Adalbert-Stifter-Radweg - entschleunigtes Bahntrassenradeln erster Güte

Eine Bahntrassen-Route wie der Adalbert-Stifter-Radweg durch idyllische Hügellandschaft, ausgedehnte Bergwälder, liebliche Bachtäler, weitflächige Wiesenhänge und emporragende Granitfelsen ist für Mountainbiker, E-Biker wie Cyclocrosser durchaus eine interessante Option, mal in smootherem Gelände beschwingt die Seele baumeln zu lassen. Entschleunigtes Cruisen - frei von fahrtechnischen Herausforderungen - kann alles in allem ein sehr inspiratives Erlebnis sein. 

Der Adalbert-Stifter-Radweg verläuft von Haidmühle über Waldkirchen nach Bruckmühle bei Röhrnbach. Haidmühle ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der in einer sanften Talmulde unweit der Grenze zur Tschechischen Republik im Bayerischen Wald liegt. Im Dreiländereck Deutschland (Niederbayern), Tschechien (Südböhmen) und Österreich (Österreichisches Mühlviertel) - umgeben von reizvoller Berg- und  Waldlandschaft - liegt Bikern ein riesiges Tourennetz zu Füßen. Obendrein verfügt der unberührte Naturlandstrich nachweislich eine der reinsten Luftqualitäten Deutschlands, was den Freizeit- und  Erholungswert ungemein steigert. 

Umrahmt vom Haidel (1 167 m) sowie dem Dreisesselmassiv (1 312 m) schlummert abseits ausgetretener Pfade im Herzen des Bayerisches Waldes ein schier unerschöpfliches Radparadies. Sowohl Genuss- und Familienradler, E-Biker als auch Rennradfahrer und Mountainbiker finden Entfaltungsmöglichkeiten gigantischen Ausmaßes. Ob flach, wellig oder bergig – das Terrain spricht jedes Leistungsniveau an, wobei in Zeiten des E-Bike-Booms Anstiege ihren Schrecken verloren haben. Haidmühle eignet sich als Ausgangsort hervorragend für Radtouren in reizvoller Berg- und  Waldlandschaft, da sich regionale Rundtouren, Bahntrassenradweg sowie grenzüberschreitende Fernradwege sternförmig in alle Himmelsrichtungen verzweigen. Das feinmaschige Radwegenetz erlaubt jede Menge Variationsmöglichkeiten, d.h. Routen können nach individuellen Vorstellungen beliebig miteinander kombiniert werden. 

Das Dreiländer-Radparadies im Muldental der Kalten Moldau bzw. des Mirasatbaches wurde von den "Naturfreunden Internationale" zur Landschaft des Jahres 2000 ausgezeichnet. In Haidmühle - im sogenannten <Grünen Dach Europas> - nehmen Radrouten unterschiedlichster Prägung ihren Ausgang. Eine bessere Möglichkeit als vom Sattel aus die malerische Bergregion mit dichten Wäldern, Hochmooren, Seen, Bachläufen und Flußauen zu erkunden gibt es wohl kaum. 

Bahntrassen-Radwege verfügen die typische Eigenschaft, dass es sich im Einklang der Natur wundersam gemächlich dahin kurbeln lässt. Zum einen weil sanfte, gleichmäßige Niveauunterschiede eine ökonomische Kraftentfaltung bedingt, zum anderen weil der Streckenverlauf unschwer erkennbar ist, weswegen man sich über die Wegeführung keinen Kopf zu machen braucht. Eine Erleichterung, die sowohl dem Fahrgenuss als auch einer aufmerksameren Wahrnehmungsschwelle für die ursprüngliche Natur zugute kommt. Sauerstoffreiche Wälder, mäandernde Bäche, verwittertes Granitgestein und sattgrüne Wiesenhänge bieten einen ursprünglichen Naturgenuss von besonderer Güte. Wer gedankenversunken den stressigen Alltag vergessen möchte, wird auf dieser Tour seine wahre Freude haben. Kurzum: der »Nationalpark Ferienland Bayerischer Wald« bietet Outdoorliebhabern ein wahres Filetstück der Natur.