• Verpflegungsstation Gasthaus Gambachtal in Fußenberg
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  • In der Ruhe liegt die Kraft
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  • Ellbachtal
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  • Verpflegungsstation Gasthaus Gambachtal in Fußenberg
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  • Top Stimmung beim "Warm Up"
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  • Freie (An-) Fahrt auf gesperrter Frankenstraße - Walhalla-Allee
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  • Verpflegungsstation - 2021 in Altenthann
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  • Ludwig Akstaller Steig
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  • Wurzel-Intermezzo Luckenpaint
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  • Wurzel-Intermezzo Luckenpaint
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  • Wilde Botanik - Ludwig Akstaller Steig
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  • Good Morning-Rampe Brandlberg
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  • Frisch gestärkt dem Ziel entgegen
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  • 37. Arber-Radmarathon - 25. Juli 2021
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  • Let's get ready to rumble
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  • Let's get ready to rumble
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  • Freie (An-) Fahrt auf gesperrter Frankenstraße - Walhalla-Allee
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  • Mega happy after Cycling Challenge
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  • Yeah - Cycling Challenge finished
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  • Natur pur im Bayerischen Vorwald
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  • Freie (An-) Fahrt auf gesperrten Straßen
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  • Brandlberg - Grandioses Panorama
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  • Brandlberg - Balkon von Regensburg
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Regentalrunde (Tour F)              100 km / 2.200 hm

Streckenführung

Start Dultplatz - Brandlberg - Grüntal - Akstaller Weg - Ellbachtal - (Bergzeitwertung KM 23) - Altenthann - Hornismühle - Luckstein - Hirschenbühl - Reichenbach - Zell - Süssenbach - Altenthann - Bernhardswald - Fußenberg - Ziel Dultplatz

Charakteristik - Eignungsempfehlung

Sehr anspruchsvolle Mountainbiketour durch vielseitiges Gelände mit hohem Trailanteil. Hohes Leistungsniveau und gute Fahrtechnik erforderlich  → ambitionierte Marathonbiker

Vier Verpflegungsstationen

  • Altenthann (Pfarrhof):                    KM 27
  • Zell/Hochholz (Am Weiher):            KM 55
  • Altenthann (Pfarrhof):                    KM 72
  • Fußenberg (Gasthaus Gambachtal): KM 88 

Startzeit 7.20 Uhr

Streckenverzweigungen

(bieten z.B. bei Entkräftung, Schlechtwetter oder Materialdefekten Abkürzungsvarianten) 

  • Erste Abzweigung Bernhardswald, KM 19 (Tour I von F, G, H)
  • Zweite Abzweigung Altenthann, KM 27 (Tour H von F, G)
  • Dritte Abzweigung Hirschenbühl, KM 38 (Tour G von F) 

Während der Countdown unter Musikbeschallung runter gezählt wird, steigt die innere Anspannung. 

 Aus Sicherheitsgründen besteht an der Streckengabelung Altenthann (KM 27) eine Karenzzeit, wodurch ab 10.30 Uhr keine Zufahrt mehr auf die Süssenbach- bzw. Regentalrunde besteht. Nachzügler werden auf die Altenthannrunde weitergeleitet!

Streckenoptimierungen machen die anspruchsvolle »Regentalrunde« (Tour F) noch attraktiver. So ersetzt eine abwechslungsreiche Geländespange nach Krottental den vormals langweiligen asphaltierten Abschnitt auf dem Regental-Radweg bei Walderbach/Katzenrohrbach.  

Zudem wird die ehemalige Gefahrenstelle in Adlmanstein (unübersichtliche Straßeneinmündung) samt asphaltierten Radweg nach Bernhardswald durch eine schöne Geländevariante ab Ellbachtal entlang von Fischweihern umfahren. 

Neben der durchgängigen Streckenmarkierung weisen zusätzlich blau aufgesprühte Richtungspfeile auf dem Boden den Weg.

Streckengrafik mit Höhenprofil - Regentalrunde - Tour F - 100.3 km


Bewegen sie ihren Cursor auf dem Höhenprofil, wird interaktiv oben auf der Streckengraphik die geographische Position eingeblendet.

Kurz vor 7.20 Uhr: letzte Vorbereitungen vor dem Startschuß der »Regentalrunde« (Tour F) und »Süssenbachrunde« (Tour G) 

Je nach Wetter bzw. Wetterprognose wuseln frühmorgens im Fahrerlager 6.000 - 7.000 Teilnehmer hektisch umher. Startnummer fixiert, Aufzeichnungsgerät aktiviert, Proviant verstaut, Helmriehmen geschlossen - der Countdown geht in die heiße Phase.

Locker flockig geht's vom Startgelände hinauf zur Oberpfalzbrücke wo der Europakanal (Schleusenkanal der staugeregelten Bundeswasserstraße Donau) überquert wird. Nach Einmündung in die - für den Straßenverkehr gesperrte - zweispurige Frankenstraße steht trotz Massenstart viel Freiraum zur Verfügung. So manchem Pedalritter steht schon jetzt die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. 

Kurzbeschreibung

Vom Regensburger Dultplatz führt die Strecke ostwärts zum Stadtteil Brandlberg, wo die erste giftige "Good-Morning-Rampe" (knapp 70 hm) den Puls nach oben schnellen lässt. Weiter geht's über die Hochebene nach Grünthal von wo der Aufstieg zur Hohe Linie (100 hm) zum beliebten Ludwig Akstaller Trail erfolgt. Entgegen früherer Jahre verläuft die Strecke nicht mehr Richtung Otterbachtal sondern zweigt 500 Meter vor dem Silberweiher links ab und führt dann kurz darauf auf einer längeren Gefällstrecke erstmals ins Naturidyll Ellbachtal. Hier verläuft der Pfad entlang des Sulzbachs am Waldrand bis zur Straßeneinmündung (rechts abbiegen). Leicht ansteigend ist nach 200 Meter das Asphalt-Dejavu schon wieder zu Ende. Der links abzweigende Waldpfad markiert den Beginn der Bergzeitwertung (KM 23). 

Das sogenannte "Warm-Up" verläuft nach dem Startschuß über die verkehrsbefreite Frankenstraße und Walhalla-Allee Richtung Kalkwerk.

Der von Polizeibeamten gesicherte Kreuzungsbereich beim Donau Einkaufszentrum (Nordgaustraße) setzt Ampel-Rotlichtphasen außer Kraft. Nahtlos schließt sich die Walhalla-Allee der Frankenstraße an, die weiter zur Osttangente führt.

Schon zu Beginn bei der gemültichen Einrollphase im Anflug auf die Botanik herrscht gute Stimmung. Small Talk mit dem Nebenmann oder der Nebenfrau ist auf dem verkehrsbefreiten Straßenabschnitt nichts Ungewöhnliches.

Freie Fahrt ohne auf einer mehrspurigen Ausfallstraße ohne Rotlicht beachten zu müssen gibt's auch nicht alle Tage. Die Straßensperrung dient der Sicherheit, da sich die dichten Massenpulks auf den ersten Kilometern gefahrloser entzerren. Nach Unterquerung des Odessa Rings werden die Biker auf einen Radweg gleitet der parallel zur Donaustaufer Straße verläuft. Vorbei am Kalkwerk wird ein kurzes Stück neben der Pilsen-Allee bis zum Ortsteil Brandlberg geradelt.

Einstand nach Maß: bereits vor den Toren Regensburgs erwartet die Speichenflitzer der erste Scharfrichter des Tages. Nach dem Abzweig von der Grüntaler Straße geht's auf einer ruppigen Kopfsteinpflasterpassage ans Eingemachte. Abrupt verstummt bei steigender Pulsfrequenz das fröhliche Geschnatter. 

Auf die gepflasterte "Goodmorning-Rampe" <Am Brandlberg> dürfen sich die Teilnehmer auch beim 36. Arber-Radmarathon wieder "freuen". Der 20% ige "Giftzwerg" setzt 6.4 km nach dem Start die Hitzeregulation in Form erster Schweißperlen in Gang. Der fiese Wadlzwicker sorgt für eine erste Laktatspülung. In diesem Sinne heißt es raus aus der Komfortzone und hinein ins "himmlische" Vergnügen. 

Schon witzig wenn sich spontan eine Kommunikation unter hintereinander fahrenden Bikern entwickelt ohne die Person jemals zu Gesicht zu bekommen. In diesem Fall lüftete erst das Foto (Bild oben) in der Nachschau das Geheimnis, mit wem man nahe an der maximalen Herzfreqeunz auf dem giftig steilen Anstieg kurz geplauscht hat. Kaum zu glauben, dass minimalistische 75 Höhenmeter die dichten Pulks auseinanderreißen und beginnt das hektische Gedränge zu entzerren. 

Von der Anhöhe aus, kann man einen schönen Blick über den Stadtnorden von Regensburg erhaschen. Die wie an einer Perlenschnur aufgedröselten Fahrer genießen nach der üblichen Starthektik auf dem "Balkon" Regensburgs bereits die ruhige Naturlandschaft.

Das Hauptfeld ist zwar immer noch relativ dicht beisammen, dennoch geht es sehr diszipliniert und kameradschaftlich unter den Fahrern zu. Rücksichtsvolles Miteinander ist unter Mountainbikern wie auch zu sonstigen Naturnutzern ohnehin gang und gäbe. Schnellere Fahrer machen sich akustisch bemerkbar, langsamere Fahrer schaffen bereitwillig Platz um soweit als möglich ein risikoloses Überhohlen zu ermöglichen. Im Idealfall geschieht die Verständigung nonverbal, indem die Fahrer intuitiv wissen was zu tun ist bzw. wie man sich im dichten Pulk zu verhalten hat. Dies unterscheidet eben den familiären Charakter einer breitensportorientierten Radstouristik-Veranstaltung von reinrassigen Rennveranstaltungen wo naturgemäß mit härteren Bandagen um Platzierungen gekämpft wird. 

2019 verteilten sich knapp 1000 Mountainbiker auf drei Routen: 55% entschieden sich für die »Altenthannrunde« (Tour H), 27 % nahmen die »Süssenbachrunde« (Tour G) in Angriff und 18% wagten sich an die anspruchsvolle »Regentalrunde« (Tour F). 

Vorsicht ist in Grünthal bei der Einmündung in die Brandlbergerstraße (KM 9.0) geboten, von der kurz darauf geradeaus in die Ölbergstraße gekurbelt wird die kurz darauf in einen Schotterweg übergeht, dessen abschüssige "Anflugschneise" zum Fuß des Keilbergs führt.

Die Auffahrt zum Keilberg (120 hm) reißt das dichte Feld auseinander, was zu einer Gruppenbildung gleichstarker Fahrer führt. Der Geselligkeitsfaktor spielt für viele Biker eine wichtige Rolle. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlt ist man eigentlich kaum allein unterwegs, es sei denn man fährt einsam an der Spitze oder gehört zu versprengten Nachzüglern. 

Auf dem Hochplateau folgt der Ludwig-Akstaller-Weg der sich parallell zum Forstweg an der Hohen-Linie entlang windet. Der markierte Wanderweg macht tierisch Laune, weil er jene abwechslungsreiche Natur-Ingredenzien bietet, wovon Mountainbiker leidenschaftlich gerne schwärmen. Mit optimaler Körperspannung und feinfühliger Balance gekonnt über Naturzierrat zirkeln sowie hakelige Schlüsselstellen souverän zu meistern macht die Essenz dieses Offroad-Sports aus.

 

 Mit dem Ludwig Akstaller Weg (KM 11.8) folgt ein 4.5 km langer Schmankerl-Trail, der am Ende auf den Forstweg <Hohe Linie> trifft. Für Locals zählt der Ludwig Akstaller Steig fraglos zu den beliebtesten Flow-Trails in dieser Gegend. Die Abbildung oben zeigt eine technische Uphill-Passage, die fahrtechnisch die Spreu vom Weizen trennt.   

Je nach Fahrkönnen und mentalem Biss wird die Wurzelpassage fahrend oder schiebend überwunden. 

Was den Ludwig Akstaller Weg so beliebt macht ist seine abwechslungsreiche Streckencharakteristik. Mal flowig, mal tricky, mal bergan, mal bergab. Der gewundene Wanderweg (benannt zu Ehren eines Heimatforschers) wurde von Mountainbikern quasi wieder entdeckt und zählt nicht ohne Grund im stadtnahen Regensburger Umland zu den beliebtesten Trail-Juwelen. Auf dem teils wurzelübersähten Akstaller-Trail werden im sanften Auf und Ab 115 hm überwunden. Körperspannung und motorisches Geschick ist gefragt, um das Bike galant über Wurzelstränge und Engpassstellen zu wuppen.

Knöchrige Wurzelarien, flowige Abschnitte, kurze Up and Downs, tricky Schlüsselstellen, rasante Turns - hier bekommt der Biker sprichwörtlich Obstacles vor den "Latz" geknallt, die das Herz allein der Begeisterung wegen höher schlagen lassen.

KM 21.6 Ellbachtal, Straßeneinmündung rechts - nach 200 Meter links Waldpfad (Start Bergzeitwertung)

Bergzeitwertung (KM 23)

No pain no gain: je nachdem welche Ambitionen gehegt werden fällt demensprechent die Belastungsintensität aus. Der Anstieg misst bis Reiting 1.3 km und weist 102 Höhenmeter auf. Die Ø - Steigung beträgt 7.6%, d.h. auf horizontaler Strecke wird je 100 Meter Weglänge im Schnitt ein Höhenunterschied von 7.6 Meter überwunden. Der knackigste Teil hat kurzzeitig eine Maximalsteigung von > 20%, ansonsten ist der Anstieg aber ohne technische Gemeinheiten und bietet darüber hinaus Platz genügend Platz zum Überholen. Auf der Anhöhe von Reiting ist der Spuk schon wieder vorbei. 

 Die Teilnahme an der Bergzeitwertung ist zwischen 08.00 Uhr und 10.30 Uhr möglich, ansonsten erfolgt keine elektronische Zeiterfassung.

KM 23.2 Reiting, 1.8 km Straßenverbindung 

Erste Verpflegungsstation Altenthann (Pfarrhof)   

KM 25.8 Altenthann Einmündung in die Vorwaldstraße, nach 400 m an der Gabelung rechts halten in die Ringstraße. Bei der Kirche (KM 27) zweigt die Süssenbach- und Regentalrunde rechts auf den Weg "Am Kirchbuckl" ab. Die Altenthannrunde verläuft auf der Ringstraße geradeaus (Richtung Ellbachtal).

Im Pfarrhof von Altenthann (KM 27) werden die Teilnehmer von drei Streckenvarianten verköstigt. Während die Biker der »Altenthannrunde« (Tour H) sich von hier ab schon wieder auf den Rückweg begeben, haben die Teilnehmer der »Regentalrunde« und »Süssenbachrunde« noch einiges abzuarbeiten bis sie im Ziel erschöpft alle Viere von sich strecken lassen können.

Aus Sicherheitsgründen gilt an der Streckengabelung Altenthann (KM 27) eine Karenzzeit, d.h. ab 10.30 Uhr besteht keine Zufahrt mehr auf die »Regentalrunde« und »Süssenbachrunde«. Nachzügler werden auf die »Altenthannrunde« weitergeleitet!

Altenthannrunde

Bikers World - "Bayrisch Kanada" lässt grüßen

Der Streckenabschnitt nach Luckstein ist von schönen Panoramen sowie derbe Wurzelarien geprägt, die den Federelementen viel Arbeit zuschustern. Trotz alledem verlangen die armdicken Wurzelstränge ein gutes Balancegefühl und perfektes Timing, um perfekt das Vorderrad über die knorrigen Wurzeln zu lupfen.

Bachüberquerungen gehören natürlich auch dazu. Mancher meistert die Hürde im Sattel...

andere überqueren lieber trockenen Fußes auf dem schmalen Holzsteg das Rinnsal. 

Wer mit durchschnittlichem Leistungsvermögen mit der "Masse" mit schwimmt hat den Vorteil nicht völlig allein fahren zu müssen. Auf den Anstiegen gilt: geteiltes Leid ist halbes Leid - zudem fördert die Gruppendynamik den Fahrspaß. Da es keine offizielle Zeitnahme gibt, herrscht - mit Ausnahme vielleicht an der Spitze - ein ausgesprochen "kollegiales" Miteinander frei von Taktik bzw. egozentrischen Verhaltenszügen. 

Vereinsmitglieder des Veloclub Ratisbona unternehmen turnusgemäß 1 Woche vor dem offiziellen ARM-Termin ihren "internen" Arber-Radmarathon. Bei der Ausfahrt steht neben dem finalen Strecken-Check und dem Notieren von Gefahrenstellen auch die Wegepflege im Fokus. In vergangener Zeit mussten aufgrund von Windbruch immer öfter quer liegende Bäume und Äste beiseite geräumt werden. Nicht zuletzt dient die flotte Befahrung (zwei Leistungsgruppen) natürlich auch dem eigenen Formtraining.

Des Bikers liebstes "Kind" - derbe Wurzelpassagen.

Kurz vor Luckenstein zückt das Logbuch noch eine Wurzel-Paradestrecke hervor. 

Getränkestation Luckstein (KM 34) 

KM 33.7 - KM 35.9 Verbindungsstraße bis Einmündung in die Striegelbergstraße (rechts, nach 100 Meter links Waldpfad)  

Aufgrund hochsommerlicher Temperaturen wurde 2018/2019 an der ehemaligen Verpflegungsstation Luckstein kurzerhand ein einen provisorischen Getränkeservice (Energieriegel/Obst) eingerichtet. Ob dies 2020 der Fall ist, wird aufgrund der herrschenden Wetterlage kurzfristig entschieden (Bekanntgabe vor dem Start). 

KM 38.2 - KM 40.3 Verbindungsstraße (Überquerung der Rodinger Straße) - erst rechts in die Walderbacher Straße, dann links in die Buchendorfer Straße

Streckengabelung Hirschenbühl (KM 38)

 Möchte man die anspruchsvolle »Regentalrunde« bewältigen, besteht nach 38 km an der dritten Verzweigungsstelle nahe Hirschenbühl die letzte Möglichkeit einer Streckenwahl. Wer sich hier bereits ausgepowert fühlt oder relativ spät dran ist (zur Orientierung: Richtzeit 11.00 Uhr) sollte nicht lange zögern und sicherheitshalber die kürzere »Süssenbachrunde« einschlagen (auch wenn das Ego vielleicht nach einer größeren Herausforderung giert). Zwischenbilanz: das Verhältnis der Höhenmeter - bezogen auf die »Regentalrunde« - liegt an der Streckengabelung bei rund 40:60 (Streckendistanz 38:62), d.h. 40% der Höhenmeter sind bewältigt bzw. 60% stehen bevor. Wird die längere Schleife auf Biegen und Brechen in Angriff genommen besteht das Risiko, dass einem die kupierte Strecke hinten raus weich kocht und womöglich den Stecker zieht. Wer schwere Beine hat und sich ausgemergelt fühlt ist jedenfalls gut beraten, sich nicht zu überfordern und lieber auf Nummer sicher zu gehen. Ansonsten könnte die körperliche Verausgabung einen Einbruch zur Folge haben, der hinten raus zum sportlichen Überlebenskampf ausartet. Die Zusatzschleife mit 600 "Bonus-Höhenmeter" trifft im übrigen nach 60 km wieder auf diesen Verzweigungspunkt, von wo der Streckenverlauf beider Routen bis ins Ziel identisch ist. Wenn das Wetter nicht mitspielt, bzw. gltischig-nasser Untergrund mental wie körperlich grenzwertig fordert ist ebenfalls eine gesunde Selbsteinschätzung gefragt. Um nicht auf die Spaßbremse zu treten sollte man reiflich überlegen, ob die (limitierte) Kraftausdauer den widrigen Bedingungen gewachsen ist. 

Süssenbachrunde                

Den landschaftlich attraktivsten Streckenabschnitt durchkreuzt man zwischen Krottenthal und Zell. Nachdem das Regental (350 m Höhe) ab Reichenbach verlassen wird beginnt der konditionell fordernste Teilabschnitt der Marathonstrecke. Bis zur Verpflegungsstation Zell liegen etwa 500 Höhenmeter an, und von dort wieder zurück zur Hetzenbacher Höhe (620 m Höhe) folgen weitere teils längere Anstiege. Gut, dass sich dazwischen die Verpflegungsstation in Zell befindet wo man sich eine Auszeit gönnen und sich stärken kann.

KM 42.4 Straßenquerung, KM 43.4: 600 Meter Straßenabschnitt, KM 47.7 "Linden" 

KM 46.4 + 46. 8 Straßenquerung

KM 50.4 Burgstallstraße, KM 52.6 Seelandenweg

Auf dem 565 m hohen Zeller Schlossberg wird die Burgruine Lobenstein - eine ehemalige, vermutlich hochmittelalterliche Adelsburg - der Gemeinde Zell passiert. 

Wer nicht gerade auf Zeitenjagd unterwegs ist, sollte sich die Zeit gönnen auf dem Zeller Schlossberg mal inne zu halten und die schöne Landschaft im Ruhepuls genießen. 

Die Aussicht auf die idyllisch gelegene Gemeinde Zell ist beeindruckend. Ein inspiratives Päuschen macht den Kopf frei und haucht frische Energien ein. 

Zell KM 52.6 Burgweg - Oberzeller Straße, KM 54.1 rechts Hauptstraße, KM 54.4 links Grubhöfl

Zweite Verpflegungsstation Zell/Hochholz (Am Schafweiher)    KM 55

Bei der zweiten Verpflegungsstelle kurz nach Zell kommt man nach gut 1 300 hm i.d.R. schon etwas müde und abgekämpft an. Dafür präsentiert sich die Labe in romantischer Lage als idealer „Picknickplatz“. Umso leckerer schmecken die Käse- und wurstbelegten Brötchen, die man mit Salz- und Pfefferstreuer nach Belieben verfeinern kann. 

 Apropos Salz: will man die restlichen knapp 900 hm einigermaßen beschwerdefrei meistern braucht es einen zeit- und bedarfsgerechten Mineraliennachschub. Da durch den Flüssigkeitsverlust (abtropfender Schweiß) u.a. Natrium ausgeschieden wird, beugt eine Prise Salz auf's Brot / in die Trinkflasche einem drohenden Natriummangel - und damit etwaigen Muskelkrämpfen - vor. Von Zeit zu Zeit ist ein Energienachschub notwendig, allerdings sollte man sich nicht vollgestopfen, weil ein voller Magen macht nur nur träge macht sondern durch die Verstoffwechselung u.a. der Beinmuskulatur Blut entzieht und sich von daher leistungsmindernd auswirkt. 

Die Verpflegungsstation Zell (KM 55) lädt neben dem Schafweiher zu einem ausgiebigen Pausenstopp ein. Eigentlich könnte man in dieser idyllischen Umgebung ewig sitzen und die erholsame Ruhe genießen, zumal nach der Höhenmeterhatz Ermüdungserscheinungen völlig normal sind. Lorberen wollen verdient sein - oder mit anderen Worten: ohne Fleiß kein Preis, denn das Roadbook hat dem Teilnehmer bis zur Ziellinie noch einige "Schweißperlen" ins Logbuch gelegt....

Bei aller Entspannung sollte das Auffüllen der Trinkflaschen nicht vergessen werden, ansonsten droht bei den bevorstehenden giftigen Wadlbeißern Dehydrierung. 

Ein letzter Blick zurück auf den idyllisch gelegenen Schafweiher, bevor die Berge rufen:-). Nach der Labe heißt es Zähne zusammenbeißen. Je nach Kraftausdauer bleibt man auf den bocksteilen Stichen im Sattel, oder wenn's gar nicht mehr weiter geht, ist Schiebebetrieb angesagt. "Lachende" Sonnenblumenfelder mögen ein wenig von der schweißtreibenden Qual ablenken. 

Streckenzusammenführung 

Auf der Hetzenbacher Höhe befindet man sich abermals auf dem höchsten Streckenpunkt (621 m.ü.N.). Nach der 22 Kilometer-Schleife vereinigt sich die »Regentalrunde« bei Hirschenbühl (KM 60) wieder mit der »Süssenbachrunde«. Beide Routen verlaufen auf identischer Wegstrecke zurück nach Regensburg/Dultplatz.

Bachfurten gehören zum abwechslungsreichen Natur-Repertoire des Arber-Radmarathon. 

Kurz vor Süssenbach fordert eine steile, teils leicht ausgesetzte und ausgewaschene Fahrrinne fahrtechnische Skills heraus. Fahrtechnik-Gurus nehmen die Warnschilder mit Freude zur Kenntnis, andere hingegen tasten sich mit Vorsicht ans Gefälle heran. 

Die ausgewaschene Fahrrinne, teils mit Stufen und losem Gestein erfordert versierte Fahrtechnik. Wer sich unsicher fühlt tut gut daran abzusteigen und sein Gefährt die Steilpassage hinab zu schieben.

Süssenbach, KM 64.4 Dürnberger Straße - Falkensteiner Straße - Siegensteiner Straße, KM 65 rechts Schotterweg (Bergzeitwertungsstrecke 2019)

Der steile Trail mündet am Ende in die Dürnberger Straße, die hinab in die Talsenke nach Süssenbach führt.

Sobald das kleine Holzschild "Zum Heilig Bründl" kurz nach dem Ortsende (KM 65) auftaucht verheißt es nichts Gutes, denn nun erwartet die meist ohnehin erschöpften Biker ein böser Uphill-Scharfrichter, der  sowohl die konditionellen Kraftreserven als auch das fahrtechnischen Vermögen auf die Probe stellt.

Nach wenigen hundert Metern geht der Asphaltbelag in einen Schotterweg über. Bis zum Waldrand ist die Steigung noch einigermaßen erträglich, auch wenn bei schönem Wetter die Sonne den Südhang mächtig aufheizt. Doch dann nimmt das Steigungsniveau zu und legt damit die Daumenschrauben - ein Folterinstrument zur „Wahrheitsfindung“ der Rechtsprechung im Spätmittelalter - an. So wie dies früher zu Geständnissen bei der Hexenverfolgung diente, vollzieht sich für Biker an diesem Anstieg in gewisser Weise auch eine Art von Wahrheitsfindung. Nämlich dergestalt, dass es manche schaffen die giftige Rampe fahrend zu bezwingen, während andere ihr Gefährt notgedrungen nach oben schieben (worüber sich wahrlich niemand zu schämen braucht). Andererseits machen solche Peaks die die konditionellen Kraftreserven auf die Probe stellen auch klar, wie es gut es mit der Form bestellt ist. 

No pain no gain: als gefürchteter Scharfrichter tut der bocksteile und teils technisch anspruchvolle 130 hm-Uphill nach Süssenbach eigentlich jedem Biker weh - egal wie fit man ist. 2019 fand hier das erste ARM-Bergzeitfahren statt. Rücklickend einige Annekdoten: manche schnauften erst mal durch und gönnten sich auf der Wiese eine regenerative pulssenkende "Ruhepause" bevor es zur Sache ging. Beim Wertungsstart spielten sich belustigende Szenen ab. Ein ums andere Mal wurden witzige bzw. sarkastische Sprüche abgelassen. Die süffisante Frage eines Teilnehmers, ob dies der "Umbringberg" sei war allerdings nicht ganz unbegründet. Manche Ausdauer-Cracks nahmen die sogenannte Challenge "beim Wort" anderen war die Zeitnahme schnurzpiepsegal. Je nach Einstellung und Absichten praktizierte jeder seine eigene Herangehensweise. Während spindeldürre Bergflöhe in vollem Karacho nach oben spurteten, legten andere den ökonomischen Schon- oder Schiebegang ein. 

Der 1.4 km lange Anstieg mit einer Ø-Steigung von 10% fordert nach mehreren Stunden im Sattel einiges an Überwindungskraft, zumal die steilste Stelle über 25 % aufweist und das zermürbende Streckenprofil nach 65 km so manchen Biker "weichgekocht" hat. 

KM 66.6 Straßeneinmündung, nach 100 m Straßenquerung

KM 68.1 Straßeneinmündung Zwiglhof - Wünschebach - Steinsölden - Kappelle Schönfeld - Nebenstraße bis KM 70

Der bewaldete Abschnitt bringt zwar Schatten, dafür wird es steiler und obendrein technischer. Kaum ist das Hochplateau erreicht frohlocken Glückshormone, zumal es bis zur 5 km entfernten Verpflegungsstation Altenthann überwiegend bergab geht.

Die wurzelige Abfahrt empfinden "waschechte" Biker gleichsam als Belohnung für den kräftezehrenden Hammeranstieg. 

Nach der langen Abfahrt und einer Flachpassage taucht die Kapelle Schönfeld (Verpflegungsstation) zum zweiten Mal au

Nach einer längeren Abfahrt und einer anschließenden Flachpassage durch die hügelige Naturlanschaft nähert man sich der Kirche Sankt Ägidius im Ortsteil Schönfeld der Gemeinde Wald (Landkreis Cham) wo sich 2019 die Verpflegungsstation befand. Dieses Jahr heißt es zwei Kilometer zum zweiten "Pit-Stop" in Altenthann weiter radeln, um seine geleerten Energiedepots wieder aufzumunitionieren.

Kirche Sankt Ägidius, Schönfeld

Die Kirche Sankt Ägidius im Ortsteil Schönfeld der Gemeinde Wald (Landkreis Cham) steht idyllisch eingebettet inmitten der bäuerlichen Kulturlandschaft des Falkensteiner Vorwaldes. Der einschiffige Bau, errichtet im rein romanischen Stil wird aufgrund stilistischer Merkmale auf die Jahre zwischen 1160 und 1170 datiert. Das bemerkenswerte Baudenkmal der Pfarrei Altenthann, ist in seiner Größe und Stilreinheit in bäuerlich geprägter Romanik in der Region bewundernswert. Schon von weitem sticht das turmartig überhöht Gotteshaus allein auf weiter Flur ins Auge.   

Nach einer kurzen Steigung und einem sandigen Gegengefälle taucht am Horizont Altenthann auf. Man nähert sich der Gemeinde Altenthann zum zweiten mal, allerdings von östlicher Richtung kommend. 

Altenthann KM 71.4 Röhrnweg -  Angerweg - Ringstraße - rechts Vorwaldstraße - schräg versetzt links Gsellmühlenweg

Altenthann im Falkensteiner Vorwald (Landkreis Regensburg) gehört der Verwaltungsgemeinschaft Donaustauf an. 

Vom Angerweg kommend mündet man in die Ringstraße ein, wo die STVO zu beachten ist - also aufpassen. 

Dritte Verpflegungsstation Altenthann (Pfarrhof):          KM 72

Essen & Getränke hat man sich redlich verdient. Führt man sich die Zwischenbilanz vor Augen baut das Vollbrachte die Psyche auf, denn in Anbetracht der Höhenmeter hat man das Gröbste hinter sich. Der bevorstehende 28 km lange Schlussabschnitt weist bis ins Ziel nurmehr rund 250 hm auf. 

Nach der Pause radelt man von der Ringstraße in die Vorwaldstraße und biegt 100 m später halblinks ins Ellbachtal ab. Vorsicht ist vor dem unübersichtlichen Abzweig zum schräg versetzten Gsellmühlweg geboten, der hinab ins Ellbachtal führt. Der Asphaltabschnitt geht alsbald in einen Schotterweg über, worauf sich ein schöner Waldpfad fortsetzt. 

KM 73.3 Querung der Altenthanner Straße


KM 74.2 Querung der Altenthanner Straße - Richtung Rudersdorf (800 m Straßenverbindung)

Insider schätzen das abgeschiedene Ellbachtal. Der flowige Streckencharakter in der unberührten Naturlandschaft ist in Bikerkreisen sehr beliebt. Verwinkelte, wellige Wurzeltrail-Abschnitte bringen Kurzweil ins Fahrtspiel.

Gegenseitige Hilfe ist Ehrensache, d.h. Kameradschaft wird unter Mountainbikern groß geschrieben. Kaum hat eine Teilnehmerin einen Platten, schwirren männliche Helfer herbei. Ob's am Geschlecht liegt wird in diesem Fall wohl ein Geheimnis bleiben.

Die Umfahrung von Adlmannstein via Rudersdorf umgeht einen gefährlichen Kreuzungsbereich, beschert allerdings 45 Höhenmeter...

Der frühere Anstieg auf dem langweiligen Forstweg nach Steinrinnen wurde durch eine schöne Geländepassage die am Schloss Schönberg vorbei führt ersetzt (90 hm). 

Am Ortsbeginn von Bernhardswald wird beim Kreisverkehr rechts und kurz darauf links abgebogen.

Bernhardswald KM 76.6 Ebenpaint links, nach 170 m rechts auf straßenbegleitenden Radweg entlang Altenthanner Straße, Kreisverkehr rechts straßenbegleitender Radweg entlang Regensburger Straße, KM 77.6 links Finsinger Straße

Nach der Überquerung der B 16 setzt sich nach dem Linksabzweig ein abschüssiger Schotterweg fort, der kurz darauf recht in eine Waldpasage führt. Vorsicht ist bei der Überquerung des Wenzenbachs auf dem kleinen Brückchen geboten weil die Holzbohlen meist sehr glitischig sind. Hier endet die Gefällstrecke mündet in den Falkenstein-Radweg

KM 79.8 Einmündung in Falkensteiner Radweg, KM 81 Querung der Bahnhofstraße (Links-Rechts-Knick)

Roith KM 86.8 Einmündung in die Sandhofstraße rechts

Fußenberg KM 87.3 Einmündung in die Kürner Straße links, nach 200 m rechts Weihermühlweg; 100 m bis zur Verpflegungsstation Fußenberg (Gasthaus Gambachtal)

Wenn man rechts gekettet abwärts düst sollte man sich hüten nicht in fiese Längsrillen zu geraten die das abfließende Regenwasser in den Boden geschliffen hat. Natürlich erfordert der Bahntrassen-Radweg keine besonderen Fahrkünste, doch nach stundenlangem Powereinsatz können sich aufgrund von Konzentrationsschwäche unbemerkt Flüchtigkeitsfahrfehler einschleichen. Da Reflexe und Reaktionszeit auf Dauer nachlassen ist euphorische Freude die zu Übermut verleitet eher kontraproduktiv.

 Glucosemangel 

Geleerte Glucosespeicher (niedriger Glucoseanteil im Blut) senkt den Blutzuckerspiegel, was u.a. die Sensomotorik beeinträchtigt. Nicht nur die Beinmuskulatur benötigt Kohlenhydrate sondern auch das Gehirn. Besonders Abfahrten und technische Passagen erfordern für die Konzentrationsfähgikeit reichlich Energiezufuhr. Da Gehirnfunktionen nur bei ausreichender Kohlenhydratzufuhr (Glucose ist wichtigster Energielieferant) optimal funktionieren, führt eine Mangelversorgung zu Konzentrationseinbußen (Kondition = Konzentration). Somit summieren sich nach stundenlanger Ausdauerleistung zwei Risikofaktoren, über die sich arglose Fahrer im Eifer des Gefechts kaum bewusst sind. Linienwahl, Bremsmanöver und balancierende Bewegungsmotorik erfordern geistige Potenz welche für Konzentration, Koordination, Handlungs- und Reaktionsschnelligkeit sowie Reflexfähigkeit sorgt. Vorgänge, die im Erschöpfungszustand nicht mehr so perfekt funktionieren wie man vielleicht glauben mag. Dies erhöht das Risiko von Fahrfehlern. Wetter- und Bodenverhältnisse vermögen das Gefahrenpotential zusätzlich zu verschärfen. Ein unangepasster Fahrstil wird schnell zur unkalkulierbaren Schlitterpartie. Stürze in der Endphase sind symptomatisch für Konzentrationsschwäche und Selbstüberschätzung. Um Risiken gering zu halten, sollte man sich nicht in trügerischer Selbstsicherheit wiegen oder zu euphorischen Fahrmanövern verleiten lassen. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt! Deshalb rechtzeitig Kohlenhydratdepots auffüllen: Lebensmittel mit hohem Glykämischen Indexwert (GI) lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Nach Aufspaltung im Verdauungstrakt werden sie direkt im Blutkreislauf aufgenommen, und zum Gehirn sowie Muskeln transportiert, d.h. der Insulin-Schub mobilisiert Reserven. Lebensmittel mit hohem GI: Maltose (Malzzucker) 110, Glucose (Traubenzucker) 100, Honig 87, Vollweizenbrot 72, Rosinen 64, Bananen 62.

Nach dem Pferdehof Steinrinnen setzt ein flowiger Trail einen schönen Schlußpunkt bevor man die Peripherie Regensburg erreicht. In Roith wird in die Sandhofstraße eingebogen. 

Kurz nach dem Ortsschild Fußenberg - übrigens Trainingsstandort der VCR-Mountainbiker - wird links in die Hauzensteiner Straße eingebogen (Vorfahrt achten!). 

Gleich nach dem Fußenberger Weiher zweigt rechts der Weihermühlweg zum Gasthaus Gambachtal ab.

Vierte Verpflegungsstation Fußenberg (Gasthaus Gambachtal): KM 88 

Nach getaner Arbeit hat man sich eine Pause redlich verdient. So "heilig" wie den Rennradlern ihre kultige Verpflegungsstation mit Freibierausschank in Saulburg ist, so bedeutsam ist den Bikern ihre Labe im Gasthaus Gambachtal in Fußenberg. Auch hier wird Freibier ausgeschenkt. 

Weiterfahrt vom Gasthaus Gambachtal auf der Schnaitterhofstraße, nach 200 m links "Am Fußenbühl"

KM 90.5 Einmündung in die Hölzlhofstraße links, nach 350 m rechts Falkenstein-Radweg

Für den 12 km langen "Schlussspurt" bis ins Ziel kann man in Fußenberg guten Gewissens seine Energiespeicher füllen. Nachdem das Elektrolyt- und Mineraliendefizit ausgeglichen ist und neue Kräfte gesammelt wurden folgt der Schlussakkord. Von der Schnaitterhofstraße geht's rechts "Am Fußenbühl" leicht bergan. Nur zwei kleinere Hügel fordern bis ins Ziel noch ein wenig Wadenschmalz.

In Gonnersdorf wird abermals in den Falkenstein-Radweg eingebogen.

In Gonnersdorf (KM 91.7) wird von der Ladehofstraße rechts auf den straßenbegleitenden Radweg entlang der Böhmerwaldstraße eingebogen. Nach 500 Meter wird die Hauptstraße gequert um Richtung Thanhof zu radeln. Dort schließt über sich einen "20 HM-Hüpfer" der letzte Geländeabschnitt bis zum Stadtrand von Regensburg an. 

Regensburg KM 95 Rad-Fußgängerbrücke über die Pilsener Allee, danach links Einmündung in Posener Straße - Brandlberger Straße - Harthofer Weg (straßenbegleitender Radweg bis zur Oberpfalzbrücke / Ziel Dultplatz

Ein besonderes Lob an die polizeilichen Einsatzkräfte die sich freundlich, verständnisvoll und nicht päpstlicher als der Papst zeigen. Nichts desto trotz ist im Stadtbereich die Benutzung der straßenbegleitenden Radwege vorgeschrieben, was von Polizeibeamten auch aufmerksam überwacht wird. Rotlichtverstöße werden geahnet - es sei denn, der/die Polizeibeamte*in drückt wohlwollend ein Auge zu:-)

Aufgrund erhöhtem Radler-Aufkommen (einströmende Rad-Gruppen) ist auf dem Radweg entlang der Donaustaufer Straße - Weichser Weg - Wallhalla-Alle - Frankenstraße und weiter zur Oberpfalzbrücke bis ins Ziel am Dultplatz besondere Vorsicht geboten. 

Zielgelände

Im Minutentakt strömen freudestrahlende Ankömmlinge von ihrer Tour zurück. Auf dem weitläufigen Zielgelände herrscht Superstimmung bzw. ungebändigte Feierlaune. Die Zielankunft ist jener Moment, wo der Frosch ins Wasser springt: der Glückshormonpegel flasht, der Sack ist zu. Strahlende Gesichter zeugen von der narkotisierenden Wirkung eines ereignisreichen und emotionsgeladenen Tages. Endlich kann man sich himmelhochjauchzend abklatschen oder im Szenenjargon ausgedrückt High Fives geben. Euphorische Szenen spielen sich ab, die davon zeugen, dass der Tag bestens verlaufen ist. Wikipedia: "High five ist eine besonders in den Vereinigten Staaten verbreitete Geste des Feierns, bei der zwei Personen jeweils eine Hand heben, um sie in die erhobene Hand des Gegenübers zu schlagen. Sie dient normalerweise dem Ausdruck gemeinsamer Zufriedenheit über einen Erfolg oder dazu, jemandem zu gratulieren."

Weiß-Blau gedresst mit dem bayerischen Nationalgetränk in der Hand - ganz nach Bayerischer Lebensart. Dank ausgeschütteter Wohlfühlbotenstoffe fühlt man sich einfach nur noch glückseelig. Die ausgelassene Stimmung bei leckerem Grillgut, Pasta und Hopfenkaltgetränken könnte besser nicht sein. 

Nach stundenlanger Leistung bei Tropenhitze ist ein kühlender Wasserschlauch einfach die reinste Wohltat.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der wohlverdiente, musikalisch untermalte Abgesang kann beginnen, um die leergefegten Energiedepots mit kulinarischen Schmankerl aufzufüllen. 

Foto (oben) mit Symbolcharakter: abgelegte "Arbeitsgäule", währenddessen sich die "Rittmeister" dem wohlverdienten Energienachschub und tiefenentspannten Chillen hingeben.

Glückstrahlende Gesichter sprechen Bände, denn nach vollbrachter Leistung ist man mit sich und der Welt rundum zufrieden. Unverkennbar überstrahlt die Gemütsverfassung den Erschöpfungszustand. Besonders eindrucksvoll, wenn dreckbeschmierten Bikern - gekennzeichnet mit schlammbesprenkeltem Gesicht, Beinen und Armen - der stundenlange Abnutzungskampf ins Antlitz gemeißelt steht. Die mit Salzkristallen und manchmal blutverschmierte Schmutzschicht - welche von Gestrüpp, Dornen bzw. Bodenkontakt herrührt - sind authentische Insignien, die den Purismus des Mountainbikens widerspiegeln. Es zeugt von leidenschaftlicher Hingabe und unbändiger Willenskraft, widrigen Bedingungen bzw. dem kräftezehrenden Streckenprofil unbeugsam Paroli geboten zu haben. Wer verausgabt von einer Biketour zurück kehrt darf sich verdientermaßen im Glücksgefühl und Selbstzufriedenheit genüsslich schwelgen. Mountainbiken ist eben pure Leidenschaft.

Es bewahrheitet sich einmal mehr, dass es nicht immer einer spektakulären Hochgebirgskulisse braucht um ein lustbetontes Bike-Adventure zu erleben. Die Glücksmomente, knochige Wurzelteppiche, beinharte Uphills und flowige Abfahrten souverän zu meistern schürt das Suchtverlangen nach Mehr. Jene Suchtspirale, die wir unserem neuronalen Belohnungssystem im Gehirn verdanken, welches die Schaltkreise der Motivation aktiviert. Ob an Bierbänken, der Essensausgabe oder Bierausschank, wo man hinschaut fröhliche Menschen und kameradschaftlicher Frohsinn. 

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der wohlverdiente, musikalisch untermalte Abgesang kann beginnen, um die leergefegten Energiedepots mit kulinarischen Schmankerl aufzufüllen.

Es ist angerichtet. Das Areal am Dultplatz beginnt sich ab den Mittagsstunden zu füllen bis es rappevoll ist. Die Brauereien Bischofshof und Schneider Weisse schenken frisch gezapftes Bier aus.

 Hirnfutter

Unausgewogene Ernährung bzw. Nährstoffmangel beeinträchtigt nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit sondern auch die mentale Performance. Das Hauptorgan des menschlichen zentralen Nervensystems braucht einen gesunden Körper, um energieeffizient zu funktionieren. In Sachen Energieverbrauch ist das Gehirn im Verhältnis zu seinem Gewicht kein „Kostverächter“. Obwohl es nur ca. 1,5 kg wiegt, verbraucht es 20 - 25 % des täglichen Kalorienbedarfs. Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Steuern und Reagieren gibt es nicht zum „Nulltarif“. Ausdauernde Sinnes- und Denkleistungen bedürfen des rechtzeitigen Energienachschubs. Reiz- bzw. Schmerzzustände der Muskulatur, abgesenkter Blutzuckerspiegel, entleerte Glykogenspeicher und erhöhter Laktatspiegel - um einige Belastungsmerkmale aufzuzählen – wollen ins Lot gebracht werden. Neben Kohlenhydrate sind im Ausdauersport auch Nährstoffe wie Proteine (Eiweiß) - Baustein für Muskelaufbau und Regeneration – äußerst wichtig. Schnell verfügbare Kohlenhydrate finden sich als Stärke vor allem in Getreide, Kartoffeln, Gemüse, und in Form von Fruchtzucker (Obst). Kohlenhydrate regen über Zwischenstufen sogar die Serotoninbildung im Gehirn an – Botenstoff für gute Stimmung.

Arber-Radmarathon ist Kult

Abwechslungsreiche Streckenführung, perfekte Organisation, gut bestückte Verpflegungsstationen und nicht zuletzt ein tolles Rahmenprogramm machen den legendären Arber-Radmarathon zu dem machen was er ist: zur größten und traditionsreichsten Radtouristikveranstaltung Deutschlands. Gäb's Michelin-Sterne, so hätte das Kult-Event mit Sicherheit einen einen verdient.

 Save after next date: 24./25. Juli 2021

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