• Etappenort Mitterfirmiansreut (1.137 m ü.NN)
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau
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  • Etappenort Mitterfirmiansreut (1.137 m ü.NN)
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau (Almberg, 1.139 m ü.NN)
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau (Almberg, 1.139 m ü.NN)
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  • Etappe 4 Mitterfirmiansreut - Spiegelau (Nationalparkzentrum Lusen)
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  • Etappe 5 Spiegelau - Zwieslerwaldhaus (Frauenau)
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  • Etappe 5 Spiegelau - Zwieslerwaldhaus (Frauenau)
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  • Etappe 5 Spiegelau - Zwieslerwaldhaus (Trinkwassertalsperre Frauenau)
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  • Etappe 5 Spiegelau - Zwieslerwaldhaus (Trinkwassertalsperre Frauenau)
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  • Etappe 6 Gasthaus Schwellhäusl (Trifterklause)
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  • Großer Regen: Abfluss über Schwarzer Regen→Regen→Donau→Schwarzes Meer (Regenhütte 628 m ü.NN)
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  • Etappe 6 Großer Arber - Streckenzenit (1.456 m ü.NN)
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  • Etappe 6 Großer Arber - Streckenzenit (1.456 m ü.NN)
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  • Etappe 6 Großer Arber - Streckenzenit (1.456 m ü.NN)
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  • Etappe 6 Zwieslerwaldhaus - Lam
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  • Etappe 7 Marktgemeinde Lam
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  • Etappe 7 Lam - Furth im Wald
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  • Etappe 7 Höhenzug des Hohen Bogens (1.079 m ü.NN)
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  • Etappe 7 Naturbad Neukirchen b. Hl. Blut
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  • Etappe 7 Naturbad Neukirchen b. Hl. Blut
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  • Etappe 7 Lam - Furth im Wald
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  • Etappe 7 Lam - Furth im Wald
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  • Etappe 7 Lam - Furth im Wald Gasthaus in Mais neben Wallfahrtskircherl Kolmstein
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  • Etappe 7 Lam - Furth im Wald
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  • Start/Zielort Furth im Wald
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  • Etappe 3 Tussetkapelle Philippsreut
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  • Etappe 3 Pfarrkirche Philippsreut​
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  • Etappe 3 Waldkirchen - Mitterfirmiansreut (Dreisesselalm)
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  • Etappe 3 Dreisesselberg / Hochstein 1.333 m ü.NN)
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  • Etappe 3 Bezwinger-Skulptur - Fotopoint Dreisesselberg
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  • Etappe 3 Berggasthof Dreisessel
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  • Etappe 3 Dreisesselberg (1.333 m ü.NN)
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  • Etappe 3 Waldkirchen-Mitterfirmiansreut
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  • Etappe 3 Waldkirchen - Mitterfirmiansreut
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  • Etappe 3 Waldkirchen - Mitterfirmiansreut (Erlauzwiesel)
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  • Etappe 2 Wegscheid - Waldkirchen (Baptist-Kitzlinger-Schanzenanlage Breitenberg)
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  • Etappe 2 Wegscheid - Waldkirchen
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  • © Dreiländerbike
  • Etappe 1 Passau-Wegscheid
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  • Etappe 1 Passau-Wegscheid
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  • Dreiflüssestadt Passau ("Veste Oberhaus")
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  • Dreiflüssestadt Passau
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Etappenübersicht der Südroute

  • Etappe 1 I Furth im Wald - Rötz I 49 km; 1.000 hm
  • Etappe 2 I Rötz - Stamsried I 37 km; 900 hm
  • Etappe 3 I Stamsried - Falkenstein | 54 km; 900 hm
  • Etappe 4 I Falkenstein - Sankt Englmar I 42 km; 1.500 hm
  • Etappe 5 I Sankt Englmar - Bischofsmais I 62 km; 1.800 hm
  • Etappe 6 I Bischofsmais - Eging am See I 64 km; 1.500 hm
  • Etappe 7 I Eging am See - Passau I 36 km; 700 hm

∑  343 Kilometer / 8.300 Höhenmeter

Etappenübersicht der Nordroute

  • Etappe 1 I Passau - Wegscheid I 50 km, 900 hm
  • Etappe 2 I Wegscheid - Waldkirchen I 45 km; 950 hm
  • Etappe 3 I Waldkirchen - Mitterfirmiansreut I 63 km; 1.800 hm
  • Etappe 4 I Mitterfirmiansreut - Spiegelau I 55 km; 1.100 hm
  • Etappe 5 I Spiegelau - Zwieslerwaldhaus I 45 km; 1.000 hm
  • Etappe 6 I Zwieslerwaldhaus - Lam I 63 km; 1.600 hm
  • Etappe 7 I Lam - Furth im Wald I 43 km; 1.000 hm

∑  364 Kilometer / 8.350 Höhenmeter 

zur Südroute

zur Nordroute

Natur pur

Der Bayerische Wald ist Deutschlands östlichstes Mittelgebirge an der Grenze zur Tschechien (Böhmerwald) und Österreich. Es ist einer der wenig verbliebenen Wildnisgebiete in Deutschland, in dessen Urwald, Moore, Bäche, Auen, Weiher- und Seenlandschaften noch Artenvielfalt herrscht und üppige Vegetation gedeiht. Allen voran im Nationalpark Bayerischer Wald, der sich mit einem 24.000 Hektar großen Naturschutzgebiet um die Grenzberge Rachel, Lusen und Falkenstein erstreckt, und sich die Natur weitestgehend ohne Einflußnahme des Menschen nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln darf.

Die TRANS BAYERWALD durchquert auf ihrer nördlich und südlich verlaufenden Längsachse teils ungezähmte Natur-Reservate und passiert die Ferienregionen Naturpark Oberer Bayerischer Wald (Landkreis Cham), Urlaubsland Straubing-Bogen mit Sankt Englmar, Deggendorfer Land, Passauer Land, Nationalpark-Ferienland Bayerischer Wald (Landkreis Freyung-Grafenau) sowie das Arberland Bayerischer Wald (Landkreis Regen). Die gewaltige Streckendimension von 700 Kilometern lässt nur ansatzweise erahnen, welch reichhaltige Naturschätze und spannende Wegepassagen den Tourenbiker erwarten. 

Um es vorweg zu nehmen: die TRANS BAYERWALD ist hart aber herzlich. Das gezackte Höhenprofil verlangt auf der einen Seite zwar ordentlich Schmalz in den Beinen, dafür liefert die Natur unablässig überwältigende Eindrücke, die ein ums andere Mal unvergessliche Glücksmomente bescheren. Auf der Nord- wie auf der Südroute reihen sich auf der 707 Kilometer langen Wegstrecke die Naturhighlights mit fabelhaften Bergpanoramen aneinander, die mit zäher Willenskraft zu erklimmen sind bevor das Gipfelglück flasht. Das Mittelgebirgsprofil türmt in Summe 17.000 Höhenmer auf, weshalb nach einer zermübenden Tages-Etappe der Schweinsbraten mit Knödel und Sauerkraut am Abend gleich doppelt so gut schmeckt. Wenngleich "Wadlbeisser" ihren Schweißtribut einfordern und den inneren Schweinehund wachrütteln, bleiben die Sinne im Wechselspiel von körperlicher Anstrengung, berauschenden Flowpassagen und sagenhaften Naturreizen ständig auf Trab. Das beste daran ist, dass jede einzelne Etappe ihre eigene Landschaftskulisse gebiert, die wiederum eine chamäleonartige Streckencharakteristik kredenzt. Gurgelnde Bäche, glasklare Seen, mystische Feuchbtiotope, bemooste Felsen, naturbelassene Streuobstwiesen - untermalt von romantischen Licht- und Schattenspielen - sind ein Naturerlebnis erster Güte. Der springende Punkt ist die abwechslungsreiche Mischung verschwiegener Waldpfade, knarzenden Schotterpisten, samtigen Wiesenwegen und fluffigen Trails, die eins ums andere Mal für Fahrspaß sorgen. Mal giftig steil, mal steinig, mal wurzelig, mal ästeübersät, mal ausgesetzt, mal easy, mal knifflig - whatever, Kopf wie Körper sind andauernd gefordert. Der Spannungsbogen bleibt pausenlos auf Zug und die Sinne auf Hab-Acht-Stellung. Nicht zuletzt kann sich hinter jeder Biegung, Kuppe oder Landschaftskante eine Überraschung verbergen. „Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen“ erwarten einem zwar keine zipfelmützigen Zwergenfreunde, böse Hexen oder Stiefmütter - auch nicht das bezaubernde Schneewittchen - stattdessen erwarten einem Trail- Wege- und Naturerlebnis-Schmankerl, die ohne Routenplan wohl verborgen blieben. 

Als sei dies nicht alles schon genug, hält der Bayerwald-Trip durch den östlichen Landesteil des Freistaats (Oberpfalz/Niederbayern) einen Bonus parat: im Gegensatz zu hochalpinen Regionen erarbeitet sich der Biker im sanfteren Mittelgebirge viel häufiger sein ersehntes Gipfelglück. Noch dazu, wo fantastische Rundumsichten auf der TRANS BAYERWALD alles andere als "Eintagsfliegen" sind. Kurzum: Der verwinkelte Streckenverlauf über Berg & Tal vereint im Prinzip all das, was Bikerherzen höher schlagen lässt. Für die Hauptakteure ist der Boden "bestellt", der "rote Teppich" ausgerollt. Lange Rede kurzer Sinn: Bei wem der "Will-Fahren-Reflex" vor lauter Neugierde im Hinterstübchen rumort, setzt die »TRANS BAYERWALD« einfach auf seine Bucket List.

Der Bayerische Wald versprüht einen unvergleichlichen Charme, er hat Magie und übt mit seinem Wege- und Trailgeflecht eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Mountainbiker aus. Die gigantische Outdoorbühne beheimatet mehrere Bike-Reviere samt beliebtem Bike-Park, was die TRANS BAYERWALD in der teils unzugänglichen Gegend passiert. Nichtsdestoweniger bildet der Bayerische Wald zusammen mit dem Böhmerwald (Tschechien) das größte zusammenhängende Waldgebiet in Mitteleuropa. Der Böhmerwalddichter Adalbert Stifter, ein Literat von Weltformat drückte es trefflich aus: "Waldwoge steht hinter Waldwoge bis eine die letzte ist und den Himmel schneidet" (Reiseerzählung „Aus dem bairischen Walde“). Das Salz in der Suppe sind vor allem beeindruckende Landschaftskontraste, welche einem immer wieder ins Staunen versetzen. Keine Frage, die Etappentour über Stock & Stein / Berg & Tal ist mit ihren 17.000 Höhenmeter konditionell sehr anspruchsvoll. Fest steht aber auch: der Streifzug durch durch die wildromantische Botanik gibt einem erstaunlich viel zurück. Man könnte auch sagen: der Biker investiert Manpower und das Naturparadies bzw. die Strecke liefert. Ähnlich fordernd wie eine TransAlp - gleichwohl nicht minder erlebnisreich - verläuft die als MTB-Reiseroute deklarierte Trans Bayerwald durch die schönsten Gegenden von "Klein-Kanada" wie Einheimische ihren "Woid" gerne nennen. Abgesehen von beiden Hauptrouten gibt es noch 100 Kilometer Schlaufenwege sowie Querverbindungen, aus denen sich interessante Variationsmöglichkeiten zusammenstellen lassen.

Pionierbiker Boris Ringleben brachte seine Eindrücke auf den Punkt: „Es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland, nicht in dieser Größenordnung“, bzw. „man kann es nicht beschreiben. Auch Bilder können dieses wunderschöne, anstrengende Erlebnis nicht wiedergeben. Man muss es selbst erleben.“ In diesem Sinne: Let's do it, be inspired, be part of it!

Als prestigeträchtiges Aushängeschild setzt die Südroute wie die Nordroute zweifelsohne Akzente, was selbst weit über Bayerns Grenzen hinaus schon lange kein Geheimnis mehr ist. Der Mountainbike-Tourismus fällt im Bayerischen Wald sprichwörtlich auf fruchtbaren Boden, denn jeder kann sich hier frisch-frei-fröhlich in einer fesselnden Naturregion abseits vom Mainstream und fern von Massentourismus nach Herzenslust austoben. Zweifelsfrei ist das Bedürfnis nach Naturgenuss – verstärkt durch die Pandemie – deutlich gestiegen und größer als nie zuvor. So profitiert auch die waldreiche Urlaubsregion vom Trend, in Corona-Zeiten Urlaub "dahoam" zu machen. Doch im Gegensatz zu überlaufenen Spots, wo mancherorts der Platz - insbesondere auf angesagten Klassikerrouten - unangenehm eng wird und vereinzelt gar Konfliktsituationen hervorruft, blieb der Bayerische Wald bislang vom ausufernden Naturnutzerdruck weitestgehend verschont. Auch wenn der Inlandstourismus boomt ist es umso erfreulicher ein verschwiegenes Kleinod vorzufinden, wo man mutterseelenallein mit seinem Bike durch finstere Wälder tigert und kilometerweit keiner Menschenseele begegnet. Tatsächlich kann man hier auf weiter Flur noch abseits des Trubels in der reinsten Luft Deutschlands stille Waldatmosphäre und den Duft der Fichten- Eichen- und Kieferbäume mit jedem Atemzug genießen. Wahrlich ein kostbares Privileg, in dieser unberührten Naturlandschaft unterwegs sein zu dürfen. Deshalb ist es kaum verwunderlich, wenn man phasenweise im Zustand der Leichtigkeit des Seins selbstvergessen meditativ angehaucht scheinbar schwerelos über den Untergrund gleitet. Was gibt's Schöneres, als sich beim lustbetonten Mountainbiken auch noch von dieser Energie anstecken zu lassen?

 Ausgebremst

Nach monatelanger massiv eingeschränkter Reise- und Bewegungsfreiheit, bedrückender Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie omnipräsenter Corona-Berichterstattung wächst die Sehnsucht nach Entspannung und Normalität. Dass die - großteils leider notwendigen - Vorschriften und Maßnahmen einem auf den Zeiger gehen und man des Themas überdrüssig ist, ist mehr als verständlich. Gefühlte "Endlos-Lockdowns" machen uns Menschen reif für die "Insel". Ausgebremst der Bewegungsradius, ausgehungert die Seele - das Bedürfnis nach Bewegung, Freiheit, Naturgenuss und Tapetenwechsel ist allgegenwärtig. Dem Lagerkoller bzw. Alltagssorgen entrinnen, endlich wieder mit Freunden gemeinsam Biken, Spaß haben, sich glückstrunken abklatschen und fröhlich im Biergarten eine Belohnunghalbe zwitschern - wem dürstet nicht danach? 

Bleibt zu hoffen, dass die Hotel- und Gastro-Branche für touristische Zwecke bald wieder öffnen darf. Bis es soweit ist sind nur Tagestouren möglich, und das ggf. auch nur unter gewissen Einschränkungen. Ab einer 100er 7-Tage-Inzidenz an 3 aufeinander folgenden Tagen, ist dies nur Solo bzw. mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und/oder einer weiteren Person erlaubt. Rückblick: 2020 durfte am 18. Mai die Außengastronomie, am 25. Mai die Innengastronomie und ab 30. Mai die Hotellerie öffnen. In diesem Sinne, bleibt's gesund und zuversichtlich! Der Tag für gemeinsame Bike-Ausflüge und gesellige Biergarten-Einkehrschwünge wird kommen:-). 

Die Südroute beschert uns tolle Aussichtsbalkone mit traumhaften Tiefblicken über die Donauebene, malerische Ortschaften. Die Nordroute wiederum öffnet das Aussichtsfenster zum Böhmerwald (Tschechien), ins Österreichische Mühlviertel und natürlich den Bayerischen Wald. Bei guter Fernsicht kredenzt am ehesten der Dreitannenriegel (1090 m ü.NN, Bild oben), Brotjacklriegel (1.011 m ü.NN), Dreisesselberg (1.333 m ü.NN), Haidel (1.166 m ü.NN) und der Große Arber (1.456 m ü.NN) das beeindruckende Alpenfirmament.

Waldbaden im Gesundbrunnen für Körper, Geist und Seele

Etappe eins, zwei, drei.... je länger man in der dicht bewaldeten Mittelgebirgslandschaft die Kurbel drückt und sauerstoffreiche Waldluft in die Lungenflügel presst, desto mehr kommt der energetischen Naturgenuss zur Entfaltung. Die Naturpracht zeigt sich in einer üppigen Vegetation, einzigartigen Licht und Schattenspielen und wartet mit einer ausgezeichneten Luftreinheit auf. Nicht wenige Ortschaften tragen deshalb das Prädikat „Luftkurort“ oder „Staatlich anerkannter Erholungsort“. Ein Titel, der eines Gutachtens samt regelmäßiger Überprüfung bedarf und nur verliehen wird, wenn die Qualität der Luft und die Klimaverhältnisse ausgezeichnet sind und nachweislich heilende Wirkung haben. Die Prädikatisierung genießt in der heutigen Zeit einen umso wichtigeren Stellenwert, als dass Luftverschmutzung zu den größten gesundheitlichen Bedrohungen der Menschheit zählt. Von einer der saubersten Luftqualitäten Deutschlands profitieren Einheimische wie Feriengäste - Outdoorsportler mit erhöhter Atemfrequenz bzw. hohem Sauerstoffbedarf erst recht. Eingeatmete ätherische Öle (Terpene), die die Bäume als Botenstoffe produzieren bewirken eine Stärkung des Immunsystems, reduzieren Stresshormone, sind blutdrucksenkend und regen die Selbstheilungskräfte an. Obendrein erhöhen die Duftstoffe die Anzahl und die Aktivität der körpereigenen Killerzellen (Viren- und Krebszellen-Abwehr), also genau jene Effekte die den Körper gegenüber Infektionsgefahren widerstandsfähiger macht (wissenschaftlich  nachgewiesen). Reha-Kliniken bieten im Bayerischen Wald unter dem Begriff "Waldbaden“ sogar Therapien an, während es im Ursprungsland Japan als Waldmedizin (Shinrin-Yoku) breite Anwendung findet.

Da die TRANS BAYERWALD großteils durch Waldgebiete verläuft, verbringt der sauerstoffjapsende Fahrer entsprechend viel Zeit im Gesundbrunnen für Körper, Geist und Seele. Naturheilkräfte, die nachhaltig wirken und Bestanteil der „Wurzelkräfte“ aus den vier Grundelementen „Erde“, „Wasser“, „Luft“ und „Feuer“ sind.

Video-Clips

    SAT1, Bayern

Magic-Moments

Schlägt man ausgepowert am Etappenziel auf und steigt erschöpft vom Sattel, fühlt man sich gleich im doppelten Sinn geerdet. Feierabend – finito. Gegenseitiges Abklatschen und dann fix & foxi ab ins Hotel unter die Dusche, um die Lebensgeister wieder zu wecken. Ein Augenblick, bei dem sich die Fülle an Erlebnissen, Erschöpfung, Müdigkeit, Freude, Stolz und Genugtung zu einem sonderbaren Gefühlsstrudel vermengen. Ausgemergelt aber happy anzukommen löst ein erhabenes "Ich-hab's-geschafft-Feeling" - verbunden mit Demut und Glückseligkeit - aus. Selbstzufrieden in einen Terassenstuhl plumpsen, tief durchzuatmen, Erlebtes vor dem geistigen Auge Revue passieren zu lassen und sich zur "Feier des Tages" genüsslich eine Belohnungshalbe zu gönnen macht nicht nur alle Strapazen mit einem Schlag vergessen, sondern ist gelinde gesagt das höchste der Gefühle. Es ist ein crazy magic Moment - serviert auf dem Silbertablett - den das Gehirn als Belohnung für die Schinderei registriert. Das besondere daran ist, dass die euphorische Stimmung freilich für kein Geld der Welt zu haben ist - sie will schlichtweg im Schweiße des Angesichts redlich verdient sein. Ein Ausnahmezustand, der bei Mehrtagesfahrten Dank Extrembelastung viel intensiver ausgeprägt als bei einer Tagestour.

Nach dem Location Check-In ist die verheißungsvolle Selbstbelohnung fällig. Endlich eine wohlverdiente Dusche genießen, sich kultivieren, frische Klamotten anziehen und zur Feier des Tages im geselligen Freundeskreis sich lukullischen Genüssen hinzugeben. Zweifelsohne ein unbeschreibliches Wohlgefühl, das man am liebsten gar nicht mehr los werden will. Nach dem anstrengenden Botanik-Ritt geht eben nichts über ein opulentes Abendessen und leckeres Bier einer lokalen Brauerei oder Gläschen Wein. Unverwüstliche genehmigen sich als Absacker noch einen Bärwurz oder ein Stamperl vom hochprozentigen Blutwurz, schließlich machen kleine "Sünden" das Leben lebenswert. Sozusagen Mountainbiking à la carte. Dass Alkohol und Schlafmangel die Regenerationszeit verlängert mag eine Gratwanderung sein, doch zünftige Feierlaune im harmonischen Gemeinschaftsgefühl dürfte so ein Thema wohl niemanden interessieren. Am besten trinkt man alkoholfreies Bier - weil es isotonisch wirkt, denn wer die Rechnung ohne den Wirt macht - sprich über die Stränge schlägt - wird es am nächsten Tag spätestens beim ersten Anstieg büßen. Last but not least rundet die gastfreundliche Willkommenskultur der "Bayerwaldler" jeden Erlebnistag angenehm ab.  

Königsetappen

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Bezogen auf die TRANS BAYERWALD lässt sich die Gretchenfrage aus Grimms Märchen ebenso nach der faszinierensten Etappe stellen. Freilich spiegelt eine sogenannte "Lieblingsetappe" nur eine subjektive Einschätzung wider, weil es im Auge des Betrachters liegt wie Landschaft, Fahrspaß, Streckencharakteristik usw. wahrgenommen werden. Welche "Sahneschnittchen" im Gehirn als solche verortet werden, da scheiden sich unter den Fahrern gewöhnlich die Geister. Nichtsdestotrotz deuteten deckungsleiche Antworten von Gruppenteilnehmern auf bestimmte ultimative Streckenabschnitte (Königsetappe) hin:  

  • Südroute: Etappe 5 (Geisskopf) + Etappe 6 (Brotjacklriegel)
  • Nordroute: Etappe 3 (Dreisessel, Haidel) + Etappe 6 (Großer Arber)

Objektiv betrachtet würdigt die Auswahl in keinster Weise die Attraktivität anderer Etappen herab. Schließlich wartet jede Einzeletappe mit ihrer unvergleichlichen Landschaftskulisse, Naturhighlights sowie speziellen Topographie auf, vom Wegeverlauf und streckenchspezifischen Merkmalen ganz abgesehen. Es gibt Abschnitte die einfach eine wahre Augenweide sind. Dabei sind es gerade die Gegensätze bzw. der schier unerschöpfliche Abwechslungsreichtum, die dem Landschaftsgepräge ihr unverwechselbares Antlitz bzw. der Strecke selbst einen spannungsgeladenen Touch verleiht. Deshalb darf man sich bei jedem Frühstück - aufgeladen vor Vorfreude und Neugier - auf den nächsten Tourabschnitt freuen. Jede Region versprüht ihren eigenen Liebreiz - gesetzt den Fall man empfängt deren Reize. Schon rückt die Wahrnehmung alles ins Bewusstsein bzw. brennt sich ins Langzeitgedächnis ein.

Beschilderung

Nachdem in Deutschland mittlerweile sage und schreibe fast 16 Millionen Mountainbiker leidenschaftlich Wege und Pfade erkunden und dem Naturgenuss frönen, haben sich Urlaubsdestinationen im kupierten Terrain auf ihr naturverbundenes Klientel und deren Bedürfnisse eingestellt. Vorzüge, die man auch auf Deutschlands längster MTB-Reiseroute im sagenumwobenen Mittelgebirge des Bayerischen Waldes kennen lernt und zu schätzen weiß. Viel wurde in den letzten Jahren in die Infrastruktur investiert. Man denke nur mal beispielsweise an 3.600 Wegweiser, die die Wegstrecke der abwechslungsreichen TRANS BAYERWALD säumen. 

Die TRANS BAYERWALD ist zwar in beiden Fahrrichtungen ausgeschlidert, dennoch gibt eine favorisierte Richtung. Da Nord- und Südroute zusammen einen Kreis bilden definiert sich die bevorzugte Fahrtrichtung entgegengesetzt dem Uhrzeigerinn, d.h. die Südroute startet in Furth im Wald und führt via Donaukamm über Sankt Englmar, Bischofsmais nach Passau. Startpunkt der Nordroute ist Passau, von wo die Strecke entlang des Nationalparks und Grenzkamms nach Furth im Wald führt. Wer andersherum fährt muss u.U. mit einer etwas "lichteren" Beschilderungsdichte rechnen.

Die Beschilderung wird regelmäßig von rund 40 Wegepaten (Erkennungsmerkmal TRANS BAYERWALD Trikot) kontrolliert. Aufgrund der enormen Distanz (inkl. Schlaufenwege und Quertraverse mehr als 800 Kilometer) aber auch wegen witterungsbedingten Schäden kann es durchaus vorkommen, dass manche Stellen nicht, oder schlecht sichtbar (unvorteilhaft platziert, überwuchernde Vegetation) beschildert ist. Auch gibt es sogenannte "Trophäenjäger" oder Leute die einfach mutwillig Wegweiser entfernen. Abgesehen davon kann es ohne weiteres passieren (vor allem bei rasanten Abfahrten), dass Wegweiser übersehen werden - schon befindet man sich auf dem "Holzweg". Von daher ist die GPS-basierte Navigation auf der verwinkelten Strecke unverzichtbar. GPS-Tracks - aufgeteilt in Nord- und Südroute als auch 14 Einzeletappen sind auf den entsprechenden Detailseiten zum Download verfügbar. Einfach die GPX-Datei auf's Empfängergerät importieren, schon gestaltet sich das Streckenrouting in Verbindung mit der Beschilderung zum komfortablen Kinderspiel.

Trotz komfortabler Track-Navigation und nahezu lückenloser Beschilderung ist es ratsam Kartenmaterial (Wanderkarten-Maßstab) dabei zu haben. Zeigt das Navigerät „Off Course“ oder eine irreführende Wegweisung (Geländeeinschnitte reduzieren Satelitenkontakte) an ist gute Frage teuer. Macht der Akku des GPS-Geräts die Grätsche ist man froh, dank Landkarte nicht völlig orientierungslos in der Gegend umherzuirren. Funklöcher setzen einer Handy-Navigation Grenzen (besonders in beengten Taleinschnitten häufig der Fall). Wer sein Stresslevel verringern will, greift neben digitalen und elektronischen Helferleins zur guten alten Papierkarte, denn mit ihr droht zumindest keine Ausfallquote.

 Gut zu wissen: bereits vor Abreise kann man sich auf der TRANS BAYERWALD Website über temporäre Streckensperrungen, Umleitungen, (dauerhafte) Streckenverlegungen oder Behinderungen (z.B. Sturmschäden) aktuell informieren: zu den Hinweisen

Etappenplanung

In punkto Fahrtechnik ist bis auf wenige Abschnitte oder hakelige Schlüsselstellen die Strecke relativ einfach zu befahren, doch konditionell ist der Bayerwald-Transit aus härterem Holz geschnitzt. Von daher ist ggf. eine individuelle Etappen-Anpassung vorzunehmen. Am Anfang einer jeden Reise steht ein gut durchdachter Plan. Damit die Tour aber nicht zur Tortur oder gar zum Horrortrip ausartet, ist eine leistungsangemesse Streckeneinteilung das A & O. Die TRANS BAYERWALD ist für Mountainbiker ein echtes Dorado, doch bei allem Enthusiasmus der Vorfreude sollte in Anbetracht des Sägezahnprofils eine gesunde Selbsteinschätzung das Tages-Pensum bestimmen. Die "offizielle" Einteilung in 14 Tagesetappen orientiert sich am örtlichen Übernachtungsangebot und entspricht in etwa dem, was ein Biker mit durchschnittlichem Leistungsvermögen an 1 Tag bewältigen kann ohne auf der "Flucht" sein zu müssen.

Regenwetter (Gewitterschauer) können die Bodenverhältnisse und damit die Befahrbarkeit schlagartig verändern. Aufgeweichte Wald- und Wiesenböden verwandeln Wurzel- oder Schlammpassagen in glitischige Rutschpartien. Ist der Boden durchnässt und aufgeweicht, bremst erhöhter Rollwiderstand das Vorankommen merklich ein. Überdies ist erhöhter Kraftaufwand nötig, was in Summe den Zeitplan schon mal durcheinander wirbeln kann. Mehrtagesfahrten verlangen ein hohes Maß an Flexibilität, weswegen es voteilhaft ist einen Plan B im Kopf zu haben. Möchte man sich seines warmen Abendessen sicher sein, ist ein Anruf beim Zimmervermieter im Hinblick einer verspäteten Ankunft sicher nicht verkehrt. Ebenso nützlich ist es, sich am Etappenort über Wetteraussichten - idealerweise auch über den Streckenzustand (Gastgeber, Locals) - schlau zu machen, um sich darauf einzustellen und so auf Eventualitäten am nächsten Tag besser vorbereitet zu sein.

Leistungsorientierte Mountainbiker verfolgen gewöhnlicherweise andere Ziele als genussorientiere Tourenbiker, die die Natur lieber mit Muße genießen anstatt am Anschlag durch's Gehölz zu hetzen. 

Möchte man mehr Strecke (= mehr Höhenmeter) machen und beispielsweise eine Doppel-Etappe am Stück absolvieren, dann sollte das Unterfangen gut überlegt sein, ob die Dimension im "grünen" Bereich, d.h. im Einklang der persönlichen Leistungsfähigkeit liegt, zumal eine durchdachte Planung einen (Sicherheits-) Zeitpuffer für unvorhersehbare Vorkommnisse (Wetter, technische Defekte, Schwächephasen etc.) berücksichtigt.

Richtschnur für fitte Marathonbiker: 10 Etappentage (2 x 5 Tage), wenngleich das freie Zeitkontingent (Pausen etc.) schrumpft.  

Ein (nicht für jedermann nachahmenswertes) Extrembeispiel zeigt die Leistungsfähigkeit am oberen Rand der Skala auf: fünf ambitionierte Amateursportler - unter Federführung von Michael Stieglbauer (38, Stieglbauer Racing Team) - absolvierten die gesamte Südroute in 24 Stunden Fahrzeit. Gestartet wurde um 5.15 Uhr in Furth im Wald (5.07.2020), um vor Einbruch der Dunkelheit in Sankt Englmar anzukommen. Bereits um 16.00 Uhr trudelten die Hasardeute ein. Es war quasi "Halbzeit", denn der Flora und Fauna zuliebe wurde auf einen "Nightride" verzichtet. Am nächsten Tag ging es weiter nach Passau, wo die Cracks ihre superintensive "Trainingseinheit" beendeten und den Sack zumachten.

Ungeachtet der beiden Hauptroutenstränge gibt es 100 Kilometer thematischer Kurztouren (Schlaufenwege) sowie Querverbindungen, was variable Kombinationsmöglichkeiten eröffnet. Speziell die 27 km lange Quertraverse von Bischofsmais (Südroute) nach Rabenstein (Nordroute) eröffnet attraktive Alternativen.

E-Mountainbikes

Zweistellige Wachstumsraten der E-Bikes in den zurückliegenden Jahren schlagen sich mittlerweile im dominanten Erscheinungsbild nieder. Hierbei gilt zu beachten, dass der Akkuschub mangelndes Leistungsvermögen in einer Biker-Gruppe prima ausgleicht, doch nicht fahrtechnische Defizite. Mit Hilfe app-gesteuerter Leistungsentfaltung bzw. Fahrmodi-Einstellung kann jeder E-Biker seinen Belastungsgrad individuell steuern. Die TRANS BAYERWALD ist mit einem e-Moutainbike problemlos befahrbar (Geländeerfahrung vorausgesetzt). Im Hinblick verfügbarer Ladestationen ist es wichtig, seine Akku-Kapazität im Auge zu behalten und sich rechtzeitig um erreichbare Lademöglichkeiten zu kümmern. Ansonsten droht das Worse case szenario, wenn mitten in der Pampa die Ladezustandsanzeige auf Null geht. 

Für e-Biker ergibt sich im Vergleich zu "Bio-Bikern" natürlich eine andere Ausgangsvoraussetzung, da das körperliche Leistungsvermögen kein limitierender Faktor ist. Je nach Unterstützungsgrad, Akkukapazität, Außentemperatur, Gesamtgewicht, Höhenmeter, Fahrweise u.v.m. variiert die Reichweite. Wer längere Etappenstrecken plant, sollte einen Powercharger einpacken. Dieser erhöht zwar das Gepäckgewicht (bauartbedingt zwischen 0.5 - 1 kg) ermöglicht aber durch verkürzte Ladezeit (Fast Charger benötigen für 50 % ige Batterieladung nur gut eine Stunde) größere Tages-Reichweiten. 

Wer seine Leistungsreserven nicht mobilisieren braucht ist auf gutem Weg, Momente intensiv zu erleben und sich selbst nahe zu kommen. Zitat eines Bikers: "Mountainbiken gibt mir den Flow und das maximale Lebensgefühl, um nur im Hier und Jetzt zu sein - es reinigt meine Seele." Eine Art Mental-Hygiene, die im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf freibläst. Für konditionell schwächere Fahrer mit klassichem "Bio-Bike" ist die Gesamstrecke sicher eine Mammutaufgabe. Der Extremherausforderung wird mit einer maßgeschneiderten Streckeneinteilung - Anspruch und Leistungsvermögen werden ins Lot gebracht - der "Zahn" gezogen. Wer sich unsicher ist, sollte sich erst (leichtere) Teilstrecken zumuten. 

Ungeachtet dessen lässt sich die Gesamtstrecke in "leichtverdauliche" Etappen-Häppchen -  a la Jakobswegmanier - stückeln, was im übrigen durch Bahnanschlüsse wesentlich erleichtert wird. Damit werden ohne weiteres "One-Way-Trips" möglich, bei denen man die Hin- oder Rückreise komfortabel mit der Bahn antritt. Für Quereinsteiger bieten sich (ggf. unter Einbeziehung von Zubringerwegen) folgende Städte mit Bahnanschluß als Start- bzw. Endpunkte an:

  • Südroute: Cham, Regensburg, Straubing, Deggendorf  
  • Nordroute: Spiegelau, Bayerisch Eisenstein, Lam

 Ein Ruhetag verschafft Körper und Psyche eine regenerative Auszeit, was für frischen Energieschub sorgt. Ausgeruht und gestärkt nach dem Frühstück kann mit vollem Tatendrang die nächste Etappe in Angriff genommen werden. 

Eine Mehrtagestour will gut organisiert sein, zumal Corona- bedingt die Öffnung der Hotellerie/Gastronmie (touristische Zwecke) sowie Abstands-Regeln und Hygiene-Vorschriften zu beachten sind:

  • Unterkunfts-Reservierungen sollten vor Reiseantritt erfolgen (erst recht, wenn mehrere Personen als Gruppe starten)

  • Funktionsbekleidung ist Grundvoraussetzung für ein angenehmes Körperklima, wobei Merinowolle der perfekte Bikepacking-Begleiter ist, da sie die Körperwärme reguliert, geruchsneutral ist und Feuchtigkeit verlässlich nach außen transportiert 

  • Da es Essen und Trinken nicht an jeder Ecke gibt, ist die Mitnahme von Proviant unumgänglich (Energieriegel, Flüssigkeit). Gasthäuser, Biergärten, Hütten sind abschnittsweise rar gesäht, auch jeweilige Öffnungszeiten variieren. Weil Verpflegungsmöglichkeiten zum Teil weit auseinander liegen, ist jede Einzel-Etappe vor Fahrtantritt mit Bedacht zu planen

  • Weniger ist mehr! Leichtes Gepäck macht das Bike kletterfreudiger und agiler. Nach mehreren Tagen Bikepacking zerrt mitgeschleppter "Ballast" zunehmend unangenehmer an diversen Körperpartien. Der Rucksack belastet Schultern- Rücken- Gesäß und Sitzknochen, was über kurz oder lang zu Beschwerden führen kann. Faustregel: Maximalgewicht 8 kg.

Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit

Die Initiatoren charakterisieren die Trans Bayerwald als mehrtägige Reiseroute, deren Konzeption auf Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit fußt. Dementsprechend kamen keine künstlich befestigte Feinschotterbahnen in Betracht, sondern nutzte ausschließlich bereits vorhandene Wald- Wiesenpfade, Schotterwege und Naturtrails welche teils mit Wurzeln, Steinen, Furchen und kleineren Absätzen durchsetzt sind. Nebenstraßen dienen allenfalls als Verbindungselemente. Da sich erbrachte Leistung von Etappe zu Etappe aufkumuliert und je nach Regenerationsfähigkeit  Erschöpfungssyndrome i.V. mit körperlichen Beschwerden (Gesäß) tendenziell zunehmen, kommen einem Flachpassagen bzw. asphaltierte Straßenabschnitte ganz gelegen. Auf Asphalt mit geringem Rollwiderstand flüssig Strecke zu machen, ohne sich andauernd mühsam im unwegsamen Gelände durchbeißen zu müssen darüber freut man sich umso mehr je länger man im Sattel sitzt. Da werden kurze Straßenverbindungsabschnitte eher als willkommene Verschnaufpassage denn als nervtötend empfunden.

Der Umwelt zuliebe drängt sich schon die Frage auf warum man in die Ferne schweifen soll, wenn ein derart imposantes Bike-Areal quasi vor der Haustüre zu Füßen liegt? Klimaneutral in wildromantischer Natur hunderte Kilometer abspulen, dem Massentourismus aus dem Weg zu gehen, und kurze Anreisewege zu nutzen sind stichhaltige Argumente für den Urlaub "Dahoam".

Schützenswerte Natur 

Respektvoller Naturgenuss*

ein einfaches Rezept, auch für Anfänger geeignet

Zutaten:

2 TL Sorgfalt + 2 EL Ruhe + 100 g Verstand 1 Prise Zeit 

Man mische alle Zutaten mit viel Liebe zur Natur

Schon entwickeln sich Aromen von Waldlust, Gipfelglück und Lebensfreude

Die Mischung ruhen lassen. Man braucht weder Feuer noch seltene Pflanzen und Tiere

Zutaten wie Plastikflaschen, Taschentücher, Dosen, Zigarettenkippen oder Verpackungsreste machen die Natur ungenießbar

Unser Tipp: Respektvoller Naturgenuss entfaltet sich auf ausgeschilderten Wegen. Querfeldein geht der gute Geschmack verloren.

* Kann Spuren von Nüssen enthalten 

Quelle TVO/Trans Bayerwald

Verhaltenskodex

Ein Wort zum Verhältnis zwischen Natur- und Wegenutzer untereinander: sind Begegnungen von freundlicher Begrüßung, gegenseitigem Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme getragen, verschafft es eine konfliktfreie und harmonische Atmosphäre. Dazu gehört z.B., dass Fußgänger/Wanderer - insbesondere auf schmalen Wegen (Singletrails) - grundsätzlich Vorrang gegenüber Mountainbiker haben.

DIMB Trailrules - Wegeregeln

 RESPEKTVOLL AUF DEM WEG UND MIT DER NATUR

Bitte verhalten Sie sich umsichtig gegenüber anderen, schützen Sie die Tiere und Pflanzen. Ein harmonisches Nebeneinander von Wanderern, Mountainbikern, Landwirten, Förstern, Grundbesitzern, Jägern und vielen anderen ist uns ein besonderes Anliegen. Wir wünschen Ihnen einen genussvollen Aufenthalt in der Natur und eine schöne Zeit.

So sind Sie immer gut unterwegs auf dem Weg und in der Natur:

Informieren Sie sich vor Abfahrt über Ihr Ziel, die Anreise und die möglichen Parkplätze. Nutzen SiePark+Ride Möglichkeitenundöffentliche Verkehrsmittel, sofern es Ihnen möglich ist.

Respektieren Sie die Schutzzonen des Nationalparks, Vogelbrutgebiete oder geschützte Geotope. Unsere Nationalpark- und Naturparkranger setzen sich für den Schutz und die Pflege der Natur ein. Sie sind jederzeit Ihre Ansprechpartner und beantworten all Ihre Fragen rund um die Natur oder geben wertvolle Tipps und Hinweise.

Bleiben Sie bitte auf Pfaden und Wegen. Grund und Boden ist Eigentum Dritter. Gehen und fahren Sie nicht querfeldein und respektieren Sie lokale Wegsperrungen. Bei Waldarbeiten beispielsweise würden Sie sich ansonsten in Lebensgefahr begeben.

Schonen Sie Flora und Fauna. Pflücken Sie keine Pflanzen, sondern genießen Sie deren Anblick und halten Sie die Schönheit lieber auf einem Foto fest.

Abfall gehört zurück in den Rucksack. Bitte lassen Sie ihn nicht auf Pausenplätzen zurück. So finden auch andere Naturfreunde immer Rastplätze vor, auf denen man sich gerne aufhält.

Viele Tiere sind in der Dämmerung oder nachts aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Dann gehören Wald und Wiesen den Tieren. Vermeiden Sie deshalb das Befahren und Begehen von Wald und Wiesen zu diesen Zeiten.

Machen Sie kein offenes Feuer in der Natur. Auch liegengebliebene Glasflaschen können im Sommer einen Brand verursachen. Seien Sie Naturschützer und nehmen Sie Glas oder Glasscherben mit, die Sie finden.

Parken Sie nur auf offiziell ausgewiesenen Parkplätzen. Wildes Parken gefährdet andere Verkehrsteilnehmer und versperrt Rettungswege.

Sie sind mit Hund unterwegs. In freier Natur kann Ihr Hund plötzlich seinem Jagdinstinkt folgen und die Witterung von Wildtieren aufnehmen. Nehmen Sie Ihren Hund in freier Natur bitte immer an die Leine und lassen Sie die Hinterlassenschaften nicht liegen.

Mountainbiker und Radfahrer bitten wir, ihre Tour auf ausgewiesenen Radwegen oder speziellen Mountainbiketrails zu planen. Tragen Sie dazu bei, dass keine neuen Pfade durch Wälder und Wiesen geschnitten werden.

Erfreuen Sie sich an Wasservögeln und seltenen Tieren, die im ufernahen Gewässer ihre Rückzugsorte haben. Betreiben Sie Wassersport oder baden und schwimmen Sie bitte nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen.

Berücksichtigen Sie stets Ihre eigene Fitness und was Sie sich zutrauen können. Wetterumschwung, Nässe oder Kälte bedeuten einen erhöhten Kraftaufwand. In Notfällen ist die Bergwacht für Sie da. Den Bergretterinnen und Bergrettern ist es aber lieber, wenn Ihr Urlaub sicher und unfallfrei verläuft.

Ihr Tourismusverband Ostbayern e.V.

Steter Tropfen höhlt das Bein

Mit der TRANS BAYERWALD öffnet sich sprichwörtlich der Sesam in einer der ursprüngichsten Naturregionen Deutschlands, deren Dimension selbst manchen Alpencross glatt überflügelt. Sowohl die Nordroute entlang des Grenz- und Arberkamms als auch die Südvariante entlang des Donaukamms geizen nicht mit schweißtreibenden Anstiegen. Je länger man sich zum Etappenziel "vorarbeitet" desto mehr geht das ständige Auf und Ab an der Substanz. Wie heißt es so schön: steter Tropfen hölt das Bein. Wird das zermürbende Streckenprofil unterschätzt oder eine zu forsche Gangart an den Tag gelegt, dem könnte es womöglich den Stecker ziehen. 

Ellenlange Monsteranstiege wie in Alpinregionen üblich, bleiben Mountainbikern im Bayerischen Wald erspart. Da mag manch einem Hasadeur ein Stein vom Herzen fallen, wenngleich der Mittelgebirgscharakter trotzdem nicht zu unterschätzen ist. Es wäre ein fataler Trugschluss das Streckenprofil auf die leichte Schulter zu nehmen, weil das ständige Auf und Ab auf Dauer mürbe macht bis womöglich die Kraftreserven versiegt sind. Kondition, Sitzfleisch und Willensstärke sind zweifelsohne gefragt, zumal einem das mitgeführte Gepäck das Leben auch nicht gerade erleichtert. Je länger man den Rucksack auf dem Buckel trägt - immerhin erhöht er das Körpergewicht um mehr als 10% - desto mehr machen sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Nach einigen Tagen "Dauersitzen" ist wohl kaum einer mehr hunderprozent beschwerdefrei unterwegs, doch leichteres Gepäck zögert zumindest solche ungebetenen Begleiterscheinungen hinaus. Schmerzen Gesäß, Schulter- oder Nackenmuskulatur, dann verspricht der Wiegetritt wenigstens kurzzeitige Entlastung bzw. Linderung. Auf verwinkelten Passagen bzw. steilen Abfahrten (verlängerter Bremsweg) spürt man das Trägheitsmoments des Ballasts, weshalb man mehr behäbig denn agil umherzirkelt. Beim Mehrtages-Bikepacking entpuppt sich der Hintern meist als "Achillesverse". Werden die Beine schwer, zwickt und zwackt es hier und dort bzw. beginnt man mit sich selbst zu hadern dann schlittert man unaufhörlich in eine Seelenkrise. Dann ist Regeneration und Erholung angesagt - am besten 1 Tag pausieren.

Eine gleichmäßige, moderate Belastungsintensität ohne extreme Belastungsspitzen ist gerade auf Langstreckenfahrten der Schlüssel zum Erfolg. Wer am Rand der Erschöpfung ausgepowert die Kurbel schwingt, verliert nicht nur den Spaß an der Freud sondern vergäudet wertvolle Wahrnehmungskapazität. Eigentlich eine Ressourcen-Verschwendung bei der Naturjuwelen unbemerkt bleiben, weil Sinnesreize die sogenannte Bewusstseinsschwelle nicht mehr erreichen. Auch die Regenerationsfähigkeit spielt mitunter das Zünglein an der Waage (umso mehr wenn man sich komplett verausgabt hat). Wie effektiv sich der körperliche Wiederherstellungsprozess in der Ruhephase vollzogen hat merkt man daran, wie fit man am nächsten Tag auf der Matte steht. Also ruhig einen Gang runter schalten, zumal Achtsamkeit die Erlebnisqualität plus Fahrvergnügen steigert und sich nachhaltige Effekte auf Körper, Geist und Seele besser entfalten. Fahrspaß genießen und gleichsam die Kraftquelle der Natur anzapfen kommt der Physis und Psyche zugute.

2019 erfolgte auf dem Dreisessel-Gipfel beim »Tag des Sports« die offizielle Einweihung der Skulptur "Der Bezwinger", die als Fotopoint der TRANS BAYERWALD (Etappe 3, Nordroute) vis a vis des Berggasthofs Dreisessel auf einem Felsabsatz trohnt. Die hölzerne Skulptur stammt von einer 40 Meter hohe Fichte, die ein Herbststurm im Jahre 2015 auf dem Dreisessel zu Fall brachte. Seit Jahren gilt die Holzskulptur als Symbol und Sinnbild des "Tags des Sports" in Neureichenau, an dem jedes Jahr über 700 Starter (Mountainbiker, Läufer) teilnehmen. 

Holla, die Waldfee...

Fahrspaß, Begeisterung und Glückszustände sind quasi die emotionale "Payback-Karte" für vergossenen Schweiß und körperliche Verausgabung. Melancholie, Glück, Zufriedenheit und Schmerz sind Emotionen die zusammen gehören wie zwei Pole. Dort wo der Schmerz liegt, wohnt das Glück nicht weit entfernt. Ein Wechselbad der Gefühle, bei dem man sich zeitweise selbst sehr nahe kommt, zumal sauerstoffreiche Wälder, glasklare Seen, Vogelgewzwitscher, Windgeräusche und plätschernde Bäche wie eine meditative Seelenmassage auf Geist und Seele wirken. Deswegen ist der "Woid" für Erholungssuchende wie für Sportskanonen Kraftort und Spielwiese zugleich. Eine Naturtribühne, die Freizeitaktivisten Leistung abverlangt, andererseits aber auch viel zurück gibt.

Unlängst kam eine Studie zur Erkenntnis, dass nur eine Woche Bewegung im Wald die Entzündungsparameter im Blut signifikant absinken lassen, und der Körper vermehrt junge Immunzellen bildet. Auf der TRANS BAYERWALD betreibt man also gewissermaßen rezeptfreie Gesundheitsvorsorge. Heilsames "Waldbaden" - davon können Mountainbiker im Bayerischen Wald tatsächlich aus dem Vollen schöpfen.

Natürlich üben die Alpen einen großen Reiz auf Naturliebhaber aus, was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass der Bayerische Wald weinger interssant bzw. besuchenswert wäre. Ganz im Gegenteil. Es hat seinen guten Grund, warum die angesagte Mittelgebirgsregion so hoch in der Gunst von Touristen bzw. Bikeurlauber steht. Punkten kann der „Woid“ - wie die Einheimischen ihr heimatliches Kleinod liebevoll nennen - mit unvergleichlichen Attributen, die den Liebreiz und Charm dieser Region ausmachen. Besonders die Stille, Abgeschiedenheit und Ursprünglichkeit in einer waldreichen Naturkulisse ist es, die einem von Sorgen und Alltagshektik entkoppeln. Im Gegensatz zum Hochgebirge, wo stundenlange giftig steile Anstiege den Körper malträtieren und Sinnfragen das Gehirn zermartern, kommen Mountainbiker im Bayerischen Wald mit weniger Krauftaufwand zu mehrfachem Gipfelglück. Fazit: Die "Früchte" in Form grandioser Bergpanoramen baumeln weit weniger hoch.

Trans Bayerwald-Tasse: Preis: 8,99 € inkl. MwSt. (versandkostenfrei)! Edelstahlbecher mit Karabiner-Henkel. Cool zu befestigen an Hose, Rucksack oder sonst wo. Fassungsvermögen: 200 ml, Gravur: Trans Bayerwald. Kreative Geschenkidee! Bestellbar im Shop.

 Die TRANS BAYERWALD verbindet renommierte MTB-Hot-Spots miteinander, die sich mit vorzüglichem Terrain für Trail-Liebhaber als Urlaubsdestination erster Wahl empfehlen. Im Einzugsbereich sowohl der Nord- als auch Südroute befindet sich eine Vielzahl an (Enduro-) Trails im Schwierigkeitsgradbereich von S1 - S3, die in aller Regel jedoch nicht ausgeschildert sind. Ortskundige Trail-Scouts (Locals) bieten sich als Guides an, um ihre heimatlichen Trailrosinen zum besten zu geben. Die »Radkarte Bayerischer Wald« mit 27 Rundtourentipps, »Bayernnetz für Radler« Fernradwege sowie die TRANS BAYERWALD vermittelt einen guten Überblick. 

Publikationen - Presseberichte - Informationsmaterial

Reportage BAYERWALD - MTB Abenteuer Bayerischer (World of MTB)          

Reportage »Auf der TRANS BAYERWALD durch Ostbayern«  (Mittelbayerische Zeitung)

Bike-Booklet (TVO)

Einkaufsmöglichkeiten entlang der Wegstrecke (TVO)

Merkblatt »Höhenmeterabweichung«

Starterpaket

Das kostenlose Starterpaket für die Trans Bayerwald beinhaltet ein Reisetagebuch inkl. Stempelkarte, ein Etappenbooklet sowie Infolisten mit Partnerunterkünften, Radservicestationen, Einkehrmöglichkeiten uvm. Es kann kostenlos beim TV Ostbayern bestellt werden.

Kommunale Initiatoren

Tourismusverband Ostbayern e.V.
Im Gewerbepark D 02/D 04
93059 Regensburg

Telefon +49 941 585 39 - 0

info@ostbayern-tourismus.de
www.ostbayern-tourismus.de

info@trans-bayerwald.de
TRANS BAYERWALD

Tourismusreferat im Landratsamt Straubing-Bogen
Leutnerstraße 15
94315 Straubing 

Telefon: +49  (0) 94 21 / 973 - 127
Telefax: +49  (0) 94 21 / 973 - 177

tourismus@landkreis-straubing-bogen.de
https://www.bayerischer-wald.me/de/

Tourist-Information Passauer Land
Domplatz 11
94032 Passau

Telefon: +49 (0) 851 / 397 - 600
Telefax: +49 (0) 851 / 397 - 488

tourismus@landkreis-passau.de
www.passauer-land.de

ARBERLAND REGio GmbH
Amtsgerichtstraße 6 - 8
94209 Regen

Tel. 09921 - 960 541 - 10

tourismus@arberland-regio.de
www.arberland-bayerischer-wald.de

Landratsamt Deggendorf
Herrenstraße 18
94469 Deggendorf

Tel. +49 (0)991 / 3100 - 237
Fax +49 (0)991 / 3100 - 41 - 237

tourismus@lra-deg.bayern.de
www.deggendorfer-land.de

Nationalpark-FerienLand Bayerischer Wald
Schlosssteig 1
94078 Freyung

Tel. +49 (0)8551/57-114
Fax +49 (0)8551/57-193

service@nationalpark-ferienland.de
www.nationalpark-ferienland-bayerischer-wald.de

Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Landratsamt Cham
Rachelstr. 6

93413 Cham

Telefon: +49 (0) 9971 / 78 - 430
Telefax: +49 (0) 9971 / 78 - 433

tourist@bayerischer-wald.org
www.bayerischer-wald.org