und Stärke eingelagert wurden. 

Ein knospendes Blütenmeer an Veilchen, Hortensien, Traubenhyazinthen, Krokusse, Narzissen, Primeln, Stiefmütterchen, Tulpen, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen, Schneeglöckchen und Schlüsselblumen kündigen das Erwachen der Natur an. Ein farbenprächtiger Jahresauftakt, was die Natur aus ihrem Schatzkästchen hervorzuzaubern vermag. Dazu trällern Drossel, Fink, Spatz, Star und Amsel ihr wunderschönes Frühjahrskonzert. Intensiveres Tageslicht und die lebendige Flora und Fauna entfachen insbesondere unter Naturliebhabern eine wahre Lebensfreude.

Dreiländerbike wünscht eine inspirierende und verletzungsfreie Bikesaison, die dem Leben Spirit und Drive einhaucht! RIDE ON!