• Fight together against bad weather
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  • Top Beschilderung - Qualitätsmerkmal des WOIDMAN
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  • WOIDMAN - Ready to Rumble
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  • WOIDMAN - Save the date: 18. April 2021
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  • Strahlemann & Söhne - Megafreude bei den WOIDKIDS
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  • Streckensprecher Christian Riesinger mit lucky "Woidmen"
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  • Aussichtsturm Ochsenstiegl - "Good Morning-Anstieg"
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  • Schönwetter-WOIDMAN 2017
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  • Wildromantische Felsenlandschaft im Dreiburgenland
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  • WOIDMAN 2018
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  • WOIDMAN 2020
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  • Woidman 2020 - Final Countdown
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  • Thanks for help
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  • Warm Up der besonderen Art
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  • So schauen Sieger aus - Regenschlacht 2018
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  • Woidman 2020 - Nasskalte Action auf tückischem Untergrund
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Inhaltsverzeichnis

9. WOIDMAN 18. April 2021

Der 8. WOIDMAN in Thurmansbang im Landkreis Freyung-Grafenau ist Geschichte. Wie gewohnt, ging das vom RSC Tittling professionell organisierte MTB-Rennen (10./11. Oktober) reibungslos über die Bühne. Von der Covid-19-Problematik bzw. nasskalten Herbstwetter ließen sich die wenigsten abschrecken, denn insgesamt 380 Hartgesottene standen sozusagen auf der Matte.

Ungeachtet des eiskalten Regenwetters traten bereits am Samstag beim WOIDKIDS 80 Youngsters - motiviert bis in die Haarspitzen - beherzt in die Pedale. Die Hochstimmung bei der abschließenden Siegerehrung war unübersehbar, denn jeder Nachwuchsbiker bekam bei Überreichung der Medaille und der Urkunde funkelnde Augen.

Nachdem der WOIDMAN 2019 ausfiel (Windbruch) und 2020 coronabedingt auf den Herbst verschoben wurde, fiel nach über 2 Jahren Wartezeit am Sonntag punkt 9.00 Uhr endlich der Startschuß zum 8. WOIDMAN. Nun galt es für die Protagonisten, das Leistungspotential abzurufen und sich ambitioniert mit Mitstreitern zu challengen. Beim Blick auf das gezackte Höhenprofil dürfte freilich jedem klar gewesen sein, dass die kraftraubende Streckencharakteristik mit zunehmender Renndauer ihren Tribut einfordern würde. Zudem machte es der tückische Untergrund mit nassem Laub, glitschigen Wurzeln, tiefen Schlammrinnen, losem Schotter - dazu noch Eiseskälte - nicht einfacher. Gleichwohl erreichten 287 Damen und Herren - abgesehen von paar harmlosen Schürfwunden - wohlbehalten das Ziel. Ein Zeichen, das für gute Performance und Besonnenheit der Fahrer sprach, zumal die Ausfallquote trotz prekärer Begleitumstände gerade mal bei 4.33% lag.

Zapfige 4 Grad in der Früh - da kam das spezielle "Warm-Up" am offenen Feuer gerade recht. Die Höchsttemperatur sollte an diesem Tag auf mickrige 7 Grad klettern, nur um nachmittags wegen eines abrupten Wetterumschwungs mit Regen und Graupelschauer auf 2 Grad zu fallen.  

Final Countdown - hochmotivierte Athleten wenige Minuten vor dem Startschuss. Die schnelle Riege der Lizenzfahrer positioniert sich in der Aufstellung vorne in Startblock A.

Nach dem Startschuss wurde nicht lange gefackelt, sofort nahm das Battle seinen Lauf.

Die perfekte Organisation der Veranstaltung hat sich längst herum gesprochen, was unter Teilnehmern auch hoch geschätzt wird. Ein wesentlicher Pluspunkt ist z.B. die auffallend große Beschilderung, die einem buchstäblich ins Auge springt. Einfach Klasse, denn Richtungspfeile, Vorwegsweiser (absolut hilfreich bei rasanten Abfahrten), Streckengabelungschilder, violett gefärbte Warnhinweise sowie aufgehängte Flatterbänder ließen trotz Wettkampfstress keinerlei Orientierungsprobleme aufkommen. Im Abzweige-Wirrwarr fraglos eine Riesenhilfe, da man sich über den verwinkelten Streckenverlauf während der Race-Duelle keinen Kopf zu machen brauchte. Anstatt hierfür auf Kosten der Sicherheit sinnlos kognitive Ressourcen zu vergeuden, konnte man den Fokus im Full-Speed-Modus voll und ganz der Strecke bzw. Bodenbeschaffenheit widmen - sprich sich ohne Ablenkung rein auf's Fahren konzentrieren. Dass ein vorbildliches Beschilderungskonzept keine Selbstverständlichkeit ist, bemerkt man spätestens dann, wenn man sich wegen suboptimaler Ausschilderung bei anderen Bike-Events urplötzlich auf dem "Holzweg" befindet.

Streckencharakteristik

Das neue Streckenlayout war vom permanenten Wechselspiel meist flowiger (Trail-) Abfahrten, schweißtreibender Anstiege und kurzen knackigen Rampen gekennzeichnet. Längere Flachpassagen wie z.B. die Umrundung des Dreiburgensees blieben hingegen die Ausnahme. Dank Streckenscout Marco Moosbauer (Hauptorganisator) und Rudi Helmö wurden die besten Trailrosinen aufgeboten die das Dreiburgenland im Bayerischen Wald zu bieten hat. Ein Einheimischer beschrieb es trefflich: "mir ham Trails zum Sau fuadern", was sich aber zum Leidwesen der Teilnehmer genauso über die Vielzahl der Anstiege sagen lässt. Der Offroadanteil belief sich schätzungsweise auf 95 %, doch die ausgeklügelte Streckenführung ließ dafür so gut wie keinen Berg oder Hügel aus.

Bild oben: stimmungsvolle Herbstlandschaft im Bayerischen Wald

Da die Marathonstrecke im Vgl. zu früheren Austragungen um 11 km auf 88 km verlängert wurde und sich nunmehr 2.850 Höhenmeter (ein Plus von 250 "Bonus-Höhenmeter" gegenüber 2018) auftürmten, entpuppte sich die Langdistanz - selbst für topfitte Elitefahrer - zum echten Härtetest. Infolgedessen traf die Ansage von Streckensprecher Christian Riesinger "wir werden wir euch wieder die letzten Körner rauben" voll ins Schwarze. Sarkastisch gesprochen: "Laktat-Junkies", deren DNA machochistische Selbstzermürbungszüge trägt kamen beim WOIDMAN ohne Umschweife auf ihre Kosten. Je länger das Rennen dauerte, umso mehr pushte das haifischartige Sägezahnprofil das Quälniveau bis zur unerträglichen Schmerzgrenze. Sieht man mal von taktischen Geplänkel wie Tempoverschärfungen ab, zermürbte die Streckenführung physisch wie mental auch deshalb, weil ständige Up's and Down's es unheimlich schwierig machten seinen Rhythmus zu finden. Überdies erforderten die naturbelassenen Wege und Trails, kreuz und quer durch den Wald über Stock und Stein auf feucht-nassem Boden angepasste Brems- und Lenkmanöver, auch wenn sich die flowigen Waldpfade meist recht flüssig fahren ließen. Von kniffligen Schlüssel- oder Tragepassagen bzw. exponierten Gefahrenstellen blieb man hingegen verschont. 

Auch wenn vorausgegegangene Niederschläge den Untergrund aufweichten, so bot der Boden dennoch überraschend guten Grip. Nur die Schlußankömmlinge der Marathonstrecke wurden von einem plötzlichen Wetterumschwung - sprich Temperatursturz im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Starkregen/Graupelschauer verwandelte den Untergrund - das Thermometer sank auf 2 Grad Celsius - ruckzuck in heikle Rutschbahnen.

Die Unterstellmöglichkeit bei Platzregen kam mehr als gelegen. Dass der Wettkampf nicht „ohne“ war, sah man den dreckbespritzten aber lächelnden Gesichtern der Athleten im Ziel unschwer an. "Wie der Herr so's Gescherr", denn den fangobepackten Mountainbikes sah man bisweilen nicht mal mehr ihre Herstellermarke an. Für Zuschauer (auch wenn sie coronabedingt nur vereinzelt die Streckenränder säumten) war es schlichtweg nicht vorstellbar, welch waghalsige Husarenritte - mit oder ohne "Botanikküsse" - die Teilnehmer hinter sich hatten. 

Großer Dank des Ausrichters gebührt neben den ehrenamtlichen Helfern auch Bürgermeister Martin Behringer und der Gemeinde Thurmansbang, sowie den Feuerwehren, Bergwacht sowie dem BRK. Bis auf die Wundversorgung harmloser Sturzblessuren hatten die Rettungskräfte an diesem Tag zum Glück nicht viel zu tun. 

Das hochklassig besetzte Starterfeld, welches z.T. aus lizenzierten Elitefahrern besteht macht es Hobbybikern nahezu unmöglich, sich auf vordere Ränge zu platzieren. In Relation betrachtet genießt daher jedes Ergebnis - unabhängig vom Ranking - generell einen hohen Stellenwert. Das hohe Leistungslevel hängt beim WOIDMAN auch damit zusammen, weil er sowohl zur neunteiligen Cup-Serie <MOUNTAINBIKE-CHALLENGE> als auch zum siebenteiligen <BAYERWALD MTB CUP) zählt. Cup-Teilnehmer die beim WOIDMAN starten bekommen nach einem bestimmten Punktesystem bzw. Wertungsmodus Punkte gutgeschrieben.

Bild oben: vollbepackter Helfer zum "Streckeneinsatz"

Freundlich gestimmte Helfer in coronakonformen Outfit versorgten die ausgemergelten Sportler an den Verpflegungsstationen mit nötigem Energienachschub. 

Results

Die prestigeträchtigen Titel "WOIDMAN" (88 km) bzw. "WOIDGIRL" (55 km) gingen dieses Mal nicht an "Lokal-Heroes" sondern an Mitstreiter aus Oberbayern.

Die schnellste Frau im Feld - und damit WOIDGIRL Siegerin - war Dr. Gloria Hänsel aus München (peakpassion) mit einer Bombenzeit von 3:01:41 Stunden. Die favorisierte Dame hat in ihrer Palmares immerhin einen Zweiten Platz der Mountainbike Challenge-Rennserie (2019) vorzuweisen.  Das Damen-Podium komplettierte Daniela Höfler (Veloclub Ratisbona) und Karoline Neumüller (Team DNA Eindruck Sarleinsbach).

Nicht minder souverän behauptete sich bei den Männern Jakob Hartmann (German Technology Racing) aus Rosenheim, der über weite Strecken sich als Solist seinen Weg bahnte und auf den Zweitplatzierten, Michael Gassner vom RSV Moosburg bzw. Drittenplatzierten Philipp Bertsch (Sportivo St. Englmar) knapp fünf Minuten Vorsprung über die Ziellinie rettete. Der Titelverteidiger aus dem Jahr 2018 - Daniel Gathof - schrammte als Vierter denkbar knapp am Podium vorbei.

Somit durfte sich Jakob Hartmann als Sieger verdientermaßen die WOIDMAN - Krone aufsetzen.    

Insgesamt wurden 2666 Euro Preisgeld ausgeschüttet. 

WOIDKIDS

  • Schüler U5 m: 1. Toni Steinbacher (Traunstein) 1:06 Minuten; 2. Luca Sonndorfer (RSC Tittling) 1:07
  • Schüler U7 w: 1. Anna Riesinger (Tittling) 2:09; 2. Linda Helm (Freising) 2:14; 4. Anna Höpfl (RSC Waldkirchen) 2:23; m: 1. Philipp Imhof (Bad Griesbach) 2:15; 2. Maximilian Stockinger (Tittling) 2:25; 3. Jakob Friedberger (Waldkirchen) 2:36
  • Schüler U9 w: 1. Hanah Angermeier (Tittling) 9:02; 2. Johanna Steinbacher (Traunstein) 9:13; 3. Antonia Rott (SC Jochenstein) 10.17; m: 1. Liam Helm (Freising) 7:36; 2. Luis Hänsel 7:38; 3. Paul Festl (Sandharlanden) 7:39
  • Schüler U11 w: 1. Leni Sattler (Töging) 17:41; m: 1. Emil Helm (Freising) 14:23; 2. Maximilian Karl (15:58; 3. Jonah Weber (Bad Griesbach) 16:35
  • Schüler U13 w: 1. Beatrix Attelmann (Hachinger Tal) 22.26; 2. Franziska Weishäupl (Waldkirchen) 30.52; m: 1. Fabian Url (RC Ilztal) 21:15; 2. Emilian Hirsch (Jochenstein) 21:37
  • Schüler U15 w: 1. Magdalena Kurz (Waldkirchen) 29:54; m: 1. Luis Festl (Sandharlanden) 28:11; 3. Paul Schichl (Waldkirchen) 28.41

WOIDMAN

33 Kilometer

  • Jugend U17 w: 1. Leonie Altenstrasser (Waldkirchen) 2:01:52 Stunden; 2. Maria Weiss (Neuötting) 2:31:27; m: 1. Nils Schmidt (Wildpoldsried) 1:52:59; 2. Jonas Schwarz (Jochenstein) 2:01:11; 3. Moritz Nigl (Waldkirchen) 2:03:44
  • Herren: 1. Daniel Eichmair 1:32:43; 2. Andreas Schrödl 1:41:01; 3. Michel Venus (St. Englmar) 1:41:52; 4. Marco Göttl (Deggendorf) 1:45:0
  • Damen: 1. Birgit Lugmayr 2:12:44; 2. Christl Bielmeier 2.16:32

55 Kilometer

  • U19 m: 1. Tobias Markl (Nittenau) 2:39:30; 2. Lukas Hirsch (Jochenstein) 2:40:57; 3. Barabas Szemere (RSV Passau) 3:09:42
  • Herren: 1. Benedikt Diepold (Kelheim) 2:33:03; 2. Oliver Mattheis (Kempten) 2:38:05; 3. Jakob Reiter (Österreich) 2:39:03
  • Masters 1: 1. Oswald Ehrmann 2.54:24
  • Masters 2: 1. Lutz Hänsel 3:03:16
  • Masters 3: 1. Franz Prager (Tittling) 3:20:40; 2. Felix Molthof (Deggendorf) 3:36:07
  • Damen: 1. Daniela Höfler (Regensburg) 3:10.22; 2. Karoline Neumüller (Sarleinsbach) 3:11:06; 3. Michaela Barz-Herolf (RSV Passau) 3:13:34; 4. Theresa Gassner (Sieglbauer Racingteam) 3:23:04
  • Damen Master: 1. Gloria Hänsel 3:01:41; 2. Doris Tabeling (München) 3:32:30; 3. Dörte Meyer-Schrott (Waldkirchen) 3:32:41

88 Kilometer

  • Herren: 1. Jakob Hartmann (Rosenheim) 4:04:07; 2. Michael Gassner (Hersbruck) 4:08.57; 3. Philipp Bertsch (St. Englmar) 4:10:22; 6. Michael Stieglbauer (Stieglbauer Racingteam) 4:12:56; 8. Lars Herold (Gesundheitspark Dreiländereck) 4:21:19; 9. Martin Schätzl (RSV Passau) 4:21:31
  • Masters 1: 1. Stefan Schubert (Kempten) 4:34:13
  • Masters 2: Reini Woisetschläger 4:26:03
  • Masters 3: 1. Peter Ebersteiner 6:13:57

Fazit

Größten Respekt verdienen alle Teilnehmer, die unter widrigen Umständen zähes Durchhaltevermögen bewiesen und Top-Leistungen ablieferten. Dass sich alle an die Corona-Vorschriften hielten, legt nicht nur den Grundstein für den Erfolg der Veranstaltung sondern lässt auch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Dem RSC Tittling als Ausrichter des WOIDMAN gebührt Anerkennung dafür, ein tadelloses Event auf die Beine gestellt zu haben sowie trotz der Corona-Pandemie und erforlderlichen Hygienekonzepts den Mut aufzubringen, die Veranstaltung trotzdem zielstrebig durchzuziehen.

Das enthusiastische Feedback stellt dem WOIDMAN ein prima Zeugnis aus. Kommentar eines Teilnehmers: „Top Veranstaltung, top Strecken, top Organisation – kann man jedem weiterempfehlen“. Damit ist alles gesagt. Lobpreisungen die dazu anspornen dürften, mit Power ein weiteres Mal ein Top Sportereignis zu organisieren - sofern das Wetter oder Covid-19 nicht ein weiteres Mal dazwischen funken.

Der WOIDMAN gibt eine prestigeträchtige Visitenkarte ab, die auch weit über die Landkreisgrenze hinaus Beachtung findet. Dieser Umstand ist umso wichtiger als dass das Dreiburgenland touristisch betrachtet eher als Geheimtipp denn Tourismushochburg gilt. Gerade in Zeiten des Mountainbike-Booms besitzt das flowige Trail- und Wegenetz - eingebettet in sanfter Mittelgebirgslandschaft - enorme Anziehungskraft. Selbst e-biker und Tourenfahrer, die fahrtechnisch weniger gefordert werden möchten, finden jede Menge Entfaltungspotential. So quert beispielsweise die TRANS BAYERWALD (Etappe 6 Bischofsmais - Eging am See) über den 1011 m hohen Brotjacklriegel diese waldreiche Gegend.

 Campiermöglichkeit in Start-/Zielnähe. Für Wobi-Fahrer gibt es in Thurmansbang zehn Stellplätze mit Frischwasserversorgung und Entsorgungsanlage. Im ca. 8 km entfernten Eging am See sind mehrere Campingplätze. Für Jugendgruppen befindet sich im Nachbarort die "Saldenburg" eine Jugendherberge - Auskünfte unter Saldenburg. Direkt im Zielgelände befindet sich ein Bike-Waschplatz mit mehreren Wasserschläuchen. Duschen befinden sich in der nahe gelegenen Schule. 

Corona - respektive der Lockdown - hat die ehrgeizige Saisonplanung von vielen Wettkampfsportlern gründlich durcheinander gewirbelt. Für "Laktat-Junkies" zweifellos eine harte Zeit, denn zähneknirschend war der machochistishe Selbstzermürbungstrieb auf Eis gelegt. Umso spannender wird es beim WOIDMAN, wie sich die Elite- und Hobbyfahrer in der wettkampffreien Saison schlagen werden. Schlussendlich leidet die Motivation unter fehlender Rennpraxis nicht unerheblich.

Gesetzt den Fall, COVID-19 macht keinen Strich durch die Rechnung, darf man sich am 11. Oktober im farbenprächtigen Bayerischen Wald sprichwörtlich die Kante geben. Zwar unter strengen Auflagen (Hygienekonzept/Abstandsregeln) - aber immerhin. Allein die Aussicht, endlich wieder seinem inneren Schweinehund die Stirn bieten zu können dürfte im Dunstkreis ambitionierter Racer gehörig die Vorfreude anheizen.

Die abwechslungsreichen Wald- und Wiesenpfade - garniert mit wurzligen Trailpassagen haben es in sich. Vor allem das Sägezahnprofil sorgt für maximales Quälniveau. Nicht umsonst verspricht Streckensprecher Christian Riesinger: "wir werden wir euch wieder die letzten Körner rauben". Wer sich also die WOIDMAN-Krone aufsetzen darf hat Ehre und Preisgeld mehr als verdient.

Die Teilnahme mit e-Bikes ist im übrigen aufgrund geringer Nachfrage aktuell nicht erlaubt was sich angesichts des E-Bike-Booms und neuer Rennformate schon bald ändern könnte.

Zudem ist der WOIDMAN Auftaktveranstaltung des Rennserie des »Bayerwald MTB CUP« welcher vom Bayerischen Radsportverband des Bezirks Niederbayern zum 20. Mal für alle Nachwuchsklassen (U7 bis U19), Herren, Damen und Senioren veranstaltet wird. 

Das ausgearbeitete Hygienekonzept wurde vom Gesundheitsamt abgesegnet --> Onlineanmeldung bis zum 1.10. Achtung: es gibt dieses Jahr keine Nachmeldemöglichkeit! 

Für alle Leistungsklassen wird ein Preisgeld von 2666 € ausgeschüttet, wovon der gekürte WOIDMAN 350 € und das gekürte WOIDGIRL 250 € erhalten.

Startzeiten

88 km => 9.00 Uhr

55 km => 10.00 Uhr 

33 km => 11.00 Uhr 

Schirmherr: Bürgermeister Martin Behringer (Thurmansbang)

Die abwechslungsreichen Wald- und Wiesenpfade sowie pfeilschnelle Trailpassagen - garniert im ständigen Up and Down - haben es in sich. Hinauf zum Aussichtsturm am Ochsenstiegl (Foto unten), weiter zum Loderberg und im Saldenburger Wald braucht es auf den ständigen Anstiegen eine gute Portion Kraftausdauer. 

Da der WOIDMAN sowohl zur »Mountainbike Challenge Serie« als auch zur Rennserie des Radsport Bezirks Niederbayern dem »20. Bayerwald-Sparkassen-Cup« zählt, reisen mittlerweile Teilnehmer aus ganz Bayern an. 

Drei schwierigkeitsabgestufte Strecken sprechen ein breites Leistungsspektrum an. Die Streckenteilungen sind übersichtlich ausgeschildert (für die Marathon-Wertung ist ein Mindest Ø von 11km/h vorgegeben). 

  Nach dem WOIDMAN ist vor dem WOIDMAN. Aufgrund der verspäteten Ausrichtung beträgt die Zeitspanne zum 9. WOIDMAN am 18. APRIL 2021 nur ein halbes Jahr.

Die »Mountainbike-Challenge« beinhaltet 2020 neun Veranstaltungen in 3 Ländern, wobei auf Bayern 4 Events in Bayern (Allgäu, Oberfranken, Niederbayern) entfallen. Die beliebte Rennserie beginnt in Thurmansbang, während das Finale in Kempten über die Bühne geht wo die »Mountainbike-Challenge« Gesamtsieger 2020 gekührt werden. 

Mit mehr als 10.000 Teilnehmern zählt die »Mountainbike-Challenge« zu den beliebtesten Mountainbike-Rennserien im deutschsprachigen Raum. Jahr um Jahr legt die Challenge-Fan-Gemeinde zahlenmäßig kräftig zu. Dabei geht es beileibe nicht nur um Top-Platzierungen, sondern für die meisten Teilnehmer genießt trotz aller Renncharakter der Spaß und das Naturerlebnis einen beachtlichen Stellenwert. Von den insgesamt elf Veranstaltungen finden fünf Termine in Deutschland - 

Flowige Trails, endorphinanreichernde Brachialabfahrten, Höhenmeter ohne Ende, traumhafte Alpen- und Mittelgebirgspanoramen, coole Side-Events, hochkarätiger Mountainbikesport: so lässt sich die »Mountainbike-Challenge« auf den Punkt bringen. Sich an den schönsten Flecken der MTB-Hot-Spots auf Teufel komm raus auspowern und sich mit Topathleten wie Markus Kaufmann, Birgitt Hühnlein, Matthias Leisling - oder einfach unter Seinesgleichen mit "Otto-Normal-Bikern" ein fetziges Race liefern – Bikerherz, was willst du mehr?

Das Motto des Klassikers in Kirchberg: „Steil, steiler, Kitzalp“ sagt eigentlich alles aus - dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen. 

Übrigens steigt in Bad Goisern zum 23. Mal das legendäre Bikefestival der Superlative nach dem Motto "It´s Trophy-Time". Im Salzkammergut findet das längste Rennen der Challenge überhaupt statt: sage und schreibe 211 Kilometer lang - gewürzt mit ultimativen 7100 Höhenmeter. Wer's packt ist ein wahrer Held! 

»Mountainbike-Challenge« 2021 in Kürze

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