Lockerungsschritte ab 7. Juni 2021

Seit über einem Jahr wird unser alltägliches Leben von der Corona-Pandemie regelrecht vereinnahmt. Geplagt vom unüberschaubaren Vorschriftenwirrwarr, ständig wechselnden Regularien sowie dem Inzidenz-Jojo in den Städten und Landkreisen hält man kaum noch Schritt den Durchblick zu behalten. Dass die massiven Einschnitte den Menschen zunehmend auf den Zeiger gehen bzw. sie der medialen Dauerberieselung überdrüssig geworden sind ist wohl keinem zu verdenken. Eingeschränkte Reise- und Bewegungsfreiheit, inzidenzabhängige Regelungen wie Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Maskenpflicht, Testpflicht usw. schüren die Sehnsucht nach Entspannung und Normalität. Kein Wunder, wenn die Psyche nach all den Querelen buchstäblich reif für die "Insel" ist. Das Bedürfnis nach Tapetenwechsel, Bewegung, Freiheit, Urlaub, Naturgenuss und Sozialkontakte wächst unaufhörlich.

Der Coronavirus hat den Lebensnerv des Tourismus heftig getroffen, doch mit der neuen 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) treten ab dem 7. Juni 2021 für den Inzidenzbereich <100 spürbare Lockerungsmaßnahmen in Kraft. Kernpunkte: Die Innengastronomie darf wieder öffnen, bei einer Inzidenz unter 50 auch ohne Tests von Gästen. Bei Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sich 10 Personen aus max. drei Haushalten, bei Inzidenz unter 50 dann 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten gemeinsam aufhalten, wobei Geimpfte und Genesene nach Vorgabe des Bundesrechts bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten wie bisher nicht mitzählen.

Inzidenzabhängige Regelungen auf einen Blick

Inzidenz bis einschließlich 50:

Inzidenz zwischen 50 und 100:

Es gibt es nur noch zwei Inzidenschwellen: Gebiete mit Inzidenz unter 50 und Gebiete mit Inzidenz zwischen 50 und 100. Der bisherige Inzidenzbereich unter 35 entfällt. Außerdem wird der bisherige Katastrophenfall in Bayern aufgehoben. In Gebieten mit einer Inzidenz über 100 gilt die Bundesnotbremse künftig eins zu eins womit ergänzende bayerische Regelungen entfallen.

Auszug aus der Pressemitteilung (Bericht aus der Kabinettssitzung vom 4. Juni 2021)

3. Im Rahmen der neuen 13. Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) gelten für den Inzidenzbereich <100 folgende Maßnahmen:

• Allgemeine Kontaktbeschränkung: Bei Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sich 10 Personen aus max. drei Haushalten, bei Inzidenz < 50 dann 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten gemeinsam aufhalten. Wie bereits bisher zählen Geimpfte und Genesene nach Vorgabe des Bundesrechts bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten nicht mit.

• Geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass (Geburtstags-, Hochzeits-, Tauffeiern, Beerdigungen, Vereinssitzungen etc.) werden wieder möglich: Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 draußen bis 50,  drinnen bis 25 Personen – bei einer Inzidenz unter 50 draußen bis 100, drinnen bis 50 Personen (zuzüglich Geimpfte und Genese nach Vorgabe des Bundesrechts). Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bedürfen nicht Geimpfte oder  Genesene eines negativen Tests.

• Gastronomie: Die Innengastronomie wird geöffnet und die Gastwirtschaften können drinnen wie draußen bis 24 h (bisher 22 h) bei einer Inzidenz unter 100 offenbleiben. Ein negativer Test ist nur bei Inzidenz zwischen 50 und 100 erforderlich. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung. Die Regelungen zur Maskenpflicht bleiben bestehen. Reine Schankwirtschaften bleiben indoor geschlossen.

• Hotellerie, Beherbergung: Zimmer können künftig an alle Personen vergeben werden, die sich nach den neuen allgemeinen Kontaktbeschränkungen zusammen aufhalten dürfen (10 Personen, bei Inzidenz zwischen 50 und 100 aus max. drei Haushalten). In Gebieten mit einer Inzidenz < 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft (nicht mehr wie bisher alle 48 Stunden) einen negativen Test vorweisen, in Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei Tests alle 48 Stunden.

• Freizeiteinrichtungen: Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerke, Stadt- und Gästeführungen, Spielbanken/Spielhallen und Wettannahmestellen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist ein negativer Test erforderlich. Prostitutionsstätten, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.

• Kulturelle Veranstaltungen: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind ab dem 7. Juni bei fester Bestuhlung mit bis zu 500 Personen zulässig. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bedarf es eines Tests. Für kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen können künftig nicht nur feste Bühnen, sondern wieder alle geeigneten Stätten genutzt werden (Hallen, Stadion etc.), wenn sie ausreichend Platz bieten, um einen sicheren Abstand der Besucher zu gewährleisten.

• Sport: Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) indoor wie outdoor in allen Gebieten mit einer Inzidenz <100 ohne feste Gruppenobergrenzen möglich, in Gebieten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 allerdings nur für Teilnehmer, die einen aktuellen negativen Test vorweisen können. Es ist die gleiche Anzahl an Zuschauern möglich wie bei kulturellen Veranstaltungen, unter freiem Himmel also 500 Personen (bei fester Bestuhlung). Auf Sportanlagen wird die Zahl der Teilnehmer im Rahmenkonzept nach der Größe der Sportanlage sachgerecht begrenzt.

• Bundesnotbremse eins zu eins: In Gebieten  mit einer Inzidenz >100 gilt die Bundesnotbremse künftig eins zu eins. Es gibt keine ergänzenden bayerischen Regelungen mehr. Für die Ausgangssperre heißt das, dass – wie vom Bund vorgesehen – zwischen 22 und 24 Uhr im Freien künftig körperlichen Bewegung erlaubt ist („Hamburger Modell“). Es besteht die Hoffnung, dass die Inzidenzen dauerhaft und flächendeckend so stark sinken, dass es künftig nur wenige Gebiete gibt, die noch von der Bundesnotbremse erfasst werden.

• Entbürokratisierung: Zusätzliche Allgemeinverfügungen der Kreisverwaltungsbehörden sind nicht mehr erforderlich. Alle Regelungen ergeben sich direkt aus der Verordnung selbst. Quelle Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Inzidenzabhängige Regeln für den Sportbetrieb

Das wichtigste für Sportler: Die Sportausübung und die praktische Sportausbildung ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 mit Testnachweis ohne Personenbegrenzung zulässig. Ohne Testnachweis ist kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu 10 Personen oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. In Landkreisen und kreisfreien Städten, mit einer 7-Tage-Inzidenz <50 ist Sport jeder Art ohne Personenbegrenzung gestattet. Geimpfte und Genesene zählen wie bisher nicht mit.

 Aktuell geltende Corona-Bestimmungen sind in der Dreizehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verankert, während über bundesweite Reisebeschränkungen die Bundesregierung Auskunft gibt. 

Auszüge aus der <Dreizehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung> vom 5. Juni 2021

§ 4 Testnachweis

Soweit in dieser Verordnung für die Nutzung oder die Zulassung zu bestimmten Einrichtungen, Betrieben oder Bereichen die Vorlage eines Nachweises hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Testnachweis) vorgesehen ist, gilt:

1. Es ist ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis

a) eines PCR- oder POC-Antigentests oder

b) eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen, unter Aufsicht vorgenommenen Antigentests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests)

nachzuweisen, das den Bestimmungen der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) entspricht.

2. Testnachweise sind nur in Landkreisen und kreisfreien Städten erforderlich, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten wird, soweit nicht ausdrücklich anderes angeordnet ist.

3. Asymptomatische Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises (geimpfte Personen) oder Genesenennachweises (genesene Personen) sind, sowie Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Notwendigkeit der Vorlage eines Testnachweises ausgenommen.

4. Auf einen Testnachweis kann grundsätzlich verzichtet werden, wenn in der Einrichtung, dem Betrieb oder Bereich die einzelne Person keinen bestimmten festen Platz nutzt und es auch im Übrigen aufgrund des dort üblichen Nutzerverhaltens unwahrscheinlich ist, dass die einzelne Person eine längere Zeit einem engen räumlichen Kontakt zu bestimmten Personen eines anderen Hausstands ausgesetzt ist, soweit nicht ausdrücklich anderes angeordnet ist; im Zweifelsfall entscheiden die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden.

§ 6 Allgemeine Kontaktbeschränkung

(1) 1 Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet

1. in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird,

2. in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, in Gruppen von bis zu zehn Personen.

2 Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht. 3Zusammenkünfte, die ausschließlich zwischen den Angehörigen desselben Hausstands, ausschließlich zwischen Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partnern oder ausschließlich in Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts stattfinden, bleiben unberührt.

(2) Für geimpfte und genesene Personen gelten die Bestimmungen der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung entsprechend.

(3) Abs. 1 gilt nicht für berufliche und dienstliche Tätigkeiten sowie für ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

§ 12 Sport

(1) 1 Die Sportausübung und die praktische Sportausbildung ist nach Maßgabe der folgenden Absätze zulässig:

1. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 ist

a) mit Testnachweis nach Maßgabe von § 4 Sport jeder Art ohne Personenbegrenzung und

b) im Übrigen ohne Testnachweis kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu 10 Personen oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren

erlaubt.

2. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, ist Sport jeder Art ohne Personenbegrenzung gestattet.

(2) 1 Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel ist die Anwesenheit von bis zu 500 Zuschauern einschließlich geimpfter und genesener Personen mit festen Sitzplätzen zulässig. 2In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird. 3In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, müssen die Besucher einen Testnachweis nach Maßgabe von § 4 vorlegen. 4Es erhalten darüber hinaus nur solche Personen Zutritt zur Sportstätte, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind.

(3) 1 Der Betrieb und die Nutzung von Sportplätzen, Tanzschulen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten ist für die in Abs. 1 genannten Zwecke zulässig, wobei gleichzeitig nur so viele Personen anwesend sein dürfen, wie sie im Rahmen des von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts möglich sind. 2In Sportstätten gilt FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird; für das Personal von Sportstätten gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. 3§ 20 bleibt unberührt.

(4) 1 Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. 2Dies gilt nicht für den Sportbetrieb ohne Zuschauer in Freiluftsportanlagen, sofern lediglich gesonderte WC-Anlagen (ohne Duschen und Umkleiden) in geschlossenen Räumen geöffnet werden.

§ 15 Gastronomie

(1) Gastronomische Angebote dürfen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen unter folgenden Voraussetzungen zur Verfügung gestellt werden:

1. Gastronomische Angebote dürfen nur zwischen 5 Uhr und 24 Uhr zur Verfügung gestellt werden.

2. Der Betreiber hat sicherzustellen, dass ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen allen Gästen, soweit diese nicht dem in § 6 Abs. 1 genannten Personenkreis angehören, gewährleistet ist.

3. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, bedürfen Gäste aus mehreren Hausständen an einem Tisch eines Testnachweises nach Maßgabe von § 4.

4. In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht für das Personal, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt, Maskenpflicht sowie für Gäste, solange sie nicht am Tisch sitzen, FFP2-Maskenpflicht.

5. Der Betreiber hat nach Maßgabe des Rahmenkonzepts, das von den zuständigen Staatsministerien im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekanntgemacht wird, ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

6. Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Gäste nach Maßgabe von § 5 zu erheben.

(2) 1 Erlaubnisbedürftige reine Schankwirtschaften nach den § 1 Abs. 1 Nr. 1 und § 2 des Gaststättengesetzes dürfen nur unter freiem Himmel öffnen. 2Abs. 1 gilt entsprechend.

(3) 1 Zulässig sind die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken. 2In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht für das Personal, soweit es in Kontakt mit Kunden kommt, Maskenpflicht sowie für Kunden FFP2-Maskenpflicht. 3Erworbene Speisen und Getränke zum Mitnehmen dürfen nicht am Ort des Erwerbs oder in seiner näheren Umgebung verzehrt werden.

§ 16 Beherbergung

Übernachtungsangebote von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und allen sonstigen gewerblichen oder entgeltlichen Unterkünften dürfen unter folgenden Voraussetzungen zur Verfügung gestellt werden:

1. Jeder Übernachtungsgast hat ohne Rücksicht auf die 7-Tage-Inzidenz vor Ort bei seiner Ankunft einen Testnachweis nach Maßgabe von § 4 vorzulegen.

2. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 bedürfen Gäste zusätzlich für jede weiteren 48 Stunden eines Testnachweises nach Maßgabe von § 4.

3. Gäste dürfen in einem Zimmer oder einer Wohneinheit nur im Rahmen der nach § 6 bestehenden Kontaktbeschränkungen untergebracht werden.

4. Der Betreiber stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass zwischen Gästen, die nicht in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht sind, und zwischen Gästen und Personal grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.

5. Für das Personal, soweit es in Kontakt mit Gästen kommt, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit befinden, gilt Maskenpflicht; § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Halbsatz 2 gilt entsprechend.

6. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts für Beherbergungsbetriebe auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

7. Der Betreiber hat die Kontaktdaten der Gäste nach Maßgabe von § 5 zu erheben.

§ 26 Alkoholverbot

1 Der Konsum von Alkohol ist auf den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, untersagt. 2Die konkret betroffenen Örtlichkeiten sind jeweils von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde festzulegen. Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Sonderregelung für genesene oder vollständig geimpfte Personen

Die drei „G's“ spielen im Alltagsleben bzw. bei Reisen zunehmend eine entscheidende Rolle: Geimpft, Genesen, Getestet. Von der inzidenzabhängigen Regel (siehe oben) sind Getestete, Genesene oder Geimpfte ausgenommen, d.h. diese dürfen mit beliebig vielen Personen zusammen Sport im Freien betreiben. Außerdem werden sie bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr dazu gerechnet, weshalb sie sich mit mehr Personen gleichzeitig treffen können (Geimpfte zählen bei zahlenmäßigen Angaben z.B. der Außengastro nicht zu den genannten Zahlen). Ebenso gilt keine Ausgangssperren mehr für sie. Auch die Quarantänebestimmungen entfallen, außer die Person reist aus einem Virusvariantengebiet ein. Die Maskenpflicht und Abstandsregeln müssen jedoch weiter eingehalten werden.

Als Nachweis sollten jeder Radfahrer bei Gruppenausfahrten seinen Impfpass dabei haben. In Bayern bzw. deutschlandweit gilt: Ab dem 15. Tag nach der letzten nötigen Impfung gegen Corona (mit einem oder mehreren der vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffe) gilt man als vollständig geimpft, solange man keine Corona-Symptome zeigt und keine aktuelle Infektion nachgewiesen wurde.

Lockerungen für Geimpfte: vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen werden negativ Getesteten gleichgestellt und bestimmte Lockerungen zuerkannt. Unter anderem sind Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel mit zwei verabreichten Impfdosen - von Testpflichten und von den nächtlichen Ausgangsbeschränkungen befreit. Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden vollständig Geimpfte nicht mitgezählt. 

Generell gilt: Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter 100 ist, gilt die Inzidenz als stabil. Zwei Tage sind nach dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Umsetzung der Außengastronomie-Öffnungen vorgesehen. Am 8. Tag können die Öffnungsschritte erfolgen. Umgekehrt ist die Lage instabil, sobald drei Tage lang die Inzidenz von 100 überschritten wird. Dann gilt nach weiteren zwei Tagen wieder die Bundesnotbremse.

Kinder unter 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht. Außerdem sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag sowie Geimpfte und Genesene von der Testpflicht ausgenommen.

Tröpfcheninfektion (Aerosole)

Nach derzeitigen Erkenntnissen wird das Coronavirus SARS-CoV-2 vor allem direkt von Mensch zu Mensch übertragen, z. B. beim Sprechen, Singen, Husten oder Niesen. Bei der Übertragung spielen Tröpfchen wie beispielsweise Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne) welche längere Zeit in der Luft schweben können, eine wichtige Rolle. Gegen eine direkte Infektionsgefahr (Sprechen oder Anhusten über kurze Distanz) schützen Mindestabstände, Masken und Schutzwände in Innenräumen. Eine indirekte Infektionsgefahr stellen indes Aeorosole dar, bei denen sich winzige Aerosolpartikel in Räumen ausbreiten und so die Virenlast erhöhen können. So weit so gut, doch wie schaut es damit eigentlich im Freien aus? Da der Infektionsweg über virushaltige Tröpfchen von Covid-Patienten und deren Aufnahme über die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen erfolgt, ist allein schon durch die massive Luftverdünnung im Freien eine Infektionsgefahr nahezu ausgeschlossen - vorausgesetzt der Mindestabstand von 1,5 Metern wird eingehalten.

Fokus-Online berichtete am 7.03., dass die Wahrscheinlichkeit, sich im Freien mit dem Virus zu infizieren, deutlich geringer ist als in geschlossenen Räumen - was sowohl für die ursprüngliche Variante des Coronavirus als auch bei den Mutationen zutrifft. Aerosole (winzige Tröpfchen in der Luft) spielen eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Coronavirus. Diese werden laut Experten draußen schneller ungefährlich. "Das hat damit zu tun, dass die Luftzirkulation im Freien sehr viel größer ist. Sie haben Windverwehungen, und dadurch kommt natürlich sehr schnell ein Verdünnungseffekt zum Tragen", erklärte Nico Mutters, Leiter des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn, der DW. Halten sich viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen länger auf, kann es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommen was eine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 durch Aerosole begünstigt.

Birgit Wehner, Aerosolforscherin am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, sagt, dass Tröpfchen, die ausgeatmet würden, draußen schneller abtrocknen und dann auch schneller verdünnt würden. Wenngleich Studien bestätigen, dass die Gefahr sich im Freien anzustecken, äußerst gering ist, so ist man insbesondere bei größeren Menschenansammlungen - verbunden mit geringen Abständen - selbst im Freien vor einer Ansteckung dennoch nicht gefeit. Nichtsdestoweniger stellte eine Untersuchung in China beispielsweise fest, dass von 7324 gemeldeten Infektionen nur eine einzige im Freien nachweisbar war. Auch das renommierte Robert Koch-Institut - zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention - bestätigt, dass Übertragungen im Außenbereich insgesamt sehr selten vorkämen.

Wie der WDR am 23.02.21 vermeldete sind sich die meisten Experten darin einig, dass es sehr unwahrscheinlich ist, sich im Freien anzustecken. Gerhard Scheuch (forscht seit langem auf dem Gebiet der Aerosole) sagte der Bio-Physiker am 22.02.21 in der ARD-Sendung "livenachneun", dass draußen die Gefahr "überhaupt nicht gegeben sei". Und weiter: "Wenn man draußen ist und sich an der frischen Luft bewegt, dann ist die Gefahr bei Null".

Ein Risiko bestehe allenfalls, wenn man sich längere Zeit gegenübersteht und sich in geringem Abstand (< 1 Meter) unterhält, worauf auch Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, im Gespräch mit dem WDR hinwies. Wenn man sich längere Zeit gegenüberstehe, womöglich noch in einer Gruppe, dann gebe es mehr Partikel in der Luft und die Situation werde kritischer. Die Aerosol-Partikel, die möglicherweise Viren enthalten, würden sich aber vor allem in Innenräumen anreichern. "Im Außenbereich werden diese abtransportiert und dann passiert sowas nicht", so Asbach.

Auf die Frage, ob die Ansteckungsgefahr beim Sport im Freien durch heftigere Atmung größer ist antwortet Aerosol-Forscher Asbach: "Wenn ich rausgehe, also spazieren gehe oder Fahrrad fahre, also in Bewegung bin, dann muss ich mir eigentlich keine Sorgen machen, dass ich mich anstecke, das Risiko ist extrem gering".

Für Radfahrer, Mountainbiker, Läufer usw. die ungern solo Außensport betreiben, sind diese wissenschaftlichen Erkenntnisse auf alle Fälle überaus erfreulich. Bleibt zu hoffen, dass dies zu baldigen Lockerungen (kontaktloser Outdoor-Gruppensport) führt was z.B. das Sportvereinsleben nach langer Zwangspause wieder reaktivieren und die Kündigungswelle der Mitglieder stoppen würde.

Im vergangenen Jahr versetzte eine niederländische Studie insbesondere Outdoorsportler in Angst und Schrecken. Demzufolge wurden Radfahrern geschwindigkeitsabhängige Abstände von bis zu 20 Metern nahe gelegt, um nicht in eine virenverseuchte Aerosol-Partikelwolke hinein zu geraten. Die Studie war und ist allerdings umstritten, da sie in einem Windkanal und nicht unter realen Bedingungen - sprich im Freien - durchgeführt wurde. Ulrich Grünewald vom Quarks-Wissenschaftsteam gibt daher Entwarnung, da in einem Windkanal völlig andere Bedingungen als im Freien an der frischen Luft herrschen. "Die Aerosohle sind so klein und leicht, dass sie ganz schnell verweht werden und eigentlich keine Rolle mehr spielen", so Grünewald (vorausgesetzt der Mindestabstand von mehr als 1,50 Metern wird eingehalten). 

Lockdown-Phasen

Der Lockdown "Light" bzw. auch als "Teil-Lockdown" bekannt, begann am 2. November 2020. Dieser wurde ab 9. Dezember verschärft und am 16. Dezember vom deutschlandweiten "Harten Lockdown" abgelöst. Aufgrund hoher Infektionszahlen wurden die Maßnahmen des "Harten Lockdowns" nochmals verschärft und zunächst bis 31. Januar verlängert. Auf dem Bund-Länder-Gipfel erfolgte am 19.01. 2021 der Beschluss einer weiteren Verlängerung bis zum 14. Februar, dann bis zum 7. März 2021. Am 4. März beschlossen Bund und Länder abermals eine Lockdown-Verlängerung - mit inzidenzabhängigen Lockerungen - abermals verlängert bis zum 23. April. Am 24. April trat die "Bundesnotbremse“ in Kraft. Ab 21. Mai tritt die Bundesnotbremse bei einer 7-Tages-Inzidenz <100 außer Kraft. Stattdessen gelten dann landesrechtliche Bestimmungen mit variablen Lockerungsschritten. Seit 7. Juni ist die 13. BayIfSMV in Kraft.

Informationsquellen

Dreizehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Verordnung tritt am 7. Juni 2021 in Kraft und mit Ablauf des 4. Juli 2021 außer Kraft)

Coronavirus.Bayern.de

Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

Fallzahlen von Coronavirusinfektionen in Bayern (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) 

FAQ - Katalog (Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration) 

Institut für Prävention und Sportmedizin

FFP2-Masken

Der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass FFP2-Masken für den Arbeitsschutz gemacht sind und mindestens acht Stunden am Tag halten. Wichtig zu wissen: Die angegebene Zeitdauer gelte auch, wenn man die Zeit beim Tragen etwa im Bus und beim Einkaufen aufaddiere. „Mit acht Stunden ist man auf der sicheren Seite“, sagte Asbach. 

Aktuell fördert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Hierbei untersuchen Wissenschaftler praktische Verfahren, die das Infektionsrisiko im Falle von Mehrfachverwendung von FFP2-Masken reduzieren helfen. Bisherige Ergebnisse wurden in einem Informationsflyer veröffentlicht.

Die Wissenschaftler empfehlen eine FFP2-Maske nicht an aufeinanderfolgenden Tagen zu tragen, sondern frühestens wieder ab dem siebten Tag. Zudem raten sie diesen „Trockenzyklus“ maximal nur fünf Mal zu wiederholen und dann die getragene FFP2-Maske im Hausmüll zu entsorgen. 

 Das Institut für Prävention und Sportmedizin unter Leitung von Dr. med. Frank Möckel gibt wichtige (Sportler-) Tipps.

In den meisten bayerischen Städten/Ortschaften gilt an hoch frequentierten Plätzen, Fußgängerzonen oder belebten Gassen eine Maskenpflicht, die im übrigen in aller Regel auch für Radfahrer gilt! Dasselbe gilt für das Essen und Trinken in gekennzeichneten "Maskentragepflicht-Bereichen", d.h. selbst im Gehen oder Fahren (Rad) darf der Mund-Nasen-Schutz dort zum Essen/Triken nicht abgenommen werden. Da Lokale/Restaurants/Gaststätten/Imbissstuben trotz Schließung häufig Speisen zum Mitnehmen ("To Go") anbieten sollte man sich über dessen Verzehr vor Ort beim Verkäufer informieren ob bzw. wo es erlaubt ist (vor dem Lokal, Grundstück, Parkplatz etc.). Laut Bayerisches Innenministerium ist nur die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause erlaubt, d.h. nicht der „Verzehr vor Ort“. Zuständige Behörden verfügen zwar einen Ermessenspielraum (z.B. bei Einsicht oder Vorliegen einer Fahrlässigkeit), trotzdem können Verstösse mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden.

Amateur- und Breitensport bleibt bis auf wenige Ausnahmen untersagt, überdies hat die Bayerische Staatsregierung Indoor-Sport verboten  (Indoor-Sportstätten bleiben geschlossen). Demgegenüber bleiben Outdoorakivitäten wie beispielsweise Radfahren/Mountainbiken weiterhin erlaubt. Anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr darf man allein, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt Rad- bzw. Mountainbike-Touren unternehmen. Vereinsausfahrten in der Gruppe oder Nachwuchstraining sind untersagt. Gängige Abstands- und Hygiene-Regeln sind einzuhalten, unnötige Risiken sollten vermieden werden.

Bund und Länder appelieren eindringlich, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Da Hotels und Pensionen nur Übernachtungsgäste aus nicht touristischen Zwecken (z.B. unabdingliche geschäftliche Reisen) beherbergen dürfen bzw. Gastronomie geschlossen bleibt, sind private Mehrtagesausflüge oder Wochenend-Trips (zumächst bis 10. Januar 2021) ohnehin nicht möglich. Ministerpräsident Markus Söder wies bei einer Kabinettssitzung am 26.11. in München hin, dass Bayern eine zehntägige Quarantänepflicht für Touristen verhängt, wenn sie ins Ausland reisen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden wird es nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe geben.

Lockdown Light

Um die rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurde von Bund und Länder ein sogenannter "Wellenbrecher-Shutdown" beschlossen,  der am 2. November bis zum Ende des Monats in Kraft trat und zunächst bis zum 20. Dezember mit verschärften Regelungen sowie ein zweites Mal bis zum 10. Januar 2021 verlängert wurde. Anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr sind die Vorschriften zwar weniger streng gefasst ("Teil-Lockdown"), trotzdem greifen die Maßnahmen ins gesellschaftliche Zusammenleben bzw. in die Privatsphäre eines jeden Bürgers ein. Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder, Saunen, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Tanzschulen, Bordelle und Indoorsport werden ebenso geschlossen wie Gastronomiebetriebe, Bars und Clubs. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Dazu wird der Amateursport sowie das kulturelle Leben lahm gelegt. Gleichsam gilt ein Beherbergungsverbot für touristische Übernachtungen. 

Corona in Bayern - eine Chronologie | Teil I | Kontrovers | BR24:

Corona-Beschränkungen

Betreffend Sport & Freizeit (siehe Fettschrift unten) ein Auszug der Regelungen, auf den u.a. auch der Bayerische Radsportverband hinweist:

1. Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören

Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen, Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

2. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden.

Bisher konnten ab Phase Gelb der Bayerischen Corona-Ampel (7-Tage-Inzidenz von über 35 Corona-Infizierte pro 100 000 Einwohner) Städte und Gemeinden auf frequentierten Plätzen / Fußgängerzonen eine Maskenpflicht anordnen. Doch mit Inkrafttreten des "Lockdown 2.0" ist die sogenannte Corona-Ampel binnen zwei Wochen Gültigkeit schon wieder Geschichte. Statt regional differenzierte Regeln gelten nun landesweit einheitliche Vorschriften.

Für Radfahrer liegt in punkto Maskenpflicht der "Teufel" im Detail. Grundsätzlich gilt in dafür ausgewienenen Bereichen die Maskenpflicht unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel man unterwegs ist. Doch Städte, Landkreise und Gemeinden schöpfen mitunter ihren Ermessensspielraum aus. So schreibt z.B. die Stadt Schwandorf Radfahrern und motorisierten Zweiradfahrern keine Maskenpflicht vor solange sie radeln/fahren (erst wenn vom Gefährt abgestiegen wird besteht Tragepflicht). In Regensburg hingegen gilt dort - ob fahrend oder stehend - generell die Pflicht eines Mund-Nase-Schutzes. Daraus folgt, dass sich Radfahrer zu erkundigen haben welche Vorschrift für sie exakt gilt. 

Es steht außer Frage, dass ein hohes Maß an Eigenverantwortung hilft, das Infektionsrisiko einzudämmen. Wie effektiv sich die eingeleiteten Maßnahmen letzten Endes erweisen, hängt zu einem Gutteil vom disziplinierten Verhalten der Bevölkerung ab. Zur unumgänglichen Kontaktbeschränkung äußerte sich Ministerpräsident Markus Söder am 2. November gegenüber der WELT: „Es gibt auf der ganzen Welt kein anderes Konzept als das Reduzieren von Kontakten, um auf Corona zu reagieren“, so Söder. „Wenn es ein besseres, leichteres gäbe, würden wir es ja sofort anwenden.“ Hinzukomme, dass der jetzige Lockdown milder sei als im Frühjahr und in anderen europäischen Ländern.

In Anbetracht der hohen Infektionsgefahr ist es dringend geboten die erlassenen Regeln strikt einzuhalten um die exponentiell steigende Infektionsrate abzuflachen. Allein voran die sogenannte "AHA-Regel":

Abstand wahren

Hygiene achten 

Alltagsmaske tragen 

Harren wir der Dinge und hoffen, dass sich die Situation ab Dezember wieder bessert. 

Abschließendes Statement: Mountainbiken ist gesund, denn Bewegungsaktivität an frischer Luft stärkt das Immunsystem und - was geflissentlich untergeht - es tut auch der Psyche gut. Ein ganzheitlicher Vorteil, der dem heimtückischen Virus SARS-CoV-2 Widerstandskraft entgegensetzt.  

***Ride On - Take care and stays healthy***

Rückblick

Die weltweite Reisewarnung wurde für alle Länder - außer den EU-Mitgliedsstaaten, Schengen-assoziierten Staaten und Großbritannien - vorerst bis einschließlich 31. August verlängert! Begründet wird die Verlängerung der Reisewarnung damit, dass "weiterhin mit starken und drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen" sei.  

Update, Stand 14. Juli: Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer, eine Pflicht zur Absonderung bestehen. Das Robert-Koch-Insitut listet aktuell alle Staaten auf, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht.  

Nachdem das Auswärtige Amt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland warnt und in manchen Ländern immer wieder Corona-Hot-Spots aufploppen oder gar von einer zweiten Corona-Welle heimgesucht werden bremst die allgemeine Verunsicherung die Reiselust der Deutschen ganz erheblich. Ausgenommen von der Covid-19-Reisewarnung bleiben Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland*, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden*, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern) sowie die Schengen-assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen*, Schweiz), das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstaat. Wohlgleich bedeutet dies für die genannten Länder jedoch nicht zwingend, dass Reisen dort ohne jegliche Einschränkungen möglich ist. So können einzelne Länder Einreisen spontan beschränken oder mit Quarantänevorschriften belegen, weswegen sich beispielsweise für Finnland, Norwegen und Schweden die Aufhebung der Reisewarnung verzögert. Von Reisen nach Großbritannien und Irland wird gänzlich abgeraten. Unabhängig davon ist für Reisende grundsätzlich große Vorsicht geboten. Darüber hinaus sollte sich jeder vorab über die jeweiligen Reise- und Sicherheitsbestimmungen über das auserwählte Reiseland zu informieren. 

Nach Abwägung der herrschenden Gefahrenlage muß jeder selbst eigenverantwortlich entscheiden inwieweit ein Urlaub außerhalb der Grenzen Deutschlands vertretbar erscheint. Markus Söder hat schon mehrfach den Freistaat Bayern patriotisch als lohnenswertes Urlaubsziel angepriesen: "Man müsse zum Urlauben auch nicht nach Österreich fahren, sondern könne in Bayern bleiben." Worauf Bundeskanzerlin Angela Merkel mit verschmitztem Grinsen schlagfertig entgegnete: "Der Norden hat auch super Möglichkeiten."

Eine aktuelle Studie bringt zum Vorschein, wie Deutschland Urlaub macht. Demnach führte das Meinungsforschungsinstituts Civey eine Umfrage durch aus der hervor geht, dass jeder dritte Deutsche in diesem Jahr Urlaub im eigenen Land macht. Knapp 40 Prozent der Urlauber ziehen dabei eine Ferienwohnung vor, während 11,5 Prozent angaben ihren Sommerurlaub auf dem Campingplatz zu verbringen. Nur jeder vierte Befragte möchte ins Hotel gehen was sich wohl darauf zurück führen lässt, weil jeder fünfte Angst vor einer Corona-Ansteckung (19,3 %) hat. Die Sorgen bei Auslandsreisen sind groß: Mundschutzpflicht im Flugzeug (10,6 %), medizinische Versorgung vor Ort (10,1 %) und die Unklarheit über tatsächlich wahrnehmbare Angebote vor Ort (7,8 %) schrecken viele ab. 9,5 Prozent haben zudem Sorge davor, nicht mehr zurück zu kommen. Mögliche Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle (5,4 %).

Informationsquellen

Tagesaktuelle Informationen zu den neuesten Entwicklungen in Bayern, sowie zur Ausbreitung von Sars-CoV-2 und aktuelle Schutzmaßnahmen stellt das bayerische Gesundheitsministerium gebündelt zur Verfügung. 

Über geltende Vorschriften gibt die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung rechtsverbindlich Auskunft. Da diese Verfügungen mitunter im Wochen-Rhythmus aktualisiert werden ist es wichtig auf die Geltungdauer zu achten, d.h. wann sie in Kraft bzw. außer Kraft tritt. 

Die Bayerische Staatsregierung kündigte am 22. Juni weitere Lockerungsmaßnahmen zur schrittweisen Annäherung an die Normalität an.

Nach einer positiven Bestandsaufnahme nach den Pfingstferien und einer stabilen Entwicklung des Infektionsgeschehens im Zuge der Coronakrise hat die Bayerische Staatsregierung weitere Maßnahmen des Sportlebens beschlossen, die ab dem 22. Juni in Kraft treten. Basis aller Lockerungen ist weiterhin das Einhalten einer Abstandsregelung von mindestens 1,5 Metern sowie eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen. Ebenso sollte in geschlossenen Räumen weiterhin für ausreichend Belüftung gesorgt werden.

Laut Bericht aus der Kabinettssitzung vom 16. Juni 2020 der Bayerischen Staatsregierung:

"Im Bereich des Sports kann ab dem 22. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Lehrgangsbetriebs erfolgen. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport (bisher 20 Personen) werden aufgehoben. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung)."

Somit wurde die bisher geltende Personenbegrenzung für Gruppenausfahrten im Freien aufgehoben. 

 Bei zu geringem Abstand (Windschattenfahren) gilt zu beachten, dass durch ausgeatmete Viren-Aerosole latentes Infektionsrisiko besteht (siehe Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling«). 

Für die bisher zulässige Gastronomie wird ab 22. Juni 2020 die zulässige Öffnungszeit auf 23 Uhr verlängert.

Weitere nützliche Informationsquellen

  • Tourismusverbände
  • Landratsämter
  • lokale Tourist-Informationsstellen - vorzugsweise mit offizieller "I-Marke für zertifzierte Tourist-Info", die der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) nach Erfüllung eines Kriterienkatalogs vergibt
  • Beherbergungsbetriebe des Zielgebiets

Söder appelliert angesichts der unsicheren Situation mit Grenzschließungen aberrmals den Pfingsturlaub heimatnah zu verbringen: "Es gibt bis dahin ein hervorragendes Angebot in Bayern und keinen Anlass in benachbarte Länder fahren zu müssen."

Ministerpräsident Markus Söder erklärte, er halte es für „eher unwahrscheinlich“, dass in diesem Jahr die Deutschen in Spanien, Italien, Frankreich oder der Türkei Urlaub machen könnten. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, schätze ich aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 16. April. Auch Tourismusexperten erwarten für Bayern - Deutschlands beliebtestes Reiseland - ab Sommer eine allmähliche Stabilisierung der Besucherzahlen. Markus Söder geht sogar von einem "ziemlichen Run" auf die Gastronomie und Hotellerie aus, wenngleich sich der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband angesichts strenger Auflagen eher skeptisch zeigt. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß sagte der Funke Mediengruppe: "Der Sommerurlaub dieses Jahr wird wahrscheinlich eher in Deutschland stattfinden". Branchen-Experten, wie etwa beim Deutschen Reiseverband (DRV), rechnen damit, dass sich die Situation in Deutschland verbessert. 

Nachdem Biergärten und Gastronomiebetriebe wieder geöffnet haben und die Hotellerie ab 30. Mai Touristen Willkommen heißen darf, braucht man als hungriger und durstiger Mountainbiker auf Einkehrschwünge bzw. Übernachtungen nicht mehr verzichten. 

 Da sich im östlichen Bayern etliche Fußgänger/Radfahr-Grenzübergange ins benachbarte Tschechien befinden folgender Hinweis: Touristische Reisen in die Tschechische Republik sind aktuell ausgeschlossen. Dies bezieht sich ausdrücklich auch auf Wanderungen, Radfahrten, Einkaufsfahrten oder Tankfahrten, von denen weiterhin Abstand zu nehmen ist. Das Tschechische Innenministerium weist darauf hin, dass Verstöße mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden. So kann beispielsweise bei Nichtbeachtung der Quarantäneordnung oder der Bedingungen zur Vorlage eines negativen Corona-Tests eine Strafe in Höhe von bis zu 40.000 Euro verhängt werden. Der Grenzübertritt außerhalb der festgelegten Übergangsstellen oder die Umgehung von Kontrollen ist verboten und wird mit bis zu 2.000 Euro Geldbuße verfolgt. Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler bittet daher die Bevölkerung um dringende Beachtung der Regelungen, um Strafzahlungen zu vermeiden. Zugleich zeigt er sich optimistisch, dass es schon bald zu einer vollständigen Lockerung der Regelungen kommen könnte. Nach derzeitigem Stand dauern die Kontrollen an der tschechischen Grenze noch bis zum 13. Juni 2020 an. (Quelle: Pressemitteilung Bezirk Oberpfalz)

  Mountainbike-Knigge in Zeiten von Corona

Aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wie z.B. Verhaltensregeln, Gruppengröße, Schutz- und Hygienestandards beachten 

Deutsche Alpenverein empfiehlt: Höhere Geschwindigkeiten erfordern größere Abstände beim Hintereinanderfahren: 5 m bergauf, 20 m bergab und in der Ebene - Seitenabstand beim Überholen mind. 2 m 

Maßvolle Risikobereitschaft - Ausgesetztes (alpines) Steilgelände / anspruchsvolles Terrain meiden - #staysafe

Personen-Mindestabstand 1.5 Meter - #FlattenTheCurve

Proviant, Flüssigkeit, Ersatzschlauch, Luftpumpe, Minitool, Mund- Nasenschutz mitführen

Moderate Belastungsintensität 

Unterkünfte möglichst im Voraus reservieren

Streckenwahl: Kürzere Touren, leichtere Streckencharakteristik (MTB Singletrail Skala Bereich S0 / S1)  

No Go: Spucken & Schneuzen auf den Boden in der Nähe von Menschen 

E-Mountainbiker: sorgfältige Tourplanung im Hinblick der Akku-Reichweite

Nach Rückankunft rascher Kleidungswechsel (Erkältungsgefahr)

++Ride On - Take care and stays healthy++

Hinweis in eigener Sache: seit Ankündigung der Lockerungsmaßnahmen im Tourismussektor erreicht uns eine Flut von Anfragen, ob, wann bzw. unter welchen Voraussetzungen ein Bike-Urlaub bzw. mehrtägige Mountainbike-Touren wie beispielsweise die Befahrung des "Langstrecken-Flaggschiffs“ TRANS BAYERWALD - möglich sind. 

Seit 30. Mai haben Hotels, Pensionen, Gasthäuser für touristische Zwecke wieder geöffnet. Um nicht gegen die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verordneten Verhaltensregeln zu verstossen, sollte man über Vorschriften wie Schutz- und Hygienestandards, erlaubte Gruppengröße, Abstandsgebote etc. informiert sein. Da eine Bus-Reise zu einem Urlaubs-Ziel weiterhin untersagt bleibt, ist die An- und Abreise selbständig zu organisieren. Vorausgesetzt Unterkünfte wurden im Voraus gebucht und beachtet die Regeln der Landesverordnung steht einem unbeschwerten Radurlaub an und für sich nichts im Wege. 

 Deutschland fußt auf einem föderalen Staatssystem, bei dem die einzelnen Bundesländer über eine bestimmte Eigenständigkeit verfügen, die ihnen begrenzte staatsrechtliche Kompetenzen verleiht. Da das Länderrecht in den einzelnen Bundesländern voneinander abweichen kann, erklärt es unterschiedliche Vorgehensweisen wie beispielsweise beim Lockerungsprozess. Wer in ein anderes Bundesland bzw. durch mehrere Bundesländer reist, sollte sich im Vorfeld mit den landesspezifischen Richtlinien vertraut machen.

Einschränkungen

Für die schrittweise Öffnung der Gastronomie, Hotellerie und des Tourismus gelten strenge Auflagen, die insbesondere folgende Punkte umfassen:

  • Einschränkung von Öffnungszeiten
  • Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe
  • Begrenzung von Gästezahlen
  • Sicherstellung von Abstand (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht)

Für die Öffnung von Hotels gelten strenge Auflagen, die insbesondere umfassen:

  • keine Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels, insbesondere Wellness, Schwimmbad
  • Verpflichtendes Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie
  • Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass

Restrisiko

Urlaubsreisen sind in Deutschland mit Öffnung des Tourimus prinzipiell möglich, gleichwohl hat das Infektionsgeschehen Einfluss darauf, inwieweit die Reise- bzw. Bewegungsfreiheit aufrecht erhalten bleibt. Als wichtiger Indikator bildet die sogenannte Reproduktionszahl des Robert Koch-Instituts (RKI) die Ansteckungsrate ab. Springt sie über einen längeren Beobachtungszeitraum über die kritische Marke von 1 (Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt) könnten Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um Infektionsketten zu unterbrechen.

Da die Länder weitgehende Verantwortung für die Lockerung von Beschränkungen tragen sollen sie sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage ein konsequentes Gegensteuern erfolgt. Trotz dieser Unwägbarkeiten haben Deutschlandurlauber im Vergleich zu Auslandsaufenhalten entscheidende Vorteile. Sowohl das vorbildliche Gesundheitssystem, als auch kurze Reisewege vermitteln in unserem gut organisierten Land ein angenehmes Sicherheitsgefühl.  

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden Großveranstaltungen wie Konzerte, Schützenfeste, Kirmes etc. bis mindestens 31. August untersagt. Konkrete Regelungen treffen die Länder im Rahmen ihres Ermessensspielraums. 

Sorgenfreier Auslandsurlaub rückt in weite Ferne

Die Tourismusbranche ist eine der am heftigsten von der Krise betroffenen Wirtschaftszweig in unserem Land. Dennoch zeichnet sich mit Blick zur zweiten Jahreshälfte ein Hoffnungsschimmer ab. In Anbetracht dessen, dass Auslandsreisen zumindest bis zur sommerlichen Hauptjahreszeit mit drastischen Einschränkungen behaftet sind, spielt dies dem Tourismus in Deutschland in die Hände. Auch deshalb, weil hierzulande Beherbergungsbetriebe zu touristischen Zwecken, Biergärten und Cafes bald öffnen und das Ende der Ausgangsbeschränkungen das Reisen im Heimatland wieder ermöglicht. Markus Söder stellte bereits Ende April dem Gastgewerbe Lockerungsmaßnahmen für Pfingsten in Aussicht: "Wenn wir Glück haben, könnte es bereits Pfingsten eine bessere Perspektive für den Bereich Hotels und Gastronomie geben. Das müssen wir zum gegebenen Zeitpunkt entscheiden." Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger blies ins selbe Horn, den krisengebeutelten Tourismussektor wieder anzukurbeln.

Dahoam ist's doch am Schönsten

Je länger die Wirren der Coronakrise andauern, umso mehr steigt bei urlaubsreifen Bürgern die Lust nach Reisen, Abwechslung und Erholung.  Wenn Bike-Enthusiasten gegen Fernweh ankämpfen und im Web sich durch verlockende Urlaubs-Destinationen klicken, entfacht allein die virtuelle Recherche schon Action- und Abenteuerlust. Für Urlaubshungrige, denen die Corona-Pandemie in der ersten Jahreshälfte einen Strich durch ihre Rechnung machte, dürfte durch die massiv eingeschränkte Bewegungsfreiheit und ständiger Corona-Berichterstattung die Sehnsucht nach geselligen Trailtouren mit Gleichgesinnten ganz oben auf der Wunschliste stehen. Nach all dem Stress die Social Distancing, Home-Office, Home-Schooling und nerviger Lagerkoller mit sich bringen, verwundert es kaum wenn die meisten Menschen reif für die "Insel" sind.

Doch welche Urlaubsdestination bietet sich eigentlich an, nachdem Fernreisen flach fallen? Im Prinzip bleibt auf der Weltkugel nicht viel mehr übrig, als seinen Sommerurlaub in Deutschland zu verbringen. Urlaub im eigenen Land stellt nicht nur einen Akt der Solidarität mit der arg gebeutelten heimischen Tourismusbranche dar, sondern es bereichert ungemein, reizvolles Terrain, kupierte Mittelgebirgslandschaften, regionaltypische Speisen, Kultur und Brauchtum hierzulande näher kennen zu lernen. 

Germany First 

Wir dürfen uns berechtigte Hoffnungen auf Urlaub in unserem so schönen, sicheren und verdammt gut organisierten Deutschland machen. Überzeugende Argumente seinen (Bike-) Urlaub hierzulande zu verbringen gibt es zuhauf, zumal das Geld auch noch im eigenen Land verbleibt. Wertschöpfung, die quasi im Sinne des "Germany First" Gedankens die Binnenwirtschaft ankurbelt. Nach Wochen des touristischen Stillstands befinden sich die klassischen MTB-Hotspots im Alpenvorland sowie den Mittelgebirgsregionen in den Startlöchern. 

Seit 6. Mai besteht in Bayern nur noch eine »Kontaktbeschränkung«. Der aktuelle Corona-Fahrplan sieht vor, dass am 18. Mai die Außengastronomie, am 25. Mai die Innengastronomie und ab 30. Mai die Hotellerie öffnen dürfen. Gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (4. BayIfSMV) ist zudem der Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen ab dem 11. Mai erlaubt. Überdies können ebenfalls ab 11. Mai auch kleinere Gruppen von bis zu fünf Personen unter Wahrung der Mindestabstandsregel (1.5 Meter) gemeinsam biken (aktuelle Befristung beachten!). 

Trotz Corona-Krise und massiver Reisebeschränkungen, die seit zwei Monaten den Tourismus im Land lahm legen, hält eine große Mehrheit der Radtouristen überraschenderweise an ihren diesjährigen Reiseplänen fest. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1.500 Reisenden, die die Radreisen-Datenbank Anfang April 2020 durchgeführt hat. Demzufolge haben mehr als 70 Prozent für 2020 eine Reise geplant bzw. eine bestimmte (Rad-) Strecke im Auge. Von ihnen möchten 80 Prozent die Reise auch unternehmen. 90 Prozent der Befragten kann sich sogar grundsätzlich vorstellen, dieses Jahr noch eine weitere mehrtägige Radreise zu unternehmen.

Bayern - Radreiseland Nummer Eins & superbes Mountainbike-Eldorado

Die aktuelle ADFC-Radreiseanalyse (Allgemeiner Deutsche Fahrrad-Club), die am 5. März 2020 im übrigen wegen der Corona-Pandemie erstmalig nicht im Rahmen auf der weltgrößten Reisemesse der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin vorgestellt wurde, beleuchtet interessante Entwicklungen zum Radreiseverhalten. Demnach ist das beliebteste Radtourismus-Bundesland Bayern (22.1%), gefolgt von Niedersachsen (15.78%), Nordrhein-Westfalen (10.85%), Baden Württemberg (9.12%) und Mecklenburg-Vorpommmern (8.11%). Das Allgäu zählt zur beliebtesten Radregion Deutschlands, gefolgt vom Emsland und Münsterland.

Bayern bietet nicht nur Radfahrern und Radsportlern exzellente Bedingungen, sondern Mountainbiker kommen ebenso voll und ganz auf ihre Kosten. Neben dem Voralpenland vom Bodensee über die Zugspitzregion und Chiemgau bis ins Berchtesgadener Land bieten sage und schreibe fünf Mittelgebirge (Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge, Frankenwald, Rhön) hervorragendes Entfaltungspotential, das sowohl konditionell wie fahrtechnisch nahezu alle Schwierigkeitsgrade abdeckt.

Dass Radfahrer wie Mountainbiker im Freistaat Bayern wie die Made im Speck leben ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die abwechslungsreiche Naturlandschaft mit mannigfaltiger Topographie spricht nunmal jeden Zweiradfan an, egal wie fit er ist bzw. ob er ein Rennrad, Tourenrad, Gravel- Cross- e-bike oder Mountainbike pilotiert. Es gibt nicht viele Regionen in Deutschland mit einem derartig facettenreichen und bestens beschilderten Radwegenetz wie südlich des "Weißwurstäquators" (scherzhafte Bezeichnung für eine gedachte Kulturgrenze zwischen Bayern und dem übrigen Deutschland). Beispielsweise der Bayerische Wald, dessen Naturregion proppevoll mit reizvollen Kontrasten ist. Hier urbanes und kulturelles Treiben dort urtümliche Natur in energetischer Stille, wo sich der Himmel am Horizont mit geschwungenen Waldwogen vereint. Durchatmen, die Ruhe und kulinarische Pausen genießen und den Alltag vergessen - ein Gebot der Stunde, das in der gegenwärtig bedrückenden Zeit große Bedeutung genießt. Plätschernde Bäche, stille Seen, duftende Wälder, malerische Dörfer, und liebenswerte Kleinstädte mit urigen Winkeln und Gassen sowie historischen Gebäuden prägen das Gesicht dieser wundervollen Naturregion.

  Da in Deutschland bundesweit eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft. tritt (in Läden, Busse & Bahnen), sollte jeder Radfahrer sicherheitshalber ein entsprechendes Accessoire mitführen. So kann z.B. für Energienachschub bzw. bei technischem Defekt jederzeit ein Geschäft / Zweirad-Shop betreten werden.

Wer sich in Bayern ab dem 27. April nicht an die Mundschutz-Pflicht hält - die im übrigen im ÖPVN nicht nur in Bussen, Bahnen oder Taxis, sondern auch beim Warten an der Haltestelle oder am Bahnsteig gilt, löhnt mindestens 150 Euro! Besonders teuer werden Verstöße gegen die Mundschutzpflicht zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus zum Beispiel für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt. Hierfür sieht der Bußgeldkatalog eine Zahlung von 5000 Euro vor. Die Bayerische Staatsregierung verordnet bei der Mund-Nasen-Bedeckung keine spezifischen Schutzmasken mit bestimmten Qualitätsanforderungen, sondern hierfür reichen sogar selbstgenähte Konstrukte aus. Wahlweise dürfen auch ein Schal oder Tuch verwendet werden. Ungeachtet dessen sollte der Mindestabstand von 1,5 Metern laut Experten dennoch eingehalten werden. 

Allheilmittel gegen den "Corona-Blues"

Da uns die Covid-Pandemie vor ungeahnte Herausforderungen stellt ist es umso wichtiger, der angespannten Psyche regelmäßige Auszeiten zu verschaffen. Bevor einem die Decke auf den Kopf fällt bzw. Alltagssorgen oder Zukunftsängste überhand nehmen, schafft Bewegungsaktivität an frischer Luft eine abwechslungsreiche Ablenkung. So wirkt z.B. Mountainbiking wie ein Wunderpräparat ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele. Medizinische Befunde belegen hinlänglich, dass eine inspirative Rad- oder Mountainbike-Tour die Ausschüttung von Glückshormonen fördert und das seelische und körperliche Gleichgewicht herzustellen vermag. Nach einer Tour entfaltet sich ein Feeling von innerer Ausgeglichenheit, Selbstzfriedenheit und Zuversicht. Angesichts beängstigender Ungewissheit und zwischenmenschlicher Distanz verschafft ein Fahr- und Naturerlebnis einen Gegenpol, der die Psyche stärkt. Was liegt also näher, seine häusliche Isolation zu verlassen und im Sattel alle Sorgen und Schwerenöte hinter sich zu lassen? 

Auch die Weltgesundheits-Organisation WHO empfiehlt nachdrücklich das Radfahren: "Wann immer möglich, sollten Sie Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen. Dies ermöglicht Ihnen, körperliche Distanz zu wahren, und hilft Ihnen gleichzeitig, die Mindestanforderungen an die tägliche körperliche Betätigung zu erfüllen, was aufgrund zunehmender Telearbeit und des eingeschränkten Zugangs zu Sport und anderen Freizeitaktivitäten schwieriger sein kann."

Wer sich außerhalb der eigenen vier Wände bewegen möchte, muss die geltenden Vorschriften befolgen - ansonsten drohen saftige Geldbußen bzw. in Härtefällen drohen sogar Ingewahrsamnahmen oder Haftstrafen. Gruppenbildung bleibt strikt untersagt. Ein solches Delikt ist nicht als Ordnungwidrigkeit eingestuft, sondern stellt ein Vergehen nach dem § 74 des Infektionsschutzgesetzes dar (Straftat) das den Erlass eines Strafbefehls von der Staatsanwaltschaft nach sich zieht. 

Epidemiologen und Mediziner empfehlen Radfahren aus vielerlei Gründen. Insbesondere dann, wenn hierdurch beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel gemieden werden, weil sich in Bussen und Bahnen Menschen vergleichsweise sehr nahe kommen. Da laut Robert-Koch-Institut die Tröpfcheninfektion als Hauptübertragungsweg des COVID-19 gilt, besteht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr durch die unmittelbare Fahrgastnähe ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Christian Drosten, der Chef der Virologie an der Berliner Charité und derzeit einer der gefragtesten Experten im Hinblick auf das Coronavirus sagt dazu: "Ein mitteltropfiges Aerosol bleibt jedoch eine Zeitlang in der Raumluft stehen und wenn es eine Luftbewegung gibt, dann wird es weitertransportiert". Zu allem Übel kann der Covid19 Virus zudem durch Schmierinfektion oder Ansteckung über die Bindehaut der Augen übertragen werden. Das Risiko, sich durch Berühren von kontaminierten Oberflächen zu infizieren mag zwar gering sein, prinzipiell ausgeschlossen ist es trotzdem nicht. Laut einer Studie können Erreger auf Oberflächen bis zu neun Tage überleben und womöglich infektiös sein. Also Vorsicht, denn auf jedem Haltergriff, Türöffner, Haltestange wie im übrigen auch Ampelknöpfe können Keime lauern. 

Nun, wo Millionen von Menschen sich im Home-Office oder Kurzarbeit befinden bzw. freigestellt sind, bietet der wirtschaftliche Lockdown die ideale Gelegenheit aus dem stressigen Hamsterrad auszusteigen. Im Klartext bedeutet dies: Runter vom Gas - sprich kürzer treten. Solange uns die Corona-Epidemie im Griff hält, sollte maßvoll in den entschleunigten Schongang geschaltet werden. Wer entschleunigt in Wohlfühlgeschwindigkeit easy dahin kurbelt stärkt nämlich sein Immunsystem. Umgekehrt wird die körpereigene Abwehr bei hoher Belastung geschwächt, was aggressiven Krankheitserregern wie z.B. dem »Sars-CoV-2« Tür und Tor öffnet. Deshalb besser auf konditionelle Gewaltakte verzichten, denn nur ein intaktes Immunsystem vermag der Virengefahr ein widerstandsfähiges Bollwerk entgegen zu setzen.  

Außerdem ist eine defensive Fahrweise angebracht, um das Gefahrenpotential zu reduzieren. "No Risk no Fun" ist in Zeiten eines ausgelasteten Gesundheitswesens definitiv fehl am Platz, weswegen ausgesetztes (alpines) Steilgelände gemieden werden sollte. Dafür bieten sich smoothe Forst- und Schotterwege oder leichtere Trailtouren (MTB Singletrail Skala Bereich S0 / S1) an, die der leidenschaftlicher "Trail-Surfer" ansonsten links liegen lässt. Mit dem Cross- oder Gravelbike lassen sich Asphalt- und leichtere Geländepassagen ideal miteinander kombinieren. 

Da das Gesundheitssystem bzw. medizinisches Personal derzeit alle Hände voll zu tun hat heißt das Gebot der Stunde, alles zu tun um gesund und verletzungsfrei zu bleiben bzw. alles zu unterlassen was dem zuwiderläuft. Deshalb lieber auf einen riskanten Fahrstil wie z.B. waghalsige Sprünge verzichten und anspruchsvolles Terrain generell meiden. Angesichts dessen, dass man sich aufgrund der Ausgangsbeschränkung in aller Regel allein auf weiter Flur bewegt, ergibt sich ein weiteres nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential. Wer solo unterwegs ist, dem sollte bewußt sein, dass er im Falle eines Defektes oder Sturzes allein auf sich gestellt ist. Befindet sich die Stelle schlechterdings in einem Funkloch kann demzufolge nicht mal einen Notruf absetzen. 

Für E-Mountainbiker bedeutet der gegenwärtige Ausnahmezustand, (Solo-) Touren in Abhängigkeit der Akku-Reichweite sorgfältig zu planen. Die jeweilige Reichweite wird von einige Faktoren beeinflusst: beispielsweise Außentemperatur, Fahrstil, Systemgewicht, Topografie, Witterungs- und Bodenverhältnisse sowie entsprechender Unterstützungsmodus beeinflussen die Reichweite. Tipp: etablierte Motorenhersteller bieten Reichweiten-Assistenten, mit denen sich nach Eingabe individueller Parameter eine Entfernung berechnen lässt (grober Schätzwert). Für E-Biker gilt dasselbe wie für klassische Biker: wer allein im Gelände fernab der Zivilisation unterwegs ist, bleibt auf sich allein gestellt. Macht der Akku die Grätsche und muss Höhenmeter zwangsläufig schiebend überwinden kann die heikle Situation zum ernsthaften Problem werden.

Die medizinische Versorgung mag gewährleistet sein, doch aufgrund der limitierten Kapazitäten kann eine Notversorgung oder Unfallrettung länger dauern als dies sonst der Fall ist. Dass das Krankenhauspersonal angesichts der Kapazitätsengpässe nicht sonderlich erpicht ist Sport- und Freizeitunfälle zu behandeln ist mehr als verständlich. Außerdem bindet jeder Rettungseinsatz personelle Ressourcen, die womöglich an anderer Stelle dringender benötigt werden. Wer angesichts dieser außergewöhnlichen Begleitumstände hohe Risiken billigend in Kauf nimmt handelt  schlicht und ergreifend unverantwortlich.

»Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling« - Studie rät zu größeren Abständen unter Sporttreibenden

Mountainbiken mag in Corona-Zeiten zwar per se als bedenkenlos gelten, gleichwohl minimieren einige Vorsichtsmaßnahmen potentielle Ansteckungsrisiken.

Bisher ging man davon aus, dass ausgeatmete SARS-CoV-2-Viren zu Boden sinken und rasch ihre Infektiösität verlieren. Ebenso war man der Annahme, dass ein Abstand zwischen Personen von weniger als anderthalb Metern grundsätzlich als Infektionsdistanz gilt. Doch die Frage, ob diese pauschale Abstandsregel gleichsam auch für Menschen in Bewegung zutrifft (Sport) konnte mangels empirischer Untersuchung bislang niemand verlässlich klären. Aktuell wird über diese spannende Frage unter Wissenschaftlern lebhaft - teils kontrovers - diskutiert. In den letzten Wochen wurde ersichtlich, wie stark sich die Halbwertszeit von Nachrichten (Informationen) verkürzt hat. Manches von dem was heute gilt kann morgen schon wieder Makulatur sein. Das rapide steigende Wachstum an Know-How über den SARS-CoV-2-Erreger, der die neuartige Covid-19-Krankheit auslöst (seit 7. Januar 2020 bekannt) macht ein Blick auf das Cochrane-Register deutlich. Das nach dem britischen Epidemiologen Archie Cochrane benannte Archiv zählte am 24. April bereits 2 101 Covid-19-Studien. Inwieweit die aufsehenerrenden Thesen und empfohlenen Abstandsgebote der neuen Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling« der Universitäten KU Leuven (Belgien) und TU Eindhoven (Niederlande) tatsächlich zutreffend sind bleibt abzuwarten. Es bedarf noch einer Überprüfung von unabhängigen Wissenschaftlern. in Form eines qualitätssichernden Peer-Review-Verfahren, bevor die Erkenntnisse faktische Sicherheit haben.

Unter der Leitung von Bert Blocken, Professor für Gebäudephysik und Aerodynamik wurde untersucht, wie sehr Sportler COVID-19-Erregern ausgesetzt sein können, wenn sie sich im Windschatten eines anderen Sportlers bewegen. 

Die Forscher untersuchten den Ausstoß von Speichelpartikeln während verschiedener Bewegungen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die veränderten Positionen waren nachfolgend, nebeneinander, diagonal versetzt hintereinander sowie direkt hintereinander. Insbesondere Radsportler nutzen gerne den energiesparenden Windschatteneffekt, was sich in Zeiten von Corona als besondere Gefahr herausstellen kann. Prof. Blocken gegenüber der Deutsche Welle: "Wenn man läuft oder Rad fährt und dabei ausatmet, werden zahlreiche nur Mikrometer große Tröpfchen ausgestoßen". Speziell Luftverwirbelungen vermögen die Verbreitung des Virus im Windschatten erhöhen, was durch die CFD-Strömungsanalyse belegt wurde. Quintessenz der Studie: durch die verursachten Luftverwirbelungen beim Radfahren und Laufen können Mikropartikel - und damit auch Viren - sehr viel weiter „tragen“ als die empfohlene Distanz des Social Distancing vorgibt.

Der Befund dieser aufwendigen Studie besagt, dass der bisher vorgegebene Mindestabstand von 1.5 Meter beim Radfahren/Laufen anscheinend bei weitem nicht ausreicht um eine Infizierung mit dem Covid-19-Virus auszuschließen. Für Sportler, die hintereinander Laufen/Radfahren ist das Infektionsrisiko demnach deutlich größer als für jene, die nebeneinander unterwegs sind. Die Empfehlungen der Forscher lauten: Spaziergänger sollten mindestens vier bis fünf Meter Abstand zu dem nächsten Menschen vor sich lassen, Läufer und langsame Radfahrer rund zehn – und sportive, schnelle Radfahrer 20 Meter. 

Bild oben: der Studie »Social Distancing v2.0: During Walking, Running and Cycling« zufolge unterliegen Radfahrer/Mountainbiker bei zu geringen Abständen voneinander (z.B. Windschatten) während der akuten Covid-19 Pandemie anscheinend einem erhöhten Infektionsrisiko (Ausgangsbeschränkung verbietet Gruppenbildung).

Am ungefährlichsten sei es laut Studie, wenn sich Sportler im gleichen Tempo nebeneinander bewegen, weil ihre Tröpfchenwolke dahinter abgegeben wird. Auch diagonal versetzt ist das Risiko, Partikel aus der Atemluft des Vordermanns einzuatmen, geringer, während das höchste Kontaminationsrisiko besteht, wenn sich die hintere Person direkt im Windschatten der vorderen befindet.

In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, Windrichtung und -Stärke könnte man auch mit einem Abstand von mehreren Metern mit dem Coronavirus in Kontakt kommen. „Wer hustet oder niest, sondert Tröpfchen mit einer höheren Geschwindigkeit ab. Doch auch wer nur normal atmet, hinterlässt Partikel in der Luft“, sagt Professor Bert Blocken.

Blocken empfiehlt daher, sich schon lange bevor man eine andere Person überholt, entsprechend weit zur Seite zu bewegen, damit man nicht in den Windschatten und die Tröpfchenwolke des anderen gerät. Anmerkung: die Atmung im Begegnungsverkehr/Überholvorgang kurzzeitig zu stoppen mag übertrieben erscheinen, doch so wird verhindert dass krankheitserregende Speicheltröpfchen eingeatmet werden die eine Person ausgestoßen hat. 

Auch wenn der Studie das Peer-Review-Verfahren (Bewertung durch unabhängige Gutachter / Wissenschaftler) aktuell noch fehlt, kann der Radfahrer/Läufer selbst beurteilen, wieviel Abstand er zu anderen Sporttreibenden lässt. Sollten sich die Studienergebnisse durch weitere valide Ergebnisse bewahrheiten, wäre die pauschale 1.5 Meter Abstandsregel für bewegende Menschen jedenfalls hinfällig. 

Problem: Da der Ausnahmezustand bisweilen für hohe Frequenz besonders auf populären Radwege-Achsen sorgt, dürfte die Wahrung eines erweiterten "Sicherheitsabstands" gar nicht so einfach sein. Von daher sollten stark befahrene (Rad-) Wege bzw. vielbesuchte Naherholungsgebiete gemieden (umfahren) werden. Straßen bieten sich als Ausweichmöglichkeit an, zumal sich das Verkehrsaufkommen verringert hat. 

Dr. med. Paul Schmidt Hellinger, Sportmediziner an der Charite Universitätsmedizin Berlin (deutscher Rekordhalter im 50 km Ultramarathon) empfiehlt die 1,5-Meter-Mindestabstandsregel beim Laufen/Radfahren (Hintereinander) auf 15 Meter zu verzehnfachen. Der Sportmediziner verweist auf Luftverwirbelungen die mit Virenaerosol versetzt und bei zu kurzem Abstand eingeatmet werden können. Dr. Schmidt Hellinger warnt desweiteren von dem Anfassen von Geländern, Krafttrainingsgeräten, CrossFit-Stangen oder dergleichen, da dort die im Handschweiß gelösten Viren je nach Temperatur eine gewisse Zeit verweilen bevor sie absterben. Allerdings fehlt der wissenschaftliche Nachweis, ob die Virenmenge über größere Entfernungen ausreicht um eine Tröpfcheninfektion auszulösen. Fachleute wie z.B. Harvard-Epidemiologe William Hanage kritisieren daher die These: "Es ist nicht so entscheidend wo die Viren sind, sondern wie viele Viren übertragen werden."

 Der Deutsche Alpenverein empfiehlt: Höhere Geschwindigkeiten erfordern größere Abstände beim Hintereinanderfahren: 5 m bergauf, 20 m bergab und in der Ebene und beim Überholen einen Seitenabstand von mind. 2 m.

Kritik gegenüber der »Social Distancing v2.0 - Studie« 

Manche Experten widersprechen dieser Studie und bezweifeln die These, dass eine Ansteckungsgefahr mit dem Coroanvirus Sars-CoV-2 beim Radfahren über Distanzen von 10-20 Meter hinter einem vorausfahrenden Radfahrer bestehe. Juliane Pfeiffer von der Gesellschaft für Virologie (GfV) erklärte gegenüber dem Rennradmagazin »TOUR« ihre Einschätzung: "Aus virologischer Sicht muss man darauf hinweisen, dass wir aktuell nicht wissen, ob und wie häufig COVID-19 über die Luft - also über kleinste Tröpfchenkerne, genannt Aerosole, die vom Infizierten aus- und einem anderen eingeatmet werden - übertragen wird. Dieser Infektionsweg durch Einatmen ist nicht auszuschließen, jedoch ist der hauptsächliche Übertragungsweg nach jetzigem Stand immer noch die Tröpfcheninfektion, bei der also beim Husten und Niesen Tröpfchen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute (Nase, Mund, Auge) aufgenommen werden. Hinzu kommt: Im Freien – also beim Laufen, Joggen, Fahrradfahren an der frischen Luft – herrschen Bedingungen, die eine Übertragung eher erschweren: Die (ausgehustete oder ggf. ausgeatmete) Viruslast wird in der Luft rasch verdünnt und es herrscht meist ein gewisser Wind, wodurch die winzigen infektiöse Partikel rasch verweht werden. Insofern halten wir das Risiko beim Joggen, Fahrrad fahren, Überholen mit dem Fahrrad für überschaubar, sofern die aktuell empfohlenen sozialen Distanzregeln – also Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern zu anderen halten und kein Sport in Gruppen - eingehalten werden."

Juliane Pfeiffer steht mit ihrer Kritik nicht alleine da. Gegenüber <Vice> kritisierte der Epidemiologe William Hanage, vom Harvard Center for Communicable Disease Dynamics, die Arbeit Blockens als unwissenschaftlich und betonte ebenfalls, dass die Übertragung durch Mikrotröpfchen noch nicht bewiesen sei: "Wo sich die Tröpfchen befinden, ist aus epidemiologischer Sicht viel unwichtiger, als welche Menge an Übertragung auf diesem Wege stattfindet". Sie verwies damit auf die hohe Virenlast, die für eine Infektion entscheidend sei.

Kritiker bemängeln die Herangehensweise des Teams. Dazu zählt auch der Umstand, dass die Studie vor einem wissenschaftlichen Gegengecheck  (peer reviewed) veröffentlicht wurde. Blocken hingegen fühlt sich missverstanden. Er wollte mit der Studie niemanden von Sport im Freien abhalten sondern vielmehr darauf hinweisen, dass es für Jogger/Radfahrer sicherer sei, anstatt direkt hintereinander (wo sich die meisten Viren aufhalten) sich diagonal versetzt zu bewegen oder – wenn möglich - nebeneinander.  

Fazit: Manche Daten und Interpretationen zu Covid-19 beruhen auf einem fragmentierten Wissensstand. Ob Schlussfolgerungen (Thesen) tatsächlich zutreffen bedarf einer wissenschaftlichen Evidenz, sprich Nachweis durch unabhängige Experten. Es gilt gemeinhin als üblich, wenn Erkenntnisse und Einschätzungen im Laufe der Zeit von der Fachwelt bestätigt, ergänzt, korrigiert, widerlegt oder widerrufen werden. Da der Lernprozess über Covid-19 in vollem Gange ist erklärt, warum Expertenmeinungen oftmals auseinanderdriften. Prof. Dr. Wieler, Präsident des Robert Koch Insituts räumte am 14.04. ein: "es gibt keine Blaupause - es gibt kein falsch und richtig." Insofern ist gesunde Skepsis angebracht, d.h. man sollte nicht jeder Aussage oder Behauptung blindlings vertrauen. 

 Solange zitierten Studien der wissenschaftliche Gegencheck - sprich ein qualitätssicherndes Peer-Review-Verfahren - fehlt, gebietet es die journalistische Sorgfaltspflicht explizit darauf hinzuweisen. Dazu Anette Schmidtmann von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Bonn.: "Problematisch wird es, wenn außerhalb der Wissenschaft – etwa von Journalisten – versucht wird, Ergebnisse einzuordnen, deren Vorläufigkeit nicht eindeutig nachvollziehbar ist." Aus ihrer Sicht sollte daher sowohl von den Wissenschaftlerinnen, als auch in der medialen Berichterstattung stets klar und nachvollziehbar die Vorläufigkeit der Forschungsergebnisse gekennzeichnet werden."

Hohe Nutzerfrequenz auf Radwegen 

Das öffentliche Leben hat sich seit der Ausgangsbeschränkung grundlegend ändert. Der Trubel hat sich verlagert. Während Innenstädte gespenstisch leer sind, tummeln sich die Menschen zuhauf auf Radwegen, Parks und Grünanlagen. Die Zunahme der Fahrrad-Dichte hat mehrere Gründe. Zum einen nutzen viele Beschäftigte auf dem Weg zur Arbeit lieber ihr Zweirad anstatt sich der Ansteckungsgefahr in den öffentlichen Verkehrsmitteln mit U-Bahn, Bus oder Tram auszusetzen. Zum anderen ist das Rad weit mehr als nur umweltfreundliches Mobilitätsmittel. Es leistet als Sport- und/oder Freizeitgerät in unterschiedlichsten Facetten des Radfahrens wertvolle Dienste. Gerade jetzt, wo die Ausgangsbeschränkung gewohnte Freiheiten massiv beschneidet kann man mit einer genüsslichen Radtour aus der beengten häuslichen Umgebung ausbrechen und sich der medialen Pandemie-Dauerberieselung entziehen. 

Seit Inkraftreten der Ausgangsbeschränkung hat sich vieles verändert. Auch unter Radfahrern herrscht "Social Distancing", indem man sich - soweit möglich - mit größerem Sicherheitsabstand umkurvt. Während sich das Verkehrsaufkommen aufgrund der erheblich eingeschränkten Reisefreiheit halbiert haben dürfte scheint sich der Radverkehr zumindest gefühlt verdoppelt zu haben. Auf der einen Seite menschenleere Fußgängerzonen, verwaiste Einkaufsmeilen, leergefegte Straßen, auf der anderen Seite dichter Radverkehr. Besonders bei schönem Ausflugswetter sind popläre Radwege-Achsen rund um die Ballungszentren stark frequentiert. Dort tummeln sich ganze Herscharen von Freizeitaspiranten unterschiedlichster Coleur.

Die rapide Zunahme an Radfahrern und Fußgängern wird von mehreren Faktoren begünstigt. Zum einen meiden viele Menschen wegen der Ansteckungsgefahr öffentliche Verkehrsmittel. Zum anderen wächst trotz des Appells "Zuhause zu bleiben" das Bedürfnis nach Bewegungsaktivität. Da Schulen geschlossen sind und ein Teil der Bevölkerung sich in Kurzarbeit befinden oder freigestellt sind - verbunden mit dem Gerbot nicht reisen zu können - motiviert massenweise Menschen sich im heimatlichen Umfeld auf den Sattel zu schwingen. So kommt es, dass Läufer, Gassi- und Spaziergeher, Radfahrer, Nordic-Walker usw. Radwege auf engstem Raum (über-) bevölkern. Bedenkt man, dass nicht wenige Radwege eine Breite von rund 2 Meter aufweisen (Mountainbikes haben bis zu 80 Zentimeter breite Lenker) und Kinderanhänger/Lastenräder mehr Platz als Fahrräder beanspruchen erklärt sich, mit welch knappen Abständen der Begegnungsverkehr bzw. Überholvorgänge mitunter erfolgen. Nun in der Zeit des Notstands wird mancherorts offensichtlich, wie wenig infrastrukturelle Maßnahmen mit dem jährlich steigenden Radverkehrsanteil Schritt gehalten haben. 

Je nach Fahrbahnbreite kann es im Begegnungsverkehr oder bei Überholvorgängen mitunter beängstigend eng werden. Immerhin tummeln sich auf den Radwegen Rennradfahrer, Genuss- Familien- und Lastenradler sowie e- und Mountainbiker. Dazu bergen Fußgänger, Jogger, Nordic-Walker, Rollerblader, Laufradler sowie teils freilaufende Hunde - von Geschwindigkeitsdifferenzen ganz zu schweigen - zusätzliches Gefahrenpotential. Das kunterbunt gemischte Freizeit-Klientel muss sich eine knappe Fläche teilen. Wenn vorne Vater/Mutter mit dem überbreiten Kinderanhänger im Schlepptau gemütlich dahin gondeln und sich dahinter mangels Überholmöglichkeit ungeduldig eine Traube von Radfahrern drängelt, ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Die hohe Nutzerfrequenz erfordert angepasstes Tempo, vorausschauendes Fahren, Bremsbereitschaft und schnelles Reaktionsvermögen, um das Sturz- und Unfallrisiko möglichst gering zu halten. Dies gilt umso mehr, als dass das Gesundheitswesen ohnehin belastet ist. Sogenannte "Freizeitunfälle" würden momentan zur Unzeit kommen.

In Anbetracht teils hoffnungslos überfüllter Radwege drängt sich die Alternative auf, solche Radwege zu meiden und stattdessen auf Straßen auszuweichen, auf denen dank Ausgehbeschränkung sowieso ein geringes Verkehrsaufkommen besteht. 

Hohe Radlerfrequenz in der Peripherie von bayerischen Ballungsräumen

  • Main-Radweg --> Bamberg, Aschaffenburg
  • Donau-Radweg --> Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Straubing, Deggendorf, Passau
  • Isar-Radweg --> Bad Tölz, Großraum München, Freising, Landshut, Dingolfing, Landau
  • Fünf-Flüsse-Radweg/Altmühltal-Radweg --> Regensburg, Kelheim, Neumarkt, Nürnberg
  • Regental-Radweg --> Regensburg

Wer sich auf eine Radtour begibt sollte genügend Proviant von zuhause mitnehmen. Pausen mit einer zünftigen Brotzeit im Gasthaus, bzw. Biergarten oder Cafes fallen derzeit flach, weil sie geschlossen sind. Bleiben Lebensmittelläden die als systemrelevante Betriebe zwar geöffnet sind, allerdings sich die Einkaufsmöglichkeiten (Ansteckungsgefahr) hauptsächlich auf (größere) Orte beschränkt. Mehrtägige Radtouren sind während der Ausgangsbeschränkungen nicht möglich, da (touristische) Übernachtungen in Gasthäusern, Hotels oder Pensionen untersagt ist. 

Runter vom Gas

Solange COVID-19 eine akute Infektionsgefahr darstellt ist von körperlicher Verausgabung (intensive Belastung) abzusehen, weil es die Immunabwehr schwächt. Höchstleistungen rufen einen bis zu 72 stündigen "Open-Window-Effekt" hervor zu, was den Körper für eine Infektion signifikant anfälliger macht. Durch das widerstandreduzierte Einfallstor ist das Immunsystem nur bedingt funktionstüchtig, weshalb man sich schneller Viren und Bakterien einfangen kann.

Wie sagte Ministerpräsident Markus Söder: "In der Ruhe liegt die Kraft."

Ausblick

Lichtblick: Eines ist klar, mit jedem Tag wo endorphinanreichendes Gelände gemieden bzw. ein risikominimierter Fahrstil praktiziert wird, man dazu meist alleine unterwegs ist und obendrein auf gesellige Einkehr verzichten muss steigt das Verlangen, baldigst dieses "Zwangskorsett" ablegen zu können. Doch irgendwann wird die Zeit nach Corona anbrechen. Dann darf die Sehnsucht nach lustbetonter Fahrweise, das Bewältigen neuer Herausforderungen sowie gemeinschaftliches Biken mit Freunden und Vereinskollegen samt Gaststätten- und Biergärtenbesuche endlich wieder in traditioneller Weise gestillt werden. Die Rückkehr zur Normalität dürfte nach wochenlanger "Enthaltsamkeit" und "Social Distancing" den Erlebnisspaß vervielfachen.

Weitere Informatinen zur Corona-Pandemie im Schwesterportal Bayernbike

Ride On - Take care and stays healthy!