• UCI MTB World Cup
    © Armin M. Küstenbrück (Albstadt, XCO)
  • Nino Schurter (CH)
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  • Jolanda Neff (CH)
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  • 12. Waldmünchner Radrundfahrt - 10. Juli 2022
    © Dreiländerbike
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Nichts ist beständiger als der Wandel, was für das Leben im Allgemeinen aber auch den Sport im Besonderen gilt. Aktuelles Beispiel: aus dem zum Jahresende aufgelösten »Jura-Mountainbike-Cup« gingen in der Oberpfalz und Niederbayern zwei Rennserien unter neuem Namen hervor. Eine erfreuliche Entwicklung, da das regionale Veranstaltungsangebot das gestiegene (Breitensport-) Bedürfnis bedient. Soviel steht fest: Mountainbiken boomt. Längst hat sich die naturnahe Freizeitaktivität zum beliebten Breitensport gemausert. Nach einer Umfrage des IfD Allensbach im Jahr 2021 fahren 16,03 Millionen Deutsche in der Freizeit Mountainbike, wovon 3,82 Millionen dies sogar regelmäßig tun. Getreu dem Grundsatz, dass die Zeit niemals nie stehen bleibt, dürfen sich Hobby- und Lizenzfahrer sowie Fans, die die Hasardeure am Streckenrand lauthals anfeuern auf den »TRUE RIDERS CUP« und der »MTB-Serie Oberpfalz« freuen.

»TRUE RIDERS CUP«

Der niederbayerische Landkreis Kelheim hat eine neue Rennserie ins Leben gerufen, die unter der Bezeichnung TRUE RIDERS CUP 2022 erstmals an den Start geht. Die Veranstalter rekrutieren sich aus dem Zusammenschluss der vier MTB-Vereine Team Babo Abensberg, SG Painten, RSC Kelheim und FSV Sandharlanden. Getreu dem Motto "vier Rennen - drei unterschiedliche Formate" wurde eine Offroad-Serie auf die Beine gestellt, deren vielseitiger Rennmodus weniger spezialisierte Fähigkeiten als vielmehr Allroundqualitäten anspricht. Konkret geht es darum, dass die Racer sich neben den klassischen Cross Country Contests in Painten und Abensberg, auch beim Eliminator Sprint in Sandharlanden sowie beim King of Kelheim im Dual-Slalom Rennen um die Plätze duellieren.

Keine Frage, der Mountainbikesport boomt. Allerdings ist vor allem für Neueinsteiger die Hemmschwelle an einem MTB-Rennen teilzunehmen erfahrungsgemäß sehr groß. Durch die vielseitige Ausrichtung soll die Scheu an einer Rennteilnahme so niederschwellig wie möglich gehalten werden, denn schlußendlich soll die Challenge auch Spaß bereiten. Als treibende Kraft hinter dem neuen Cup bezieht Manfred Blümel (Sandharlanden) Stellung: „Uns liegt der Mounatinbike-Sport und da insbesondere die Nachwuchsförderung am Herzen. Dafür wollen wir 2022 einmalige MTB-Rennen mit grandioser Stimmung organisieren“. Auch Ludwig Döhl, verantwortlicher für das King of Kelheim Rennen schlägt in dieselbe Kerbe: „Außerdem war es uns wichtig, die ganze Mounatinbike-Comunity vom Cross Country Racer bis zum Enduro Fahrer in einer Rennserie zu vereinen“.

Nachdem das »Stoabruchrace Sandharlanden« Geschichte ist bekam das Race im Stil eines "Eliminators" auf neuer Strecke ein vollkommen geändertes Wettbewerbsformat verpasst. Während CC-Rennen knallharte Wettkampfhärte am quälenden Leistungslimit abfordern, kommt es beim Eliminator Rennen mehr auf die Schnellkraft, Reaktionsfähigkeit und Renntaktik an. Organisator Manfred Blümel zum Racemodus: „Vier Fahrer starten, zwei scheiden aus, zwei kommen eine Runde weiter“. Der Eliminator wird auf einem 900 Meter langen Hindernis-Parcours rund um das Sportgelände des FSV Sandharlanden durchgeführt, bei dem geschaufelte Mulden, Hügel, Anlieger und geschichtete Paletten trickreich zu meistern sind. Auch beim Dual-Slalom Rennen - in Anlehnung im Stil eines Ski-Parallelslaloms - steht weniger die Kondition als vielmehr die fahrtechnische Geschicklichkeit im Vordergrund.  

TRUE RIDERS CUP Termine

01.05.2022 – Obi Cup Abensberg (Cross Country Rundstrecke)

29.05.2022 – Rygol Cup Painten (Cross Country Rundstrecke)

17.09.2022 – King of Kelheim (Dual – Slalom)

24.09.2022 – Stoabruch Race Sandharlanden (Eliminator – Sprint)

01.10.2022 – Gesamtsiegerehrung im Naturfreundehaus Kelheim 

Altersklassen des Regionalcups 2022

  • Kinder U7 männlich/weiblich
  • Kinder U9 männlich/weiblich
  • Schüler/Schülerinnen U11 männlich/weiblich
  • Schüler/Schülerinnen U13 männlich/weiblich
  • Schüler/Schülerinnen U15 männlich/weiblich
  • Jugend/weibl. Jugend U17 männlich/weiblich
  • Junioren U19 männlich/weiblich
  • Elite Männer
  • Elite Frauen
  • Masters männlich

Zur Website

MTB-Serie Oberpfalz

Auch in der Oberpfalz laufen Planungen auf Hochtouren, um einen attraktiven MTB-Cup auf die Beine zu stellen. So wird das Biketeam Regensburg (Veranstalter der Welt-Kultur-Tour Regensburg) mit dem »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup« vor den Toren Regensburgs ein MTB-Rennen organisieren.

26.06.2022 »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup«

Im August geplant: Altenstadt (Hobbyfahrer, nur Kinder U 11 - U 15) 

→ Weitere Termine folgen

Lizenzrennen

30.07. Altenstadt (Bayerische Meisterschaft / Bayernliga) - fahrtechnisch sehr anspruchsvoll (ausschließlich nur für Lizenzfahrer zugelassen)

Rückblick

2021 geht die Rennserie in ihre siebte Saison, wobei das vergangene Jahr aufgrund der pandemiebedingten Veranstaltungsabsagen weitgehend abzuhaken ist. Die Cross-Country-Rennen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. So nehmen durchschnittlich über 200 Starter pro Rennen teil, womit sich die regionale Rennserie in der Oberpfalz und Niederbayern zum Bindeglid zwischen den örtlichen Vereinen und der Bayernliga entwickelt hat. Im Sinne der Nachwuchsförderung erhalten gerade junge Fahrer - die ansonsten spärlich vorhandene Gelegenheit - sich mit Gleichaltrigen auf dem Racetrack mit Spaß an der Freud zu batteln. Immerhin entfallen fast 70 Prozent der Teilnehmer auf die Altersklassen unterhalb der U17. 

Bild: Früh übt sich, was später ein Bike-Heroe werden möchte

Die Anziehungskraft regionaler MTB-Rennen liegt in spannenden Wettkämpfen für Jung und Alt, toller Race-Atmosphäre, Wertungskategorien (Altersklassen, Elite- und Hobbyfahrer), günstigen Startgebühren, kurzer Anreisewege sowie den ausgeschütteten Sach- und Geldpreise.

Auch 2020 erfährt die Rennserie mit dem »SitLog Cup« in Altenstadt und dem »Stoabruchrace« in Sandharlanden durch den Bayernliga-Status eine prestigeträchtige Aufwertung. Überdies wird beim Bohrturm Cup in Windischeschenbach die Ostbayerische Meisterschaft ausgetragen.

In den einzelnen Wertungsklassen winken Sachpreise, Podiumskandidaten erhalten zudem Preisgelder. Die professionelle Organisation, abwechslungsreiche Rundkurse mit fahrtechnischen Schmankerl sowie die faszinierende Stimmung wird von Teilnehmern wie Zuschauern wertgeschätzt. Dies spricht sich in der Szene herum, weshalb zunehmend auch Teilnehmer aus ferneren Regionen anreisen, um sich mit Kontrahenden ein spannendes Race zu liefern. Das hochkarrätige Leistungsniveau der Elitefahrer wie auch die Liga der ambitionierten Hobbybiker, Kids und Jugendliche lassen bombig spannende Rennen erwarten.

Die Belastungsintensität ist bei Cross-Country-Rennen - bedingt durch ihre relativ kurzen Zeitdauer - extrem hoch. 

Altersklassen - Renndauer

  • U7             <   5min
  • U9                  5min
  • U11                8 min
  • U13              20 min
  • U15              30 min
  • U17              45 min
  • U19 /Damen  60 min
  • Herren Elite / Masters 60 - 75 min

Jura-MTB-Cup 2020

Auftakt am 26. April bildet wie gewohnt der »Rygol Cup« in Painten (Landkreis Kelheim). Eine Woche darauf folgt am 1. Mai der »Obi Cup Abensberg« (Landkreis Kelheim). Der »SitLog Cup Altenstadt« gibt sich am 24. Mai mit Bayernliga-Status die Ehre (Landkreis Neustadt an der Waldnaab).  

Der vierte Lauf trägt den Namen »Zweiradcenter Stadler MTB-Cup«. Ausrichter ist das Biketeam Regensburg (Veranstalter der WeltKultTour). Am 28. Juni findet die Race-Premiere auf dem Keilberg (Stadtbezirk Regensburg) nahe des Funkturms statt.

Wertungskategorien

  • U 7 m/w    0.860 km / 6 hm
  • U 9 m/w    1.560 /   14 hm
  • U 11 m/w  2.870 /  40 hm
  • U 13 m/w  4.940 /  89 hm
  • U 19 m    19.040 / 404 hm
  • U 17 m    14.280 / 303 hm
  • Elite w     19.040 / 404 hm
  • U 17 w    14.280 / 303 hm
  • U 15 m/w   9.520 / 202 hm
  • Funklasse   9.520 / 202 hm
  • Elite m      23.800 / 505 hm
  • Masters m 23.800 / 505 hm

»Bohrturm Cup Windischeschenbach«

Am 12. Juli ist der »Bohrturm Cup Windischeschenbach« (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) in der nördlichen Oberpfalz Cup-Gastgeber.

Die drittletzte Cup-Veranstaltung geht mit einem 3 Stunden Rennen am 5. September wie gehabt in Neukirchen (Landkreis Amberg-Sulzbach) über die Bühne. 

Der zweite Newcomer im Bunde ist der »King of Kelheim«, der am 12. September den »Jura-MTB-Cup« mit spannenden Dual Slalom - Rennen bereichert.

Beim finalen »Stoabruchrace« in Sandharlanden (Landkreis Kelheim) werden am 27. September standesgemäß die Gesamtsieger des Jura-MTB-Cup's ermittelt (Bayernliga). 

Beim »Stoabruchrace« in Sandharlanden (Landkreis Kelheim) werden am 27. September standesgemäß die Gesamtsieger des Jura-MTB-Cup's ermittelt (Bayernliga). Das »Stoabruchrace« markiert somit den Endspurt beim Finale des »Jura-Mountainbike-Cup« in Sandharlanden (27. September), das wie letztes Jahr  Bayernliga-Status hat. Eine Aufwertung, die naturgemäß neben der lokalen Bike-Athleten auch Top-Fahrer aus dem gesamten Bundesland Bayern in den niederbayerischen Ort nahe Abensberg anziehen wird. Es lag an Manfred Blümel, Organisationschef vom Bike-Team des FSV Sandharlanden dessen Ziel es war bayerische Spitzenathleten nach Sandharlanden zu locken. Aus Rücksicht gegenüber den Grundstücksbesitzern und Jagdpächtern wird die Race-Strecke erst am Vortag ausgeschildert.

Der Rundkurs des Stoabruchrace in Sandharlanden verfügt außer einer Schlüsselpassage durch einen Bombentrichter ansonsten keine besonderen fahrtechnischen Herausforderungen. Doch die gesamte Distanz gefahren am Leistungslimit schlaucht - je Runde 100 hm - ganz gewaltig. Nach den Rennen werden die Lauf- und Gesamtsieger in den einzelnen Wertungskategorien des »Jura-MTB-Cup« 2020 bei der anschließenden Siegerehrung gekürt.

 Background

Im Schnitt nehmen je Rennen mehr als 200 Starter teil, wobei der Jura-MTB-Cup als wichtiges Bindeglid zwischen den örtlichen Vereinen und der Bayernliga fungiert. So bietet die Regionalrennserie sowohl für Biker aus der Umgebung, aber auch Elitefahrern aus Nah und Fern sowie Einsteigern die mal prickelnde Race-Luft schnuppern wollen eine ideale Plattform ihr Hobby beherzt mit Spaß und Leidenschaft auszuleben. Zur wichtigsten Aufgabe des Jura-MTB-Cups zählt jedoch die Nachwuchsförderung. Solche "Förderangebote" bietet angehenden Racern die rahr gesäte Möglichkeit, unter Wettkampfdruck konditionelle und fahrtechnische Skills weiter zu entwickeln bzw. diese zu perfektionieren. Mangelt es solcher sportlichen Gelegenheiten dünnt es das Nachwuchpotential aus, was sich letzten Endes auf den Mountainbike-Sport - der ohnhin nur eine Nischenfunktion besetzt - negativ auswirkt.

Immerhin entfallen vom gesamten Teilnehmerfeld fast 70 Prozent auf die Altersklassen unterhalb der U17-Kategorie, weshalb 2019 mit Einführung der U 7 Altersklasse das Angebot für die jüngsten Knirpse ausgeweitet wurde. Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des ehrenamtlichen Engagements spiegelt sich u.a. darin wider, wenn es ehrgeizigen Fahrern gelingt sich im harten Ausleseprozess durchzusetzen und in den höherklassigen Bayernkader aufsteigen. 

Die größte Herausforderung der Initatoren liegt zum einen im aufwendigen Genehmigungsverfahren für die Strecken, zum anderen in der Finanzierung des kostspieligen Aufwands. So knabbert die elektronische Zeitmessung, nötiges Equipment, Preisgelder, Sachpreise, Verpflegung usw. am begrenzten Budget einer jeden Veranstaltung. Leider ist die Sponsorensuche zu allem Ungemach in den letzten Jahren nicht einfacher geworden. Dabei würde ein Hauptsponsor (Namenssponsor) spürbare Abhilfe für die klammen Vereinskassen bringen und die ehrenamtliche Vereinsarbeit bzw. die Organisation des Jura-MTB-Cup um ein Vielfaches vereinfachen, zumal das Startgeld von Seiten des BDR (Bund Deutscher Radfahrer) gedeckelt ist (Erwachsene unter 20 Euro, Kinder und Jugendliche deutlich weniger als zehn Euro). Zudem hat der Veranstalter zur Förderung des Radsports im Bezirk in den Elite- und Seniorenklassen 2 Euro Startgebühr an den Bezirk Oberpfalz abzuführen.

Rückblende 

Das dritte Stoabruchrace in Sandharlanden ist Geschichte. Statt wolkenbruchartige Regenfälle, Morast, glitschige Wurzeln und rutschige Trailabfahrten wie 2016, bot der Finallauf bissigen Grip, Sonnenschein und obendrein angenehme Temperaturen. Der FSV Skiclub Biketeam organisierte die Rennen wie die beiden Jahre zuvor wieder mit Bravour. 

Die Austragungsorte der MTB Rennserie in der Oberpfalz und Niederbayern besitzen enorme Strahlkraft, weswegen sich die regionale Cross Country Elite auf den Plan gerufen fühlt.  Professionelle Organisation, abwechslungsreiche Rundkurse, faszinierende Race-Atmosphäre sowie das ganze Drum Herum findet großen Anklang was sogar Teilnemer aus dem Allgäu, Oberbayern, Franken, Tschechien und Österreich anzieht. Die Popularität bringt es mit sich, dass die Leistungsdichte wie das Wettbewerbsniveau in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist.

Nach dem Startschuss hieß es raus aus der Komfortzone und rein in den beinharten Fight. Nach dem Wiesen-Uphill auf den Kapellenberg, der kurz hinter dem Dorfplatz beginnt, verlangt der verwinkelte Kurs körperlichen Einsatz am Leistungslimit. Sowohl Uphills (80 hm je Runde) als auch hakelige Singletrail-Abfahrten verlangten Power und messerscharfe Konzentration. 

Der 3,65 km lange, teils verwinkelte Rundkurs ist konditionell wie fahrtechnisch sehr fordernd. Die Ausgewogenheit macht den eigentlichen Reiz einer endorphinanreichernden Strecke aus. Dieser "Kunstkniff" ist dem Veranstalter wahrlich gelungen. Manche brisante Schlüsselstelle und Engpässe erfordern Geschicklichkeit und präzise Linienwahl. Unsichere Piloten bzw. Nachwuchsfahrer (U 9 - U 19) bekamen im Bombenkrater Schützenhilfe von den Helfern. 

Lichtdurchflute Passagen - nach den sintflutartigen Regenfällen im letzten Jahr - war die Strecke in bestem Zustand.  

In der stark besetzten Herren-Kategorie siegte der Tscheche Lukas Kobes (Symbio+BMC) vor Lokalmatador Phillipp Bertsch (TSV Abensberg/Stieglbauer-Racing-Team) und Maxi Maier (MTB Club München/Fuji Bike Rockets). Bei den Damen verwies Mailin Franke (Team Fuji Bike Rockets) Luisa Beck (RSC Kelheim) und Katja Walz (medsport.eu) auf die Plätze.

Lokalmatador Phillipp Bertsch ist kein unbeschriebenes Blatt. Immerhim war der Abensberger bereits Bundesliga-, Weltcup- und Nationalteamfahrer.  

Bild oben: Klaus Roithmeier - 1. Vorstand des RSC Kelheim und Veranstaltungs-Chef des 24 Stunden Race Kelheim - im Gespräch mit einer Vereinsnachwuchsfahrerin.

Die anwesende komunale "Politprominenz" zeigt, dass die Veranstaltung auch politischen "Segen" genießt. Im Bild oben Stadtrat Reinhard Handschuh der vom österreichischen Moderator Hermann Edler interviewt wird. Der Sprecher mit seinem sympathischen Tiroler Dialekt kommt beim Publikum gut an.

Landrat Martin Neumeyer (links im Bild) gratulierte den Gewinnern und überreichte die Pokale. Manfred Blüml (rechts im Bild), Abteilungsleiter MTB-Radsport beim FSV Sandharlanden Bike Team und zugleich Initiator des Stoabruchrace.Besondere Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen verdienen Schüler und Jugendliche, die nicht minder motiviert in die Pedale traten als erwachsenen "Vorbilder". Bleibt noch anzumerken, dass die hohe Beteiligung der jüngeren Altersklassen ein erfreulicher Trend dieser MTB-Serie ist.

Radsportvereine leisten mit ihrer ehrenamtlichen Einsatz wertvolle Nachwuchsarbeit, deren Erfolg sich im Leistungssport letztlich an Platzierungen bemisst und damit den Trainern ihr Zeugnis ausstellt. Dank der sechs Veranstalter des Jura-MTB-Cups rücken die spannenden Wettbewerbe den Mountainbikesport in Ostbayern in die öffentliche Wahrnehmung. 

Identitätsstiftender Aspekt: CC-Rennen in der Region schaffen eine Plattform, die nicht nur die Aktiven selbst, sondern auch Einheimische und sogar weniger sportaffine Menschen für den Geländesport durchaus begeistern.

Der Jura-Mountainbike-Cup 2017 startet am 23. April auf dem flüssigen Speed-Kurs in Painten. Eine Woche später folgt traditionell zum Tag der Arbeit am 01. Mai der zweite Lauf in Abensberg, worauf sich am 6. Mai das dritte Race in Altenstadt - das Teil der Bayernliga ist - anschließt.

Nach einer Zwei-Montats-Pause gibt sich Windischeschenbach (9.07.) in der nördlichen Oberpfalz als Austragungsort die Ehre. Das vorletzte Serienrennen geht am 09.09 in Neukirchen mit einem 3 Stunden-Rennen über die Bühne. Trotz sintflutartiger Regenfälle bestand Sandharlanden in Niederbayern seine Feuertaufe 2016 mit Bravour. Dementsprechend findet in dem Spargel-Anbaugebiet wieder das Saisonfinale (17.09.) statt. 

Entwicklungsverlauf

Um den Mountainbike-Sport in der Oberpfalz und Niederbayern voran zu bringen riefen Roland Pürzer, MTB-Fachwart und Stützpunkt-Trainer Ostbayern sowie sein Bruder Stefan 2015 den Jura Mountainbike Cup ins Leben. Hochklassig besetzte Startfelder zeugen von großer Anziehungskraft des Jura Mountainbike Cups. So nehmen z.B. der 24- und 12-Stunden-Team-Weltmeister Joachim Öchsner, Benedikt Diepold (Run&Bike Kelheim), Sebastian Bergmann (CEP Racing Team) und der Bayerische Marathon Meister sowie Jura Cup Vorjahressieger der Seniorenklasse Markus Biersack (VCR Regensburg) teil. Erfreulich hoch ist der Anteil an Schülern und Jugendlichen, die in Sachen Ehrgeiz und Spitzenleistungen den Erwachsenen in nichts nachstehen. Letztlich offenbaren die Wettbewerbe, inwieweit ehrenamtliche Nachwuchsarbeit Früchte trägt.

Wertungsklassen

Die Rennserie im Herzen Bayerns wird von 6 Vereinen organisiert. Den Teilnehmern winkt eine Fülle an Sachpreisen. Podiumsfahrer erhalten zudem Preisgelder. Herren/Senioren werden nach Hobby und Lizenz getrennt gewertet:

  • Kinder U 7 männlich/weiblich
  • Kinder U9 männlich/weiblich
  • Schüler U 11 männlich/weiblich
  • Schüler U 13 männlich/weiblich
  • Schüler U 15 männlich/weiblich
  • Jugend U 17 männlich/weiblich
  • Junioren U19 männlich
  • Elite männlich
  • Elite weiblich
  • Masters männlich

Auftakt - Rygol Cup Painten

Auftakt des Jura-MTB-Cups ist der 23.04. in Painten. Der SG Painten zaubert aus dem Hügelgelände einen abwechslungsreichen 6 km langen, welligen Rundkurs (80 hm) der nicht nur richtig Spaß macht sondern auch verflixt schnell ist. Fünf Runden ergeben eine Distanz von 22.5 km mit gut 300 hm. 

2018 hat sich für Painten in der Herrenklasse mit dem Abensberger Phillipp Bertsch, Michael Stieglbauer (beide Stieglbauer Racingteam) und Benedikt Diepold (run & bike Kelheim) das gesamte Vorjahres-Podest angemeldet. Auch der Vorjahressieger der Senioren Michael Venus (Stieglbauer Racingteam) sowie die Vorjahreszweite Theresa Gaßner (Stieglbauer Racingteam) werden in Painten versuchen ihr maximales Leistungspotential abzurufen. 

Der Wald- Wiesen-Rundkurs wurde mit einer Wurzelpassage, querliegenden Baumstämmen, spielerischem Singletrail mit kniffligen Turns, sowie einem Pumptrack mit Anliegerkurven aufgepeppt.

Mit Baustellenbändern wurde ein Waldweg kurzerhand in einen kurvigen Singletrail mit einigen Schlüsselpassagen umgemodelt. Hauchdünn an Bäumen vorbei gepfeilt ist Koordination und Konzentration gefordert.

Waldabschnitte mit flowigen Kurvenkombinationen machen im Renntempo richtig Laune.

Mit entschlossenem Blick und vollem Körpereinsatz wird um jede Sekunde gefightet. Fünf Runden ergaben eine Distanz von 30 km mit knapp 400 hm. 

1. Mai - OBI-Cup Abensberg

5 Runden: 25 km / 390 hm 

Traditionell am Tag der Arbeit geht am 1. Mai in Abensberg OBI-Cup über die Bühne. Der technisch relativ einfach zu fahrende Rundkurs weist je Runde 5 km und 75 hm auf. Sanfte Steigungen und rasante Gefällpassagen bringen hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten mit sich. 

Obwohl mehr als 200 Starter (2015: 135 Teilnehmer) - aufgedröselt in verschiedenen Wertungsklassen - den hyperschnellen Rundkurs in Angriff nahmen, war organisatorisch alles im Griff. 

Knisterne Spannung vor dem Start. Ob Klein oder Groß, Mann oder Frau, Hobby- oder Lizenzfahrer: glühende Motivation und entschlossener Blick stand beim Start jedem ins Gesicht geschrieben. 

Auch jüngere Jahrgänge von den 9 - 19 Jährigen ließ es an Ehrgeiz nicht missen. Der Nachwuchs kämpfte genauso am Leistungslimit um gute Platzierungen als die älteren Semester. 

Der sandige Boden - in dem der schmackhafte Abensberger Spargel sprießt - ist unter Bikern berühmt berüchtigt. Der lose Untergrund fordert auf der sanften Steigung erhöhten Kraftaufwand und kostet Runde um Runde jede Menge Körner. In diesem Streckenabschnitt bei maximaler Pulsfrequenz am Vordermann dran zu bleiben tut in der Tat richtig weh. 

Der trockene Boden ließ die Gesamtzeiten (5 Runden) im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10-15 min. purzeln. Die schnellsten Fahrer pfeilten mit bis zu 27 km/h im Schnitt über die Strecke. Gleich nach dem Startschuss hetzt die Meute  auf dem 1.8 km langen Anstieg dem Hochplateau entgegen was für eine Laktatspülung sorgt. Der "Treibsand" trennt bis zum ersten Waldstück die Spreu vom Weizen. 

 

Der Kurs war im Start- Zielbereich zuschauerfreundlich ausgeflaggt. In Achterbahnmanier forderten mehrere hakeligen Kurven sowie ein quer liegendem Baumstamm vor der 180 Grad-Wende eine gewisse Geschicklichkeit um nicht allzu viel Speed zu verlieren.

Letzten Endes waren alle Teilnehmer vollen Lobes über die gelungene Veranstaltung. Der Sprecher lobte auch die fleißige Kernmannschaft des ausrichtenden Vereins <Team Babo Abensberg>, ohne dessen ehrenamtliche Hilfsbereitschaft ein solches Event unmöglich wäre. Im folgenden einige Siegkandidaten.

Hobbyklasse Herren, von links nach rechts: Jörg Schmidtmann (MTB-Club München), Stefan Gaßner (Tristar Regensburg), Florian Sergl (Team Baier Landshut)

Hobbyklasse Senioren, von links nach rechts: Michael Lang (Polsterei Intech Bike-Team), Goran Galusic (Team Schauer/Wartenberg), Elmar Daubenmerkl (Tristar Regensburg)

Lizenzklasse Herren, von links nach rechts: Phillip Bertsch (TSV Abensberg),Sebastian Bergmann (CEP Racing Team), Stefan Paternoster (Team Alptraum), Andreas Schrottenbaum (RSV Passau). Während es 2015 aus Kübeln goss, wartete Petrus mit dem Öffnen der Schleusen ziemlich exakt bis Rennende. Neu angeschaffte Unterstell-Pavillons konnten somit ihren Zweck erfüllen.

Lizenzklasse Senioren, von links nach rechts: Joachim Öchsner, Markus Biersack (VCR Regensburg), Michael Venus (Sportvivio St. Englmar)

Eine Woche nach Abensberg folgt in Altenstadt - Ausrichter der Ostbayerischen Meisterschaften - am 6 Mai der nächste Streich. Für Lizenzfahrer wichtig: Rennergebnisse fließen in der Bayernliga-Wertung mit ein.

Der RSV Concordia Windischeschenbach richtet am 9. Juli richtet zum zweiten mal ein Jur-MTB-Cup-Rennen aus. 

Am 9. September steht das 3 Stunden-Team-Rennen in Neukirchen auf dem Programm. 

17. September - Stoabruch-Race Sandharlanden

Das Biketeam FSV-Sandharlanden zählt zum zweiten Mal zur Jura-Cup-Serie. Schlimmer als 2016 kann das Wetter nicht werden, als es hieß: Land unter! Strecke: 19 km/375 hm.  

Start- Durchfahrts- und Zielbereich ist der Dorfplatz in Sandharlanden wo ein Feldweg am Rande des Kapellenbergs 50 hm bergauf geht. Danach schlängelt sich die Strecke durch den Wald und mündet in eine verspielte Trailabfahrt. 

Der nächste Uphill folgt, von dessen Anhöhe ein weiterer anspruchsvoller Trail abwärts führt der in einen Wiesenpfad zurück zum Dorfplatz mündet. Nach 3.2 km und 80 hm beginnt die nächste Runde.

Der Kurs verlangte unter Extrembedingungen 110% Einsatz ab.

Selbst ein Stoßgebet von Organisator Manfred Blümel verhallte im Nirvana. Wolkenbruchartige Regenfälle verwandelten das Stoabruchrace in Sandharlanden – Finallauf zum Jura Mountainbike Cup – zu einer einzigen Rutsch- und Schlitterpartie. Dennoch gingen 135 Hartgesottene hoch motiviert ins Rennen. 

Im Bild Markus Biersack vom Veloclub Ratisbona (2. Platz Senioren) - vor dem späteren Sieger Michael Venus vom Stieglbauer Racing Team.

Schlammmorast, Sturzbäche, schmierseifenartige Trailabfahrten und saugnapfbremsende Uphills verlangten bei dem Eiertanz Irrsinns-Power, Wahnsinns-Konzentration und begnadete Geschicklichkeit. Zuschauer wie Streckenposten - wasserdicht eingepackt in Friesennerz - feuerten die dreckbesprenkelten Gestalten lauthals an und leisteten an prekären Schlüsselstellen bei Bedarf Hilfestellung.

Kompliment an die Kurssetzer: die verwinkelte und topographisch anspruchsvolle Streckenführung holte tatsächlich das Maximum aus dem Gelände heraus. Deswegen machte die Schlammschlacht im griplosen Blindflug, die man so schnell nicht mehr vergisst derart viel Spaß. 

Tagessieger Phillipp Bertsch vom TSV Abensberg lobte die professionelle Organisation in den höchsten Tönen. Einwegtransponder, Teilnehmerpräsente bis zum 10. Platz, Livebildübertragungen im Zielbereich, Dampfstrahl-Waschplatz und ein unterhaltsamer Streckensprecher kamen gut an. Ein 2. Stoabruchrace würden sich 2017 sicher alle Beteiligten wünschen. Fazit: trotz widrigster Umstände und einer notwendig gewordenen Streckenverlegung aufgrund einer Zusagerücknahme eines Grundstückeigentümers glückte die Event-Premiere auf ganzer Linie.

Grund zur Freude hatten viele, denn in allen Wertungsklassen gab es für die ersten 10 Platzierten Geschenke. 

Ausrichter / Veranstalter                                                         

BRV Radsportbezirk Oberpfalz
Naabdemenreuth 3
92670 Windischeschenbach
(vertreten durch Heinz Uhl, 1. Vorsitzender)

Telefon: 096 81 - 29 47
Telefax: 096 81 - 918392

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