• Ehrengaben für Podiumskandiaten
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  • Streckensprecher Christian Riesinger interviewt einen Schweizer Teilnehmer
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  • Begrüßungsworte von Bürgermeister und Schirmherr Martin Behringer
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  • Dank an die Polizei und Freiwilligen Feuerwehr für die Streckensicherung und Verkehrslenkung
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  • WOIDMAN 2021
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  • WOIDKIDS
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  • Trailrun-Premiere 2021
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  • WOIDKIDS
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  • Top Beschilderung - Qualitätsmerkmal des WOIDMAN
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  • Dreiburgenland im LandkreiS Freyung-Grafenau
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  • Dreiburgenland im Landkreis Freyung-Grafenau
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  • Strahlemann & Söhne - Megafreude bei den WOIDKIDS
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  • Aussichtsturm Ochsenstiegl
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  • Schönwetter-WOIDMAN 2017
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  • Woidman 2020 - Final Countdown
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  • Besonderer Dank gilt den Rettungseinsatzkräften
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  • So schauen Sieger aus - Regenschlacht 2018
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  • Woidman 2020 - Nasskalte Schlammaction bei klirrender Kälte von 2 Grad Celsius
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WOIDMAN

Jubiläumsveranstaltung - 10. WOIDMAN - 28./29. Mai 2022 ABGESAGT!

Der WOIDMAN BIKE & RUN 2022 wurde aus organisatorischen und genehmigungstechnischen Gründen abgesagt!

Startgelände

Das Start- Zielgelände befindet sich in Thurmansbang (494 m ü. NHN) vor der Schule im Ortszentrum. Streckensprecher und Mitorganisator Christian Riesinger hält dort die Zuschauer mit aktuellen Infos am Laufenden. Sowohl bei den Startaufstellungen als auch bei den Zieleinläufen herrscht immer prickelnde Rennatmosphäre. 

Der WOIDMAN bietet im ersten Saisondrittel den ultimativen Formcheck der aufzeigt, wo der Bartl seinen Most holt bzw. wer wen sprichwörtlich aus den Latschen fährt. Beim verbissenen Fight um Podiumsplatzierungen oder persönliche Bestleistungen geht es nicht nur um die Ehre, sondern ebenso um einen üppig gefüllten Preisgeldtopf. Beim letztjährigen WOIDMAN wurde an das elitäre Siegerklientel der Mountainbiker und Läufer ein Preisgeld von immerhin 2600 Euro ausgeschüttet. Trotz miserabler Wetterprognose standen in Thurmansbang (Lkr. Freyung-Grafenau) im südlichen Bayerischen Wald rund 350 Mountainbiker und 150 Läufer auf der Matte.

Am 28./29. Mai 2022 ist es wieder soweit. Dann ruft der 10. WOIDMAN Mountainbike-Cracks aus Nah und Fern wieder ins Dreiburgenland. Mountainbiker wie Trailrunner finden an beiden Veranstaltungstagen jeweils drei leistungsabgestufte Strecken vor. Wieviel Höhenmeter das Mittelgebirge des Bayerwalds rund um den Ochsenstiegel, Loderberg und der sagenumwobenen Diebsteinhöhle mit teils giftigen Anstiegen hergibt, zeigt ein Blick auf die Streckendaten. Während die Kurzdistanz (33 km) 1.100 Höhenmeter aufweist, kredenzt die Mittelstrecke (55 km) 1.700 Höhenmeter bzw. die Marathondistanz gar knapp 2.700 Höhenmeter. Man braucht erst gar nicht eine Alpenregion anzusteuern, denn Quälspaß und Batteln auf höchstem Niveau gibt's auch hierzulande beim WOIDMAN im Bayerischen Wald. Sobald sich die drahtigen Protagonisten in Startposition begeben, ist Schluß mit lustig. Die Messer sind gewetzt und die "Waffen" gezückt. Gemeint ist Kraft, Ausdauer und Fahrtechnik, d.h. nach dem Startschuß wird Tacheles gesprochen. Ganz nach dem berühmten Schlachtruf von Michael Buffer - „Let’s get ready to rumble“ - nimmt die Hatz über Berg & Tal bzw. Stock & Stein ihren Lauf. In wessen Adern Race-Gene umher zirkulieren, der gibt sich auf dem holprigen Rundkurs nicht die Blöße sondern Vollgas die Kante.

Der WOIDMAN rollt den "roten Teppich" aus

KURZSTRECKE - JUST FOR FUN 

  • 33 Kilometer / 1.100 Höhenmeter
  • Waldweg 95%
  • Asphalt 5%
  • Zeitmessung Elektronisch
  • Finisher-Poins 1 - 110
  • Startgeld ab 33,-€
  • Nachanmeldung nicht möglich
  • Assistenzpunkte 2
  • Verpflegungsstellen 3
  • MTB Challenge Cup Punkte 8.500
  • Bayerwald-Cup Punkte U 17 m/w
  • Wertungsklassen U 17 m/w, Damen/Herren

MEDIUMSTRECKE - ALLES ANDERE ALS MITTELMÄSSIG

  • 55 Kilometer / 1.700 Höhenmeter 
  • Waldweg 95%
  • Asphalt 5%
  • Zeitmessung Elektronisch
  • Finisher-Poins 1 - 110
  • Startgeld ab 43,-€
  • Nachanmeldung nicht möglich
  • Assistenzpunkte 4
  • Verpflegungsstellen 4
  • MTB Challenge Cup Punkte 9.000
  • Bayerwald-Cup Punkte U 19 m/w, Damen
  • Wertungsklassen U19 m/w, Herren, Masters 1,2 und 3, Damen, Damen Masters
  • Titel WOIDMAN Champion 2022
  • Zeitlimit Ja (Schnitt bei 11 km/h)

MARATHONSTRECKE - DER KAMPF GEGEN DEN INNEREN SCHWEINEHUND

  • 88 Kilometer / 2.660 Höhenmeter 
  • Waldweg 95%
  • Asphalt 5%
  • Zeitmessung Elektronisch
  • Finisher-Poins 1 - 110
  • Startgeld ab 53,-€
  • Nachanmeldung nicht möglich
  • Assistenzpunkte 5
  • Verpflegungsstellen 4
  • MTB Challenge Cup Punkte 10.000
  • Bayerwald-Cup Punkte Herren
  • Wertungsklassen Herren, Masters 1, 2 und 3, Damen, Damen Masters
  • Titel WOIDMAN Champion 2022
  • Zeitlimit Ja (Schnitt bei 11 km/h)

Bild: Ochsenstiegl (622 m) mit 25 m hohem Aussichtsturm 

Startzeiten 

Marathon 88 km / 2.600 hm      =>  9.00 Uhr

Mitteldistanz 55 km / 1.800 hm => 10.30 Uhr 

Kurzdistanz 33 km / 1.000 hm   => 11.30 Uhr   

Schirmherr: Bürgermeister Martin Behringer (Thurmansbang)

Der innere Schweinehund

Keiner hat ihn je zu Gesicht bekommen, trotzdem kennt und fürchtet ihn jeder. Die Rede ist vom berühmt-berüchtigten inneren Schweinehund, der ausgerechnet immer dann auftaucht, wenn die Kräfte schwinden und die Leistungsfähigkeit in den Keller rauscht. Das Phantasiewesen steht quasi als Sinnbild für Willensschwäche, und schwingt sich vorzugsweise in Schwächephasen zum Erzfeind des ehrgeizigen Sportlers auf. Dass der rebellierende Widersacher augenscheinlich dann ins Bewusstsein dringt, wenn Schmerz & Qual unerträglich sind, löst die mentale Challenge eine innere Zerreißprobe aus. Hängt der sportliche Überlebenskampf im Kampf gegen die Uhr am seidenen Faden weil nahezu alle Körner verschossen sind, performt der innere Schweinehund zum beherrschenden Plagegeist. Steht die Entscheidung dann Spitz auf Knopf, braucht es eiserne Willenskraft, um beherzt mit Kampfgeist finale Kraftreserven zu mobilisieren und körperliche Schmerzen auszublenden. 

Das anspruchsvolle Streckenlayout des WOIDMAN bietet dem ungebetenen Gast jedenfalls reichlich Gelegenheit die Psyche zu zermartern. Umso mehr, wenn der Boden durchnässt ist und pfeilschnelle Abfahrten über glischtige Wurzeln bzw. durch Schlammlöcher zum Ritt auf der Rasierklinge mutieren. Dann gilt es, hoch konzentriert den Kampf mit dem inneren Schweinehund aufzunehmen. Wer von beiden am Ende als Sieger hervorgeht zeigt sich erst im Zielsprint. Doch wie heißt es so schön: der Ober sticht den Unter. Derjenige der sich mit mentaler Stärke unerschütterlich durchbeisst und unbeirrbar sein Ziel fokussiert, sticht den inneren Schweinehund sang und klanglos aus und stutzt ihn schwuppdiwupp zum braven Schoßhündchen zurecht. Letztlich ein hart erkämpfter Triumph, den man in erster Linie gegen sich selbst - aber auch gegenüber seiner Konkurrenten - errungen hat. Dementsprechend fliegen die ausgemergelten Hasadeure ihrem hormonellen Glücksrausch dem Zielbogen entgegen. 

Streckencharakteristik

Jedes Jahr erfährt das Streckenlayout diverse Änderungen. Trotz alledem bleiben die charakteristischen Kernmerkmale wie das permanente Wechselspiel flowiger (Trail-) Abfahrten, schweißtreibender Anstiege und kurzen knackigen Rampen samt Schiebepassagen immer dieselben. Mit halben Sachen gibt man sich nicht zufrieden, darauf ist definitiv Verlass. Längere Flachpassagen wie z.B. die Umrundung des Dreiburgensees sind die Ausnahme. Sogenannte "Weicheier" haben beim WOIDMAN also keinen leichten Stand. Dank hiesiger Streckenscouts werden jedesmal die besten Trailrosinen ausgegraben, die das Dreiburgenland im Bayerischen Wald zu bieten hat. Ein Einheimischer beschrieb es trefflich: "mir ham Trails zum Sau fuadern", was zum Leidwesen der Teilnehmer aber ebenso für die unzähligen Anstiege gilt. Der Offroadanteil liegt schätzungsweise bei 95 %. Die Streckenscouts lassen sich nicht lumpen, denn die ausgeklügelte Streckenführung spart so gut wie keinen Berg, Hügel aus. Der Slogan "WECKE DAS TIER IN DIR" sagt alles. 

Der abwechslungsreiche, flowige Streckenverlauf macht super Laune, die Orga ist perfekt und die Streckenhelfer ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Dass das Teilnehmerfeld hochklassig besetzt ist hat sich längst herum gesprochen. Speziell in der Königsdisziplin - der Marathondistanz - bekommt man es auf im Spitzenfeld mit top trainierten Kalibern zu tun, die z.T. auch internationale Wettbewerbe bestreiten. So gelang beispielsweise dem Vorjahressieger Jakob Hartmann aus Rosenheim ein unvorstellbarer Husarenritt, was bislang allen WOIDMAN-Titelträgern versagt blieb: er schaffte erstmals die erfolgreiche Titelverteidigung. Und das, obwohl er vom Vortag den ultraharten Nationalpark Bike-Marathon (Schweiz) mit 141 Kilometer und 4.000 Höhenmeter in den Beinen hatte (411 Starter → 7. Platz). Trotz feuchtnasser und mitunter glitschigem Untergrund brannte er in der Langdistanz (88 Kilometer / 2300 Höhenmeter) eine Fabelzeit von 4:02:29 Stunden in den Erdboden (Ø - Geschwindigkeit knapp 22 km/h). Angesichts des enormen Leistungsniveaus der Lizenzfahrer gibt's beim WOIDMAN für Hobbyisten zwar keinen Blumentopf zu gewinnen, doch den Spaß an der Freud schmälert es in keinster Weise. Wer sich in der Ergebnisliste weiter "unten" wieder findet fährt zumindest mit der unverblühmten Erkenntnis nach Hause, dass noch viel Luft noch nach oben ist.

Am Sonntag erfolgen punkt 9.00, 10.30 und 11.30 Uhr für die Lang- Mittel- und Kurzdistanz die Startschüsse. Das Renngeschehen spielt sich in einer Höhenlage zwischen 425 und 600 Metern ab, womit das dicht bewaldete Dreiburgenland im Landkreis Freyung-Grafenau ideale Offroadbedingungen bietet. Das zeigt sich schon daran, dass die Südroute der Trans Bayerwald den Nationalpark-Ferienland Bayerischer Wald bzw. das Dreiburgenland durchquert. Auch wenn die Höhenunterschiede auf den ersten Blick marginal erscheinen und gerade deswegen leichtfertig unterschätzt werden, so können die Athleten gemäß dem Motto "steter Tropfen hölt das Bein" sehr wohl ans Leistungslimit gehen. Selbst MTB-Cracks wie beispielweise die Siegerin der Mitteldistanz, Lea Kremsreiter aus Waldkirchen kann vom zermürbenden "Wadl-Burner" ein Lied singen. Gegenüber der "Heimatsport" sagte die frisch gekürte Bayerische Meisterin freudestrahlend, aber auch sichtlich gezeichnet: "Ich bin selten so ein hartes Rennen gefahren".

 WOIDMAN 2020

Rückblick 2021

Nachdem der WOIDMAN 2019 ausfiel (Windbruch) und 2020 sowie 2021 coronabedingt zweimal verschoben wurde, ging der 9. WOIDMAN am 28./29. August endlich über die Bühne. 

In den Rennen wurden nicht nur die Bayerischen Meister im MTB-Marathon ermittelt, sondern der RSC Tittling kürte dazu den frisch gebackenen "WOIDMAN" bzw. "WOIDGIRL". Überdies gab's tagszuvor erstmals einen Traillauf.

An die besten Mountainbiker und Läufer wurde ein Preisgeld von ingesamt 2600 Euro ausgeschüttet.

Während am Samstag den 28. August der WOIDKIDS (Kinderrennen) sowie erstmals ein Trailrun stattfand, wurden am Sonntag drei MTB-Rennen mit unterschiedlichen Distanzen/Höhenmeter ausgetragen. Die dicht bewaldete Region im Dreiburgenland bietet Mountainbikern auf verschwiegenen Wegen, Pfaden und sagenhaften Trails ein echtes Eldorado. Der RSC Tittling e. V. organisiert seit 2012 das inzwischen überregional bekannte MTB-Event sehr professionell, weswegen sich Thurmansbang an beiden Veranstaltungstagen in ein Mountainbike-Mekka für Amateur- und Hobby-Radsportler verwandelt. Da der WOIDMAN zugleich Teil des Sparkassen-Cups, der Mountainbike-Challenge sowie des Bayerwald- MTB Cups ist, lockt es vor allem leistungsstarke Lizenzfahrer an. Hervorzuheben ist die abwechslungsreiche - aber auch anspruchsvolle - Streckenführung durch das hügelige Terrain des Vorderen Bayerischen Waldes. Konditionell wie fahrtechnisch verlangt die Mittelgebirgsregion einiges von den Protagonisten ab. 

Besonderer Dank gilt der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr Thurmansbang für die Streckensicherung und Verkehrslenkung. Ebenso den Rettungs- und Hilfskräften ohne die eine Veranstaltung dieser Dimension nicht möglich wäre.

COVID-Regeln

  • Mindestabstand von 1.5 m ist während der gesamten Veranstaltung einzuhalten
  • Wo immer der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, besteht Maskenpflicht!
  • Bei der kontaktlosen Abholung der Startunterlagen müssen sie ihrer eigene Schutzmaske tragen

Rund 350 Mountainbiker ließen sich von der schlechten Wetterprognose nicht abschrecken, am WOIDMAN in Thurmansbang (Lkr. Freyung-Grafenau) im Bayerischen Wald teilzunehmen. Immerhin nahmen an beiden Veranstaltungstagen gut 500 Mountainbiker und Läufer an der weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Sportveranstaltung teil. 

Startgelände

Das verlagerte Start- Zielgelände befindet sich in Thurmansbang (494 m ü. NHN) vor der Schule im Ortszentrum. Streckensprecher und Mitorganisator Christian Riesinger hält dort die Zuschauer mit aktuellen Infos am Laufenden. Sowohl bei den Startaufstellungen als auch bei den Zieleinläufen kam prickelnde Rennatmosphäre auf. 

Praktischerweise befinden sich im Schulgebäude Duschen und Toiletten. Ein bekanntes Sprichwort besagt, wer zu langsam ist den bestraft das Leben. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, denn die meisten verschmutzten Fahrer mußten mit einer kalten Duschen Vorlieb nehmen. Die fangobepackten Racer nahmen's mit Humor und verbuchten die unangenehme Kaltwasserdusche als gesunde Abhärtung zur Stärkung des Immunsystems. 

Die größte Überraschung lieferte der "launische" Wettergott, denn nach zwei morastigen Schlammschlachten 2018 und 2020 ließ Petrus trotz der regnerisch-kühlen Sommerbilanz (niederschlagreichster Sommer seit zehn Jahren in Bayern) entgegen schlechter Wettervorhersagen zeitweise sogar Sonnenstrahlen durchblinzeln.

Trailrun & WOIDKIDS 

Der Renntag vor dem Marathon bietet dem Nachwuchs die Gelegenheit, sich auf einem separaten, beschilderten Rennkurs in den Altersklassen U5, U7, U9, U11 und U13 zu messen. Mehr als 50 Kinder starteten am Samstag beim "Woidman Kids" und drückten dem teils aufgeweichten Wald- und Wiesenboden ihren (Stollen-) Stempel auf. 

Bereits am Samstag hatte der RSC Tittling im Rahmen des "Woidman" erstmals einen spannenden Trailrun am Skihang von Thurmansbang durchgeführt. Mehr als 100 Läufer standen bei der Premiere am Start und bewältigten die 22 oder 35 Kilometer lange Waldroute bravorös. Das ständige Auf und Ab auf wurzeligen Trails ließ zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Selbst Top-Läufer waren gefordert. Die Strecke verlief via Aussichtsturm Ochsenstiegel, Loderberg nach Diebstein, wo die Teilnehmer von zahlreichen Fotografen in einem kurzen Felsentrail erwartet wurden.

Früh übt sich wer ein Champion werden will. Diesem Vorsatz folgten die WOIDKIDS in den Klassen U 5 bis U 13 und zeigten dementsprechend vollen Einsatz. Wenngleich es anstrengend war, hatte der Nachwuchs bei den Rennen sichtlich seinen Spaß.

Mit Schlammpassagen kamen die Kids bestens zurecht. Wo sonst dürfen Kinder mit Erlaubnis der Eltern in der Natur frisch frei fröhlich ihre (überschüssige) Energien los werden, ohne Rücksicht auf verschmutzte Kleidung nehmen zu müssen? 

Eltern hatten mit ihren Zöglingen nicht minder Spaß an der Freud.

WOIDMAN

Am Sonntag erfolgte um 9.00, 10.30 und 11.30 Uhr für die Lang- Mittel- und Kurzdistanz der Finalcountdown des WOIDMAN MTB Marathon. Das Renngeschehen spielt sich in einer Höhenlage zwischen 425 und 600 Metern ab, womit das dicht bewaldete Dreiburgenland im Landkreis Freyung-Grafenau ideale Offroadbedingungen bietet. Exkurs: die Südroute der Trans Bayerwald durchquert den Nationalpark-Ferienland Bayerischer Wald bzw. das Dreiburgenland. Auch wenn die Höhenunterschiede auf den ersten Blick marginal erscheinen und gerade deswegen manchmal leichtfertig unterschätzt werden, so können die Athleten auf drei leistungsabgestuften Strecken gemäß dem Motto "steter Tropfen hölt das Bein" sehr wohl ans Leistungslimit gehen und sich ordentlich die Kante geben. Selbst MTB-Cracks wie beispielweise die Siegerin der Mitteldistanz, Lea Kremsreiter aus Waldkirchen kann vom zermürbenden "Wadl-Burner" ein Lied singen. Gegenüber der "Heimatsport" sagte die frisch gebackene Bayerische Meisterin freudestrahlend, aber auch sichtlich gezeichnet: "Ich bin selten so ein hartes Rennen gefahren".

Der WOIDMAN genießt in der Community einen prestigeträchtigen Stellenwert, weswegen die Zahl der "Wiederholungtäter" hoch ist. Wer Race-Gene im Blut hat kann sich im Kampf gegen die Uhr unter Seinesgleichen mit vergleichbarer Performance messen. 

Das Streckenprofil ist anspruchsvoll - keine Frage. Um sich erfolgreich durchzubeissen fährt man nicht gegen die Strecke sondern arrangiert sich mit der speziellen Streckencharakteristik. Nur wem es gelingt, im Rhythmus am Rand der maximalen Leistungsfähigkeit gleichmäßig durchzuziehen - sprich die körperlichen Ressourcen über die Renndistanz verteilt clever einteilt - und dazu die rasanten Abfahrten gekonnt meistert, dem bleibt ein erfolreiches Finish beschieden. Deshalb ist man gut beraten seine Leistung gleichmäßig und ausdauernd, nicht maximal abzurufen, um ein leistungsminderndes Überpowern unter allen Umständen zu vermeiden.

Der abwechslungsreiche, flowige Streckenverlauf macht super Laune, die Orga ist perfekt und die Strecken- und Verpflegungspersonal ausgesprochen hilfsbereit und freundlich. Dass das Teilnehmerfeld hochklassig besetzt ist dürfte sich längst herum gesprochen haben. In der Königsklasse über 88 Kilometer und 2300 Höhenmetern gelang dem Vorjahressieger Jakob Hartmann aus Rosenheim ein siegreicher Husarenritt, was bislang allen WOIDMAN-Titelträgern versagt blieb: er schaffte die erfolgreiche Titelverteidigung. Und das, obwohl er vom Vortag den ultraharten Nationalpark Bike-Marathon (Schweiz) mit 141 Kilometer und 4.000 Höhenmeter in den Beinen hatte (411 Starter → 7. Platz). Angesichts der feuchtnassen und mitunter glitschigen Bodenverhältnisse brannte er in der Langdistanz (88 Kilometer / 2300 Höhenmeter) eine Fabelzeit von 4:02:29 Stunden in den Erdboden (Ø - Geschwindigkeit knapp 22 km/h). Angesichts des enormen Leistungsniveaus der Lizenzfahrer gibt's beim WOIDMAN für Hobbyisten zwar keinen Blumentopf zu gewinnen, doch den Spaß an der Freud schmälert es in keinster Weise.

Die kompakte Leistungsdichte rührt von daher, weil viele Lizenzfahrer - angereist aus ganz Bayern sowie darüber hinaus - sich verbissen um die Bayerischen Meistertitel batteln. Zudem werden die Rennen im Rahmen des Sparkassen-Cup, der Mountainbike-Challenge sowie des Bayerwald MTB Cup ausgetragen, was zusätzliche Leistungsanreize schafft. All dies ruft hochkarrätige Radmarathon-Asse auf den Plan, deren Leistungswerte schon fast an das Niveau von MTB-Profis heran reichen. Also nicht verzagen, wer sich in der Ergebnisliste weiter "unten" wieder findet. Es offenbahrt nur die unverblühmte Erkenntnis, wieviel Luft noch nach oben ist.

Gleich vom Start weg wird mit Karacho Richtung Aussichtsturm am Ochsenstiegl knapp 100 Höhenmeter rauf gebrettert, flott durchs Unterholz gejagd, steile Downhills hinab gezirkelt, über (Wurzel-) Pfade und Wege zum Loderberg getigert und weiter in den Saldenburger Wald geballert. Dabei wäre in der Anfangsphase dosiertes Tempo nicht verkehrt, denn wer überdreht und seine Körner verschießt büßt für seine übermotivierte Fahrweise hinten raus qualvoll. Wer Top-Ten-Platzierungen anpeilt, lässt Verpflegungsstellen entweder links liegen oder füllt eiligst nur seine Trinkflasche auf und schnappt sich in der einen Energiehappen, der anschließend in Schnappatmung hinabgewürgt wird. Dass da keine Muße für Naturschönheiten bleibt versteht sich von selbst. Der Fokus richtet sich allein auf den verwinkelten Streckenverlauf bzw. dessen Ideallinie, was besonders für knifflige Abfahrten wichtig ist. Geringste Konzentrationsmängel können in der Botanik unvermittelt sogenannte "Airtime" verschaffen. Apropos Stürze: bis auf einige harmlose Schürfwunden und ein Krankenhaustransport (ambulante Behandlung) blieben die Rettungskräfte "arbeitslos". 

Der Routenverlauf lässt sich trefflich mit einem Wort beschreiben: brutalschön, oder wie man unter Freunden im Szenenjargon zu sagen pflegt: megageil. "Schön" im Sinne des flowigen Streckenverlaufs in unberührter Naturkulisse, "brutal" im Sinne nicht enden wollender Anstiege, fieser Rampen und mühsamer Schiebepassagen. Die beinharte Challenge lässt in Schnappatmung jedenfalls nicht den Hauch einer Langeweile aufkommen.

Ein dickes Lob verdienen die Streckenmarkierer: die großen, roten Richtungspfeile (rund 500 Schilder wurden platziert) waren von weitem sichtbar. Zudem vermittelten rotweiße Absperrbänder und auffällig orange Klebebänder zu jeder Zeit die beruhigende Rückmeldung, sich auf der richtigen Route zu befinden.

Ebenso ein Lob an den Streckenplaner, der jedesmal ein derart verwinkeltes Streckengeflecht aus dem Hut zaubert, dass einem bei der Hatz durch die Botanik schon fast schwindelig wird. Kein Hang oder Abhang wird im engen Radius ausgelassen verbunden mit der Konsequenz, dass sich so gut wie keine Verschnaufpause bietet - von der Seeumrundung mal abgesehen. Das stetige Auf und Ab auf Wald- und Wiesenwegen sowie wurzelige Trailpassagen vom Feinsten erfordern im Highspeed-Modus satte (Watt-) Power sowie brilliante Fahrtechnik mit feinem Fingerspitzengefühl. Je nach Belastungsintensität und Wettkampfdauer saugt das hügelige Streckenprofil zunehmend letzte Kraftreserven aus dem Tank bzw. den Beinen, bis es im Worse-Case-Fall manchem den Stecker zieht. 

Dass die Psyche entsprechend des knackigen Streckenprofils im Gleichklang eine Achterbahnfahrt mit Ups & Downs widerfährt gehört zur Normalität eines Mountainbike-Rennens. 

WOIDGIRL & WOIDMAN

Jeweils die schnellste Dame der 55 km Strecke sowie der schnellste Mann der 88 km Strecke bekommen für 1 Jahr den Titel »WOIDGIRL« bzw. »WOIDMAN« verliehen.

Bild: Lea Kremsreiter und Jakob Hartmann

Bild: WOIDMAN & WOIDGIRL vereint auf dem Siegerpodest. Das "Woidgirl 2021" - die 22 jährige Lokalmatadorin Lea Kremsreiter aus Waldkirchen (sie ist auch frisch gekürte Bayerische Vizemeisterin ihrer Altersklasse im Cross Country) - verwies Michaela Barz-Herold aus Neureichenau und Luisa Beck aus Kelheim auf die weiteren Podestplätze. Sie ist - wie Jakob Hartmann aus Rosenheim - neue Bayerische Meisterin. Denselben Titel errang auch Leonie Altenstraßer (RSC Waldkirchen) in der Wertungskategorie U17.

Nachdem von rund 350 Gemeldeten 199 erfolgreich finishten beträgt die Ausfallquote 43%: 

  • 33 Kilometer (53 Finisher)
  • 55 Kilometer (86 Finisher)
  • 88 Kilometer (60 Finisher)

Bayerische Meister 2021 (MTB-Marathon)

  • U15 w/m: Filomena Klug (Ghost Junior Team)und Nico Weixler (Lindenberg)
  • U17 w/m: Leonie Altenstraßer (RSC Waldkirchen) und Nils Schmidt (Wildpoldsried)
  • U19 m: Moritz Rossner (Nürnberg)
  • Frauen: Lea Kremsreiter (Wiesenbach/Waldkirchen)
  • Herren: Jakob Hartmann (Rosenheim)
  • Masters: Thomas Keßler (Ski&Bike Deggendorf)

Bayerische Meister 2021 (MTB-Marathon)

  • U15 w/m: Filomena Klug (Ghost Junior Team)und Nico Weixler (Lindenberg)
  • U17 w/m: Leonie Altenstraßer (RSC Waldkirchen) und Nils Schmidt (Wildpoldsried)
  • U19 m: Moritz Rossner (Nürnberg)
  • Frauen: Lea Kremsreiter (Wiesenbach/Waldkirchen)
  • Herren: Jakob Hartmann (Rosenheim)
  • Masters: Thomas Keßler (Ski&Bike Deggendorf)

PREISGELDER 

STRECKENLÄNGE LANG | 88 KM

MÄNNER

Platz 400,-€

Platz 250,-€

Platz 100,-€

Platz 75,-€

Platz 50,-€

STRECKENLÄNGE MITTEL | 55 KM

KLASSE U17 W/M

Platz 100,-€

Platz 50,-€

Platz 35,-€

FRAUEN

Platz 300€

Platz 150,-€

Platz 100,-€

STRECKENLÄNGE KURZ

33 KM

KLASSE U17 W/M

Platz 70,-€

Platz 40,-€

Platz 25,-€

WOIDMAN - KIDS

KLASSE U13 W/M

Platz 40,-€

Platz 30,-€

Platz 20,-€

KLASSE U15 W/M

Platz 50,-€

Platz 35,-€

Platz 25,-€ 

HALL OF FAME

FRAUEN

2021 KREMSREITER LEA

2020 DR. MED. HÄNSEL GLORIA

2018 WÖRZ PAULINA

2017 BARZ-HEROLD MICHAELA

2016 HESS EVA-MARI

2015 FRANKE MAILIN

2014 PUTZ LENA

2013 FISCHL TINA

2012 PUTZ LENA

MÄNNER

2021 HARTMANN JAKOB

2020 HARTMANN JAKOB

2018 GATHOF DANIEL

2017 GÖTZENBERGER TOBIAS

2016 SCHROTTENBAUM ANDREAS

2015 SCHROTTENBAUM ANDREAS

2014 MALÝ LUKÁŠ

2013 MALÝ LUKÁŠ

2012 SIX TOBIAS

Fazit

Nicht nur die Sportler waren mit dem faszinierenden wie gleichsam anspruchsvollen Streckenlayout samt Drumherum zufrieden, sondern die Macher vom RSC Tittling selbst zogen ebenso ein positives Fazit. Dass Stürze relativ glimpflich abgingen freute alle Beteiligten. Demzufolge sah man am Wochenende in Thurmansbang viele glückliche Gesichter. Trotz des hammerharten Rennens und körperlichen Verausgabung - ob mit oder ohne Sturzblessuren - strahlten die Ankömmlinge bei der Zieleinfahrt um die Wette. Happy Faces - wohin man schaute. Im Ziel herrschte sowohl beim Bürgermeister und Schirmherr Martin Behringer als auch dem Helferteam, Feuerwehrleute, Polizisten, Berwachtler und Sanitäter beste Stimmung. 

Es lohnt sich auf alle Fälle das beliebte Race-Event im Bayerwald 2023 auf die Bucket List zu setzen.

»22. Bayerwald MTB Cup« - Rennserie des Radsport Bezirk Niederbayern

2022 veranstaltet der Bezirk Niederbayern des Bayerischen Radsportverbandes bereits zum 22. Mal eine MTB- Rennserie für alle Nachwuchsklassen (U7 bis U19) sowie Erwachsenenklassen.

Insgesamt sechs Rennen in der olympischen Disziplin Cross Country, ein Bergsprint, ein Slalom sowie ein Marathon erwarten die Cup Teilnehmer. Überdies stehen für die Jugend zusätzlich zwei Technikbewerbe und sowie ein CC Rennen (statt Marathon) auf dem Programm.

Die Streckenlängen variieren zwischen 450 m (Slalom) und 88 Kilometer (Marathon), was in jedem Fall gute Kondition und motorisches Geschick erfordert. Den Gewinnern winken bei jedem Rennen Preise und Urkunden.

Termine 2022

23./24.04. RSC KaroliRADo Waldkirchen; 23.4. Technik (Bayernliga); 24.4. CC (Bayernliga) http://rscwaldkirchen.de/

08.05. Nová Pec CC, (Šumavský Pohár) http://www.jcp-mtb.cz/

28./29.05. WOIDMAN, Thurmansbang; 28.5. CC (bis U 13); 29.5. XCM (ab U15) http://www.woidman.de/

12.06. Horni Planá CC, (Šumavský Pohár) http://www.jcp-mtb.cz/

16.07. Tag des Sports - Neureichenau Bergsprint ab U17 https://www.tag-des-sports.eu/

31.07. Haibacher Radklassiker - Österreich CC http://www.radsport-ploeckinger.at/

10./11.09. 3. Stoakartmoasta/rin - 5. CC Rennen Bad Griesbach; 10.9. Slalom U13-U17m/w, 11.9. CC (Bayernliga; Šumavský Pohár) http://www.rsv-bad-griesbach.de 

25.09.22 IlztalKINI, Hutthurm CC + Technik http://www.radclub-ilztal.de/

09.10.22 St. Englmar Gesamtsiegerehrung

https://www.bayerwald-mtb-cup.de

»Mountainbike-Challenge« Termine 2022

Dieses Jahr erwartet die Racer neun Top-Marathon-Events. Auch die Saisonkarte liegt wieder auf. Dazu erhalten Saisonkartenfahrer abermals ein tolles Goodie von Owayo. 

Der Termin für Pfronten hat sich aufgrund lokaler Umstände auf den 23. Juli verschoben! 

08.05. Angerberg (AUT)  

29.05. Thurmansbang (GER)  

04.06. Glurns (ITA)  

25.06. Kirchberg (AUT) 

25.06. Trieb (GER)  

16.07. Bad Goisern (AUT)  

23.07. Pfronten (GER) 

30.07. Schruns (AUT)  

06.08.2021 Ischgl (AUT)

http://www.mountainbike-challenge.de

Veranstalter              

RSC Tittling e.V. 
Eichenfeld 29                                                              
RSC Tittling e.V.                                                               

94104 Tittling

Telefon: 08504 - 957 00 11 

Telefax: 08051 96 555 - 45

info@woidman.de
www.woidman.de

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